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Wo sind all die Tiere

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Nachdem wir uns ja nun in Upington schön erholen konnten, haben wir uns die ca. 200km aufgemacht in den Kgalagadi Transfontier Nationalpark. Hier wollten wir initial 4 Tage bleiben, ist dann aber doch ein bisschen mehr geworden Smiley

Die erste Übernachtung kam direkt am Anreisetag dazu, da wir die 200km eigentlich in 2 Etappen fahren wollten, diese dann aber trotz der Temperaturen von wieder 37 Grad im Schatten hervorragend geklappt hat und wir sie tatsächlich locker an einem Tag geschafft haben. Die Planung war dann initial, dass wir 2 Übernachtungen im Camp Twee Revieren und eine im Camp Nossob (Camp mitten im Park) haben um dann über Mata-Mata am nächsten Tag in Namibia einzureisen. Das kam dann aber unverhofft ein wenig anders. Als wir dann nach nunmehr nach 3 Übernachtungen von Twee Revieren über die 160km Grafel von denen 80km die Hölle waren (entweder fuhr man hier 15km/h oder 50km/h da es einem ansonsten das Auto zerlegt hat – wir haben uns dazu entschieden nach den ersten 20km dann die 50km/h zu wühlen da wir ansonsten nie angekommen wären) nach Nossob gefahren sind haben wir uns dort “eingemeldet”. Wir hatten dann gesagt dass wir am nächsten Tag über Mata-Mata nach Namibia einreisen wollten und der Ranger fragte dann, ob wir denn alle Formalitäten für die Einreise in Twee Revieren erledigt hätten beim Border Control und Customs. Nene, war dann unsere Antwort, wir wollten ja über Mata-Mata und nicht Twee Revieren ausreisen. Nene, war dann die Antwort des Rangers, wir müssten uns die Stempel und alles in Twee Revieren holen weil in Mata-Mata zwar ein namibischer, aber kein Südafrikanischer Grenzposten war.

Schock… 160km von Twee Revieren, davon 80 die Hölle und die sollten wir jetzt nun noch mal eben zurück um dann direkt nach Mata-Mata weiterzureisen.Da wir genau das auch der Dame bei der Einfahrt in den Park und der Anmeldung auch genau so gesagt hatten dass wir über Mata-Mata ausreisen wollten hätten wir uns gewünscht, dass sie uns auch diesen Hinweis gegeben hätte. Aber wir hatten schon bei der Anmeldung festgestellt dass in Twee Revieren das Personal nicht sonderlich engagiert war – denen schien irgendwie alles total egal zu sein. Eigentlich der erste Park in SA, in dem wir das festgestellt haben – 90% des Personals war weder freundlich noch hat es irgendein Interesse an der Arbeit gezeigt die sie machen. Naja, wir habens sportliche genommen und haben komplett umgeplant. 2 Tage mehr im Park gebucht, 2 Nächte davon in Nossob und dann noch mal eine in Twee Revieren da wir dann über die reguläre Grenze in Rietfontain in Namibia einreisen wollten (dazu später auch noch mehr).

Nun aber erst mal zum Park und dem, was wir dort so erlebt haben. Am ersten Tag haben wir direkt ein nettes Ehepaar getroffen, er Achim, deutscher Südafrikaner, 1965 ausgewandert, und sie Angelika, deutsche aus Namibia. Beide sind schon öfters im Park gewesen und haben es noch nie so trocken erlebt wie dieses Jahr. Eigentlich solle aktuell alles grün sind und blühen, aber da es bis jetzt noch nicht geregnet hatte, war der gesamte Park sehr sehr trocken, was auch dazu geführt hat, dass viel weniger Tiere zu sehen waren/sind als eigentlich normal um diese Jahreszeit, wie man uns sagte. Irgendwo müssen die Tiere sein nur wusste wohl keiner wo, denn selbst die Wasserlöcher waren meistens komplett leer.

Nun aber zurück zu den beiden. Angelika und Achim haben für ein paar Tage eine kleine Oma- und Opa Rolle für Lenja und Silas eingenommen und sie schon mal mit leckeren frischen Trauben oder auch einem schönen Tierbuch beglückt, welches die gesamte Tierwelt des Nationalparks erklärte. Nach den 3 ersten Tagen in Twee Revieren gab es dann noch eine nette Verabschiedung und ein kleines Erinnerungsfoto dazu, damit wir immer an diese 3 schönen Tage zurückdenken:

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Nun aber zu den Tieren die wir im Park dann doch glücklicherweise sehen konnten, teilweise aus beeindruckender Nähe.

Der erste Tag war eigentlich schon von einem Höhepunkt gekrönt, da wir das Glück hatten, 2 Löwinnen aus ca. 5m Entfernung zu treffen, die gerade eine Orix erlegt und sich satt gegessen hatten (deutlich zu erkennen ist noch das blutverschmierte Maul). Dazu kamen dann noch verschiedene weitere Besucher dieser erlegten Orix, die sich über die Beobachtungszeit einfanden. Dazu gehörte auch noch eine Streifen Hyäne, die eigentlich nur bei Dunkelheit anzutreffen ist und sehr sehr scheu ist. Und auch ein anderer kleiner Besucher machte sich dann später an der Orix zu schaffen.

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Wie man erkennen kann, fand der “Kill” genau an dem Grenzzaun statt, der unser Camp vor den wilden Tieren schützen sollte, und dann auch noch 15m hinter dem Eingangsgate, das den ganzen Tag immer komplett offen stand und mit keinerlei Maßnahme gesichert war. Die Löwen hätten also ganz gemütlich hereinspazieren können und keiner hätte etwas gemerkt Smiley

Nachdem dann die beiden Löwendamen in sicherem Abstand zu der Orix waren hat sich die Hyäne daran gemacht, sich an der frisch erlegten Beute satt zu essen.

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Und als die dann fertig gewesen ist, kam der nächste kleine Besucher der auch noch ein bisschen davon abhaben wollte…

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Was man daran sehr schön sehen und auch den Kindern erklären konnte war, dass in der Natur nichts verschwendet und einfach liegen gelassen wird. Erst kommen die Großen, die das Tier erlegen, dann kommt die nächste Stufe, die an dem Aas knappern bis auch die satt sind, und dann kommen die nächst Kleineren und so weiter und so fort. Hier konnten wir über ein paar Tage schön beobachten, wie dieses System funktioniert und sich der Kadaver verändert, bis er letztendlich irgendwohin weggeschleppt worden ist…

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Tag 1                                                         Tag 2

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Tag 3

Nachdem wir nun schon trotz der Trockenheit und der wenigen Tiere so viel Glück hatten bei der Beobachtung hat sich unsere Glückssträhne in den nächsten Tagen was die Raubtiere betraf weiter fortgesetzt.

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Hier konnten wir auch noch einen Karakal, den es normalerweise fast nie anzutreffen gibt und wenn, dann auch ehr abends. Dieses kleine Kätzchen ist nicht zu unterschätzen wenn es auch nur aussieht wie ein Luchs, es ist wesentlich kräftiger, hat messerscharfe lange Krallen und ist ein versierter Jäger, der auch mal kleine Antilopen reißt.

Zum Thema abends – an unserer Wasser stelle auf dem Campingplatz hatten wir in der Dunkelheit immer Besucher, die sich an dem feuchten Boden ein wenig erfrischt hatten. Silas hatte seine Freude an der großen Version des Tausendfüßler den wir so kennen… Diese Zeitgenossen werden bis 20cm und unsere dürften so zwischen 15 und 20 gewesen sein. Zusammengerollt hätte man sie fast mit einer Grillwurst verwechseln können Smiley

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Tagsüber hatten wir dann auch immer jede Menge Besucher, manche mit Flügeln, und mache mit 4 Beinen bei uns am Stellplatz, die die Kinder wussten gut zu versorgen Smiley

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Was könnte das wohl sein, was uns da besuchen kommt? Kurzer Hinweis, es hat 4 kleine Beinchen, einen puscheligen Schwanz und kann ganz schön vorlaut und unverschämt sein.

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Aber nicht nur die Tiere waren sehr beeindruckend sondern auch die Natur an sich und das Farbenspiel am Himmel und zu Boden. Immer wieder veränderte sich im Park die Vegetation und die Farben des Untergrunds. Vom tiefen Rot der Dünen, über das Gelb des normalen Sandes bis hin zu Grau für lehmige Gegenden. Abends wurde dann die gesamte Landschaft für einige Zeit in ein wunderschönes Rot-Violett getaucht.

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Und morgens der Sonnenaufgang hat die gesamte Steppenlandschaft zum Glühen gebracht. Dieses Foto ist vom 21.03. um 06:51 als wir im Park unterwegs waren. Wenn man Tiere sehen wollte, musste man früh auf den Füßen sein Smiley

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Wenn die Sonne dann ein bisschen höher stand wurde die gesamte Umgebung in einen wunderschönen leichten Nebel getaucht. Immer wieder mussten wir stehen bleiben und einfach nur gucken wie schön das alles war. Ich glaube viele sind nur wegen der Tiere in den Park gefahren aber die eigentliche Umgebung, ihre Veränderungen und die vielen Farbspiele waren zumindest für uns zu tiefst beeindruckend und unbeschreiblich schön.

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Leider kann man das nicht so auf Bildern festhalten aber in unseren Köpfen wird es hoffentlich für immer in Erinnerung bleiben.

Hier noch ein paar weitere Fotos von den Tieren, die wir uns im Park anschauen konnten. Leider geben die Bilder nicht die Dynamik wieder, in der sich natürlich die meisten Tiere fortbewegen und auch können die Bilder nur einen kleinen Ausschnitt der eigentlichen Kulisse vermitteln. Was auf den Foto’s oft wie “eine weitere Orix” oder “ein weiterer Springbock” wirkt war in der freien Wildbahn für uns jedes mal ein Erlebnis für das wir angehalten haben, um uns die Tiere, deren Schönheit und Verhalten anzuschauen.

Auch die Kinder haben jedes mal gerufen: “da, ein weiteres Schakälchen”, “guck mal, eine Orix”, “Mama, och wie süß, ein kleines Springböckchen”…

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Auf den Strecken im Park, die wie ja schon oben beschrieben, teilweise beachtlich lang waren, gab es dann immer wieder Rastplätze, auf welchen wir auch den Öfteren Pause gemacht haben. Diese waren nicht wie die Camps eingezäunt sondern lagen offen in der Natur. Hier gab es dann auch ab und zu schon mal Besuch von den kleineren 4-Beinigen Bewohnern des Park, wie z.B. einem kleinen Schakal…

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Im Park selber war das Fahren wenn man Tiere beobachten wollte sehr entspannt und man für mit 15-30 km/h über die Pisten, die angelegt waren. Manche davon waren gut befahrbar, andere die reinste Ruckelpartie. Trotzdem hatten die Kinder ihren Spaß, wie das nachfolgende kleine Video zeigt…

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Angekommen im Camp Nossob haben wir dann von Vido und Heike, zwei Waschechte Bayern die wir unterwegs ein paarmal auf unterschiedlichen Campingplätzen getroffen hatten den Tipp bekommen, dass sich am oberen Grenzzaun ein junger Leopard befindet. Da sind wir dann mal schnell die 300m zu Fuß hingelatscht und haben uns ihn angeschaut. Da er aber nach 1 Minute anfing so komisch zu grummeln und seine Ohren nach hinten legte, haben wir uns gaaaanz schnell wieder verzogen, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen. Trotz dass ein Zaun dazwischen war können wir sagen, hatten zumindest wir eine Menge Respekt vor so einen großen Kätzchen…

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Ach ja, das sind übrigens Vido und Heike. Auf der anderen Seite ihres Autos hatten sie eine große Bayern-Fahne hänge, die sie bei ihren vielen Afrika-Urlauben immer mit dabei haben. Sie sind seit vielen vielen Jahren genauso von dem Kontinent fasziniert wie wir und haben schon einiges mehr an Reiseerfahrung als wir vorzuweisen. Aber was noch nicht ist, kommt bestimmt noch Smiley

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Das Camp Nossob selber war viel ruhiger, da mitten in der Wildnis gelegen, als das Twee Revieren Camp. Und das Kinder mit ganz viel Nichts ganz viel spielen können, dürfen wir jedes mal immer wieder auf Neue feststellen. Sobald die Türen auf sind und wir stehen, sind die beiden weg und würden wir nicht mal nach einer gewissen Zeit schauen wo sie denn sind um sie zum Essen zu holen, würden sie bestimmt auch noch verhungern und verdursten…

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Nachdem wir uns dann wieder auf den Rückweg von Nossob nach Twee Revieren gemacht hatten konnten wir noch einen Volltreffer landen. Aus etwa 30m Entfernung haben wir für ca. 30 Minuten ein Löwenmännchen beobachtet. Zuerst waren wir nicht alleine und es hatten sich noch einige andere Autos dazugesellt. Aber nachdem sich der Löwe für doch längere Zeit nicht wirklich bewegt hatte und nur schön dösend unter seinem Baum lag in der Mittagssonne, hatten sich alle Autos verzogen. Ausser wir – Moni wollte unbedingt noch stehen bleiben und weiter zuschauen… Und tatsächlich, nach einer gewissen Zeit hat der Kollege sich dann aufgemacht und ist über unsere Straße weitergezogen und wir konnten uns ihn aus der Nähe anschauen…

Ach ja, eine Besonderheit der Kalahari-Löwen ist, dass sie eine schwarze Mähne habe – das sieht in Natura wunderschön aus…

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Auf nach Namibia

So, nun war es so weit. Eine letzte Nacht in SA im Twee Revieren Camp und ab nach Namibia. Der Grenzübertritt war geplant für den 22.03. geplant an der Grenzstation Rietfontain geplant für Mittags. Tja, wir waren mittags auch da, sind aus SA ausgereist und haben da noch dem Zöllner noch ein bisschen unseren Dicken und die Kabine gezeigt weil er so interessiert daran war, wie wir das alles gemacht haben (was wir rübernehmen oder zum verzollen hatten, hat die eigentlich nicht interessiert). Jetzt wollten wir nach Namibia einreisen…

Der Immigration Officer der unsere Reisepässe abstempelte war kein Thema, super nett und super zügig… Alles klasse. Jetzt mussten wir aber noch die Dokumente für unser Auto abgestempelt haben da der Zoll hier ganz bestimmte Stempel reinsetzen muss und die Dokumente unterschreiben muss. Das ist aber nicht die Aufgabe des Immigration Officers. Wir haben dann gefragt wo wir denn mit den Dokumenten hinmüssen zum abstempeln und der Kollege bekam nur ein breites Grinsen auf sein Gesicht.

Der Officer ist gerade mal eben nach Südafrika rüber – zum Einkaufen. Der kommt aber bestimmt bald wieder. Bis 16:30 Uhr auf jeden Fall, weil dann die Grenze ja zu macht…

Suuuuper. Wir früh da, zügig gefahren, 38 Grad draußen und der Zöllner ist mal eben im Nachbarland shoppen… Naja, mittlerweile haben wir schon ein bisschen von der afrikanischen Ruhe und Gelassenheit angenommen und nach dem Vorschlag vom Immigration Officer doch die Zollstation als Campingplatz zu gebrauchen haben wir das auch glatt gemacht. Gemütlich Mittag gegessen, Sanitäranlagen gabs auch Smiley und nach knapp 1,5 Stunden kam dann auch die nette Dame vom Zoll wieder. Nachdem wir ihr noch schnell erklärt hatten wo sie den Stempel und die Unterschrift hinmachen muss und welcher Abschnitt für sie zum Behalten ist, konnten wir auch direkt weiterfahren. Also – alles halb so Wild – der Grenzübertritt war absolut kein Problem, alles Beamten super Nett und die Formalitäten halten sich echt in Grenzen. Hätten wir nicht die kleine Shopping-Verzögerung gehabt wären wir wahrscheinlich in 20 Minuten durchgewesen.

Es wird anders

Man glaubt es kaum. Wir hatten mit dem Grenzübertritt das Gefühl, dass sich die Landschaft verändert. Kaum auf der Namibischen Seite angekommen sah die Umgebung für uns anders aus. Ein Teil hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die Straßen größtenteils nicht mehr aus Teer, sondern eben Pisten sind, aber auch die Umgebung wird anders. Es wirkt leerer, weiter, freier, anders eben…

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Da wir uns entschlossen hatten nach der Grenze die gut 200km bis zum nächsten Zielort, Keetmanshoop, nicht mehr zu fahren, haben wir auf einer Farm übernachtet, bei der wir uns unter einen Baum stellen konnten und somit auch ein bisschen Schatten hatten. Das Gute dabei war, dass es neben dem ganze Vieh was da rumlief auch sonst viele Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder gab. Und gerade Silas ist voll auf seine Kosten gekommen Smiley

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Und während der kleine Mann Ewigkeiten auf dem Traktor verbracht hat selbst, als es angefangen hat zu regnen, hat Lenja ein schönes Bild vom Neubaugebiet gemalt. Viele kleine Häuschen in welchen ihre Freunde wohnen…

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Durch den Regen hat es sich dann ein wenig abgekühlt und irgendwie sind wir schon afrikanisch geworden haben wir festgestellt. Alles was unter 27 Grad ist kommt uns schon kühl vor und wir müssen uns fast eine Jacke anziehen (ungelogen). So ab 27-35 Grad ist unsere Wohlfühl-Temperatur Was soll das nur geben wenn wir wieder nach Hause gekommen sind?

In Keetmanshoop wollten wir dann am Samstag einkaufen, weil wir durch die vielen Tage im Park und mit nur gaaaanz kleinen Dörfern zwischendurch ziemlich abgebrannt sind, was unsere Vorräte betrifft. Tja, dumm gelaufen. Hier werden am Samstag um 12 die Schotten dicht gemacht und dann geht garnichts mehr. Naja, also Einkaufen auf Montag geschoben und die die 17km weiter zum Campingplatz der gleichzeitig an einem nationalen Denkmal ,dem Köcherbaumwald liegt. Diese Bäume kennt bestimmt jeder und sind wunderschön, wenn man sie sich aus der Nähe und dann in einer Art “Wald” ansehen kann.

Und das Beste – man kann in den Wald gehen was Moni direkt dazu genutzt hat, eine kleine Sachkundestunde einzulegen und mit den Kindern das Gelände und die Bäume zu erkunden und zu erklären. Es ist eben doch was anderes ob man etwas auf Bildern gezeigt bekommt oder ob man hingehen kann, um es anzufassen, damit zu spielen, dran riechen kann,…

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Die Farm auf der sich der Campingplatz und der Wald befinden hat auch noch eine weitere Attraktion – man kann hier Geparden besuchen um die die Farm sich kümmert, die vor Jahren einmal in Häusern untergebracht waren, krank waren,… und – man kann bei der Fütterung hautnah mit dabei sein – sehr interessant zumal es auch noch ein paar Informationen über die Tiere mit dazu gibt.

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Und da war er auch wieder, dieser Sonnenuntergang, wie wir in Erinnerung hatten. 15 Minuten keine Bewegung, einfach nur dagesessen und zugeschaut wie die Sonne untergeht und dabei die Stille genossen, die es hier in Namibia im Gegensatz zu Südafrika im Überfluss gibt… Und der Köcherbaum gab dann glatt auch noch ein schönes Motiv ab.

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Und von hieraus geht es dann am Montag, nach dem Einkauf, weiter in den Fishriver Canyon und von da aus nach Ai-Ais. Da schauen wir dann mal, wie es hier wird und werden sicherlich in unserem nächsten Blogeintrag berichten…

Ach ja, Handy in Namibia ist genauso einfach wie in SA. Prepaid gibts in jedem Shop, und Internet kostet 1GB 249 N$. Das ist sogar noch ein bisschen günstiger als in SA…

Mittlerweile zählen wir die Wochen, bis Thomas uns besuchen kommt und freuen uns schon rieeeesig Smiley Brüderchen – mach hinne…

Die Luft brennt

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oder – wie Mensch und Maschine an ihre Grenzen kommen

Auf der Weiterreise von Clanwilliam zu den Augrabies Falls in der Northern Cape Provinz sind wir über Springbock, eine kleine Stadt im Norden von SA gefahren. Die Strecken sind aktuell landschaftlich nicht zu vergleichen mit dem, was wir von der Küstenregion gewöhnt sind und auch von der Temperaturseite her sieht es ganz anders aus. Jetzt befinden wir uns teilweise in der Kalahari, einer Steppe/Halbwüste, was schon vieles sagt. Im Frühjahr steht hier alles in wunderschöner Blüte aber mit und mit geht der Region das Wasser aus mit fortschreitender Entfernung zu den Regenmonaten und es wird auch immer wärmer. Schon die Anreise nach Springbock bring neue Temperaturrekorde, wie das folgende Bild zeigt. Die Aufnahme zeigt die Temperatur des Außenthermometers bei Fahrtwind, leider ein bisschen verwackelt weil wir fahren.

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Da die Hitze aber sehr trocken ist lässt es sich eigentlich noch ganz gut ertragen, ist aber trotzdem eine Belastung für uns und auch den Dicken. Der kommt manchmal mit seinen knapp 4 Tonnen und 122 Pferdestärken ganz schon ans Schwitzen, besonders wenn es diese ellenlangen kleinen Steigungen über mehrere KM hinauf geht. Ich fahre bei den Temperaturen eigentlich nur nach Temperaturanzeige, den 2. Gang bis 50, den 3. bis 80 und wenn mal möglich bergab oder auf sehr gerader Strecke den 4. bis 100. Dabei ist nicht mal die Wassertemperatur das Problem da der Dicke einen Kühler hat, der gigantisch ist, aber die Abgastemperatur wird zu hoch wenn er niedertourig unter Belastung fährt und dann bei dieser Außentemperatur. Daher sind wir sehr hochtourig und der Temperatur entsprechend angepasst unterwegs so dass sich die Temperaturanzeige immer schön im unteren Drittel befindet – das klappt mittlerweile sehr gut und wir rutschen nur noch sehr selten weiter nach oben.

Was wir nicht gedacht hätten – wir und die Kinder stecken die Temperatur eigentlich ganz gut weg, wenn es genug Pausen gibt. Als wir wieder mal eine kleine Pause im Nirgendwo eingelegt hatten an einem Zaunrand an welchem sich mittlerweile einiges an Müll angesammelt hatte, sind die Kinder raus aus dem Auto und haben angefangen zu “angeln”. Silas ein Stöckchen, Lenja das Fischbecken gebaut und als wir fertig mit der Mittagspause waren (die Kinder hatten mal wieder keinen Hunger, gut zu verstehen bei den Temperaturen), hatten wir ein riesen “Fischbecken” hinter unserem Dicken mit leeren Flaschen, Bechern, und sonst so Sachen die man noch “angeln” kann. Irgendwie schaffen es die beiden, sich mit dem, was da so rumliegt, immer selber zu beschäftigen. Und während der Fahrt wird gemalt, mit den Autos gespielt oder ein Hörspiel gehört – bevorzugt hört Lenja die 3 Fragezeichen und nachher gibt es dann immer Fragen wie “Mama, was ist eine Mumie, Mama, was ist Niedergeschlagen, Papa, was ist…”.

Angekommen nach unserer ersten 320km Etappe in Springbock sind wir dann auf den Campingplatz der ein wenig Schatten bot und haben eine Entdeckung gemacht, dass wir nicht alleine waren. Wer kann hier erkennen, welche Bewohner es hier gab?

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Den größten Teil der Zeit haben die Kinder damit verbracht, den kleinen Bewohnern der Felsen hinterherzulaufen, im kleinen Pool zu schwimmen oder einfach nur auf der Spieldecke mit Duplo zu bauen.

Nach dem Zwischenstopp in Springbock haben wir uns dann auf den Weg nach Augrabis gemacht um dort im Nationalpark eine Nacht zu verbringen und uns die dortigen Wasserfälle des Oranjerivers anzuschauen in der Hoffnung, dass es dort ein bisschen schattiger und kühler ist Smiley

Die Fahrt dorthin ging wieder durch eine relativ trostlose Gegend mit sehr viel NICHTS und hohen Temperaturen…

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Zwischendurch sind wir immer wieder an seltsamen großen Steinhauen vorbeigekommen die mitten in der Landschaft aufgetürmt waren und haben uns gefragt, wie die denn dahin kommen.

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Später im Nationalpark haben wir dann nachgefragt, was das denn für komische Haufen sind. Dort hat man uns dann erklärt dass früher, als es hier in der Gegend noch keinerlei Infrastruktur und Besiedlung wie heute gab, die Menschen die hier lebten so wenig zu tun hatten und in den Sommermonaten (unsere Winter) bei der gigantischen Hitze ganze Dörfer durchgedreht und wahnsinnig geworden sind von der Hitze, dass sie einfach alle zusammen diese Steinhaufen gebaut haben. Man hat diese Steinhaufen dann liegen lassen weil man sie als Mahnmal nutzt um klar zu machen, dass man sich in dieser Gegend niemals länger alleine aufhalten sollte, weil man sonst wohl selber wahnsinnig wird. Es gibt Geschichten, dass auch heute noch manchmal Verrücktgewordene in der sengenden Hitze an diesen Steinhaufen weiterbauen – aber wie gesagt – das sind nur Geschichten die man sich am Lagerfeuer erzählt.

Ein Grüner Fleck im Nirgendwo

Angekommen im Augrabis Nationalpark hat sich leider unsere Hoffnung nicht erfüllt, dass es etwas kühler wurde, dafür aber wenigstens Schatten unter großen Bäumen. Auch der große Swimmingpool den wir mal wieder für uns alleine haben, bietet eine sehr angenehme Abkühlung. Abends bevor wir ins Restaurant sind, welches wir uns wegen der anstrengenden 2 Tage davor mal gegönnt hatten, sind wir noch zu den Wasserfällen, welche nicht so groß waren, da auch der Fluss die extreme Hitze und Trockenheit dieses Jahr ein wenig zu spüren bekommen hat. Aber auch bei niedrigem Wasserstand bot der Wasserfall eine wunderschöne Kulisse und die sehr tief fliegenden Fledermäuse (eine davon hat Lenja an der Nase gestreift mit einem Flügel und sie blieb erschrocken stehen) waren ein klasse Schauspiel.

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Wir haben bestimmt eine halbe Stunde damit verbracht, den Sonnenuntergang am Wasserfall zu genießen und den Fledermäusen bei der Jagd zuzuschauen. Hier auch noch mal ein kleines Video für den Rundumblick über den Wasserfall und wie eindrucksvoll die Sonne das ganze Gestein in ein wunderschönes rotes-goldenes Licht taucht.

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Auf dem Weg zum Restaurant haben wir dann noch einen alten Bekannten wiedergetroffen, der sich auch hier sichtlich wohlfühlt und ebenfalls den Sonnenuntergang genossen hat.

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Angekommen am Restaurant hatten die Kinder dann schnell ihr Abendbrot vergessen, als einer eine riesengroße ? (keine Ahnung was das war, sah aus wie eine Riesengrille mit Stacheln am ganzen Körper) gefunden hatte die es sich unter einem Tisch bequem gemacht hatte. Diese und die anderen Tiere die um die Terrasse streiften in der Dunkelheit waren dann der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit für die Kinder und ihre Taschenlampen und Moni und ich konnten unseren Herrlichen Spingbock-Schenkel in Rotweinsoße mit Reis und Kürbis-Bohnen Gemüse genießen…

Nach einer Nacht ohne wirklich Abkühlung (erst gegen 5 Uhr fiel das Thermometer dann unter 30 Grad) sind wir nun seit Dienstag in Upington, keine 120km von Augrabis entfernt auf einem öffentlichen Campingplatz und genießen die großen schattigen Bäume, die Palmen, das Eis, den Swimmingpool und viele interessante Gespräche im Swimmingpool mit den einheimischen die auch gerne mal unter der Woche ein Chalet mieten um es sich gutgehen zu lassen.

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Und unser schöner Pool hat mit dazu beigetragen, dass Lenja zu einer richtigen Wasserratte geworden ist und sogar schon richtig tauchen kann. Das ist übrigens der Standardanblick des Pool (leer), in welchem wir uns ein paar mal am Tag abkühlen und immer mal wieder ein lecker Eis gönnen, wenn wir drinne waren (aufgenommen heute, 14.03. um 16:15 Uhr – zur besten Badezeit bei 35 Grad und strahlend blauem Himmel)… Die drei Punkte im Wasser sind Moni, Lenja und Silas.

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Von hieraus werden wir uns dann am Freitag, nach 4 Tagen Erholung pur, aufmachen in 3 kleinen Etappen von 50km, 120km und 70km zum Kgalagadi Transfontier Nationalpark welcher der beste für Löwenbeobachtung im südlichen Afrika sein soll. Hier haben wir 3 Nächte gebucht und werden dann Mitte der nächsten Woche nach Namibia einreisen über die Parkgrenze Mata-Mata. Hier haben wir dann auf der namibischen Seite direkt eine Übernachtung auf einer Farm. So und jetzt gehe ich auch in den Pool zu den Kindern und Moni und habe keine Lust mehr, weiter zu schreiben obwohl es noch so viel zu erzählen gäbe insbesondere über die Gespräche mit den Einheimischen und deren Sicht auf ihr eigenes Land und die Zukunft dieses Landes (nach den Erzählungen sind wir froh, dass wir JETZT reisen und nicht erst in 2-5 Jahren). Aber vielleicht berichten wir davon mal, wenn wir Langeweile haben sollen (was ich eigentlich nicht glauben kann, dass das mal passiert Smiley).

Und ach ja, wenn man sich nicht an Regeln hält, kann es mal ganz dumm laufen hier in Afrika: Dumm gelaufen

Zu viele Eindrücke…

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Nachdem wir dann am nächsten Morgen an der schönen Lagune wieder wachgeworden sind, hat Lenja eine Entdeckung gemacht als sie sich wie immer aus dem Dachfenster reckte um die schöne Morgenluft und die schöne Umgebung ein wenig zu inhalieren.

“Papaaaa – da ist irgend etwas graues in unserem anderen Dachfenster – habe ich das gut gesehen?”

“Jaja, ich schau gleich mal…”

“Papaaaa – das sieht komisch aus, ich weiß nicht, was das ist.”

“Jaja, ich schau gleich mal, komm mal runter…”

“Papaaa – ich glaub das ist echt komisch – kuck mal…”

“Ok, mach mal Platz!…”

Na und dann hab ich mich ein bisschen erschrocken – was war denn das für ein Ding?

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Da hatte sich wohl über Nacht eine kleine Spinne eingenistet und die Bäume unter denen wir standen dazu genutzt, um sich einen kuscheligen windgeschätzten Platz zu erklimmen. Ich hab das Ding dann später mit einem Stock aus dem Fenster verscheucht da kein anderer Lust hatte, diese Aufgabe zu übernehmen. Einmal rausgekrabbelt mit ausgestreckten Beinen war sie dann Handteller groß. Sie ist dann über die Kabine auf die Motorhaube und dann konnt ich sie nicht mehr sehen. Die Kinder und ich haben nachher noch alles durchsucht im Landy ob sie sich nicht doch noch irgendwo eingenistet hat, haben aber nichts gefunden. Also wenn irgendwo mal zu lesen ist “Touristen von Spinne in Afrika aufgefressen” und ihr von uns länger als 2 Wochen nichts mehr im Blog hört – dann war es das Ding hier – wäre klasse wenn ihr dann das Beweisfoto an die örtliche Polizeibehörde zur Fahndung übergeben könntet Smiley

Über Simons Town in die Metropole

Nachdem wir dann den Campingplatz verlassen hatten haben wir uns aufgemacht Richtung Kapstadt (über eine wunderschöne Küstenstrecke vorbei an dem ein oder anderen Township wenn wir an einer größeren Stadt vorbeigekommen sind),

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wussten aber noch nicht genau, wie wir das anstellen sollten. Unser Ziel war erst mal Simons Town, da hier ein Campingplatz nahe einer Pinguinkolonie sein sollte die wir uns am nächsten Tag anschauen wollten.

Dort nach ein paar Stunden Fahrt angekommen sahen wir schon beim Hochfahren auf den Platz ein Schweizer Armeefahrzeug stehen, welches wir schon mal, nämlich am Tag unserer Ankunft in Port Elizabeth gesehen hatten. Nun hatten wir endlich die Gelegenheit mal ein bisschen auszutauschen, über die Fahrzeuge und die Reisen. Da die beiden schon ein wenig älter als wir waren und etwas mehr Lebenserfahrung aufweisen konnten als wir, gehörte dazu auch einiges mehr an Reiseerfahrung.

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Als junge Familie sind sie genau si gereist, wie wir es jetzt machen, damals aber noch mit einem alten Bundeswehr Unimog und viel in Nord-Afrika. Später, als die Kinder dann groß waren, haben sie sich dieses Schmuckstück angeschafft, aus- und aufgebaut und sind damit seit gut 11 Jahren quer durch die ganze Welt unterwegs. Sie leben unseren Traum – vielleicht können wir ihn auch realisieren – mal schauen, wir haben ja noch ein bisschen Smiley

Wir haben dann den Tipp bekommen, mit dem Zug nach Kapstadt zu fahren, von Simons Town aus, da es schwierig ist, dort mit dem Auto, und erst recht einem großen, einen Parkplatz zu finden. Gesagt – getan. Am nächsten morgen haben uns die beiden freundlicherweise die 5km zum Bahnhof gefahren (Verkehrsmittel Nummer 1 – Militärfahrzeug), wir Ticket gelöst und auf ging die Reise in der ersten Klasse. Wohlgemerkt – die erste Klasse war bei uns vergleichbar mit der dritten Klasse vor 30 Jahren. Aber macht nichts, bequemer und stressfreier ging es nicht. Nach einer Stunde waren wir dann am Hauptbahnhof in Kapstadt und die Kinder hatten ihren Spaß (Verkehrsmittel Nummer 2 – Zug).

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Vom Zug sind wir dann über 500m Fußweg umgestiegen in einen Stadtrundfahrtbus, der wohl zur WM eingerichtet worden ist. Dieser fährt alle 10 Minuten von ca. 20 unterschiedlichen Haltestellen ab und bringt einen incl. Touristischer Erklärungen über Kopfhörer eigentlich an jeden Platz in Kapstadt, den man sich anschauen sollte. Der Bus war ein nach englischer Art gebauter roter Doppelstöcker, oben offen (Verkehrsmittel Nummer 3 – Bus). Auch hier hatten die Kinder und wir wieder unsere Freude, zumal es sehr bequem war.

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Nachdem wir nun das letzte mal als wir in SA waren leider den Tafelberg nicht hochfahren konnten weil das Wetter zu schlecht war, haben wir es uns dieses mal nicht entgehen lassen. Und wir sind natürlich nicht zu Fuß da hoch getrabt, sondern haben den bequemen Weg über die Seilbahn genommen (Verkehrsmittel Nummer 4 – Seilbahn), was uns gleichzeitig die Möglichkeit geboten hat, einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Stadt zu erhaschen, da schon wieder Wolken im Anzug waren.

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Kaum 5 Minuten nachdem wir angekommen waren und ein paar Fotos machen konnten und einmal rundherum die Landschaft bewundert hatten, lag der komplette Berg auch schon in den Wolken wie man auf dem Foto auf dem Berggipfel erkennen kann, die sich den gesamten restlichen Tag nicht mehr verzogen haben. Das war echtes Glück…

Wieder runter vom Berg und ab zurück in den Bus, nach etwa eine Stunde Aufenthalt oben auf Südafrikas bekanntestem Berg. Weiter ging die Tour durch Kapstadt die für uns dann ihr vorläufiges Ziel an der Waterfront haben sollte, wo wir Mittag essen wollten weil uns allen der Magen knurrte. Die Waterfront ist sehr touristisch und alles was Rang und Namen hat an Geschäften und Restaurants, befindet sich hier. Weil wir die überteuerten Preise nicht zahlen wollten haben wir uns nicht in Reihe 1 gesetzt, sondern in Reihe 2 und in einem Pub unser Fish&Chips mit einem guten Guinness genossen. Da der Pub nur ein kleines Spielgerät und ein kleines Schiffchen hatte, was aber auch für ausreichend Spaß gesorgt hatte, da die Wackelbewegungen irgendwie sehr unvorhersehbar waren,

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haben wir den Kindern dann versprochen noch auf den Spielplatz direkt an der Waterfront zu gehen, was wir dann auch gemacht haben:

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Wir haben uns später noch ein wenig die Jungs hier angehört, die echt eine coole Musik machen, und haben dann glatt 2 CD’s von denen gekauft…

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So – alles erledigt – weiter gehts. Stadtrundfahrt, Seilbahn, Tafelberg, Waterfront, Mittag, Spielplatz, Eis zum Nachtisch, CD’s erworben,…

Ein bisschen spaziert und wieder in den Bus und zurück zum Hauptbahnhof. Dort angekommen wieder in den Zug und zurück nach Simons Town. Nach gut einer Stunde wieder angekommen und wir standen vor einem Problem. Wie kommen wir die 5 km wieder zurück zum Campingplatz? Es war spät, den ganzen Tag durch Kapstadt getingelt, alles müde,… Taxis wie bei uns kennt man in SA eigentlich nicht. Hier gibt es sowas wie Sammeltaxis, das sind kleine Busse die für 9 Personen ausgelegt sind aber meistens von 50 Personen genutzt werden und der Preis ist Verhandlungssache Smiley. Nein, so schlimm natürlich nicht, maximal 35 Personen Zwinkerndes Smiley. Tja, also haben wir uns nach so einem Ding mal umgeschaut. Ab zum Taxistand und da jemanden angesprochen weil kein Taxi da war. Der meinte dann so, kein Problem, ich ruf mal eben an. Der ein bisschen rumtelefoniert und erklärt wo wir hinwollten. Er meinte dann so, würde gleich jemand kommen. Da kam dann ein Taxi und er meinte, damit könnten wir dann fahren, das fuhr aber weiter. Ok – weiter warten. Mittlerweile hatte er uns seine halbe Lebensgeschichte erzählt und wir mindestens 20% von unsere und da kam dann auf einmal ein Taxi – grün-gelb angemalt mit Kellogs-Werbung drauf (Verkehrsmittel Nummer 5 – Taxi), . Der Beifahrer machte dann durch das hintere Fenster von innen am Aussengriff die Tür auf – der innengriff war wohl kaputt… Wir rein und gefragt was denn so kosten würde. Vorschlag war 40 RAND was wir auch direkt angenommen haben da uns am Vormittag eine nette ältere Dame erklärt hatte, dass der Standardpreis pro Person ca. 7-8 RAND sind und Touristen auch gerne mit 20 RAND pro Person zur Kasse gebeten werden. Da waren wir also mit 10 RAND pro Person echt gut dabei Smiley

Wie muss man sich so ein Taxi jetzt vorstellen. Ja, wie sie in den Filmen gezeigt werden sind sie wirklich. Ein paar Holzboxen an die Wände geschraubt (oben rechts zu erkennen) aus denen afrikanischer Techno kam, die Sitz alt und verloddert, aber mit grünem Samt überzogen. Und das Fahrwerk – welches Fahrwerk… Jeder der behauptet ein Landyfahrwerk würde poltern der ist noch nie mit so einem Ding gefahren…

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Anschnallgurte gab es natürlich nicht, die Innenverkleidungen der Türen sind wohl mal da gewesen und noch so ein paar spannende Ding. Beim Aussteigen hat der Beifahrer, oder besser Türbediener, hier links im Bild zu sehen, wieder durch das Schiebetürfenster die Tür am Aussengriff geöffnet und wir hatten unseren Spaß Smiley

Abends auf dem Campingplatz angekommen waren wir alle dann platt. Aber – wir waren in Kapstadt, auf dem Tafelberg, an der Waterfront, haben eine Stadtrundfahrt gemacht, sind mit einem Militärfahrzeug, der Eisenbahn, dem Bus, der Seilbahn und einem Taxi gefahren – was will man mehr. Ach ja – und wir hatten unser Tagesbudget bei weitem überschritten – die nächsten Tage sollte es nur noch trocken Brot und Wasser geben und übernachten tun wir auf dem Parkplatz….

Noch schnell Abendbrot gemacht, Sonnenuntergang genossen, der Platz war inzwischen wieder leer Smiley

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Kinder ins Bett und dann kam noch Besucht, von der etwas “anderen” Art. Als es dunkel war hörten wir auf einmal etwas in den Büschen rascheln und da waren sie… die kleinen Vögel im Frack… Angedackelt und sich neugierig umschauen sind sie über unseren Stelllatz gezogen, weiter hinauf in das Gebüsch. Nachdem sie dann abgezogen waren haben wir uns dann auf gemacht ins Bett und sind seelenruhig eingeschlafen da wir am nächsten Tag ja noch ein paar mehr von denen anschauen wollten.

Und noch mehr Eindrücke

Wir hattens den Kindern ja versprochen, uns noch noch die Pinguine anzuschauen. Also sind wir dann zu einer kleinen Kolonie gefahren, die direkt um die Ecke und auf unserem Weg zum Kap der guten Hoffnung lag.

Wir haben es selten erlebt dass die Kinder nicht mehr weg wollten von da, wo wir waren. Aber hier war es so. Sie waren so angetan von den kleinen Wackelfreunden dass sie überhaupt nicht mehr weiterfahren wollten. Ich muss aber sagen – es war auch teilweise echt amüsant, was die sich da so abgewacktel haben Smiley

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Nachdem wir dann eine gute Stunde dort gewesen sind haben wir uns dann aufgemacht in Richtung Kap, was nicht mehr wirklich weit entfernt von uns war. Auch diese touristische Attraktion haben wir dann noch mitgenommen und die entsprechenden sehr wichtigen notwendigen absolut unvergesslichen gigantischen Erinnerungsfotos geschossen von dem schönsten Tag in unserem Leben an einer absolut einsamen nicht überlaufenen Stelle. Lenja hat auch eine gute Figur vor dem Kap gemacht:

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Froh, diese Tage des Stresses und Reizüberflutung hinter uns lassen zu können haben wir uns dann wieder aufgemacht in Richtung RUHE und EINSAMKEIT.

Da nun der indische Ozean Geschickte ist und mit ihm die schönen Badestrände und angenehmen Wassertemperaturen wird es naturgemäß ein wenig ruhiger, menschlich, dafür aber landschaftlich und meerestechnisch durchaus etwas wilder und rauer.

Nach wenigen Stunden Fahrt sind wir dann an unserem Tagesziel angekommen, einem Campingplatz am atlantischen Ozean. Wie man dem kleinen Video und dem Bild entnehmen kann, ist es eine ganz andere Art von See als bisher, die aber ihren eigenen Reiz hat.

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Auch die Kinder wussten die neue Situation direkt zu nutzen und haben ihre Eimerchen voll mit Meeresschaum gefüllt um dabei zuzuschauen, wie er darin vergeht um dann wieder neu nachzulegen…

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Und wir hatten unser Ziel erreicht – es wurde wieder Menschenleer und wir konnten endlich anfangen das ganze Erlebte der letzten Tage zu verarbeiten. Denn wir hatten echt genug von dem ganzen brimbamborium, den vielen anderen Menschen, dem Lärm, den vielen Informationen,…

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Aktuell sind wir auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Clanwilliam, den wir als Waschstation und Entspannungsstop nutzen. Dies ist aber nur eine Zwischenstation die wir heute, Sonntag, wieder verlassen werden um zu den Augrabies Falls im Augrabies Nationalpark zu fahren um dann weiter in den Kgalagadi Transfontier Nationalpark zu reisen welcher sich über die beiden Länder SA und Botswana erstreckt und DER Nationalpark sein soll um Löwen zu beobachten. Der Park ist so groß wie die Niederlande und mal schauen, wie viele Tage wir hier verbringen werden und wann wir dann wieder irgend ein Netz haben werden um Fotos und Videos hochzuladen Smiley

Also nicht wundern, falls es jetzt ein bisschen ruhiger werden sollte…

Das Paradies stank

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Wir hatten ja in unserem letzten Beitrag von der wunderschönen Lagune erzählt welche wir gefunden hatten um dort ein paar Tage zu verbringen. Das haben wir natürlich auch gemacht und dabei noch ein paar nette Menschen kennengelernt. Doch eines Vormittags zog auf einmal ein komisches schwarzes schwimmendes Objekt mit der Flut in unser Paradies. Da es sich in ca. 100m Entfernung befand konnten wir alle nicht genau ausmachen was es denn wohl sein könnte. Also machte sich ein Camper mit seinem Boot auf den Weg das “Ding” genauer zu erkunden. Nach ein paar Minuten kam er dann zurück und meinte das wäre wohl ein vom Hai getöteter Seehund der mittlerweile so weit im Verwesungsprozess wäre dass er auf dem Wasser schwimmen würde. Ok – nun hatten wir unsere Attraktion und der Seehund zog langsam in sicherer Entfernung an unserem Paradies vorbei. Tja – wenn da nicht…

Wo die Flut, da auch die Ebbe – und da begann das Trauerspiel. Der Seehund zog bei der Ebbe wieder langsam in unsere Richtung. Erst ca. 1km, dann 500m, dann 100m und dann trieb er auf einmal direkt auf unseren so wunderschönen Strand zu und machte doch glatt genau vor uns halt und verfing sich am Nachmittag mit seiner Flosse an dem Boot, welches ihn am Vormittag noch inspiziert hatte. Und nein, tote Seehunde die wieder schwimmen können riechen nicht besonders lecker und sehen auch nicht besonders dolle aus:

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Jasmin, dazu später mehr und ich haben uns dann einen dicken langen Treibholzbaumstamm besorgt und das Ding wieder vom Anker gelassen in der Hoffnung, dass wir bald diese Geruchsbelästigung los sein würden. Und tatsächlich – nach 5-10 Minuten war das Ding dann so weit weg, dass wir den süßlichen Geruch der unangenehmen Art nicht mehr in unseren Nasen hatten – dem herrlichen Sonnenuntergang stand nichts mehr entgegen. Und den haben wir dann auch ausgiebig genossen bei Grill, Lagerfeuer und ein paar Geschichten mit einer kleinen jungen Familie die auf 3-Wöchigem Campingurlaub in SA waren mit ihrer 16 Monate alten Tochter Lillit, dem Papa Alexander und der Mama Jasmin. Lillit hatte keinerlei Berührungsängste mit unseren Kindern und sie haben schön zusammen gespielt.

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Ach ja Alex, herzlichen Dank für Dein “Amazing Picture” von unserem Dicken, und melde Dich mal, ich find den Zettel mit Deiner EMail nicht mehr Smiley

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Nachdem wir dann weitergezogen waren Richtung Wilderness und dort einen Regentag dazu genutzt hatten, mal unsere angefallene Wäsche zu erledigen haben wir uns dann weiter Richtung Inland aufgemacht in eine wieder ehr Touristisch angehauchte Ecke, Oudtshorn, welches bekannt ist für seine Straußenzucht. Auf dem Weg dorthin hatten wir dann noch die Möglichkeit einmal bei ein Paar Elefanten auf Tuchfühlung zu gehen und die Dickhäuter mal aus nächster Nähe kennen zu lernen…

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Die Kinder, aber auch wir hatten einen riesen Spaß und es gab wieder viel über die sehr intelligenten Tiere zu lernen. Und wieder hatten wir Glück, dass wir die Elefanten praktisch für uns alleine hatten, da der ganze inländische Tourismus sich wohl zur Weihnachts- und zur Osterzeit abspielt. Ansonsten gibt es nur ausländischen Tourismus, welcher sich aber über das gesamte Land verteilt. Unser Guide war so nett ein Erinnerungsfoto von uns zu schießen vor der leitenden Elefantendame (Bei Elefanten ist es wohl eine Kuh die die Herde Leitet – der Bulle beschützt sie nur. Der Guide meinte dann, das ist wie bei den Menschen – die Frauen geben den Ton an und der Mann… Smiley)

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Was natürlich in der Stadt der Strauße nicht fehlen durfte war der Besuch einer Straußenfarm. Da wir den Kindern nicht nur zeigen wollten wie diese gezüchtet wurden sondern sie die Tiere mal “erleben” lassen wollten sind wir auf eine sogenannte Showfarm gefahren welche noch ein bisschen “drumherum” bietet. Hier hatten wir dann die Möglichkeit die Tiere aus nächster Nähe zu erleben, haben viel Spaß damit gehabt und auch noch einiges darüber gelernt.

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Der kleine Strauß den man hier sieht war “Shorty” und eine Art Laune der Natur. Alle 30 Jahre wird ein Strauß geboren im Schnitt der zu kurze Beine hat. In einer normalen Straußenfarm würde dieser einfach getötet da er weder Eier legt noch einen signifikanten Fleischertrag, jedoch hier war er eine Attraktion und die Kinder konnten sie streicheln (sie war ein Weibchen) und füttern. Einige aus unserer kleinen Gruppe in welcher wir die Führung gemacht haben sind auch auf den Straußen geritten, da Moni und ich das aber bei unserem letzten Afrika-Besuch gemacht hatten, haben wir es uns dieses mal erspart. Was wir nicht wussten – ein Straußenei trägt 200kg…

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Naja, und da wir auf einer Showfarm waren, durften ein paar Showeinlagen natürlich nicht fehlen. Eine davon musste Monika zusammen mit ein paar Straußendamen abgeben die sichtlich ihren Spaß dabei hatten (wie auch alle anderen Zuschauer)…

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Wir dachten das kann doch alles nicht sein…

Nach einer Übernachtung in einem nahe gelegenen Campingplatz auf welchem wir unsere erste nicht sehr positive Erfahrung mit der Rücksicht mancher Afrikaner gemacht hatten haben wir uns dann auf zu den Cango Caves gemacht, gigantisch großen Höhlen in einem Berg. Aber erst mal zu den nicht so positiven Erfahrungen. Angekommen auf dem Campingplatz welcher riesengroß und leer war, haben wir uns eine wunderschöne Stelle ausgesucht, direkt an einem kleinen Bach unter großen Bäumen. Nach ca. 1 Stunde kam ein südafrikanischer Camper mit Wohnwagen. Der stellte sich doch platt direkt neben uns (wie gesagt, der Platz war leer und riesengroße). Gemütlich fing er mit seinen Kindern an sich aufzubauen. Keine halbe Stunde später kam der nächste angefahren und stellte sich daneben (die gehörten wohl zusammen). Und dann der nächste und der nächste. Und plötzlich hatte sich neben uns eine Wagenburg von Südafrikanern aufgebaut, die laut und rücksichtslos waren. Die Kinder donnerten mit ihren Kinderquads als wir Abend gegessen haben einfach über unser noch kleines verbliebenes Stückchen Campsite. In Europa unserer Erfahrung nach unvorstellbar – absolut rücksichtslos und ignorant.

Zwischenzeitlich kam dann noch ein nettes Pärchen (er Südafrikaner und sie Schweizerin, beide lebten jetzt in Australien und bereisten noch mal Afrika und wollten versuchen mit dem Wagen bis zur Schweiz hochzukommen) kennengelernt, mit denen wir ein bisschen erzählt hatten.

Nachdem wir dann fertiggegessen hatten haben wir unseren Kram gepackt und sind 150m Weitergezogen weil wir auf die Deppen von der Wagenburg keine Lust mehr hatten. Keine Stunde später fing es auf einmal an. Aus der anderen Richtung hört man laute Technomucke und der gesamte Campingplatz wurde beschallt. Nach 10 Minuten kam der Kollege bei uns vorbei den wir am Nachmittag mit seiner Frau kennen gelernt hatten die jetzt in Australien leben. Wir sind dann beide in Richtung Musik gegangen und haben uns bei der Gruppe (offensichtlich eine Schulklasse auf Wochenendausflug mit 4 erwachsenen Betreuern) beschwert dass die ja den ganzen Campingplatz beschallen ob es denn nicht ein bisschen leiser ginge. Offensichtlich der Chefe der Gruppe meinte dann nur trocken dass sie ja die Räumlichkeit gebucht hätten und wir uns vom Acker machen sollten. Wir dachten wir hören nicht richtig. Unsere Bekanntschaft, wie gesagt selbst Südafrikaner meinte dann nur, dass wir uns jetzt beim Management beschweren würden. Gesagt – getan. Wir zum Manager der Campsite und Musik war leise Smiley Interessant war das was der Kollege mir erzählte auf dem Spaziergang. Es ist wohl durchaus üblich dass sich bestimmte Gruppen der Südafrikaner so rücksichtslos verhalten und dass in einigen Ländern oberhalb von SA wohl Südafrikaner auf bestimmten Campsites verboten wären eben weil sie so rücksichtslos sind. Und diese Aussage von einem Südafrikaner, der aber offensichtlich und zu unserem Glück nicht zu dieser rücksichtslosen Gruppe gehört Smiley

Nun aber wieder zurück zu dem was wir noch so gemacht haben…

Der Besuch der Höhlen war mal wieder klasse, jedoch sind wir dieses mal nur die Standard- und nicht die Adventure Tour gegangen… Hier ein Foto des größten Saales, halb so groß wie ein Fußballfeld…

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Da wir nun wieder an die Küste wollten haben wir uns früh nach der Tour am Morgen wieder auf die Socken gemacht. Dabei haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Swellendam eingelegt, einer wunderschönen alten Stadt. Übernachtet haben wir hier auf dem öffentlich Campingplatz welcher sehr zentral gelegen, sehr sauber und wunderschön war, genau wie die Stadt selber. Hier ein Bild der örtlichen Kirche.

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Abends haben wir dann im “Full Stop”, einem englischen Pub zu Abend gegessen. Dabei haben die Kinder 2 andere Kinder kennengelernt, welche aus dem Ort kamen. Das waren Anja und Hanoe. Anja 10 und Hanoe 8. Anja hätte Lenjas Zwillingsschwester sein können und sie wollten sich nach ca. 3 Stunden Abendessen nicht mehr voneinander trennen. Anja war tief traurig dass wir wieder zurück zum Campingplatz mussten, weil es mittlerweile schon spät und dunkel geworden war.

In dem Pub haben wir uns dann noch mit ein paar englischen Senioren unterhalten, welche hier in Swellendam ihren Lebensabend genießen. Wir sind ins Gespräch gekommen weil ich mir natürlich ein Guinness bestellt hatte und einer der Kollegen auf einmal ganz verwundert meinte “gibt es hier Guinness”? Tja – wie gesagt – wir waren in einem englischen Pub Smiley ich glaube, so lange waren die noch nicht hier in Swellendam… Leider haben wir an diesem Abend unseren Fotoapparat nicht dabei gehabt so dass wir die Kinder nicht fotografieren konnten. Aber eines konnten wir feststellen – Kinder sprechen eine eigene Sprache und das ist nicht unbedingt die, die man in der Schule lernt…

In den Süden bis es nicht mehr geht

und weiter ins Paradies die Zweite…

Von Swellendam sind wir dann weiter nach Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des Kontinent. Eigentlich wollten wir dann dort übernachten und uns danach weiter richtung Kapstadt aufmachen. Jedoch waren wir so enttäuscht hiervon, dass wir weitergezogen sind, weitere 150km übers Inland zurück an die Küste. Agulhas selber ist ein reiner Touristenort welcher zur jetzigen Zeit aus nichts anderem besteht ausser leeren Ferienhäusern. Der Campingplatz war eine grüne Wiese ohne auch nur ein Fitzelchen Schatten und Grün – wie die ganze Ecke – kein Baum, kein Strauch, nichts – und das bei 32 Grad… Das wollten wir uns nicht antun. Also wer den südlichsten Punkt nicht unbedingt aus Ego-Gründen auf seinem Wanderstock braucht, der kann sich das sparen. Hätten wir das gewusst wären wir die 80km Umweg nicht gefahren. Aber naja, ein Foto musste dann doch gemacht werden… Wenn der Landy noch die paar Meter weitergefahren wäre, wär er am südlichsten Punkt von Afrika im Meer versunken Smiley Wie fast überall, waren wir hier annähern allein…

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Da wir wie gesagt das warme Meer noch ein bisschen ausnutzen wollten sind wir weiter Richtung Küste über einen kleinen Inlandsschwenker. Was wir immer wieder feststellen ist, dass sich die Landschaft extrem schnell ändert. An der Küste ist es oft auf einem relativ schmalen Streifen sehr grün und exotisch, was sich jedoch schnell wandelt ind Steppenlandschaft und einige grüne Biotope, wo denn dann ein Fluß in der Nähe ist. Allerdings hat beide seinen Reiz und die Abwechslung lässt keine Langeweile aufkommen. Besonders die Weite und Leere fesselt einen immer wieder. Optisch ist das leider auf Bildern sehr schwer festzuhalten, besonders die hohen farblichen und so beeindruckenden Kontraste.

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Paradies die Zweite

Nach 150km Fahrt und einem kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen in Ladysmith (ein schönes kleines Örtchen auf unserer Route) mit einem hochgesunden und bunten Nachtisch den Moni unbedingt fotografisch festhalten musste Smiley

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sind wir dann an unserem Zielort angekommen, an welchen wir uns auch gerade noch aufhalten. Da wir versuchen nach 2 Fahrtagen immer 2 Tage an einem Ort zu bleiben, machen wir das auch hier. Und was soll ich sagen – einfach herrlich. Der Platz natürlich wieder leer und wunderschön gelegen in einem kleinen Städtchen Namens Kleinmond. Unser Stellplatz liegt ein wenig oberhalb des Meeres mit einem wunderschönen Blick auf die Berge hinter uns, und das Meer vor uns. Nach 5 Gehminuten ist man in einer Lagune in welche ein kleines Flüsschen aus dem Bergen ins Meer fließt. Der Blick von unserem Platz ist einfach klasse hier bei Abend.

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Heute waren wir dann auch an der Lagune und haben das warme und flache Wasser genossen.

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Und hier konnten wir dann auch wieder eine interessante Bekanntschaft machen mit einem Schweizer, der vor 30 Jahren nach SA ausgewandert war, ein Weingut betrieben hat welches er später verkauft hat. Ein sehr netter und interessanter Zeitgenosse der uns viel über Afrika erzählt hat und zum Abschied noch eine Flasche von seinem Wein dagelassen hat. Er machte sich jetzt auf den Weg zu einem Freund dem er noch ab und an mal dabei hilft, Wein zu machen. Seinen roten Rosinenwein werden wir heute Abend schön gekühlt genießen.

Da fällt mir gerade noch ein. Gestern Abend haben wir versucht Heike zu überzeugen, dass sie und mit Thoms hier unbedingt besuchen soll und hoffen sehr, dass es klappt. Wir würden uns alle sehr freuen, wenn sie zu uns stoßen könnte für 3 Wochen…

Und um noch mal zu zeigen, dass wir die Bilder nicht nur so machen, dass es schön aussieht sondern dass es wirklich so ist, wie auf den Fotos zu sehen, habe ich einfach noch mal ein kleines 360 Grad Video gedreht von der Lagune, in welcher wir im Moment Campen. Auf dem zweiten Filmchen kann man sehen, dass Kinder nicht viel brauchen, um viel Spaß zu haben. Alles was irgendwie rumliegt wird zum Spielen genommen…

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Der Dicke läuft

Nachdem wir nun gut 1500km hinter uns haben muss ich sagen, sind wir von unserem Dicken und auch der Kabine begeistert. Der Wagen nimmt die Afrikanischen Straßen trotz seines hohen Gewichts und des hohen Schwerpunktes hervorragend. Die doch nicht so niedrigen Investitionen in das Fahrwerk und die Modifikationen am Wagen haben sich bis jetzt wirklich bewährt. Und bis auf ein paar kleine Reparaturen an der Kabine funktioniert auch hier alles einwandfrei. Ich musste leider feststellen, dass die Ladung der Bordbatterien durch den Sterling-Regler während der Fahrt nicht funktionierte. Und nach einer halben Stunde Nachforschungen konnte ich den Fehler dann auch ausfindig machen. Es war eine 60A Hochlast Automatiksicherung die beim Einbau schon keinen so guten Eindruck gemacht hatte, trotz dass ich bei der Bestellung auf Qualität geachtet hatte. Der Kontakte waren verschmort und so habe ich nach einer weiteren Stunde Reparaturarbeit aus einer Automatiksicherung eine Garkeinesicherung mehr gemacht, aber jetzt klappt es mit dem Laden und die vorgeschaltete 100A Sicherung muss jetzt halt die Arbeit übernehmen und ich hab ein paar Teile übrigSmiley

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Weiterhin sind wir von ein paar Teilen Enttäuscht bei den ich ebenfalls sehr auf Qualität geachtet hatte und die auch nicht billig waren. Die Lillie Pushlock Schlösser zum Verschließen der Schränke arbeiten nicht alle einwandfrei und das größte Ärgernis ist die Fiamma Alu-Markise. Hier ist nach dem 3. mal Ausfahren eine Verriegelung gebrochen, manche Einrastknöpfe arbeiten nicht sauber und auch sonst gibt es einige konstruktive Mängel. Auch das Fiamma Türriegelschloß musste ich schon komplett zerlegen und aufwändig reparieren und konstruktiv verbessern. Es waren bei Fiamma immer Teile von wenigen Cent Wert die den Geist aufgegeben haben aber diese machen die Gesamtkonstruktion nicht wirklich gut – sehr ärgerlich. Offensichtlich hat es der italienische Hersteller nicht verstanden, bei den kleinen aber wichtigen Teilen das richtige Verhältnis zwischen Kostenoptimierung und Qualität zu finden – sehr schade. Daher kann ich aus der persönlichen Erfahrung nur von den Fiamma Produkten abraten, obwohl diese nicht zu den günstigsten gehören und eigentlich weit verbreitet sind. Die Patzer fingen schon auf der Homepage von Fiamma an, auf welcher das Gewicht der Markise falsch angegeben wurde was ich aber natürlich erst nach dem Nachwiegen daheim festgestellt habe, als das Ding schon geliefert worden war. Die Markise kam mir schwerer als die angegebenen 12kg vor und es waren knappe 4kg mehr. Auch das war sehr ärgerlich da Gewicht bei den von mir ausgewählten Produkten immer ein wichtige Entscheidungskriterium war. Und außer ein “tut uns leid” und “wir werden das korrigieren” kam von Fiamma nix zurück. Da hätt ich wohl doch besser ein paar andere Sachen gekauft… Naja, zu spät, mal schauen was noch so kommt.

Aber noch mal zum Dicken – der Läuft und Läuft und Läuft und ich kann jedem nur empfehlen, bei den Fahrwerkskomponenten nicht zu sparen. Wir können sehr gemütlich zwischen 60 und 90 über die Straßen cruisen, die Wellen im Teer und die Graffelroads werden hervorragend gemeistert und auch starke Seitenwinde haben uns noch nicht in kritische Situationen gebracht. Alles natürlich bisher, mal sehen, wie es ist wenn es rauer wird und die Straßen und das Gelände etwas unfreundlicher. Vielleicht muss ich dann meinen Lob für die Materialqualität der Fahrwerkskomponenten wir einschränken – hoffen tu ich das nicht.

Über 7 Brücken musst Du gehen

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Von den Elefanten im Addo haben wir uns dann weiter entlang der Küste aufgemacht zu unserem nächsten Ziel und dabei noch einiges an klassischen “Touristischen” Sehenswürdigkeiten mitgenommen. Dabei sind wir uns teilweise vorgekommen wir in Deutschland da es mehr deutsch sprechende Urlauber als englisch sprechende Besucher oder Einheimische gab. DerTour lässt grüßen Smiley

Kleiner Einwurf…

Moni und ich sind uns mittlerweile Sicher – ein solcher Urlaub wäre für unsere Eltern GENAU DAS RICHTIGE. Hier kann man, wenn man möchte, genau so komfortabel (und dabei auch noch günstiger als bei uns) Reisen. Und wer behauptet das südliche Afrika sei nicht sicher, der hat sie nicht alle. Es gibt Regeln an die man sich halten muss, und Pech kann man überall auf der Welt haben, selbst bei uns. Und wenn man Pech hat, tja, dann hat es wohl sein sollen (wenigstens wird man hier i.d.R. nicht überfallen weil die Menschen immer mehr haben wollen, sondern aus blanker Überlebensnot heraus weil es nix zu Essen gibt). Aber die Freundlichkeit der Menschen hier ist immer wieder unglaublich – wir können es gar nicht oft genug sagen und werden es auch weiterhin noch öfter sagen. Wieder ein Beispiel: Wir standen auf dem Weg zum Nationalpark keine 30 Sekunden (ungelogen) am Straßenrand um dort anzurufen ob ein Zeltplatz frei ist bevor wir uns auf den Weg über die beschwerliche Passstraße machten, da hielt ein Wagen neben uns an und der Fahrer fragte: “Are you lost – do you need help?” und strahlte uns dabei an. Nachdem wir dann gesagt hatten, dass wir nur telefonieren wollten haben er und seine Frau uns noch eine schöne Reise gewünscht.

Einwurf Ende…

Unser Ziel für die nächste Reiseetappe war Plettenberg Bay, wieder gelegen am Indischen Ozean an der Ostküste. Auf dem Weg dorthin haben wir Humansdorp passiert, ein schönes Städtchen in welchem wir unsere Vorräte auch wieder aufgefüllt haben. Schön auch vor dem Hintergrund dass hier ein ehr arabisch afrikanisches Feeling aufkam. Überall wuselte es, wurde erzählt und irgendwas verkauft. Auf dem Parkplatz vor Shopright, einem Supermarkt der ehr günstigen Kategorie wo wir eingekauft haben war eine Party im Gange wie man sie sich afrikanischer nicht vorstellen kann. Ein paar Jungs hatten ein paar alte Boxen aufgebaut, Strom gab’s aus einem kleinen Laden und die legten super Dance auf, sehr afrikanisch angehaucht. Wir und die Kinder hatten riesen Spaß der Musik zuzuhören und eine Gruppe Afrikaner auf einer Pritsche von einem Pickup haben das Ding kräftig in Schwingung versetzt. Hier hätten die “klassischen” Touristen wohl ehr zu viel bekommen da man durchaus gewisse Empfindungen hätte entwickeln können dass man gleich überfallen, beklaut,… wird. Aber wie bisher immer haben wir uns sehr wohl gefühlt und alle waren sehr nett und interessiert.

Übernachtet haben wir dann auf einem öffentlichen Campingplatz der wohl vor 15 Jahren mal seine besten Zeiten gehabt hat, direkt am Ende der Hauptstraße. Eigentlich sehr zu empfehlen, super sauber, aber eben nicht mehr so ganz in Schuss wie die bisher besuchten. Etwas Lustig war, dass der Kollege der Nachtschickt hatte das Gate schloss, aber rundherum von der Einzäunung nichts mehr vorhanden war Zwinkerndes Smiley

Ein paar Touristenfotos

Von Humansdorp aus sind wir dann weiter Richtung Plettenberg Bay und haben uns dabei den Big Tree

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und die Stormsriver Bridge, im Tsitsikama Nationalpark angeschaut. An der Brücke, die wunderschön gelegen war haben wir dann direkt unseren Mittagsstop eingelegt und ein paar Meeresfrüchte zu uns genommen. Der Blick vom Restaurant war herrlich und die Kinder hatten am Sandstrand ihren Spaß.

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Hier der Blick von der Restaurantterrasse auf die Brücke und die Bucht. Die Brücke spannt sich zwischen den beiden Bergketten und überspannt dabei den Stormsriver, welcher hier aus dem Inland in das Peer fließt.

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Auf dem Weg zur Brücke kommt man durch einen kleinen Urwald mit vielen Lianen und schönen großen Bäumen. Manche davon müssen permanent abgestützt werden und immer wenn Touristen vorbei kommen, dann wechselt der Ranger, der den Baum bewacht, gegen neue aus. So hat es auch uns getroffen und wir mussten für 15 Minuten den Baum abstützen, der ansonsten umgekippt wäre (außer Silas, der hat sich strikt geweigert der alte Dickschädel):

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Weiter auf dem Weg gibt es immer wieder herrliche Blicke auf’s Meer, und man muss einfach den Fotoapparat nutzen und versucht jedes mal vergeblich, die Schönheit der Natur festzuhalten in der Hoffnung, dass wenigstens ein bisschen auf den Bildern zu erkennen ist von dem was man hofft einzufangen für spätere Zeiten.

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Die rücke selber ist relativ unspektakulär, aber der Blick von ihr auf das Meer und in die Bergschlucht hinein einfach traumhaft.

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Und was natürlich nicht fehlen darf an einem afrikanischen bewaldeten Strand sind die Klippschliefer, die den gesamten Weg säumen und sich oft faul in der Sonne fläzen. Lenja und Silas haben ein paar mal versucht den lustigen Weggefährten näher zu kommen, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt war.

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Weiter zum Monkeyland und nach Plettenburg Bay

Nach einer Übernachtung im Nationalpark an einem schönen Fluss auf einem wie eigentlich immer fast leeren Campingplatz haben wir dann einen Zwischenstopp im Monkeyland eingelegt welches ursprünglich als eine Art Aufnahmestation für ehemalige Hausaffen gegründet wurde. Hier wurden wir dann wieder damit konfrontiert, dass wir uns auf einer klassischen Touristenroute befinden – es wurden deutschsprachige Führungen angeboten, die besser besucht waren als die englischsprachigen. Und das auch noch von deutschen Abiturientinnen die hier 6 Monate verbringen bevor sie sich in der Heimat in das Studium stürzen.

Im Monkeyland haben wir dann tatsächlich wider Erwarten ein paar Affen (oder Halbaffen- das sind die, die ziemlich “doof” sind, wie das nette Mädel uns erklärt hat – wortwörtlich) getroffen Smiley

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Nach einer philosophischen Diskussion mit Prof. Dr. Dr. Phil. Monkey über das aktuelle Weltgeschehen, Aufstellen einer These und entsprechenden Antithese sind wir dann zum dem Entschluss gekommen dass alles bleibt wie es ist, alles keinen Sinn macht und wir besser einfach weiterfahren.

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Tja, was soll ich sagen. Wenn eine solche Koryphäe einem den Tipp gibt sich besser aus dem Staub zu machen dann leistet man dem selbstverständlich Folge. Mal wieder über eine der vielen Brücken und wir hatten das Land der Affen hinter uns, ohne dabei eine echt raue Schlägerreich von den Totenkopfäffchen zwischendurch zu verpassen.

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Und ich kann nur sagen – gut, dass wir das gemacht haben. Früh sind wir dann an unserem Ziel angekommen, ca. 5 km vor Plettenberg Bay. Ein wunderschöner, ziemlich leerer Campingplatz, welcher normalerweise bis 450 Stellplätze umfasst aber mal wieder fast leer ist. Bis auf einige Camper an der Wasserfront (vielleicht 10), ist das Ding leer und wir stehen im Paradies.

The Paradise

Der Campingplatz, Keurbooms LagoonCaravn Park, liegt direkt an einer Lagune und hat ein paar Campsites, welche sich eben an besagter Lagune befinden mit einem herrlichen Sandstrand davor. Die Lagune ist bei Flut etwa 200m tief und kann eigentlich komplett (wenn man kein Problem damit hat, dass einem das Wasser dann bis zum hals steht) von Nichtschwimmern durchwandert werden, so flach ist hier das Wasser. Und da die Lagune nicht sehr tief ist, sehr geschützt liegt, ist das Wasser hier sehr ruhig ohne Wellen und sehr warm. Aber das Beste ist, der Blick ist Traumhaft – wie man sich in Ibiza heute noch wünschen würde und es ist absolut leer – keine Menschenseele außer eben die paar Camper, die an der Wasserfront stehen und der ein oder andere einheimische Wochenendfischer, der hier ein paar Flossentiere versucht zu angeln.

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Und ein weiterer Pluspunkt, bis heute Mittag waren unsere Schweizer Nachbarn mit ihrer kleinen Tochter Kaja hier, die in Lenja’s Alter ist. Sie sind für 3 Wochen in SA unterwegs und mussten jetzt weiter (auf dem Foto ist ihr Auto mit Zelt und Papa auf der Luftmatratze). Aber auch nicht schlimm, da Lenja und Silas ein neues Hobby gefunden haben.

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Und – wer ist wohl Lenja?

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So, und jetzt ein kleines Ratespiel. Erst das erste Video anschauen und raten, was die beiden denn da wohl sammeln, und wer es errät, dem bringen wir dann eine Giraffe aus Afrika mit – bitte ehrlich hier im Blog melden und nicht schummeln Smiley

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Und hier gibt es dann die Auflösung. Und – wer hat es erraten?

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Und um jetzt noch mal ein bisschen Neid zu schüren im schönen, kalten, verschneiten Deutschland – so sehen bei uns die Sonnenuntergänge in der Lagune aus, bei 25 Grad am Abend. Und kein Witz – die Farben sind echt und wir haben den Abend bei bester Ibiza Chillout Musik, einem Gläschen Rotwein und schlafenden Kindern genossen, nachdem wir festlich gegrillt hatten. Hier haben wir ein Stückchen vom Paradies, werden ein paar Tage bleiben und zwischendurch noch mal die Delphine besuchen und bei den Robben vorbeischauen, bevor wir gemütlich über die Strandpromenade schlendern und in einem Café am Meer ein Eis schlecken oder ein kühles Bierchen trinken werden um uns dabei die frische Briese um die Nase wehen zu lassen bei herrlichen 27 Grad…

Also, hier das Bild für das ihr uns hassen werdet und mit dem wir für heute Schluss machen und schauen, wann wir mal wieder Internet haben Smiley

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Und Tschüss bis zum nächsten Eintrag…

2 Ohren und 4 volle Hosen

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oder – wie das Herz bis zum Kinn kommt

Wie Moni ha schon geschrieben hat, sind wir hier in einem kleinen aber recht feinen Park unterwegs. Und nachdem Moni nun auch nicht mehr alle 20 Minuten aufs stille Örtchen flitzen muss macht auch das herumfahren wieder Freude Smiley Vor 2 Tagen (Nacht vom 19. auf den 20.02.), an dem Tag an welchem wir Port Elizabeth verlassen haben, sind wir auf einen schönen kleinen Campingplatz direkt am Meer gefahren, an der M12, welcher an einer Einmündung lag welche sich wie ein Fluss in das Land zog, über mehrere Kilometer. Man hatte den Eindruck, dass man sich in der Wüste befindet (wegen der hohen Dünen, und gleichzeitig am Meer (wegen der Geräuschkulisse) und gleichzeig an einem wunderschönen Fluss.

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Der Platz war bis auf uns und noch 2 andere kleine Campingfamilien Menschenleer und totenstill. Wie schon aus unseren vorherigen Touren bekannt wird auf diesen einsamen Plätzen abends der Generator angeschmissen, damit ein wenig Strom und auch Licht da ist. Daran können wir uns dann schon mal gewöhnen….

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Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück, da ein Gewitter zum Abend hin aufzog so dass unser Aufenthalt im Freien doch ehr beschränkt war. Silas und ich haben uns aber, da wir windgünstig standen, hinten unter der Kabine ein relativ regenfreies und windstilles Plätzchen gesucht, so dass wir das Gewitter dann noch draußen erleben konnten (es hat auch einen gewissen Vorteil wenn man ein hohes Auto hat, unter das man sich gemütlich auf einem Stuhl setzen kann Zwinkerndes Smiley) Nachdem wir nun Gewitter und Nacht gut überstanden hatten ging es nun also auf in den Addo Elephant National Park etwas 10 Minuten Fahrt von unserem Campingplatz entfernt den wir extra schon in der Nähe ausgesucht hatten.

Kleiner Schwenker noch am Rande – auf dem Weg zum Campingplatz, von Port Elizabeth, konnten wir eine interessante Feststellung machen. Unser Dicker kommt offensichtlich sehr gut an. Immer wieder sind wir an der Kreuzung oder auch auf Parkplätzen angesprochen wurden wo wir denn her kämen, was wir denn so machen würden. Zwei Begebenheiten waren dabei besonders lustig. Die erste war an einer Ampel als links neben uns einer dieser typischen afrikanischen Toyota-Pickups hielt mit ein paar Farbigen auf der Ladefläche die uns prompt ihren “Daumen Hoch” entgegen streckten. Währen die Ampel Rot war haben sie dann noch gesagt wie klasse sie unser Auto finden und gefragt was wir denn so machen würden. Sie haben uns dann noch viel Glück und “enjoy Africa” gewünscht und dann wurds auch schon grün. 4 Ampeln weiter kam dann einer der typischen Straßenverkäufer die immer an den Kreuzungen alles mögliche verkaufen (dieser verkaufte KFZ USB-Ladegeräte) auf uns zu und fragte auch, was wir so machen würden und ob wie da und dahin fahren wollten – da wollte er auch bald mal hin. Auch mit ihm haben wir wieder kurz erzählt um am ende hat er dann noch gefragt ob wir eines seiner Ladegeräte brauchen könnten. Ich hab dann aber erwähnt dass ich selber ein paar habe und ihm eines verkaufen könnte. Er meinte dann nur, dass er das nächste mal vielleicht eins bei mir kaufen würde, wenn er keine mehr hätte oder seine kaputt wären Smiley So haben wir mit vielen sehr freundlichen Menschen jeden Tag schon tolle Gespräche geführt. .Da kann man wirklich nur immer wieder sagen – wer selber freundlich ist dem widerfährt auch viel freundliches. Afrika haben wir bisher immer wieder als sehr sehr freundliches Land erfahren.

Nun aber wieder zurück zum Addo Elephant Park. Nachdem also nun der erste Tag wie von Moni beschrieben nicht so erfolgreich verlaufen war hatten wir doch ein paar schöne Erlebnisse. Unser Dicker und wir als Familie wurden mehrmals von kleinen Herrentrupps (jenseits von 70 würde ich auf Grund der diversen Gehilfen urteilen) besucht und es wurde sich hoch interessiert erkundigt, wie denn der Wagen modifiziert worden sein. Selbst den Erklärungen über den speziellen Stabilisator, den Zusatztank und das angepasste HD Fahrwerk wurde aufmerksam gefolgt und immer wieder interessiert Fragen gestellt. Die Herren stiegen dann abends doch tatsächlich 2 Campsites weiter in ihre Zelte und machen es sich dort bequem, nachdem die Gehilfen außen abgestellt wurden. Na – das nenn ich mal Camper Durch und Durch. Aber noch etwas amüsantes hat sich zugetragen. Ich war gerade beim Abwasch als mich ein älterer Herr auf Afrikaans im Waschraum ansprach ich solle ihm folgen. Seiner Aufforderung nachkommend sah ich 2 weitere ältere Herren die mich am Nachmittag schon besucht hatten. Der erste in der linken Hand seine Krücke, in der Rechten einen Fotoapparat. Der Zweite eine Hand stützend im Rücken und in der anderen eine LED-Lampe, vorausleuchtend. Und allen drei Herren voraus an der Spitze ein Stachelschwein strammen Schrittes den drei Herren die Geschwindigkeit vorgebend die sich prächtig am amüsieren waren, dass sie noch einen solch tollen Fang gemacht hatten zu später Stunde, als es schon dunkel war. Nach der Verfolgungsjagd (ca. 4 km/h) verabschiedeten wir uns und wünschten uns noch eine geruhsame Nacht. Schade, dass ich das nicht filmen konnte – eine sehr amüsante und sehr nette Erfahrung.

Am nächsten Morgen sind wir dann voller frohen Mutes wieder gestartet und hofften, diesen Tag ein wenig mehr Glück zu haben als am vorherigen. Beginnend mit ein paar Zebras und Antilopen sahen wir dann aus der Ferne eine etwas größere Ansammlung von Autos hinter einer Ecke und einen Elefanten. Also machten wir uns auch auf den Weg um uns den Elefanten anzuschauen. Als wir näher kamen und die Ecke hinter uns ließen sahen wir dass es ein Wasserloch mit nicht einem Elefanten, sondern sicherlich 25 waren. Wir hatten Glück und konnten uns genau vor das Wasserloch positionieren zwischen ca. 5-7 andere Fahrzeuge. Die Herde bestand aus einem größeren Bullen, mehreren Kühen und einigen Jungtieren, darunter auch gaaaanz kleine, die vielleicht so hoch wie Silas waren. Zu beschreiben gibt es da eigentlich nicht viel mehr, hier daher ein paar Fotos und ein kleines Video.

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Die Herde war etwa 15m von uns entfernt und hat sich nicht im geringsten durch uns oder die anderen Fahrzeuge stören lassen.

Der Bulle machte zwischendurch nur immer mal wieder klar, wer hier das Sagen hat und positionierte sich zwischen den Wagen und der Herde mit einer klaren Geste der Stärke und ging auf die Fahrzeuge zu, dann aber wieder zurück zur Herde:

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Da man hier die Größe nicht so richtig beurteilen kann, der Bulle war ca. 2.3m hoch an seiner höchsten Stelle. Und auch die Kleinen hatten so ihren Spaß in der Herde, hielten sich aber immer in der Nähe der Mütter auf.

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Egal ob beim Rüsselspiel, beim Trinken…

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oder beim Spaziergang:

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Nach einer Weile wurde es dem Bullen dann zu bunt und er gab sehr deutlich zu verstehen, dass die Autos nicht länger erwünscht waren (Lenja meinte: “Der Chef will, dass wir gehen”), indem er sehr nach an uns rankam, die Ohren aufstellte und laut schnaubte. Wir und einige andere haben sich dann auch brav verdrückt. Wenige sind noch da geblieben und wir haben keine Ahnung, was aus denen geworden ist. Später sahen wir dann einige Abschleppwagen durch den Park fahren die Schrottautos hintendran hatten –. wir denken dass es die waren, die nicht gefahren sind Smiley (kleiner Scherz am Rande).

Und nun das kleine versprochen Video um es noch mal kurz in bewegten Bildern zu zeigen:

.

Und der Tag sollte so erfolgreich weitergehen, wie er angefangen hatte. Ein paar Kilometer und ein Wasserloch weiter haben wir dann einen weiteren Kapitalen Bullen gefunden, der wunderschöne geschwungene Stoßzähne hatte und gemütlich das Schilfgras vernascht hat:

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Nach einiger Zeit kam noch ein weiterer Bulle dazu, der kurz vorher unsere Straße gekreuzt hatte. Dieser hatte etwa die Größe des Leitbullen der Herde, also um die 2,3m und damit etwa 20cm höher als der Landy ohne Kabine. Und wenn man jetzt mal beide nebeneinander sieht, kann man besser einschätzen, wie groß denn der Bulle mit den schönen Stoßzähnen war.

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Der dürfte noch mal gut 50cm mehr gehabt haben und somit fast so groß wie unsere Kabine gewesen sein. Gut, dass wir den nicht gestört haben… Echt schade, dass man die Größen auf den Bildern nur sehr schwer einschätzen kann. Aber…

Wir hatten ein Erlebnis, und das “nur” mit einem kleinen Bullen, welches sehr genau erkennen lässt, wie groß schon viele der “Kleinen” sind und welchen Respekt man vor diesen wunderschönen Tieren haben sollte.

Wieder eine kurze Zeit weiter nachdem wir weitergefahren waren sind wir an einem Wasserloch vorbeigekommen, an dem 3 weitere Bullen standen und gemütlich ihren Rüssel im Wasser schwenkten. Wir standen dort mit noch 2 weiteren Wagen und hinter uns kam noch ein kleiner VW Polo an, der sich brav in der Schlange hinten anstellte und auch schon wie es sich gehört den Motor ausschaltete. Einer der Wagen der schon vor uns dort Stand war ein Gamedrive-Auto (das sind die Safari-Wagen, auf denen man eine Safari buchen kann). Dieser stand ca. 10m von uns entfernt mit der Schnauze in unsere Richtung. Was wir nicht bemerkt hatten .- wir standen wohl auf der Elefantenstraße (ja, die Tiere bewegen sich immer auf festen Pfaden die man eigentlich gut erkennen kann weil dort immer alles plattgetrampelt ist). Diese “Straße” verlief nun mit ca. 50cm Abstand vor unserem Dicken und genau zwischen Safari-Wagen und uns. nach ca. 10 Minuten setzte sich der größte Bulle des 3er Verbundes in Bewegung – in unsere Richtung. DSCN1426

5m noch bis zu uns – Schock. Hinter uns der VW, es ging keinen Meter zurück, vor uns der Safari-Wagen. 4m – was sollten wir machen? Vor ging auch nicht mehr… 3m, 2m, 1m…

Ohren wedelten, leises Schnauben… 30 Sekunden stille, wir wurden gemustert und saßen Regungslos im Wagen… Weiter… genau vor unserem Dicken blieb der andere dicke stehen:

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Sein Rüssel hing direkt vor unsere Stoßstange und er musterte und noch mal, vielleicht 1 Minute (uns kam es vor als wäre es eine Ewigkeit gewesen. Das war der Moment in welchem wir die Hosen voll hatten und das Herz bis zum Kinn schlug. Von uns kam kein Geräusch und keine Bewegung. Auge in Auge mit diesem niedlichen kleinen Tierchen und wir hatten das Erlebnis unseres Tages. Nach der Musterung und ein paar abfälligen Blicken zog dieser auf der Elefantenstraße weiter und ließ uns hinter sich.

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Naja, dieses “kleine Exemplar” von vielleicht 2,5m hätte unseren Dicken wohl nicht komplett zerlegen können, aber ein paar Beulen wären’s wohl schon geworden Zwinkerndes Smiley

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Der Parkranger aus dem Safari Wagen mit einer ganzen Bagage von Touristen hinten drin hielt nachher neben uns an, grinste uns breit an und meinte nur “don’t worry”. Die da hinten im Wagen lachten alle herzlich und wir waren heilfroh, dieses überstanden zu haben. Man bekommt zwar immer gesagt dass die Tiere absolut friedlich sind und keiner Fliege was zu Leide tun wenn man sie nicht reizt (was wohl sehr schwer ist) – aber wenn man selber dann so nah dabei ist, wird einem schon ein wenig anders…

Nachdem wir dann unsere Hosen alle sauber gekratzt hatten und das Herz wieder einigermaßen da war, wo es sein sollte sind wir dann weitergefahren und konnten noch immer nicht glauben, was für ein Glück wir hatten, so etwas erleben zu können. Und wir sind erst 2,5 Wochen hier und die meisten Menschen können sowas nie erleben… Wir Glückspilze – bis jetzt läuft es echt super Smiley Heute fahren wir dann weiter Richtung Capetown bei wunderschönem Wetter und bester Laune so wundervolle erlebnisreiche, lustige Tage im Addo Elephant National Park verbracht zu haben.

Nur noch mal zur Erinnerung – immer wenn wir Internet haben, aktualisieren wir, was aber auf Grund der Situation auf dem Campingplätzen ehr unregelmäßig der Fall sein wird.

Wo sind all die Elefanten hin???

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Ungefähr 30 – 70 km (je nachdem welchen Eingang man wählt) von Port Elizabeth ins Landesinnere liegt der Addo Elephant Park. Es ist der einzige Park hier unten an der Küste mit den Big Five (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn). Deshalb machen wir uns nun auf den Weg, damit die Kinder endlich mal die größeren Tiere sehen können.

Der Addo Elephant Park wurde vor ca. 80 Jahren gegründet um die letzten hier noch lebenden Elefanten zu schützen. Diese wurden von den Menschen gnadenlos gejagt und fast vollständig ausgerottet bis einige Farmer einen Schutzraum für die letzten Kapelefanten, ich glaube 20 waren es nur noch, schufen. Das Problem war aber, dass die Elefanten sich durch keinen Zaun aufhalten ließen und immer wieder das Gebiet verließen, bis man einen straken “Superzaun” erfand, aus Bahnschwellen und Eisen, den die Elefanten nun nicht mehr durchbrechen konnten.

Die Population hat sich bis heute gut erholt und 350 Elefanten streifen durch den Park, nicht unwesentlich für eine starke Vermehrung war Elefantenbulle Harpoo. 24 Jahre, von 1944 bis 1968, war er der Leitbulle einer Herde und Sorgte für viele Nachkommen. Das Problem mit ihm wahr sein Hass auf Menschen. Vermutlich rührte dieser Haß von einer Schussverletzung (am Ohr ist ein Loch) und da ein Elefant niemals vergisst waren für ihn die Menschen alle böse und als Feinde anzusehen. Die Geschichten über ihn sind hier wohl legendär. Er trat aus jeder Auseinandersetzung um seine Position als Leitbulle als Sieger hervor, oft mit dem Tot des anderen Tieres. Als aus seiner Herde eine Elefantenkuh von Parkrangern betäubt wurde (sie war krank und musste untersucht werden) wich er nicht von ihrer Seite und versuchte die umkippende Kuh mit einem anderen Bullen immer wieder auf die Beine zu ziehen. Als dies misslang trampelte er sie tot. Zwei Jahre später forderte der Sohn dieser Elefantenkuh Harpoo heraus, besiegte ihn und übernahm die Herde. Harpoo zog von dannen, kletterte!! über die bisher als elefantensicher geltende Umzäunung aus dem Park und wurde so eine unkontrollierte Gefahr für das Umland. Man erschoss ihn zum Schutz der Bevölkerung.

Jetzt fahren wir schon seit drei Stunden durch den Park, gucken uns die Augen wund und haben noch keinen Elefanten gesehenTrauriges Smiley. Die Ausbeute ist recht mager (zumindest für Jürgen und mich, kennen wir doch anderes von unseren anderen Reisen, doch die Kinder sind zufrieden  Lenja:“Jetzt haben wir aber schon viele Afrikatiere gesehen Mama” “Jaaaa, siiiiiicher,” gähn). Warzenschweine, gut, Warzenschweinfamilien mit Baby, echt niedlich, aber wir sind hier doch im Elefantenpark oder?

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Also weiter die Augen offen halten. Ein Paar Zebras, ein Strauß, und endlich etwas größeres, ein Büffel am Wegesrand.

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Aber immer noch keine Spur von Elefanten. Entgegenkommende Autos hält man schon an um nach Sichtungen zu fragen und das, oh Wunder, auf deutsch. Wir treffen hier so viele Deutsche die hier Urlaub machen, dass man meinen könnte wir seien im Eifelpark unterwegs – die Chance dort auf einen Elefanten zu treffen dürfte eben so groß sein. Wo können die denn nur alle stecken, da alle Leute, die wir heute treffen, das selbe Problem haben. Da, vor uns steht ein Auto, hat der etwas gesehen und beobachtet es gerade. Vielleicht was größeres? Hoffnung keimt auf. Beim näherkommen suchen unsere Augen automatisch die Umgebung ab. Was sieht der da Vorne denn nur. Als wir ihn fast erreicht haben die Auflösung….. ein Riesenmistkäfer geht über die StraßeVerärgertes Smiley. Nicht schon wieder. die sind zwar echt toll anzusehen, da ca. 6-8 cm groß, aber eben nicht so interessant wie eine Elefant, aber hier im Park haben sie Vorfahrt, weil sie den ganzen Elefantendung verarbeiten. Ja, den gibt es hier auch zu Hauf. Überall auf der Straße sieht man Elefantenhinterlassenschaften liegen, aber keine Elefanten. Uns drängt sich der Gedanke auf, dass vielleicht ein Paar Parkangestellte mit Schubkarren hier rumlaufen und die Morgens überall verteilen.

Kurz vor Beendigung der Pirsch, es ist inzwischen gegen 16 Uhr, rettet Adlerauge Lenja den Tag und sichtet den ersten Elefanten.

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Er zieht zwar in weiter Entfernung durchs Grasland, man braucht ein Fernglas um genaueres zu sehen, aber wir sind glücklich. Hätten wir gewusst, was uns am nächsten Tag erwartet, wir wären gähnend weitergezogen….

Mein Geburtstag

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Tja, mein Geburtstag verlief dann ein bisschen anders als geplant. Morgens wurde ich dann von Moni und den Kindern im Bett mit einer Kerze und ein paar Muffins begrüßt und ein kleines Ständchen wurde vorgetragen.

Und dann begann das Unheil. Moni hatte am Tag davor schon Bauchkneifen. Dieses hatte sich am Morgen dann zu einem richtigen Durchfall entwickelt mit hohem Fieber von gut über 39 Grad, knapp 40 (und das bestimmt auch nur, weil sie Fiber-Tabletten genommen hatte). Moni lag total platt im Bett und Pendelte immer zwischen besagtem und der Toilette und dabei noch das hohe Fieber – das war garnicht lustig. Nachdem wir dann unser schlaues, dickes, Medizinbuch zu Rate gezogen hatten konnten wir uns darauf einigen dass es auf Grund der Symptome und der Anbahnung entweder eine Salmonellen- oder Helicobacter-Infektion sein musste. Laut “Kursbuch Gesundheit” (echt sehr zu empfehlen für eine solche Reise, da ausgestattet mit einer Art “Arzt auf dem Papier”, einer Tabelle die einen anhand von Symptomen, möglichen Ursachen,… zu der Diagnose führt), kann man da eigentlich nicht viel tun ausser nichts essen, das Fiber unter Kontrolle halten und den Mineralien- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Da wird einem aber trotzdem schon anders wenn das Fiber mit Tablette immer wieder an der 40-Grad Grenze kratzt und einem zwischen kochend Heiß und Eiskalt alle Temperaturempfindungen quälen, dazu der Bauch schmerzt und man andauernd mit Durchfall auf die Toilette muss. Aber wie Zuhause – man muss Zeit haben, und die hatten wir ja nun genug – zum Glück.

Wir haben dann unsere Übernachtung im Haus um 2 Tage verlängert und Moni geht es heute schon wieder gut. Das Fieber ist weg, sie isst schon wieder geriebenen Apfel, nur der Durchfall ist noch da. Wir werden wohl ab morgen mal Kohletabletten versuchen, wenn alles raus ist, was raus soll. Denn das ist wohl das wichtigste Laut unserem Papierdoktor überhaupt und alles was den Durchfall in der ersten Zeit eindämmt sorgt dafür, dass die Bakterien länger im Körper bleiben und die Erkrankung länger dauert im Endeffekt.

Und nach einem kleinen Einkauf mit den Kindern im Shoppingcenter haben wir jetzt auch Kamillentee, Salzstangen aus Israel, 2L Cola und jede Menge verschiedenes Knäckebrot da es hier den klassischen Zwieback wie bei uns nicht gibt.

In der Zwischenzeit, also den letzten zwei Tagen, habe ich den Dicken dann startbereit beladen und die Technik klar gemacht. Wir haben jetzt Wasser an Bord, alles funktioniert und ist in bester Ordnung. Und auf den kleinen Ausflügen bisher fährt er wie eine 1. Wir sind mal gespannt, wie er sich im Gelände und den berüchtigten Graffel-Roads macht (Wellblechpisten).

Ein erfrischendes Erlebnis an meinem ansonsten nicht so idealen Geburtstag waren die Telefonate und die Skype-Gespräche mit der Familie. Und besonders gefreut habe mich über die Glückwünsche über unser Blog und per EMail – vielen lieben Dank dafür…

Morgen, am 19. werden wir dann wohl hoffentlich aufbrechen können mit dem Dicken in den im vorigen Eintrag beschriebenen Park und endlich mit den Kindern ein paar der so schönen Tiere Afrikas beobachten zu können.

Mal schauen, wann wir wieder Internetzugriff bekommen werden. Das wird ab jetzt sicherlich ein wenig sporadischer werden hoffen aber, etwa einmal in der Woche eine Möglichkeit zu finden.

Südafrika die Regenbogennation–oder wie alles begann

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Südafrika, 3,5 mal so groß wie Deutschland, gilt als Regenbogennation. Zum einen wegen seiner landschaftlichen Vielfalt, vom Meer über Berge, Weinanbaugebiete, Grasland und Wüsten ist alles vertreten, dementsprechend reich ist auch die Tierwelt, doch ebenso vielfältig ist die Bevölkerung. Die größte Gruppe mit fast 80 % sind die Schwarzafrikaner (die sich wiederum in verschiedene Stämme mit verschiedenen Sprachen aufteilen), 9 % sind weiß, etwas darunter liegen die Coloureds (Nachkommen weißer Siedler, asiatischer Sklaven und Afrikanern und die Inder mit 2,5%.

Heute versuche ich mal, einen kleinen Einblick in die Entstehung dieser vielfältigen Bevölkerungsschicht zu geben, wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, daß ich keine Gewehr auf Richtigkeit gebe. Ich handle nach bestem Wissen und Gewissen und gebe lediglich angelesenes Wissen aus Reiseführern wieder, welches auch nicht immer miteinander übereinstimmt. Für evt. Falschaussagen kann ich  nicht Haftbar gemacht werden, falls es doch soweit kommen sollte tauche ich unterSmiley mit herausgestreckter Zunge.

Die ersten Südafrikaner:

Als die eigentlichen Ureinwohner SA könnte man die San und Khoikhoi bezeichnen. Sie sind eng miteinander verwandt, sind klein und schmächtig und von gelblich/hellbrauner Hautfarbe. Die San waren Nomaden, klassische Jäger und Sammler ohne eigenen Besitz. Die Khoikhoi spalteten sich ab und wurden Viehhirten.

Die erste Kolonialmacht – die Holländer kommen:

Um 1650 ging ein Schiff der Niederländisch-Ostindischen Kompanie vor Anker. Am Kap sollte eine Versorgungsstation eingerichtet werden um niederländischen Handelsschiffen auf dem Weg nach Indien ein Zwischenlager zu ermöglichen, damit frische Vorräte aufgenommen werden konnten. Die Khoikhoi wurden schnell verdrängt oder unterworfen und das Kap von Holländern bewirtschaftet, die Nachschub für die anlaufenden Handelsschiffe liefern sollten. 1658 kam die erste “Schiffsladung” Sklaven aus Westafrika an Land – damit wurde die Sklaverei offiziell eingeführt. Das Kap wurde als Versorgungsstation immer beliebter, um die Arbeiten bewältigen zu können wurden immer mehr Sklaven, meist aus Ostasien, importiert. 1711 gab es mehr Sklaven als freie Bürger. Dies führte aber dazu, daß eine verarmte weiße Bevölkerungsschicht entstand, da keine Arbeit mehr übrig blieb. Als Trekburen entzogen sie sich der Kontrolle der Niederländischen Kompanie und versuchten ihr Glück eigenständig im Landesinneren

Die Briten kommen:

1795 besetzten die Briten das Kap und übernahmen die Herrschaft und zogen sich den Unwillen der Afrikaaner (Buren ehem. Holländer) zu. Diese verstanden sich nach all den Jahren als Einheimische. Ein eigenes Nationalgefühl hatte sich gebildet, die holländische Sprache wurde durch Vermischung mit anderen Sprachen zu afrikaans. Abgeschieden vom Rest der Welt führten die Buren ein streng gläubiges Leben in Demut, sahen sich als das von Gott auserwählte Volk und die Sklaverei als von Gott gewollt. Jetzt kamen die weltoffenen modernen Engländer, die 1834 die Sklaverei gänzlich abschafften. Aus Protest verließen 15.000 Afrikaaner das Kap und zogen gen Osten. Dieser Umzug ging als “Der große Treck” in die Geschichte ein. Auf Planwagen, mit Ochsen gezogen machte man sich auf den beschwerlichen Weg über Berge und dürres Land in der Hoffnung, irgendwo das gelobte Land zu finden und sesshaft zu werden. In der Osthälfte des Landes fanden sie auch offenbar unbewohnte fruchtbare Landstriche, doch sie waren direkt im Auge der Mfecane gelandet.

Verbreitung der Schwarzafrikaner – Aufstieg der Zulu

Während im Westen, am Kap, die Treckburen  zur großen Wanderung aufbrachen geschah selbiges im Osten. Die in Ostafrika ansässigen bantu-sprachigen Stämme (die Vorfahren der heutigen Schwarzafrikaner) hatten Zahlenmäßig stark zugenommen, neues Land für Vieh und Ackerbau mußte gesucht werden. Einige siedelten sich in Namibia, Botswana, Zimbabwe an, ein Teil zog weiter in die Osthälfte Südafrikas. Um 1900 wimmelte es dort von Menschen und Vieh und in kriegerischen Auseinandersetzungen versuchten die verschiedenen Stämme ihr Land zu sichern. Ein bekannter Kriegsherr war Shaka, der um 1816 Häuptling der Zulu wurde und neue Kriegstechniken einführte. 1820 waren die Zulu zu vorherrschenden Regionalmacht geworden um die Jahrhundertmitte besaßen sie ein 40000 Mann starkes Berufsheer. Gnadenlos ging er gegen Feinde vor, die Zeit der Mfecane, der Zwangsumsiedlung begann. Viele Stämme wurden vertrieben oder flohen vor dem Schrecken, den Shaka über das südliche Afrika brachte. Diese brach liegenden Flächen fanden nun die Buren vor. Bei ihrer Ausdehnung trafen sie auf verschiedene Bantustämme und es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Doch Mitte des 19. Jhs gelang es ihnen die beiden Buren-Republiken Transvaal (heute Nord-West Provinz, Limpopo und Mpumalanga) und Oranje-Freestaat (heute Freistaat) zu gründen und zu sichern. Die Zulu regierten das Gebiet Kwazulu-Natal.

Gold und Diamanten:

1850 wurde von den Briten die Unabhängigkeit der Burenrepubliken anerkannt, da kein großes Interesse an Südafrika bestand, es wurde eher als unzivilisiertes Anhängsel der britischen Krone gesehen. Dies änderte sich aber schnell, als in um 1860 in Kimberly (ihr erinnert euch, da waren wir vor ein Paar Tagen am “Big Hole”.) Diamanten gefunden wurden. Viele Menschen suchten dort ihr Glück, doch letzt endlich kauften mit und mit zwei Leute alle kleinen Claims auf – Barney Barnato und Cecil Rhodes (Engländer). Rhodes kaufte schließlich Barnato seine Anteile ab, gründete die De Beers Mining Company und kontrollierte nun 90% der weltweiten Diamantenförderung. Mit seinem Geld wollte er dem britischen Reich eine Ausdehnung vom Kap bis Kairo ermöglichen. Er brachte das heutige Zimbabwe und Sambia unter seine Kontrolle das fortan Rhodesien hieß.

Mit den um 1880 gefundenen Goldadern verlief es für die Briten nicht so reibungslos, da sich diese auf Burengebiet befanden. Dies war der britischen Krone ein Dorn im Auge, befürchtete man doch ein Aufstreben der Buren. Um ihre Position zu sichern begannen die Briten unter einen Vorwand einen Krieg mit den Zulu und unterjochten dies 1879. Somit war die gesamte Südafrikanische Küste britisch. Oberhalb der Burenrepubliken sah es ähnlich aus, Zimbabwe, Sambia, Botswana war in britischer Hand – die Buren waren eingekreist.

Der Burenkrieg:

Oktober 1899 begannen die Briten einen Krieg gegen die Buren und rechnete mit einem schnellen Sieg gegen die Zahlenmäßig und militärisch unterlegenen Buren. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest wollte man wieder zu hause sein. Doch die Buren waren zäh, kannten ihr Land und

Da ich krank geworden bin, geht es hier später weiter…

LG – Moni

Der Dicke kommt

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Heute ist der Dicke gekommen und wir hatten ein einmaliges Erlebnis. Louis, unser Agent, hat einen Agenten geschickt, der uns an der Lodge abholen soll Smiley Pünktlich um 10 Uhr morgens begann das “Spektakel” wie verspochen.

Wir wurden abgeholt und mit unserem Mietwagen zum Flughafen begleitet wo wir unseren Wagen dann ohne Probleme zurück gegeben hatten. Von hieraus sind wir dann alle zusammen, mit unserem Agenten Louis, dem Agenten vom Agenten Smiley und uns zusammen zum Hafen. Louis war nicht nur für unser Auto verantwortlich sondern für die gesamte Ladung auf der Morning Calm (unser Schiff) die aus vielen Fahrzeugen bestand wie wir später live erleben konnten. Wir sind dann durch diverse Sicherheitsschleusen gefahren vorbei an vielen Security-Damen die nicht sonderlich freundlich dreinblickten. Louis erklärte aber dass sie sehr genau und streng sein müssen weil was einmal im Hafen drin ist hat unkontrollierten Zugang in die gesamte Welt. Und andersherum auch. Wer den Hafen unkontrolliert verlassen kann als Person oder mit Waren ist in Südafrika…

Daher ist der gesamte Hafen sehr streng bewacht, in beide Richtungen. Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl, falls unser dicker auf dem Rückweg vielleicht ein paar Tage stehen muss. Da kommt so einfach keiner ran, der nicht soll, da auch alle Bereiche unter sich auch noch mal durch Schleusen mit Sicherheitspersonal abgegrenzt sind.

Auf dem Weg zur Anlegestelle von unserem Schiff sind wir dann an einer Art “Wrack” vorbei gekommen. Ein – ich würde sagen – durchaus ansehnlich großes Schiff. Der gesamte Aufbau war Platt und Louis erklärt dass das passiert, wenn einer der Seeriesen sich im Hafen bei Sturm losreißt und an andere “normale” Schiffe kommt. Davon bleibt dann nicht mehr viel über.

Bei unser Anlegestelle angekommen haben wir erst mal gewartet weil wir schon früher da sein wollten um zu erleben wie unser Schiff in den Hafen kommt. .Louis ist dann zwischendurch noch mal weg und meinte dass es noch was  dauern würde. Aber er hätte mal eben mit dem Captain eines der Schlepperschiffe gesprochen, der ihm noch einen Gefallen schulden würde.

Wenn wir wollten, könnten wir unser eigenes Schiff mit dem Dicken drauf in den Hafen schleppen. Naja, was soll ich sagen – wir haben nicht eine Sekunde überlegt und zugeschlagen – wann kann man schon mal auf einem riesigen Schleppschiff einen Ozeanriesen in den Hafen schleppen, auf dem auch noch sein eigenes Auto ist? Das wird wohl das erste und letzte Mal sein, dass wir das machen können.

Nach einer kleinen Diskussion von Louis mit der Security-Dame die uns nicht auf das Schiff lassen wollte, und einem klärenden Wink und Funkgespräch mit dem Captain des Schleppers öffnete die Dame dann mürrisch doch die Drehtür und wir konnten auf unseren Schlepper. War uns schon fast peinlich dass Louis sich mit ihr angelegt hatte, ist ja normalerweise ein absolutes NoNo, aber wir konnten mit.

Die Fotos sind ein bisschen limitiert die wir machen konnten weil Fotos absolut nicht erlaubt sind im Hafen, aber der Captain vom Schlepper sah das ein bisschen lockerer und von Bord konnten wir dann ein paar machen Smiley

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Hier sieht man im Hintergrund einen anderen Seeriesen liegen, an welchem wir auf unserem Weg, raus auf’s Meer im Hafen vorbeifahren.

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Hier ein Blick in den Brücke des Schleppers. Für den Kollegen auf der linken Seite neben dem Captain (man achte auf die Flipflops – da ging es echt locker und lustig zu) muss ich in Deutschland wenn ich im Lotto gewonnen habe einen Golf 4 GTI kaufen und ihm dann als Weihnachtsgeschenk schickten Smiley

Auf dem Weg nach draußen konnten wir dann schon unser Schiff sehen, die Morning Calm welche ein komplett geschlossener Ozeanriese war der speziell auf den Transport von Fahrzeugen und anderen Schiffen (ja, das Ding war so groß, dass auch andere Schiffe dort reinpassten) ausgelegt ist. Das Schiff hat 7 Decks und davon 3 unter der Wasserlinie (je nach Tiefgang).

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Nachdem wir unser Schiff erreicht hatten, musste es mit unserem Schlepper und einem weitren vertraut werden, welche den Riesen in den Hafen schleppten. Denn wie uns erklärt wurde müssen die Schiffe ihren Antrieb ausschalten bzw. auf Minimalantrieb stellen weil sie sonst im Hafen große Wellen erzeugen würden und nicht bremsen könnten, weil so ein Ding mehrere Kilometer braucht um zu bremsen. Daher werden sie mit fremder Kraft in den Hafen gezogen, was in unserem Fall etwa 20 Minuten gedauert hat.

Nachdem wir unser Schiff in den Hafen geschleppt hatten und es fest vertäut wurde, haben wir noch einen anderen Auftrag bekommen und mussten ein Schiff aus dem Hafen schleppen. Allerdings kein Schiff für Fahrzeuge sondern ein Containerschiff. Beide Schiffe waren gigantisch im Vergleich zu unserem und man kam sich vor wie eine Ameise, die mal eben von einem Schuh zerquetscht werden kann. Ich hoffe, das kommt auf den Videos ein bisschen rüber.

Auf dem Rückweg als wir wieder in den Hafen gebracht wurden, weil ein weiterer Auftrag reinkam, konnten wir noch eine Zeit lang beobachten, wie die Rampe über die die Fahrzeuge ausfahren, heruntergefahren wurde. Die Rampe klappt sich doppelt aus und fährt gleichzeitig nach oben auf die richtige Höhe der Hafenmauer, so dass die Fahrzeuge gerade herausfahren können.

Als die Rampe dann unten war gingen die “DRIVER” an Bord, welche die Fahrzeuge von Bord brachten:

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In unserem Fall waren es 350 Fahrzeuge die in ca. 30 Minuten von dem Schiff entladen wurden. Hierzu gehörten schwere Baumaschinen, ein Sportschiff, Traktoren, nagelneue Minis, Range Rover und Rover Evogue. Zuletzt kam dann unser Dicker.

Wir konnten leider beim Entladen keine Fotos machen weil wir direkt neben der Rampe Standen und hier Security und Zoll sehr gut vertreten waren. Wir waren ja froh, dass wir überhaupt aus 5m Entfernung zuschauen durften wie alles entladen wurde. Unter die Kettenbagger wurden schwere Taue gelegt so dass diese auf der Stahlrampe fahren konnten.

Empfang des Dicken

Als alles entladen war und Louis seinen Job fertig gemacht hatte, kam der Zoll zu uns und es ging an den Papierkram für die Übernahme (Louis Mutter arbeitet übrigens auch im Hafen und koordinierte die Entladung).

Die beiden Herren vom Zoll waren sehr freundlich aber auch sehr bestimmt. Die Kontrolle war wohl ein bisschen “genauer”, weil der Ober-Zollmeister einen jungen Adjutanten dabei hatte der lernen sollte, wie es geht, wenn ein Auto importiert wird.

Beide haben sich den Landy angeschaut und auch in dem Motorraum geguckt. Wir mussten dann noch die Kabine öffnen und der Zoll-Meister hat dann noch mal den ein oder anderen Schrank geöffnet aber ehr sehr grob geschaut und nichts nachgefragt. In die Sitzkästen, das Bodenstaufach,… hat er gar nicht reingeschaut. Es ging wohl ehr darum eine Lehrstunde für den Jungen Kollegen zu liefern. Insgesamt war alles nach 5-10 Minuten gegessen und wir haben dann mit den Zollkollegen noch ein bisschen erzählt, was wir so machen wollen und der Ober-Zollmeister hat dann noch gefragt, ob wir unser Auto nicht mal vermieten wollen, es würde ihm so gut gefallen. Dann könnte er auch mal einen komfortablen Offroad-Urlaub machen. Das Carnet war in 30 Sekunden erledigt und der Wagen war nun offiziell in unseren Händen und in SA importiert.

Nachdem dann das erledigt war sind wir mit Louis ins Hafengebäude seiner Agentur und haben unseren Obolus für die Einschiffung von knapp 8800 Rand in Bar entrichtet. Wir haben dann noch die notwendigen Hafen-Papiere bekommen und er hat uns noch zum Tor begleitet und angeboten dabei zu helfen, noch notwendige Besorgungen zu machen. Da wir uns aber mittlerweile gut in Port Elizabeth auskannten, haben wir dieses Hilfsangebot nicht angenommen und uns verabschiedet. Er hat dann noch angeboten dass wir ihn jederzeit anrufen können, wenn wir Hilfe brauchen und ich glaube fest, dass er uns dann auch hilft. Diese Hilfsangebote hier in SA sind echt immer der Hammer…

Als wir dann im Shoppingcenter angehalten haben um noch ein paar Besorgungen zu machen kam direkt ein älterer Herr auf uns zu und meinte, was denn das für ein Land Rover sei. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und er hat uns ein paar gute Tipps gegeben (er selber fährt einen 90er mit einer 2.8 Liter BMW Benzin Maschine, die nur 2 Jahre gebaut wurde). Beruflich vermietet er Apartments, die ihm gehören, an Studenten und Lehrreisende. Als wir uns dann nach 15 Minuten Gespräch verabschiedet hatten und er in seinem Auto saß kam er noch mal und fragte wo wir denn diese Nacht schlafen würde. Er könnte uns anbieten uns kostenlos auf sein Grundstück zu stellen um dort zu übernachten – so was wir man bei uns wohl nie erleben. Wir hatten ja aber schon eine Übernachtungsmöglichkeit in der Pine Lodge, wo wir unsere ganzen Sachen erst mal in den Dicken laden mussten.

Nachdem ich dann im Baumarkt noch einen Adapter für die SA Gasflaschen (Builders Warehouse in Walmer auf dem Walmer Boulevard) besorgt hatte, war der Tag dann auch schon fast vorbei und wir haben noch ein paar Dinge in die Kabine gepackt und einiges umgeladen was wir für die Reise anderweitig im Dicken verstaut hatten.

Damit war der Dicke und vollgetankt, mit Gas beladen und frisch eingeschifft vor unserer Haustür, nach einem sehr erlebnisreichen Tag.

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