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Über 7 Brücken musst Du gehen

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Von den Elefanten im Addo haben wir uns dann weiter entlang der Küste aufgemacht zu unserem nächsten Ziel und dabei noch einiges an klassischen “Touristischen” Sehenswürdigkeiten mitgenommen. Dabei sind wir uns teilweise vorgekommen wir in Deutschland da es mehr deutsch sprechende Urlauber als englisch sprechende Besucher oder Einheimische gab. DerTour lässt grüßen Smiley

Kleiner Einwurf…

Moni und ich sind uns mittlerweile Sicher – ein solcher Urlaub wäre für unsere Eltern GENAU DAS RICHTIGE. Hier kann man, wenn man möchte, genau so komfortabel (und dabei auch noch günstiger als bei uns) Reisen. Und wer behauptet das südliche Afrika sei nicht sicher, der hat sie nicht alle. Es gibt Regeln an die man sich halten muss, und Pech kann man überall auf der Welt haben, selbst bei uns. Und wenn man Pech hat, tja, dann hat es wohl sein sollen (wenigstens wird man hier i.d.R. nicht überfallen weil die Menschen immer mehr haben wollen, sondern aus blanker Überlebensnot heraus weil es nix zu Essen gibt). Aber die Freundlichkeit der Menschen hier ist immer wieder unglaublich – wir können es gar nicht oft genug sagen und werden es auch weiterhin noch öfter sagen. Wieder ein Beispiel: Wir standen auf dem Weg zum Nationalpark keine 30 Sekunden (ungelogen) am Straßenrand um dort anzurufen ob ein Zeltplatz frei ist bevor wir uns auf den Weg über die beschwerliche Passstraße machten, da hielt ein Wagen neben uns an und der Fahrer fragte: “Are you lost – do you need help?” und strahlte uns dabei an. Nachdem wir dann gesagt hatten, dass wir nur telefonieren wollten haben er und seine Frau uns noch eine schöne Reise gewünscht.

Einwurf Ende…

Unser Ziel für die nächste Reiseetappe war Plettenberg Bay, wieder gelegen am Indischen Ozean an der Ostküste. Auf dem Weg dorthin haben wir Humansdorp passiert, ein schönes Städtchen in welchem wir unsere Vorräte auch wieder aufgefüllt haben. Schön auch vor dem Hintergrund dass hier ein ehr arabisch afrikanisches Feeling aufkam. Überall wuselte es, wurde erzählt und irgendwas verkauft. Auf dem Parkplatz vor Shopright, einem Supermarkt der ehr günstigen Kategorie wo wir eingekauft haben war eine Party im Gange wie man sie sich afrikanischer nicht vorstellen kann. Ein paar Jungs hatten ein paar alte Boxen aufgebaut, Strom gab’s aus einem kleinen Laden und die legten super Dance auf, sehr afrikanisch angehaucht. Wir und die Kinder hatten riesen Spaß der Musik zuzuhören und eine Gruppe Afrikaner auf einer Pritsche von einem Pickup haben das Ding kräftig in Schwingung versetzt. Hier hätten die “klassischen” Touristen wohl ehr zu viel bekommen da man durchaus gewisse Empfindungen hätte entwickeln können dass man gleich überfallen, beklaut,… wird. Aber wie bisher immer haben wir uns sehr wohl gefühlt und alle waren sehr nett und interessiert.

Übernachtet haben wir dann auf einem öffentlichen Campingplatz der wohl vor 15 Jahren mal seine besten Zeiten gehabt hat, direkt am Ende der Hauptstraße. Eigentlich sehr zu empfehlen, super sauber, aber eben nicht mehr so ganz in Schuss wie die bisher besuchten. Etwas Lustig war, dass der Kollege der Nachtschickt hatte das Gate schloss, aber rundherum von der Einzäunung nichts mehr vorhanden war Zwinkerndes Smiley

Ein paar Touristenfotos

Von Humansdorp aus sind wir dann weiter Richtung Plettenberg Bay und haben uns dabei den Big Tree

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und die Stormsriver Bridge, im Tsitsikama Nationalpark angeschaut. An der Brücke, die wunderschön gelegen war haben wir dann direkt unseren Mittagsstop eingelegt und ein paar Meeresfrüchte zu uns genommen. Der Blick vom Restaurant war herrlich und die Kinder hatten am Sandstrand ihren Spaß.

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Hier der Blick von der Restaurantterrasse auf die Brücke und die Bucht. Die Brücke spannt sich zwischen den beiden Bergketten und überspannt dabei den Stormsriver, welcher hier aus dem Inland in das Peer fließt.

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Auf dem Weg zur Brücke kommt man durch einen kleinen Urwald mit vielen Lianen und schönen großen Bäumen. Manche davon müssen permanent abgestützt werden und immer wenn Touristen vorbei kommen, dann wechselt der Ranger, der den Baum bewacht, gegen neue aus. So hat es auch uns getroffen und wir mussten für 15 Minuten den Baum abstützen, der ansonsten umgekippt wäre (außer Silas, der hat sich strikt geweigert der alte Dickschädel):

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Weiter auf dem Weg gibt es immer wieder herrliche Blicke auf’s Meer, und man muss einfach den Fotoapparat nutzen und versucht jedes mal vergeblich, die Schönheit der Natur festzuhalten in der Hoffnung, dass wenigstens ein bisschen auf den Bildern zu erkennen ist von dem was man hofft einzufangen für spätere Zeiten.

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Die rücke selber ist relativ unspektakulär, aber der Blick von ihr auf das Meer und in die Bergschlucht hinein einfach traumhaft.

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Und was natürlich nicht fehlen darf an einem afrikanischen bewaldeten Strand sind die Klippschliefer, die den gesamten Weg säumen und sich oft faul in der Sonne fläzen. Lenja und Silas haben ein paar mal versucht den lustigen Weggefährten näher zu kommen, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt war.

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Weiter zum Monkeyland und nach Plettenburg Bay

Nach einer Übernachtung im Nationalpark an einem schönen Fluss auf einem wie eigentlich immer fast leeren Campingplatz haben wir dann einen Zwischenstopp im Monkeyland eingelegt welches ursprünglich als eine Art Aufnahmestation für ehemalige Hausaffen gegründet wurde. Hier wurden wir dann wieder damit konfrontiert, dass wir uns auf einer klassischen Touristenroute befinden – es wurden deutschsprachige Führungen angeboten, die besser besucht waren als die englischsprachigen. Und das auch noch von deutschen Abiturientinnen die hier 6 Monate verbringen bevor sie sich in der Heimat in das Studium stürzen.

Im Monkeyland haben wir dann tatsächlich wider Erwarten ein paar Affen (oder Halbaffen- das sind die, die ziemlich “doof” sind, wie das nette Mädel uns erklärt hat – wortwörtlich) getroffen Smiley

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Nach einer philosophischen Diskussion mit Prof. Dr. Dr. Phil. Monkey über das aktuelle Weltgeschehen, Aufstellen einer These und entsprechenden Antithese sind wir dann zum dem Entschluss gekommen dass alles bleibt wie es ist, alles keinen Sinn macht und wir besser einfach weiterfahren.

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Tja, was soll ich sagen. Wenn eine solche Koryphäe einem den Tipp gibt sich besser aus dem Staub zu machen dann leistet man dem selbstverständlich Folge. Mal wieder über eine der vielen Brücken und wir hatten das Land der Affen hinter uns, ohne dabei eine echt raue Schlägerreich von den Totenkopfäffchen zwischendurch zu verpassen.

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Und ich kann nur sagen – gut, dass wir das gemacht haben. Früh sind wir dann an unserem Ziel angekommen, ca. 5 km vor Plettenberg Bay. Ein wunderschöner, ziemlich leerer Campingplatz, welcher normalerweise bis 450 Stellplätze umfasst aber mal wieder fast leer ist. Bis auf einige Camper an der Wasserfront (vielleicht 10), ist das Ding leer und wir stehen im Paradies.

The Paradise

Der Campingplatz, Keurbooms LagoonCaravn Park, liegt direkt an einer Lagune und hat ein paar Campsites, welche sich eben an besagter Lagune befinden mit einem herrlichen Sandstrand davor. Die Lagune ist bei Flut etwa 200m tief und kann eigentlich komplett (wenn man kein Problem damit hat, dass einem das Wasser dann bis zum hals steht) von Nichtschwimmern durchwandert werden, so flach ist hier das Wasser. Und da die Lagune nicht sehr tief ist, sehr geschützt liegt, ist das Wasser hier sehr ruhig ohne Wellen und sehr warm. Aber das Beste ist, der Blick ist Traumhaft – wie man sich in Ibiza heute noch wünschen würde und es ist absolut leer – keine Menschenseele außer eben die paar Camper, die an der Wasserfront stehen und der ein oder andere einheimische Wochenendfischer, der hier ein paar Flossentiere versucht zu angeln.

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Und ein weiterer Pluspunkt, bis heute Mittag waren unsere Schweizer Nachbarn mit ihrer kleinen Tochter Kaja hier, die in Lenja’s Alter ist. Sie sind für 3 Wochen in SA unterwegs und mussten jetzt weiter (auf dem Foto ist ihr Auto mit Zelt und Papa auf der Luftmatratze). Aber auch nicht schlimm, da Lenja und Silas ein neues Hobby gefunden haben.

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Und – wer ist wohl Lenja?

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So, und jetzt ein kleines Ratespiel. Erst das erste Video anschauen und raten, was die beiden denn da wohl sammeln, und wer es errät, dem bringen wir dann eine Giraffe aus Afrika mit – bitte ehrlich hier im Blog melden und nicht schummeln Smiley

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Und hier gibt es dann die Auflösung. Und – wer hat es erraten?

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Und um jetzt noch mal ein bisschen Neid zu schüren im schönen, kalten, verschneiten Deutschland – so sehen bei uns die Sonnenuntergänge in der Lagune aus, bei 25 Grad am Abend. Und kein Witz – die Farben sind echt und wir haben den Abend bei bester Ibiza Chillout Musik, einem Gläschen Rotwein und schlafenden Kindern genossen, nachdem wir festlich gegrillt hatten. Hier haben wir ein Stückchen vom Paradies, werden ein paar Tage bleiben und zwischendurch noch mal die Delphine besuchen und bei den Robben vorbeischauen, bevor wir gemütlich über die Strandpromenade schlendern und in einem Café am Meer ein Eis schlecken oder ein kühles Bierchen trinken werden um uns dabei die frische Briese um die Nase wehen zu lassen bei herrlichen 27 Grad…

Also, hier das Bild für das ihr uns hassen werdet und mit dem wir für heute Schluss machen und schauen, wann wir mal wieder Internet haben Smiley

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Und Tschüss bis zum nächsten Eintrag…

2 Ohren und 4 volle Hosen

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oder – wie das Herz bis zum Kinn kommt

Wie Moni ha schon geschrieben hat, sind wir hier in einem kleinen aber recht feinen Park unterwegs. Und nachdem Moni nun auch nicht mehr alle 20 Minuten aufs stille Örtchen flitzen muss macht auch das herumfahren wieder Freude Smiley Vor 2 Tagen (Nacht vom 19. auf den 20.02.), an dem Tag an welchem wir Port Elizabeth verlassen haben, sind wir auf einen schönen kleinen Campingplatz direkt am Meer gefahren, an der M12, welcher an einer Einmündung lag welche sich wie ein Fluss in das Land zog, über mehrere Kilometer. Man hatte den Eindruck, dass man sich in der Wüste befindet (wegen der hohen Dünen, und gleichzeitig am Meer (wegen der Geräuschkulisse) und gleichzeig an einem wunderschönen Fluss.

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Der Platz war bis auf uns und noch 2 andere kleine Campingfamilien Menschenleer und totenstill. Wie schon aus unseren vorherigen Touren bekannt wird auf diesen einsamen Plätzen abends der Generator angeschmissen, damit ein wenig Strom und auch Licht da ist. Daran können wir uns dann schon mal gewöhnen….

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Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück, da ein Gewitter zum Abend hin aufzog so dass unser Aufenthalt im Freien doch ehr beschränkt war. Silas und ich haben uns aber, da wir windgünstig standen, hinten unter der Kabine ein relativ regenfreies und windstilles Plätzchen gesucht, so dass wir das Gewitter dann noch draußen erleben konnten (es hat auch einen gewissen Vorteil wenn man ein hohes Auto hat, unter das man sich gemütlich auf einem Stuhl setzen kann Zwinkerndes Smiley) Nachdem wir nun Gewitter und Nacht gut überstanden hatten ging es nun also auf in den Addo Elephant National Park etwas 10 Minuten Fahrt von unserem Campingplatz entfernt den wir extra schon in der Nähe ausgesucht hatten.

Kleiner Schwenker noch am Rande – auf dem Weg zum Campingplatz, von Port Elizabeth, konnten wir eine interessante Feststellung machen. Unser Dicker kommt offensichtlich sehr gut an. Immer wieder sind wir an der Kreuzung oder auch auf Parkplätzen angesprochen wurden wo wir denn her kämen, was wir denn so machen würden. Zwei Begebenheiten waren dabei besonders lustig. Die erste war an einer Ampel als links neben uns einer dieser typischen afrikanischen Toyota-Pickups hielt mit ein paar Farbigen auf der Ladefläche die uns prompt ihren “Daumen Hoch” entgegen streckten. Währen die Ampel Rot war haben sie dann noch gesagt wie klasse sie unser Auto finden und gefragt was wir denn so machen würden. Sie haben uns dann noch viel Glück und “enjoy Africa” gewünscht und dann wurds auch schon grün. 4 Ampeln weiter kam dann einer der typischen Straßenverkäufer die immer an den Kreuzungen alles mögliche verkaufen (dieser verkaufte KFZ USB-Ladegeräte) auf uns zu und fragte auch, was wir so machen würden und ob wie da und dahin fahren wollten – da wollte er auch bald mal hin. Auch mit ihm haben wir wieder kurz erzählt um am ende hat er dann noch gefragt ob wir eines seiner Ladegeräte brauchen könnten. Ich hab dann aber erwähnt dass ich selber ein paar habe und ihm eines verkaufen könnte. Er meinte dann nur, dass er das nächste mal vielleicht eins bei mir kaufen würde, wenn er keine mehr hätte oder seine kaputt wären Smiley So haben wir mit vielen sehr freundlichen Menschen jeden Tag schon tolle Gespräche geführt. .Da kann man wirklich nur immer wieder sagen – wer selber freundlich ist dem widerfährt auch viel freundliches. Afrika haben wir bisher immer wieder als sehr sehr freundliches Land erfahren.

Nun aber wieder zurück zum Addo Elephant Park. Nachdem also nun der erste Tag wie von Moni beschrieben nicht so erfolgreich verlaufen war hatten wir doch ein paar schöne Erlebnisse. Unser Dicker und wir als Familie wurden mehrmals von kleinen Herrentrupps (jenseits von 70 würde ich auf Grund der diversen Gehilfen urteilen) besucht und es wurde sich hoch interessiert erkundigt, wie denn der Wagen modifiziert worden sein. Selbst den Erklärungen über den speziellen Stabilisator, den Zusatztank und das angepasste HD Fahrwerk wurde aufmerksam gefolgt und immer wieder interessiert Fragen gestellt. Die Herren stiegen dann abends doch tatsächlich 2 Campsites weiter in ihre Zelte und machen es sich dort bequem, nachdem die Gehilfen außen abgestellt wurden. Na – das nenn ich mal Camper Durch und Durch. Aber noch etwas amüsantes hat sich zugetragen. Ich war gerade beim Abwasch als mich ein älterer Herr auf Afrikaans im Waschraum ansprach ich solle ihm folgen. Seiner Aufforderung nachkommend sah ich 2 weitere ältere Herren die mich am Nachmittag schon besucht hatten. Der erste in der linken Hand seine Krücke, in der Rechten einen Fotoapparat. Der Zweite eine Hand stützend im Rücken und in der anderen eine LED-Lampe, vorausleuchtend. Und allen drei Herren voraus an der Spitze ein Stachelschwein strammen Schrittes den drei Herren die Geschwindigkeit vorgebend die sich prächtig am amüsieren waren, dass sie noch einen solch tollen Fang gemacht hatten zu später Stunde, als es schon dunkel war. Nach der Verfolgungsjagd (ca. 4 km/h) verabschiedeten wir uns und wünschten uns noch eine geruhsame Nacht. Schade, dass ich das nicht filmen konnte – eine sehr amüsante und sehr nette Erfahrung.

Am nächsten Morgen sind wir dann voller frohen Mutes wieder gestartet und hofften, diesen Tag ein wenig mehr Glück zu haben als am vorherigen. Beginnend mit ein paar Zebras und Antilopen sahen wir dann aus der Ferne eine etwas größere Ansammlung von Autos hinter einer Ecke und einen Elefanten. Also machten wir uns auch auf den Weg um uns den Elefanten anzuschauen. Als wir näher kamen und die Ecke hinter uns ließen sahen wir dass es ein Wasserloch mit nicht einem Elefanten, sondern sicherlich 25 waren. Wir hatten Glück und konnten uns genau vor das Wasserloch positionieren zwischen ca. 5-7 andere Fahrzeuge. Die Herde bestand aus einem größeren Bullen, mehreren Kühen und einigen Jungtieren, darunter auch gaaaanz kleine, die vielleicht so hoch wie Silas waren. Zu beschreiben gibt es da eigentlich nicht viel mehr, hier daher ein paar Fotos und ein kleines Video.

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Die Herde war etwa 15m von uns entfernt und hat sich nicht im geringsten durch uns oder die anderen Fahrzeuge stören lassen.

Der Bulle machte zwischendurch nur immer mal wieder klar, wer hier das Sagen hat und positionierte sich zwischen den Wagen und der Herde mit einer klaren Geste der Stärke und ging auf die Fahrzeuge zu, dann aber wieder zurück zur Herde:

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Da man hier die Größe nicht so richtig beurteilen kann, der Bulle war ca. 2.3m hoch an seiner höchsten Stelle. Und auch die Kleinen hatten so ihren Spaß in der Herde, hielten sich aber immer in der Nähe der Mütter auf.

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Egal ob beim Rüsselspiel, beim Trinken…

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oder beim Spaziergang:

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Nach einer Weile wurde es dem Bullen dann zu bunt und er gab sehr deutlich zu verstehen, dass die Autos nicht länger erwünscht waren (Lenja meinte: “Der Chef will, dass wir gehen”), indem er sehr nach an uns rankam, die Ohren aufstellte und laut schnaubte. Wir und einige andere haben sich dann auch brav verdrückt. Wenige sind noch da geblieben und wir haben keine Ahnung, was aus denen geworden ist. Später sahen wir dann einige Abschleppwagen durch den Park fahren die Schrottautos hintendran hatten –. wir denken dass es die waren, die nicht gefahren sind Smiley (kleiner Scherz am Rande).

Und nun das kleine versprochen Video um es noch mal kurz in bewegten Bildern zu zeigen:

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Und der Tag sollte so erfolgreich weitergehen, wie er angefangen hatte. Ein paar Kilometer und ein Wasserloch weiter haben wir dann einen weiteren Kapitalen Bullen gefunden, der wunderschöne geschwungene Stoßzähne hatte und gemütlich das Schilfgras vernascht hat:

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Nach einiger Zeit kam noch ein weiterer Bulle dazu, der kurz vorher unsere Straße gekreuzt hatte. Dieser hatte etwa die Größe des Leitbullen der Herde, also um die 2,3m und damit etwa 20cm höher als der Landy ohne Kabine. Und wenn man jetzt mal beide nebeneinander sieht, kann man besser einschätzen, wie groß denn der Bulle mit den schönen Stoßzähnen war.

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Der dürfte noch mal gut 50cm mehr gehabt haben und somit fast so groß wie unsere Kabine gewesen sein. Gut, dass wir den nicht gestört haben… Echt schade, dass man die Größen auf den Bildern nur sehr schwer einschätzen kann. Aber…

Wir hatten ein Erlebnis, und das “nur” mit einem kleinen Bullen, welches sehr genau erkennen lässt, wie groß schon viele der “Kleinen” sind und welchen Respekt man vor diesen wunderschönen Tieren haben sollte.

Wieder eine kurze Zeit weiter nachdem wir weitergefahren waren sind wir an einem Wasserloch vorbeigekommen, an dem 3 weitere Bullen standen und gemütlich ihren Rüssel im Wasser schwenkten. Wir standen dort mit noch 2 weiteren Wagen und hinter uns kam noch ein kleiner VW Polo an, der sich brav in der Schlange hinten anstellte und auch schon wie es sich gehört den Motor ausschaltete. Einer der Wagen der schon vor uns dort Stand war ein Gamedrive-Auto (das sind die Safari-Wagen, auf denen man eine Safari buchen kann). Dieser stand ca. 10m von uns entfernt mit der Schnauze in unsere Richtung. Was wir nicht bemerkt hatten .- wir standen wohl auf der Elefantenstraße (ja, die Tiere bewegen sich immer auf festen Pfaden die man eigentlich gut erkennen kann weil dort immer alles plattgetrampelt ist). Diese “Straße” verlief nun mit ca. 50cm Abstand vor unserem Dicken und genau zwischen Safari-Wagen und uns. nach ca. 10 Minuten setzte sich der größte Bulle des 3er Verbundes in Bewegung – in unsere Richtung. DSCN1426

5m noch bis zu uns – Schock. Hinter uns der VW, es ging keinen Meter zurück, vor uns der Safari-Wagen. 4m – was sollten wir machen? Vor ging auch nicht mehr… 3m, 2m, 1m…

Ohren wedelten, leises Schnauben… 30 Sekunden stille, wir wurden gemustert und saßen Regungslos im Wagen… Weiter… genau vor unserem Dicken blieb der andere dicke stehen:

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Sein Rüssel hing direkt vor unsere Stoßstange und er musterte und noch mal, vielleicht 1 Minute (uns kam es vor als wäre es eine Ewigkeit gewesen. Das war der Moment in welchem wir die Hosen voll hatten und das Herz bis zum Kinn schlug. Von uns kam kein Geräusch und keine Bewegung. Auge in Auge mit diesem niedlichen kleinen Tierchen und wir hatten das Erlebnis unseres Tages. Nach der Musterung und ein paar abfälligen Blicken zog dieser auf der Elefantenstraße weiter und ließ uns hinter sich.

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Naja, dieses “kleine Exemplar” von vielleicht 2,5m hätte unseren Dicken wohl nicht komplett zerlegen können, aber ein paar Beulen wären’s wohl schon geworden Zwinkerndes Smiley

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Der Parkranger aus dem Safari Wagen mit einer ganzen Bagage von Touristen hinten drin hielt nachher neben uns an, grinste uns breit an und meinte nur “don’t worry”. Die da hinten im Wagen lachten alle herzlich und wir waren heilfroh, dieses überstanden zu haben. Man bekommt zwar immer gesagt dass die Tiere absolut friedlich sind und keiner Fliege was zu Leide tun wenn man sie nicht reizt (was wohl sehr schwer ist) – aber wenn man selber dann so nah dabei ist, wird einem schon ein wenig anders…

Nachdem wir dann unsere Hosen alle sauber gekratzt hatten und das Herz wieder einigermaßen da war, wo es sein sollte sind wir dann weitergefahren und konnten noch immer nicht glauben, was für ein Glück wir hatten, so etwas erleben zu können. Und wir sind erst 2,5 Wochen hier und die meisten Menschen können sowas nie erleben… Wir Glückspilze – bis jetzt läuft es echt super Smiley Heute fahren wir dann weiter Richtung Capetown bei wunderschönem Wetter und bester Laune so wundervolle erlebnisreiche, lustige Tage im Addo Elephant National Park verbracht zu haben.

Nur noch mal zur Erinnerung – immer wenn wir Internet haben, aktualisieren wir, was aber auf Grund der Situation auf dem Campingplätzen ehr unregelmäßig der Fall sein wird.

Wo sind all die Elefanten hin???

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Ungefähr 30 – 70 km (je nachdem welchen Eingang man wählt) von Port Elizabeth ins Landesinnere liegt der Addo Elephant Park. Es ist der einzige Park hier unten an der Küste mit den Big Five (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn). Deshalb machen wir uns nun auf den Weg, damit die Kinder endlich mal die größeren Tiere sehen können.

Der Addo Elephant Park wurde vor ca. 80 Jahren gegründet um die letzten hier noch lebenden Elefanten zu schützen. Diese wurden von den Menschen gnadenlos gejagt und fast vollständig ausgerottet bis einige Farmer einen Schutzraum für die letzten Kapelefanten, ich glaube 20 waren es nur noch, schufen. Das Problem war aber, dass die Elefanten sich durch keinen Zaun aufhalten ließen und immer wieder das Gebiet verließen, bis man einen straken “Superzaun” erfand, aus Bahnschwellen und Eisen, den die Elefanten nun nicht mehr durchbrechen konnten.

Die Population hat sich bis heute gut erholt und 350 Elefanten streifen durch den Park, nicht unwesentlich für eine starke Vermehrung war Elefantenbulle Harpoo. 24 Jahre, von 1944 bis 1968, war er der Leitbulle einer Herde und Sorgte für viele Nachkommen. Das Problem mit ihm wahr sein Hass auf Menschen. Vermutlich rührte dieser Haß von einer Schussverletzung (am Ohr ist ein Loch) und da ein Elefant niemals vergisst waren für ihn die Menschen alle böse und als Feinde anzusehen. Die Geschichten über ihn sind hier wohl legendär. Er trat aus jeder Auseinandersetzung um seine Position als Leitbulle als Sieger hervor, oft mit dem Tot des anderen Tieres. Als aus seiner Herde eine Elefantenkuh von Parkrangern betäubt wurde (sie war krank und musste untersucht werden) wich er nicht von ihrer Seite und versuchte die umkippende Kuh mit einem anderen Bullen immer wieder auf die Beine zu ziehen. Als dies misslang trampelte er sie tot. Zwei Jahre später forderte der Sohn dieser Elefantenkuh Harpoo heraus, besiegte ihn und übernahm die Herde. Harpoo zog von dannen, kletterte!! über die bisher als elefantensicher geltende Umzäunung aus dem Park und wurde so eine unkontrollierte Gefahr für das Umland. Man erschoss ihn zum Schutz der Bevölkerung.

Jetzt fahren wir schon seit drei Stunden durch den Park, gucken uns die Augen wund und haben noch keinen Elefanten gesehenTrauriges Smiley. Die Ausbeute ist recht mager (zumindest für Jürgen und mich, kennen wir doch anderes von unseren anderen Reisen, doch die Kinder sind zufrieden  Lenja:“Jetzt haben wir aber schon viele Afrikatiere gesehen Mama” “Jaaaa, siiiiiicher,” gähn). Warzenschweine, gut, Warzenschweinfamilien mit Baby, echt niedlich, aber wir sind hier doch im Elefantenpark oder?

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Also weiter die Augen offen halten. Ein Paar Zebras, ein Strauß, und endlich etwas größeres, ein Büffel am Wegesrand.

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Aber immer noch keine Spur von Elefanten. Entgegenkommende Autos hält man schon an um nach Sichtungen zu fragen und das, oh Wunder, auf deutsch. Wir treffen hier so viele Deutsche die hier Urlaub machen, dass man meinen könnte wir seien im Eifelpark unterwegs – die Chance dort auf einen Elefanten zu treffen dürfte eben so groß sein. Wo können die denn nur alle stecken, da alle Leute, die wir heute treffen, das selbe Problem haben. Da, vor uns steht ein Auto, hat der etwas gesehen und beobachtet es gerade. Vielleicht was größeres? Hoffnung keimt auf. Beim näherkommen suchen unsere Augen automatisch die Umgebung ab. Was sieht der da Vorne denn nur. Als wir ihn fast erreicht haben die Auflösung….. ein Riesenmistkäfer geht über die StraßeVerärgertes Smiley. Nicht schon wieder. die sind zwar echt toll anzusehen, da ca. 6-8 cm groß, aber eben nicht so interessant wie eine Elefant, aber hier im Park haben sie Vorfahrt, weil sie den ganzen Elefantendung verarbeiten. Ja, den gibt es hier auch zu Hauf. Überall auf der Straße sieht man Elefantenhinterlassenschaften liegen, aber keine Elefanten. Uns drängt sich der Gedanke auf, dass vielleicht ein Paar Parkangestellte mit Schubkarren hier rumlaufen und die Morgens überall verteilen.

Kurz vor Beendigung der Pirsch, es ist inzwischen gegen 16 Uhr, rettet Adlerauge Lenja den Tag und sichtet den ersten Elefanten.

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Er zieht zwar in weiter Entfernung durchs Grasland, man braucht ein Fernglas um genaueres zu sehen, aber wir sind glücklich. Hätten wir gewusst, was uns am nächsten Tag erwartet, wir wären gähnend weitergezogen….

Mein Geburtstag

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Tja, mein Geburtstag verlief dann ein bisschen anders als geplant. Morgens wurde ich dann von Moni und den Kindern im Bett mit einer Kerze und ein paar Muffins begrüßt und ein kleines Ständchen wurde vorgetragen.

Und dann begann das Unheil. Moni hatte am Tag davor schon Bauchkneifen. Dieses hatte sich am Morgen dann zu einem richtigen Durchfall entwickelt mit hohem Fieber von gut über 39 Grad, knapp 40 (und das bestimmt auch nur, weil sie Fiber-Tabletten genommen hatte). Moni lag total platt im Bett und Pendelte immer zwischen besagtem und der Toilette und dabei noch das hohe Fieber – das war garnicht lustig. Nachdem wir dann unser schlaues, dickes, Medizinbuch zu Rate gezogen hatten konnten wir uns darauf einigen dass es auf Grund der Symptome und der Anbahnung entweder eine Salmonellen- oder Helicobacter-Infektion sein musste. Laut “Kursbuch Gesundheit” (echt sehr zu empfehlen für eine solche Reise, da ausgestattet mit einer Art “Arzt auf dem Papier”, einer Tabelle die einen anhand von Symptomen, möglichen Ursachen,… zu der Diagnose führt), kann man da eigentlich nicht viel tun ausser nichts essen, das Fiber unter Kontrolle halten und den Mineralien- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Da wird einem aber trotzdem schon anders wenn das Fiber mit Tablette immer wieder an der 40-Grad Grenze kratzt und einem zwischen kochend Heiß und Eiskalt alle Temperaturempfindungen quälen, dazu der Bauch schmerzt und man andauernd mit Durchfall auf die Toilette muss. Aber wie Zuhause – man muss Zeit haben, und die hatten wir ja nun genug – zum Glück.

Wir haben dann unsere Übernachtung im Haus um 2 Tage verlängert und Moni geht es heute schon wieder gut. Das Fieber ist weg, sie isst schon wieder geriebenen Apfel, nur der Durchfall ist noch da. Wir werden wohl ab morgen mal Kohletabletten versuchen, wenn alles raus ist, was raus soll. Denn das ist wohl das wichtigste Laut unserem Papierdoktor überhaupt und alles was den Durchfall in der ersten Zeit eindämmt sorgt dafür, dass die Bakterien länger im Körper bleiben und die Erkrankung länger dauert im Endeffekt.

Und nach einem kleinen Einkauf mit den Kindern im Shoppingcenter haben wir jetzt auch Kamillentee, Salzstangen aus Israel, 2L Cola und jede Menge verschiedenes Knäckebrot da es hier den klassischen Zwieback wie bei uns nicht gibt.

In der Zwischenzeit, also den letzten zwei Tagen, habe ich den Dicken dann startbereit beladen und die Technik klar gemacht. Wir haben jetzt Wasser an Bord, alles funktioniert und ist in bester Ordnung. Und auf den kleinen Ausflügen bisher fährt er wie eine 1. Wir sind mal gespannt, wie er sich im Gelände und den berüchtigten Graffel-Roads macht (Wellblechpisten).

Ein erfrischendes Erlebnis an meinem ansonsten nicht so idealen Geburtstag waren die Telefonate und die Skype-Gespräche mit der Familie. Und besonders gefreut habe mich über die Glückwünsche über unser Blog und per EMail – vielen lieben Dank dafür…

Morgen, am 19. werden wir dann wohl hoffentlich aufbrechen können mit dem Dicken in den im vorigen Eintrag beschriebenen Park und endlich mit den Kindern ein paar der so schönen Tiere Afrikas beobachten zu können.

Mal schauen, wann wir wieder Internetzugriff bekommen werden. Das wird ab jetzt sicherlich ein wenig sporadischer werden hoffen aber, etwa einmal in der Woche eine Möglichkeit zu finden.

Südafrika die Regenbogennation–oder wie alles begann

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Südafrika, 3,5 mal so groß wie Deutschland, gilt als Regenbogennation. Zum einen wegen seiner landschaftlichen Vielfalt, vom Meer über Berge, Weinanbaugebiete, Grasland und Wüsten ist alles vertreten, dementsprechend reich ist auch die Tierwelt, doch ebenso vielfältig ist die Bevölkerung. Die größte Gruppe mit fast 80 % sind die Schwarzafrikaner (die sich wiederum in verschiedene Stämme mit verschiedenen Sprachen aufteilen), 9 % sind weiß, etwas darunter liegen die Coloureds (Nachkommen weißer Siedler, asiatischer Sklaven und Afrikanern und die Inder mit 2,5%.

Heute versuche ich mal, einen kleinen Einblick in die Entstehung dieser vielfältigen Bevölkerungsschicht zu geben, wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, daß ich keine Gewehr auf Richtigkeit gebe. Ich handle nach bestem Wissen und Gewissen und gebe lediglich angelesenes Wissen aus Reiseführern wieder, welches auch nicht immer miteinander übereinstimmt. Für evt. Falschaussagen kann ich  nicht Haftbar gemacht werden, falls es doch soweit kommen sollte tauche ich unterSmiley mit herausgestreckter Zunge.

Die ersten Südafrikaner:

Als die eigentlichen Ureinwohner SA könnte man die San und Khoikhoi bezeichnen. Sie sind eng miteinander verwandt, sind klein und schmächtig und von gelblich/hellbrauner Hautfarbe. Die San waren Nomaden, klassische Jäger und Sammler ohne eigenen Besitz. Die Khoikhoi spalteten sich ab und wurden Viehhirten.

Die erste Kolonialmacht – die Holländer kommen:

Um 1650 ging ein Schiff der Niederländisch-Ostindischen Kompanie vor Anker. Am Kap sollte eine Versorgungsstation eingerichtet werden um niederländischen Handelsschiffen auf dem Weg nach Indien ein Zwischenlager zu ermöglichen, damit frische Vorräte aufgenommen werden konnten. Die Khoikhoi wurden schnell verdrängt oder unterworfen und das Kap von Holländern bewirtschaftet, die Nachschub für die anlaufenden Handelsschiffe liefern sollten. 1658 kam die erste “Schiffsladung” Sklaven aus Westafrika an Land – damit wurde die Sklaverei offiziell eingeführt. Das Kap wurde als Versorgungsstation immer beliebter, um die Arbeiten bewältigen zu können wurden immer mehr Sklaven, meist aus Ostasien, importiert. 1711 gab es mehr Sklaven als freie Bürger. Dies führte aber dazu, daß eine verarmte weiße Bevölkerungsschicht entstand, da keine Arbeit mehr übrig blieb. Als Trekburen entzogen sie sich der Kontrolle der Niederländischen Kompanie und versuchten ihr Glück eigenständig im Landesinneren

Die Briten kommen:

1795 besetzten die Briten das Kap und übernahmen die Herrschaft und zogen sich den Unwillen der Afrikaaner (Buren ehem. Holländer) zu. Diese verstanden sich nach all den Jahren als Einheimische. Ein eigenes Nationalgefühl hatte sich gebildet, die holländische Sprache wurde durch Vermischung mit anderen Sprachen zu afrikaans. Abgeschieden vom Rest der Welt führten die Buren ein streng gläubiges Leben in Demut, sahen sich als das von Gott auserwählte Volk und die Sklaverei als von Gott gewollt. Jetzt kamen die weltoffenen modernen Engländer, die 1834 die Sklaverei gänzlich abschafften. Aus Protest verließen 15.000 Afrikaaner das Kap und zogen gen Osten. Dieser Umzug ging als “Der große Treck” in die Geschichte ein. Auf Planwagen, mit Ochsen gezogen machte man sich auf den beschwerlichen Weg über Berge und dürres Land in der Hoffnung, irgendwo das gelobte Land zu finden und sesshaft zu werden. In der Osthälfte des Landes fanden sie auch offenbar unbewohnte fruchtbare Landstriche, doch sie waren direkt im Auge der Mfecane gelandet.

Verbreitung der Schwarzafrikaner – Aufstieg der Zulu

Während im Westen, am Kap, die Treckburen  zur großen Wanderung aufbrachen geschah selbiges im Osten. Die in Ostafrika ansässigen bantu-sprachigen Stämme (die Vorfahren der heutigen Schwarzafrikaner) hatten Zahlenmäßig stark zugenommen, neues Land für Vieh und Ackerbau mußte gesucht werden. Einige siedelten sich in Namibia, Botswana, Zimbabwe an, ein Teil zog weiter in die Osthälfte Südafrikas. Um 1900 wimmelte es dort von Menschen und Vieh und in kriegerischen Auseinandersetzungen versuchten die verschiedenen Stämme ihr Land zu sichern. Ein bekannter Kriegsherr war Shaka, der um 1816 Häuptling der Zulu wurde und neue Kriegstechniken einführte. 1820 waren die Zulu zu vorherrschenden Regionalmacht geworden um die Jahrhundertmitte besaßen sie ein 40000 Mann starkes Berufsheer. Gnadenlos ging er gegen Feinde vor, die Zeit der Mfecane, der Zwangsumsiedlung begann. Viele Stämme wurden vertrieben oder flohen vor dem Schrecken, den Shaka über das südliche Afrika brachte. Diese brach liegenden Flächen fanden nun die Buren vor. Bei ihrer Ausdehnung trafen sie auf verschiedene Bantustämme und es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Doch Mitte des 19. Jhs gelang es ihnen die beiden Buren-Republiken Transvaal (heute Nord-West Provinz, Limpopo und Mpumalanga) und Oranje-Freestaat (heute Freistaat) zu gründen und zu sichern. Die Zulu regierten das Gebiet Kwazulu-Natal.

Gold und Diamanten:

1850 wurde von den Briten die Unabhängigkeit der Burenrepubliken anerkannt, da kein großes Interesse an Südafrika bestand, es wurde eher als unzivilisiertes Anhängsel der britischen Krone gesehen. Dies änderte sich aber schnell, als in um 1860 in Kimberly (ihr erinnert euch, da waren wir vor ein Paar Tagen am “Big Hole”.) Diamanten gefunden wurden. Viele Menschen suchten dort ihr Glück, doch letzt endlich kauften mit und mit zwei Leute alle kleinen Claims auf – Barney Barnato und Cecil Rhodes (Engländer). Rhodes kaufte schließlich Barnato seine Anteile ab, gründete die De Beers Mining Company und kontrollierte nun 90% der weltweiten Diamantenförderung. Mit seinem Geld wollte er dem britischen Reich eine Ausdehnung vom Kap bis Kairo ermöglichen. Er brachte das heutige Zimbabwe und Sambia unter seine Kontrolle das fortan Rhodesien hieß.

Mit den um 1880 gefundenen Goldadern verlief es für die Briten nicht so reibungslos, da sich diese auf Burengebiet befanden. Dies war der britischen Krone ein Dorn im Auge, befürchtete man doch ein Aufstreben der Buren. Um ihre Position zu sichern begannen die Briten unter einen Vorwand einen Krieg mit den Zulu und unterjochten dies 1879. Somit war die gesamte Südafrikanische Küste britisch. Oberhalb der Burenrepubliken sah es ähnlich aus, Zimbabwe, Sambia, Botswana war in britischer Hand – die Buren waren eingekreist.

Der Burenkrieg:

Oktober 1899 begannen die Briten einen Krieg gegen die Buren und rechnete mit einem schnellen Sieg gegen die Zahlenmäßig und militärisch unterlegenen Buren. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest wollte man wieder zu hause sein. Doch die Buren waren zäh, kannten ihr Land und

Da ich krank geworden bin, geht es hier später weiter…

LG – Moni

Der Dicke kommt

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Heute ist der Dicke gekommen und wir hatten ein einmaliges Erlebnis. Louis, unser Agent, hat einen Agenten geschickt, der uns an der Lodge abholen soll Smiley Pünktlich um 10 Uhr morgens begann das “Spektakel” wie verspochen.

Wir wurden abgeholt und mit unserem Mietwagen zum Flughafen begleitet wo wir unseren Wagen dann ohne Probleme zurück gegeben hatten. Von hieraus sind wir dann alle zusammen, mit unserem Agenten Louis, dem Agenten vom Agenten Smiley und uns zusammen zum Hafen. Louis war nicht nur für unser Auto verantwortlich sondern für die gesamte Ladung auf der Morning Calm (unser Schiff) die aus vielen Fahrzeugen bestand wie wir später live erleben konnten. Wir sind dann durch diverse Sicherheitsschleusen gefahren vorbei an vielen Security-Damen die nicht sonderlich freundlich dreinblickten. Louis erklärte aber dass sie sehr genau und streng sein müssen weil was einmal im Hafen drin ist hat unkontrollierten Zugang in die gesamte Welt. Und andersherum auch. Wer den Hafen unkontrolliert verlassen kann als Person oder mit Waren ist in Südafrika…

Daher ist der gesamte Hafen sehr streng bewacht, in beide Richtungen. Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl, falls unser dicker auf dem Rückweg vielleicht ein paar Tage stehen muss. Da kommt so einfach keiner ran, der nicht soll, da auch alle Bereiche unter sich auch noch mal durch Schleusen mit Sicherheitspersonal abgegrenzt sind.

Auf dem Weg zur Anlegestelle von unserem Schiff sind wir dann an einer Art “Wrack” vorbei gekommen. Ein – ich würde sagen – durchaus ansehnlich großes Schiff. Der gesamte Aufbau war Platt und Louis erklärt dass das passiert, wenn einer der Seeriesen sich im Hafen bei Sturm losreißt und an andere “normale” Schiffe kommt. Davon bleibt dann nicht mehr viel über.

Bei unser Anlegestelle angekommen haben wir erst mal gewartet weil wir schon früher da sein wollten um zu erleben wie unser Schiff in den Hafen kommt. .Louis ist dann zwischendurch noch mal weg und meinte dass es noch was  dauern würde. Aber er hätte mal eben mit dem Captain eines der Schlepperschiffe gesprochen, der ihm noch einen Gefallen schulden würde.

Wenn wir wollten, könnten wir unser eigenes Schiff mit dem Dicken drauf in den Hafen schleppen. Naja, was soll ich sagen – wir haben nicht eine Sekunde überlegt und zugeschlagen – wann kann man schon mal auf einem riesigen Schleppschiff einen Ozeanriesen in den Hafen schleppen, auf dem auch noch sein eigenes Auto ist? Das wird wohl das erste und letzte Mal sein, dass wir das machen können.

Nach einer kleinen Diskussion von Louis mit der Security-Dame die uns nicht auf das Schiff lassen wollte, und einem klärenden Wink und Funkgespräch mit dem Captain des Schleppers öffnete die Dame dann mürrisch doch die Drehtür und wir konnten auf unseren Schlepper. War uns schon fast peinlich dass Louis sich mit ihr angelegt hatte, ist ja normalerweise ein absolutes NoNo, aber wir konnten mit.

Die Fotos sind ein bisschen limitiert die wir machen konnten weil Fotos absolut nicht erlaubt sind im Hafen, aber der Captain vom Schlepper sah das ein bisschen lockerer und von Bord konnten wir dann ein paar machen Smiley

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Hier sieht man im Hintergrund einen anderen Seeriesen liegen, an welchem wir auf unserem Weg, raus auf’s Meer im Hafen vorbeifahren.

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Hier ein Blick in den Brücke des Schleppers. Für den Kollegen auf der linken Seite neben dem Captain (man achte auf die Flipflops – da ging es echt locker und lustig zu) muss ich in Deutschland wenn ich im Lotto gewonnen habe einen Golf 4 GTI kaufen und ihm dann als Weihnachtsgeschenk schickten Smiley

Auf dem Weg nach draußen konnten wir dann schon unser Schiff sehen, die Morning Calm welche ein komplett geschlossener Ozeanriese war der speziell auf den Transport von Fahrzeugen und anderen Schiffen (ja, das Ding war so groß, dass auch andere Schiffe dort reinpassten) ausgelegt ist. Das Schiff hat 7 Decks und davon 3 unter der Wasserlinie (je nach Tiefgang).

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Nachdem wir unser Schiff erreicht hatten, musste es mit unserem Schlepper und einem weitren vertraut werden, welche den Riesen in den Hafen schleppten. Denn wie uns erklärt wurde müssen die Schiffe ihren Antrieb ausschalten bzw. auf Minimalantrieb stellen weil sie sonst im Hafen große Wellen erzeugen würden und nicht bremsen könnten, weil so ein Ding mehrere Kilometer braucht um zu bremsen. Daher werden sie mit fremder Kraft in den Hafen gezogen, was in unserem Fall etwa 20 Minuten gedauert hat.

Nachdem wir unser Schiff in den Hafen geschleppt hatten und es fest vertäut wurde, haben wir noch einen anderen Auftrag bekommen und mussten ein Schiff aus dem Hafen schleppen. Allerdings kein Schiff für Fahrzeuge sondern ein Containerschiff. Beide Schiffe waren gigantisch im Vergleich zu unserem und man kam sich vor wie eine Ameise, die mal eben von einem Schuh zerquetscht werden kann. Ich hoffe, das kommt auf den Videos ein bisschen rüber.

Auf dem Rückweg als wir wieder in den Hafen gebracht wurden, weil ein weiterer Auftrag reinkam, konnten wir noch eine Zeit lang beobachten, wie die Rampe über die die Fahrzeuge ausfahren, heruntergefahren wurde. Die Rampe klappt sich doppelt aus und fährt gleichzeitig nach oben auf die richtige Höhe der Hafenmauer, so dass die Fahrzeuge gerade herausfahren können.

Als die Rampe dann unten war gingen die “DRIVER” an Bord, welche die Fahrzeuge von Bord brachten:

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In unserem Fall waren es 350 Fahrzeuge die in ca. 30 Minuten von dem Schiff entladen wurden. Hierzu gehörten schwere Baumaschinen, ein Sportschiff, Traktoren, nagelneue Minis, Range Rover und Rover Evogue. Zuletzt kam dann unser Dicker.

Wir konnten leider beim Entladen keine Fotos machen weil wir direkt neben der Rampe Standen und hier Security und Zoll sehr gut vertreten waren. Wir waren ja froh, dass wir überhaupt aus 5m Entfernung zuschauen durften wie alles entladen wurde. Unter die Kettenbagger wurden schwere Taue gelegt so dass diese auf der Stahlrampe fahren konnten.

Empfang des Dicken

Als alles entladen war und Louis seinen Job fertig gemacht hatte, kam der Zoll zu uns und es ging an den Papierkram für die Übernahme (Louis Mutter arbeitet übrigens auch im Hafen und koordinierte die Entladung).

Die beiden Herren vom Zoll waren sehr freundlich aber auch sehr bestimmt. Die Kontrolle war wohl ein bisschen “genauer”, weil der Ober-Zollmeister einen jungen Adjutanten dabei hatte der lernen sollte, wie es geht, wenn ein Auto importiert wird.

Beide haben sich den Landy angeschaut und auch in dem Motorraum geguckt. Wir mussten dann noch die Kabine öffnen und der Zoll-Meister hat dann noch mal den ein oder anderen Schrank geöffnet aber ehr sehr grob geschaut und nichts nachgefragt. In die Sitzkästen, das Bodenstaufach,… hat er gar nicht reingeschaut. Es ging wohl ehr darum eine Lehrstunde für den Jungen Kollegen zu liefern. Insgesamt war alles nach 5-10 Minuten gegessen und wir haben dann mit den Zollkollegen noch ein bisschen erzählt, was wir so machen wollen und der Ober-Zollmeister hat dann noch gefragt, ob wir unser Auto nicht mal vermieten wollen, es würde ihm so gut gefallen. Dann könnte er auch mal einen komfortablen Offroad-Urlaub machen. Das Carnet war in 30 Sekunden erledigt und der Wagen war nun offiziell in unseren Händen und in SA importiert.

Nachdem dann das erledigt war sind wir mit Louis ins Hafengebäude seiner Agentur und haben unseren Obolus für die Einschiffung von knapp 8800 Rand in Bar entrichtet. Wir haben dann noch die notwendigen Hafen-Papiere bekommen und er hat uns noch zum Tor begleitet und angeboten dabei zu helfen, noch notwendige Besorgungen zu machen. Da wir uns aber mittlerweile gut in Port Elizabeth auskannten, haben wir dieses Hilfsangebot nicht angenommen und uns verabschiedet. Er hat dann noch angeboten dass wir ihn jederzeit anrufen können, wenn wir Hilfe brauchen und ich glaube fest, dass er uns dann auch hilft. Diese Hilfsangebote hier in SA sind echt immer der Hammer…

Als wir dann im Shoppingcenter angehalten haben um noch ein paar Besorgungen zu machen kam direkt ein älterer Herr auf uns zu und meinte, was denn das für ein Land Rover sei. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und er hat uns ein paar gute Tipps gegeben (er selber fährt einen 90er mit einer 2.8 Liter BMW Benzin Maschine, die nur 2 Jahre gebaut wurde). Beruflich vermietet er Apartments, die ihm gehören, an Studenten und Lehrreisende. Als wir uns dann nach 15 Minuten Gespräch verabschiedet hatten und er in seinem Auto saß kam er noch mal und fragte wo wir denn diese Nacht schlafen würde. Er könnte uns anbieten uns kostenlos auf sein Grundstück zu stellen um dort zu übernachten – so was wir man bei uns wohl nie erleben. Wir hatten ja aber schon eine Übernachtungsmöglichkeit in der Pine Lodge, wo wir unsere ganzen Sachen erst mal in den Dicken laden mussten.

Nachdem ich dann im Baumarkt noch einen Adapter für die SA Gasflaschen (Builders Warehouse in Walmer auf dem Walmer Boulevard) besorgt hatte, war der Tag dann auch schon fast vorbei und wir haben noch ein paar Dinge in die Kabine gepackt und einiges umgeladen was wir für die Reise anderweitig im Dicken verstaut hatten.

Damit war der Dicke und vollgetankt, mit Gas beladen und frisch eingeschifft vor unserer Haustür, nach einem sehr erlebnisreichen Tag.

Kleine Erkundungstour um die Pine Lodge

3 Kommentare

Heute nicht viel Text, sondern ein paar mehr Bilder, da wir einen wunderschönen Ort gefunden haben, den wir morgen noch mal besuchen werden.

Irgendwie haben wir das Zeitgefühl verloren. Wir fragen uns immer öfter welcher Tag es ist und haben auch kein richtiges Gefühl mehr für die Uhrzeit. Moni und ich haben noch nie Uhren getragen und konnten eigentlich immer ganz gut einschätzen, wie spät es ist. Aber im Moment müssen wir immer schauen welche Zeit wir haben, da wir mittlerweile das Gefühl dafür ganz verloren haben. Irgendwie ein schönes Gefühl.

Nachdem wir heute Vormittag im Walmer Park Shopping Center in Port Elizabeth in einem Buchladen 2 Bücher gekauft haben, einen Camping-Führer und einen Führer mit Offroad-Strecken in SA, Namibia, Botswana, Angola,… (es war gar nicht so einfach einen Buchladen zu finden, die haben hier echt Seltenheitswert, und in DE ist kein gescheiter Führer für Camping in SA zu finden gewesen), haben wir ein bisschen unsere Umgebung um unser Interims Zuhause erkundet. Direkt angrenzend ist ein Naturreservat in welchem es auch Pinguine gibt, die wir aber noch nicht besucht haben.

Das Permit bekommt man bei uns direkt in der Lodge um mit dem Auto einzufahren. Am Ende eine Straße (die hört da dann auch ganz auf), ist der Leuchtturm von Port Elizabeth der einem eine wunderschöne Kulisse bietet in Richtung See.

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Direkt am Leuchtturm haben wir geparkt, wo die Straße aufhört. Dann ein paar hundert Meter und eine Kolonie Einsiedlerkrebse von nicht weniger als 50 Stück (mit denen die Kindern ihre Freude hatten – die Krebse wohl ehr nicht so sehr Smiley)

hat Lenja dann eine riesige Qualle gefunden, die ihren Dienst in der See allerdings schon eingestellt hatte.

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Mal locker 50 cm im Durchmesser dürfte diese sicherlich zu den größeren Exemplaren gehören. Das Wasser selber hatte Badewannentemperatur dadurch dass der Strand ganz seicht ins Meer ging konnten wir den größten Teil des Weges im Wasser zurücklegen. Eine halbe Stunde Fußweg vom Leuchtturm entfernt (mit diversen Zwischenstopps weil mal wieder irgend etwas interessantes gefunden wurde wie z.B. ein riesiger Dino-Knochen, der dann die nächste Stunde auch ganz konsequent mitgenommen wurde, dann aber nicht mehr mit ins Auto konnte, weil der schon mit den 250kg (zumindest gefühlte) gesammelten wunderschönen perlmuttglänzenden Muscheln von Esstellergröße bis Babymuschel total überladen war)

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sind wir dann auf eine Art kleines Felsenriff gestoßen welches eine Art Insel darstellte. Das Ganze war landschaftlich ein Traum und kein einziger Mensch im Umkreis von ein paar Kilometern. Die untergehende Sonne tauchte die Umgebung in ein wunderschönes Licht wie wir es auf unseren Breitengraden gar nicht kennen. Hier im Hintergrund das kleine Inselriff, auf dem wir uns eigentlich die meiste Zeit aufgehalten haben und die Kinder wunderschön spielen konnten.

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Auch auf dem kleinen Inselriff konnten die Kinder, umschlossen von Wasser, wieder eine ganze Zeit gedankenverloren spielen, suchen und Bauen. Im Hintergrund sieht man hier die Dünen und das seichte badewannenwarme Wasser durch das man gehen konnte um dann auf diese kleine Insel zu kommen. Und immer wenn das Wasser mit den Wellen kam und ging spielte sich in diesem seichten Wasser ein kleines Drama mit den eben schon erwähnten Einsiedlerkrebsen ab. Denn wenn das Wasser niedrig war krabbelten diese lustig mit ihren oft viel zu großen geklauten Schneckenhäuschen durch die Gegend und wenn das Wasser dann wieder kam klammerten sie sie fest an den Boden fingen aber irgendwann von der Strömung weggerissen wild an durch die Gegend zu kullern – die kleinen süßen Kerlchen. Und wenn man dann einen in die Hand nahm war erstmals nichts mehr zu sehen und irgendwann kamen dann die Beinchen und Augen raus und haben erstaunt geschaut, warum man denn wohl nun in der Luft hängt Smiley

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Nach diesem kleinen Erlebnis haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht und mal beim Addo Elephant National Park nachgefragt, ob da am Wochenende noch was frei ist. Der Nationalpark liegt ca. 60km nördlich von Port Elizabeth und beheimatet die Big Five (plus wenn Saison ist Wale und den Weißen Hai – deswegen sagt man auch die Big Seven). Hier wollen wir unsere ersten beiden Nächte zubringen von Sonntag auf Dienstag, wenn der Dicke denn da ist. Denn so schnell werden wir in keinen weiteren Nationalpark kommen in welchem man eventuell die Chance hat, die größten und schönsten Tiere Afrikas zu sehen. Und da Lenja und Silas eigentlich jeden Tag nach “Afrika-Tieren” fragen haben wir uns entschlossen, noch mal diesen kleinen Abstecher in die “falsche Richtung” zu machen.

Wir sind mal gespannt, ob wir hier noch einen Platz bekommen, sind aber ganz guter Dinge, da keine Hauptsaison ist.

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