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Kleine Pause

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So, nach nunmehr 9 Tagen Pause in der Mahangu Safari Lodge (einer mehr als geplant weil ich der Depp mir den Magen verdorben hatte), fahren wir morgen nach Botswana und übermorgen weiter nach Simbabwe. Da wir in beiden Ländern kein mobiles Internet haben werden ist es nicht klar, wann wir unseren nächsten Blogeintrag schreiben werden können. wir wollen in beiden Ländern voraussichtlich gut 3 Wochen in Summe bleiben, was ein bisschen davon abhängt, welche Grenzübergänge wir nutzen können. Daher wird es jetzt sicherlich ein bisschen stiller um uns werden, aber nicht weil wir nichts mehr schreiben wollen, sondern einfach nicht mehr können.

Dann mal bis später sagt die Familie Döll aus Afrika…

Hallo Etosha – tschö Thomas

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Nun war es so weit. Das Ende unserer gemeinsamen Strecke kam immer näher und wir wussten, dass wir im Etosha unsere letzten gemeinsamen Tage verbringen sollten. Vor dem Etosha sind wir wieder auf einem der Gondwana Campingplätze gewesen die eine angeschlossene Lodge und ein Restaurant haben. Da Gondwana immer einen super Service hat, das Essen hervorragend ist und die Preise sehr moderat, haben wir dieses natürlich noch mal gemeinsam ausgekostet. Thomas hat uns hierzu eingeladen und wir haben das Essen, den guten Wein und die Cocktails in vollen Zügen genossen – danke Bruder Smiley

Hiernach sind wir dann weiter in den Etosha für den wir eigentlich 4 Übernachtungen vorgesehen hatten. Ich hats ja schon im vorletzten Beitrag geschrieben – es gab dann ein paar Erlebnisse der 3. Art Zwinkerndes Smiley

Etosha Personal und Infrastruktur – beides ein Graus

Am Eingangsgate wurden wir schon von einer total mürrischen und unfreundlichen Beamtin oder Angestellten vom NWR “begrüßt”. Wir hatten den Eindruck, dass offensichtlich gerade ein Wettbewerb in Unfreundlichkeit und mürrisch gucken veranstaltet wurde da die beiden Damen sich gegenseitig versuchten zu überbieten, den Touristen bloß nicht freundlich gegenüber zu treten. Naja, nachdem wir unser Permit abgeholt hatten sind wir dann schnurstracks zum Office im ersten Camp gefahren, um unser Permit zu bezahlen, da man dieses nicht am Eingang kann, hier kann man es nur abholen.

Als wir dann am Office ankamen haben wir uns brav in die Schlange gestellt um unser Permit für 4 Tage zu bezahlen. Da wir keine Reservierung für einen Campingplatz hatten, musste dieses als erstes geklärt werden. Da da Hauptcamp voll war haben wir nach Halali, das Camp in der Mitte gefragt. Die Dame bei dem man das Permit bezahlen konnte hatte aber scheinbar nix mit dem Camping zu tun. Sie blickte und böse an, tippte eine Nummer ins Telefon, gab uns den Hörer in die Hand und meinte schippisch – hier, klär das selber!

Ok, das saß. Service und Freundlichkeit Fehlanzeige. Sie lehnte sich dann in ihrem Stuhl zurück, verschränkte die Arme und schaute dabei zu, wie ich das mit dem Camping klärte. Nachdem ich ihr dann gesagt hatte, dass es klar geht und wir 4 Tage im Etosha unterkommen würden haben wir auch das Permit für 4 Tage bekommen und konnten bezahlen. Ok, bezahlt, und in die nächste Schlange. Diese galt dann für die Übernachtungen. Da wir aber die ersten 2 Nächte in Halali verbringen wollten, die 3. im Hauptcamp und dann wieder eine in Halali hatte ich gehofft, alles zusammen direkt hier im Hauptcamp buchen und bezahlen zu können. Neiiiiiin, weit gefehlt. Buchen geht nur dann wenn man im jeweiligen Camp ist und bezahlen schon garnicht, nur am 1. Übernachtungstag. Nach einer Diskussion mit der “netten” Dame vom Camping ließ diese sich dann darauf ein wenigsten die eine Nacht im Hauptcamp vorzubuchen. Hierzu musste ich dann ein Formular ausfüllen, was auf einem Stapel landete…

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Zum Thema vorbuchen – wir wollten eigentlich die gesamten Übernachtungen im Etosha vorgebucht haben. Das kann man über “Internet” machen – hochmodern. Man schreibt eine Email an eine zentrale Buchungsstelle… Wir haben nach 2,5 Woche eine Antwort bekommen und sollten dann innerhalb von 24!!! Stunden!!! ein Formular ausfüllen, auf Papier!!!!, mit unseren Kreditkartendaten und dieses an eine bestimmte Telefonnummer faxen!!!

Ok, das nenne ich mal einen durchdesignten kundenorientierten Prozess mit guten Reaktionszeiten ohne Medienbrüche orientiert an der Technologie des 21. Jahrhunderts. Ich denke zu Zeiten von Kolumbus waren die schon weiter.

Das kann man natürlich knicken wenn man bereits als Urlauber in Namibia unterwegs ist. Wie will man denn bitteschön das Formular ausdrucken und dann auch noch zufaxen. Und offensichtlich gehen die davon aus, dass man permanent EMail-Zugriff hat und jeden Tag kontrolliert, ob von denen denn endlich mal was kommt. Echt ein schlechter Witz, eigentlich schon unverschämt.

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Und wir haben alles gedacht, das gibts doch garnicht. Die beiden Damen einmal für das Permit und den Campingplatz haben es doch tatsächlich geschafft bei der ganzen Prozedur nicht einmal zu lächeln und einem permanent das Gefühl vermittelt, mein sei der letzte Ars… und Bittsteller.

Ok, in Halali angekommen, Camp bezahlt (man muss mal nicht meinen, dass man auch die 4. Nacht die wir hier verbringen wollten hätte schon bezahlen können), haben wir uns dann auf zum Platz gemacht. Der eigentliche Platz war schön angelegt und sehr sauber, das muss man schon sagen. Aber das was da war, war total verkommen.

Als wir vor 8 Jahren auf dem gleichen Platz waren bestand die Infrastruktur noch aus dunklen Löchern in denen Toiletten und Duschen installiert waren. Offensichtlich hat danach eine Renovierung stattgefunden da man ganz deutlich sehen konnte, dass es mal sehr schön, hell und neu war. Nur was scheinbar nach der Renovierung passiert ist, konnten wir uns nicht erklären. Offensichtlich wurde sich um garnichts gekümmert. Immer wenn etwas kaputt ging, wurde es kaputt gelassen. Abgefallene Fliesen, Risse, defekte Wasserhähne und Duschen wurden einfach kaputt gelassen. Seit der Renovierung ist kein Pfenning mehr in das Camp investiert wurden. Ein klassisches Beispiel für verfallende Infrastruktur – echt schade, es hätte noch sehr schön sein können. Aber offensichtlich haben die Staatsangestellten keinerlei Interesse daran, die mit Steuergeldern und Touristengeldern bezahlte Infrastruktur intakt zu halten. Eine echte Schande und fast schon Frechheit wenn man bedenkt dass Etosha einer der teuersten und schlechtesten Campingplätze überhaupt war, den wir besucht haben. Der vorherige Besuch der Gondwana Lodge war wesentlich günstiger, das Camp um Klassen besser in Schuß und der Freundlichkeitsfaktor auf der Skala von 1-10 (Etosha 1) bei Gondwana 10. Und dabei ist Gondwana nur ein Beispiel von vielen und Etosha der Negativ-Champ mit weitem Abstand zu allen anderen Plätzen die wir besucht haben (und das waren viele in bisher 3,5 Monaten).

Nun noch ein kleines Beispiel nachher im Hauptcamp. Thomas und ich wollten nun unsere 3. Nacht im Hauptcamp bezahlen. Dazu stellten wir uns wieder in eine Schlange (Abarbeitungsgeschwindigkeit ca. 15 Minuten/Fall (die hinter uns waren sich auch schon über die atemberaubende Geschwindigkeit lustig am machen). Nachdem wir dran waren und wir ja nun zum Glück eine Reservierung hatten dachten wir es würde schnell gehen… denkste. Die Dame stand zwischendurch diverse male auf, machte irgend was, kam wieder, tippte wieder was im Camputer,… Als es dann ans bezahlen ging und sie fragte wie ich zahlen wollte sagte ich Kreditkarte. Ich holte sie aus der Tasche und lege sie auf ihr Mousepad mit einer Ecke überstehend, so dass sie sich diese leicht nehmen konnte. Auf einem glatten Tisch hebt eine Kreditkarte schwer auf und ich wollte ihr einen Gefallen tun. Daraufhin blickte sie mich böse an und sagte “Take your card”. Ok, was wollte sie jetzt von mir. 3 Sekunden später sagte sie wieder, diesmal noch unfreundlicher “Take your card”. Hä – was will die – sie hat mich doch gefragt womit ich bezahlen will und ich sagte Kreditkarte und habe ihr die hingelegt. Daraufhin sagte sie mit Teufelsblick und in einem Ton der einem die Nackenhaare zu Berge stehen lässt – “Take your card here away”. Total baff habe ich dann die Karte genommen und verstand 2 Sekunden später was ich machen sollte. Sie wollte offensichtlich nicht, dass irgendwas auf ihrem Mousepad liegt… Aber anstatt die Karte selber zu nehmen hat sie mich lieber “zusammengeschissen”. Bloß nicht selber bewegen, nett sein oder sich einfach nur benehmen. Thomas und ich sind aus den Socken gekippt und die Leute hinter uns in der Schlange wiesen schon Angstzustände auf, weil sie ja auch bald “dran” sein würden.

Die eigentlich geplante 4. Übernachtung im Etosha haben wir uns dann geschenkt und haben lieber außerhalb geschlafen – auf diesen bürokratischen Saftladen hatten wir keinen Bock mehr – echter Sauhaufen. Wenn ihr es irgendwie einrichten könnt würden wir allen wärmstens empfehlen die Übernachtungen im Etosha so gering wie möglich zu halten – teuer, unfreundlich, schlechte Infrastruktur – absolut nicht zu empfehlen. Kein Wunder, dass es so viele Campingplätze und Lodges um den Etosha drumherum gibt – jetzt wissen wir warum und werden beim nächsten Besuch ganz bestimmt nicht mehr mit der Übernachtung im Etosha planen.

Ok, genug aufgeregt – so “schlecht” die Erfahrungen mit den Menschen im Etosha waren, so “gut waren sie mit den Tieren.

Etosha Tierwelt

Tiermäßig war Etosha ein total schönes Erlebnis, wenn auch 3 Tage gereicht hätten – für uns! Wir mögen alle gerne Tiere von waren vom Etosha sehr beeindruckt mit den vielen schönen Sichtungen und Erlebnissen die wir hatten. Aber um ehrlich zu sein – 3 anstatt 4 Tagen hätte uns allen auch gereicht. Das lag vielleicht auch ein bisschen daran, weil man natürlich mit 3 und 5 Jährigen Kindern nach einem 7-Stunden Gamewatch schon ziemlich kaputt ist. Aber wir haben festgestellt, dass neben der Tierwelt auch die Landschaft und die vielen verschiedenen Menschen von Namibia, zumindest für uns auch, wenn nicht sogar noch mehr, beeindruckend ist.

Trotz der negativen Erfahrungen mit dem Personal und der Infrastruktur haben wir den Etosha genossen – die Tiere haben es wieder gut gemacht Zwinkerndes Smiley

Da ich hier nicht jedes Tier erklären will wann, wie und wo wir es gesehen haben, fällt der nun folgende Abschnitt textuelle etwas kürzer aus, dafür aber umso mehr Bilder. Aber auch hier hatten wir einige Highlights, die ich ein wenig kommentieren werde.

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Unter einem Baum versteckt haben wir dann einen Geparden entdeckt, der sich etwa 40-50m von uns entfernt der prallenden Sonne entzogen hatte. Wir haben diesen dann für eine ganze Weile beobachtet, wie es sich dann immer mal wieder hingesetzt hat, wieder rumgelümmelt hat, und ein paar Schritte hin und hergelaufen ist. Da es noch sehr heiß war, war nicht damit zu rechnen, dass es sich jetzt bald auf die Socken machen würde, um sich einen kleinen Snack zu besorgen..

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Generell müssen wir sagen, dass wir unheimlich viele Tiere gesehen haben, teilweise stark konzentriert an den Wasserlöchern was sicherlich damit zusammen hängt, dass aktuell eine große Trockenheit in Namibia herrscht wie wir ja schon mehrfach berichtet hatten.

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An einem der Wasserlöcher angekommen haben wir auch mal wieder viele Tiere entdeckt, die man so typischerweise sieht. Zebras, Oryx, Gnus,… Uns kamen schon einige Autos entgegen und wir dachten uns, “naja, halt die Tiere die man annähernd überall sieht”. Mit uns kamen auch noch einige andere Wagen die aber dann direkt wieder gefahren sind. Allerdings kam uns das Verhalten der Tiere etwas komisch vor. Denn alle standen nicht direkt am Wasserloch sondern leicht oberhalb und guckten in eine Richtung. Da Moni und ich ein ähnliches Verhalten schon mal erlebt hatten in einem anderen Park, und das war, als ein Löwe in der Nähe war, haben wir uns mit dem Fernglas auch die Suche nach einem “Predator” gemacht. Nach gut 10-Minütiger Suche haben wir einen brauchen “Fleck” entdeckt, der unter einem Baum lag. Und tatsächlich – bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass dieses ein ganzes Rudel von Löwen, incl. Jungen war. Da hat sich unsere Geduld wohl ausgezahlt. Das Rudel haben wir dann noch gute 45 Minuten beobachtet und immer mal wieder bewegten sich die Herren und Damen Löwen von einem zum anderen Baume Smiley

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An einem weiteren Wasserloch hatten wir dann mal wieder ein Ohren-Erlebnis besonderer Art Smiley In der Ferne sahen wir wieder einen großen Grauen auf uns zukommen, der erst an uns vorbeizulaufen schien, dann aber genau vor uns Stopp machte, wieder musterte und seine Richtung änderte genau auf uns zu marschierte… und dann zum Wasserloch weiterzog. Wir hatten mal wieder alles das Herz in der Hose und waren Heilfroh, dass er weg war. Zwar war er diesmal nicht mit dem Rüssel an der Stoßstange, dafür aber um einiges größer als der im Addo-Park und auch 5m sind nicht wirklich weit weg…

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Und ach ja – danke Thomas für das Foto von hinten auf dem man relativ gut erkennen kann, wie große der “kleine” denn war. Er hat die Kabine um gut 10-20cm überragt, als er vor uns stand.

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Hiervon haben wir diesmal ein kleines Video gedreht Zwinkerndes Smiley

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Am selben Wasserloch zur selben Zeit waren sich dann 2 Oryx am kebbeln. Das war ein klasse Schauspiel, wie sie mit ihren riesigen Nagelspitzen Hörnern gegenseitig aufeinander eingedroschen haben und die Köpfe aneinander rieben mit immer wieder kurzen Verschnaufpausen dazwischen.

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Auch hiervon haben wir ein kleines Video gemacht. Es war einfach zu schön, sich dieses anzuschauen…

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Und ach ja, trinkende Giraffen sind echt klasse, hier eine Mutter mit Kind…

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Und da nicht nur tagsüber im Etosha etwas los ist, sondern auch in der Nacht haben wir die Möglichkeit genutzt und uns abends an die beleuchteten Wasserlöcher gesetzt. Die Fotos sind natürlich nicht so dolle geworden auf Grund der Lichtverhältnisse, aber man kann sicherlich erkennen, welche Tiere das sind Smiley

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Ach ja, die beiden Bilder habe ich bei Thomas geklaut der sie mit seiner lichtstarken Kamera geschossen hat…

Und auch ein paar besonders interessante und lustige Begebenheiten gab es immer wieder. Nicht selten wurde uns die Straße versperrt. Nicht selten hatten wir einen lebenden Zebrastreifen vor uns, den es bei uns nur in der flachen aufgemalten Variante gibt. Für Lenja war das Verkehrsunterricht am lebenden Objekt – wenn ein Zebrastreifen kommt muss man als Autofahrer immer schön anhalten und warten, bis die Zebra(s)-Streifen über die Straße gegangen sind.

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Manche hatten es dann echt eilig und sind ehr geflogen, als anmutig geschritten… (danke Thomas, für dieses colle Bild Smiley)

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Naja, langsam geht es auch…

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Das dauert dann mal 5 Minuten, und von einem Durchbruchversuch oder drumherum ist besser abzuraten. Das würde wohl im Totalschaden enden, und nicht beim großen Grauen…

Ach ja, grazile Straßenüberquerungen gab es auch ein paar.

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Auch das kann dauern, aber nicht so lange, wie bei den Jungs mit den großen Ohren Zwinkerndes Smiley

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So, und nachdem wir dann 4 Tage Etosha, viele schöne Momente und viele beeindruckende Tiere erlebt hatten, sind wir wieder auf den Campingplatz von Gondwana und haben dort unseren letzten gemeinsamen Abend verbracht mit einem ausgiebigen Frühstück der besonderen Art am nächsten Morgen. Jetzt ist der Thomi nicht mehr da und wir sind alle ein bisschen traurig darüber, weil das Reisen mit einem “Gast” doch ganz schön viel Spaß gemacht hat. Silli hat sogar abends noch geweint und als wir ihn fragten warum meinte nur “ich bin traurig weil Thomi nicht mehr da ist”… einfach süß der Kleine.

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Als Thomas dann weg war musste für uns der “Alltag” weitergehen, da wir in den letzten 3 Wochen doch ein ganz schönes Reisetempo an den Tag gelegt hatten. Dadurch haben wir andere, alltäglich Dinge etwas in den Hintergrund gerückt die wir dann nachgeholt haben. So sieht dann “Der Weiße Riese” Waschtag auf einem Campingplatz in Afrika aus Smiley

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Und nicht nur die Eltern mussten waschen, auch Lenja hatte ihre Ausaufgaben zu machen und die Puppenkleider einmal alle durchzuwaschen, da ganz schön zugestaubt von den letzten Wochen. Zur Entspannung haben wir dann für die Kinder zwischendurch noch ein Elefantenreiten organisiert – war garnicht so einfach, ein gezähmtes Tierchen zu finden…

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Und da wir nun alle die Nase voll haben vom ganzen Staub (der Dicke sieht aus wie Sau) sind wir in den Kaprivi weitergefahren. Hier kannten wir noch von unserem letzten Urlaub eine wunderschöne Lodge, auf der wir uns aktuell befinden, die Mahangu Safari Lodge. Hier stehen wir direkt am Okavango, dem Grenzfluss zwischen Namibia und Angola. Und neben dem Fluss, einem wunderschönen Stellplatz mit Traumsonnenaufgangsgarantie, gibt es hier noch so ein paar Besonderheiten die wir auf einer Flussfahrt erkundet haben. Das ist der Ausblick von unserem Platz über den Fluss…

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Und hier sieht man, wie wir stehen.

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In der Nacht, Morgens und Abends hört man und sieht man die Flusspferde und Elefanten. Ein absolut beeindruckendes Schauspiel und sowas von beruhigend für die Seele, dass man es garnicht glauben kann. Einer unserer landschaftlich und von der Geräuschkulisse her schönsten, wenn nicht sogar der schönste Stellplatz. Und ein permanentes Folgegezwitscher der schönsten Art streichelt die Seele Smiley

Und da wir den Kindern versprochen hatten uns die Tierchen auch alle mal aus der Nähe anzusehen, haben wir die besagte Flussfahrt in den frühen Abendstunden gemeinsam gemacht. Dabei hatten wir als Familie ein Boot für uns alleine und konnten und mit unserem Guide zusammen so viel Zeit nehmen wie wir wollten.

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Oben zu sehen ein Kingfisher und ein Seeadler. Der Kingfisher ist ca. 10cm groß und der Adler mit gut einem halben Meter Körperhöhe einiges größer.

Es gab aber nicht nur Flattertierchen…

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Suchbild – wo sind hier auf den beiden Bildern die Tiere versteckt?

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Die Kinder waren begeistert, und Moni und ich auch. Und es gibt auch Menschen, für die ist dieser Fluss wichtiger Bestandteil ihres täglichen Lebens. Neben Fischfang wird hier die Wäsche gewaschen oder auch schon mal gebadet.

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So, nun ist Zeit einmal wieder Ende zu machen und wir werden hier noch ein Paar Tage Auszeit nehmen um uns zu entspannen und die Ruhe und besondere Atmosphäre des Flusses zu genießen. Hier bleiben wir mindestens noch bis Samstag, 15.05. und werden dann weiter im Kaprivi Richtung Botswana fahren, bleiben aber noch ein paar Tage in Namibia. Dann gehts ab in die Botswanischen Nationalparks in welchen es keine Zäune gibt und man mit den Tieren gemeinsam die Nacht verbringt. Darauf freuen wir uns auch schon sehr… Na dann mal bis zum nächsten Blogeintrag und Thomas – wir vermissen Dich. Ach ja, gibts schon Ziegen auf der Terrasse Zwinkerndes Smiley

Der Besuch bei den Himba

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Wie versprochen die kleine Fortsetzung vom letzten Beitrag….

Ich hatte ja schon im letzten Beitrag erwähnt, dass wir noch mal ein bisschen über die Himba erzählen, die wir besucht haben auf unserem Weg zum Etosha.

Dazu muss ich sagen, dass alles was wir hier schreiben so wiedergegeben ist, wie wir es verstanden haben und wie es uns erklärt wurde. Da wir sehr viel erklärt bekommen haben, führen wir hier nicht alles auf, sondern nur einen Ausschnitt dessen und hoffen, es entsprechend richtig darzustellen.

Als wir dort angekommen sind, ein wenig von der Hauptstraße abgelegen auf einem Farmgelände wurden wir nach einer kurzen Nachfrage ja direkt von unserem Guide und Übersetzer herzlich begrüßt. Beim Porkupinecamp hatten wir uns erkundigt was denn so ein Besuch normalerweise kosten würde und man hat uns gesagt, dass es 250N$ pro Person wäre. Da es offensichtlich keinen festen Preis dafür gab hat uns unser Guide erst mal gefragt, was man uns denn gesagt hätte und als wir erwähnten dass es 250N$ wären hat er sich total gefreut. Zum Vergleich – an einer Lodge an der wir vorher mal waren kostete eine Himba-Führung 1200N$ und da wir schon von einigen gehört haben dass nur ein sehr geringer Bruchteil, etwa 100N$ davon an die eigentlichen “Besuchten” gehen hatten wir uns dazu entschieden es eben auf eigene Faust zu organisieren. Naja, das gesparte haben wir dann fast komplett in Schmuck investieret, den wir bei den Himba gekauft haben und haben noch eine Erinnerung mehr, die wir immer bei uns haben können Smiley Also billiger war es dann auch nicht wirklich, aber wenigstens war das Geld aus unserer Sicht sinnvoller eingesetzt.

Der Platz auf dem wir dann unser Auto abgestellt hatten beheimatete auch direkt die 2-Zimmer Schule, in welcher vormittags die Kinder und Nachmittags Erwachsene welche Interesse an der Schule hatten, von einem Lehrer, der selber Himba ist und in der Community lebt, unterrichtet wurden. Sie waren gerade dabei für den ca. 4*4m großen Klassenraum für Stühle und Tische zu sparen, da aktuell noch sitzend auf dem Boden unterrichtet wurde, weil das Geld für die Ausstattung seit ein paar Jahren fehlt. Als wir dann später gefahren sind haben wir noch einige Schreib- und Malutensilien dagelassen und noch ein paar andere Dinge, die wir vorher in Deutschland schon extra für solche Zwecke gekauft hatten.

Unser erster Besuch im Dorf war eine Himba, ca. 35 Jahre alt, die sich gerade um eines ihrer Kinder kümmerte und deren Mann auch in die Schule ging. Sie war gerade dabei etwas zu “bauen”, von dem wir nicht genau verstanden hatten was es war, aber auf jeden Fall war es für die Hühner. Ihr Mann sagte dann, dass er nun gerne in die Schule gehen würde aus dem aber nichts wurde, denn sie brauchte seine Hilfe bei genau dieser Sache. Und erst wenn dieses erledigt sei, könne er in die Schule gehen. Also hatte er da zu bleiben und seiner Frau zur Hand zu gehen. Für den Ein oder Anderen klingt das vielleicht komisch, wenn man unsere Sichtweise zu Grunde legt. Aber wie wir später verfahren haben, ist es aus der Sichtweise der Himba ganz klar, wie die Prioritäten zu setzen sind, wie wir nebenbei in einem Gespräch mit unserem Guide erfahren haben.

Es ist so, dass ab einem bestimmten Alter, so zwischen 7 und 10 Jahren die Eltern die Entscheidung für ihre Kinder treffen, welche “Laufbahn” sie einschlagen. Wenn ein Kind nicht dazu geeignet ist das traditionelle Leben zu führen und die wichtigen und harten Aufgaben des täglichen Alltags auszuführen, dann wird das Kind auf die Schule geschickt. Also ist die Schule aus Sicht der Himba, so wie wir es verstanden haben, praktisch der “Notnagel”, wenn aus dem Nachwuchs nichts Gescheites aus Traditioneller Sicht werden kann. Und hier hatte es vor vielen Jahren auch unseren Guide erwischt. Er wurde wie er uns sehr offen erzählt hat, von seinen Eltern nicht für gut genug befunden das traditionelle Leben zu führen und die Traditionen weiterzugeben und damit konnte er dann zur Schule gehen. Nun verstanden wir auch warum der Himba am Anfang seinen Schulbesuch der täglichen Arbeit unterzuordnen hatte. Er wurde einfach nicht als wichtig angesehen sondern als reine Freizeit, da es eben andere Prioritäten gibt.

Nachdem wir nun ein paar weitere Erklärungen erhalten haben, haben wir uns einer kleinen Gruppe Kinder zugewendet um uns mit diesen ein wenig zu unterhalten.

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Sie waren total begeistert von den Fotos die wir schon gemacht hatten und haben sie ihnen auf dem Fotoapparat gezeigt. Es war garnicht so einfach sie wieder davon weg zu bekommen weil jeder damit beschäftigt war sich auf dem Foto zu finden oder sich über die anderen auf dem Bild Lustig zu machen. Anhand der verschiedenen Frisuren der Kinder kann man eindeutig identifizieren, ob es ein Junge oder Mädchen ist. Das ist, zumindest für uns, manchmal garnicht so einfach gewesen, wie es wahrscheinlich auch andersherum gilt. Silas wurde durchweg für ein Mädchen gehalten, was aber zugegebenermaßen auch bei uns in Deutschland schon das ein oder andere mal vorgekommen ist.

Nun muss man mal nicht meinen dass die Kinder hier den ganzen Tag spielen können. Schon sehr früh mit 4-5 Jahren bekommen sie schon ihr eigenes Vieh, wenn auch nicht viel, auf welches sie aufpassen müssen und komplett verantwortlich sind – so kann man Verantwortung auch lernen. Und da der Besitz von Vieh direkt mit dem Status eines Himba in der Gesellschaft verknüpft ist – je mehr, desto höher der Status, wird auch schnell klar, wie wichtig es ist zu lernen dieser Verantwortung Gerecht zu werden.

Ansonsten werden die Kinder auch sehr früh in das tägliche Leben und Arbeiten voll mit eingebunden und sind eigentlich, genau wie die Erwachsenen, immer mit irgend etwas beschäftigt.

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Die Hütten die man hier sieht beherbergen in der Regel immer eine komplette Familie, die teilweise aus 5-7 Personen besteht. Manchmal sind sie auch größer. In der Hütte befindet sich eine Feuerstelle, die auch bei Regen betrieben werden kann da sie die Tür schließen können und der Rauch oben über das Dach abziehen kann.

Im Dorf gibt es auch, mindestens einen, hier mehrere, “Storage-Room”, also eine Art Vorratskammer für Essen und andere Gegenstände. Da die Hütten keinen Platz für viele Gegenstände, ausser das persönlichste bieten, werden hier viele andere Dinge untergebracht. Dabei sind die Hütten selber aus einem Holzständerwerk welches mit einem Lehm-Kuhmist Gemisch verschmiert ist erstellt und mit einem Stroh- und Grasdach abgedeckt. Nach jeder Regenzeit müssen die Wände ausgebessert werden weil sie davon aufweichen und später Risse bekommen.

Eine Hütte hat eine Lebenszeit von etwa 5 Jahren und wird danach verlassen, in der Regel dann, wenn auch das Dort weiterzieht.

Angesprochen darauf was denn so das typische Essen der Himba ist, hat uns unser Guide erklärt, dass es etwa 2-3 mal in der Woche Fleisch gibt, entweder Hühnchen, Ziege, Schaf oder auch Warzenschwein. Manchmal wenn es gut läuft, gibt es auch Antilopen wir Kudu, Springbock,… Gejagt wird überwiegend mit Hunden, die sehr wichtig für die Himba sind. Diese spüren die Tiere auf, und besonders beim Warzenschwein, erlegen diese auch. Gerade in der Woche vor unserem Besuch musste aber leider ein Hund dran glauben was ein herber Verlust war, der den Kampf mit der Warzenschweinmutter die ihre Jungen verteidigt hat, nicht überlebt hat. Die größeren Tiere werden von den Hunden aufgespürt, verfolgt, und dann in der Regel mit einem Speer von einem Himba erledigt. Danach ist dann großes Festessen angesagt Smiley

Ansonsten besteht das Hauptessen aus Maisbrei und einem Milch-Extrakt, was den Rest darstellt, wenn sie die Milch entbuttert haben. Denn das Butterfett benötigen sie für die Herstellung ihrer rötlichen Hautcreme und sonstiger Kosmetika.

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Hier sieht man gerade, wie ein 7 Jahre altes Mädchen gerade das rote Pulver herstellt, aus welchem unheimlich viel bei den Himba zur Köperpflege und zum Körperschmuck hergestellt wird. Wir haben eine ganze Weile dabei zugeschaut, was sie denn da so macht. Der Stein aus welchem das Pulver hergestellt wird kommt nur an 2 Stelle in Namibia vor und wird von dort her dann herangeschafft – auch wenn es viele Tagesmärsche sind, bis man dort ist. Man könnte fast sagen, dass dieser Ocker das Lebenselixier der Himba ist. Und ach ja, man sitzt immer zusammen auf dem Boden und schaut nie von oben herab auf einen anderen Menschen – das ist sehr unhöflich. Und immer wenn man eine Frage beantwortet bekommen hat sagt man danke und auch wenn man sich verabschiedet, sagen beide Parteien Danke, einmal dafür dass man einen besuchen durfte und der andere sagt danke dafür, dass er besucht wurde und sein Rat eingeholt wurde.

Das folgende Foto kennt ihr ja schon, verknüpft mit der kleinen Geschichte zum Heiratsantrag für Thomas (Und ach ja, wenn Mann eine Himba-Frau heiraten will, muss Mann in dieser Community 5 Stück Vieh als Minimum zahlen – 2 Stück werden beim Hochzeitsfest verspeist und 3 Stück werden weiter für die Zucht verwendet… Ich bin mal gespannt, wann Thomas die ersten Ziegen anfängt zu züchten daheim im Garten Zwinkerndes Smiley). Aber es gibt natürlich noch mehr hierzu zu erzählen…

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Die Haupthütte stellt die größte Behausung dar und ist im Falle dieses Dorfe die Behausung der der Head-Woman. Sie ist praktisch die lokale Regierung des Dorfes und entscheidet über alle Angelegenheiten, zumindest mit. Sollte es zu Streitereien oder Unklarheiten kommen, so ist sie Schlichterin oder im Zweifelsfall auch Richterin. In diesem Haus hier schlafen 7 Personen. Das Haus ist so ausgerichtet dass der Eingang gegenüber dem Eingang des Viehgeheges liegt und dazwischen gibt es ein heilige Feuer, welches immer brennt und auch zu zeremoniellen Zwecken genutzt wird wenn z.B. geheiratet wird, oder etwas anderes ansteht. Man darf die Linie die sich ergibt zwischen dem Feuer und des Haupthauses nur überschreiten, wenn man in das Dorf eingeladen wurde, ansonsten muss man hinter dem Haupthaus vorbei gehen.

Viele der Gegenstände die man an der Wand des Hauses sieht, gibt es genau einmal im Dorf und werden immer bei der Head-Woman ausgeliehen. So ist hier z.B. ein Hochzeitskleid zu sehen, in dem alle Bewohner des Dorfes geheiratet haben. Wie schon im vorigen Beitrag hat uns die bildhübsche Himba einige ihrer alltäglichen Rituale erklärt. Eines davon war z.B. die tägliche Morgenhygiene. Hierzu wird ein Stück glühende Kohle auf eine spezielle Vorrichtung gelegt. Diese wird dann vermengt mit Butterfett und speziellen Kräutern/Blättern, die mit dem Fett vermengt sind. Dieses zusammen produziert dann Rauch, der über ein Ledertuch eingefangen wird und an den Körper und in die Haare geleitet wird. Hierrüber werden lästige Parasiten und Keime abgetötet. Die Himba sehen also den “typischen” Dreck wie wir ihn sehen garnicht als Dreck an, denn es ist ja einfach nur Erde, sondern haben ein ganz anderes Verständnis von Sauberkeit. Hier wird vielmehr darauf geachtet, dass Parasiten und schädliche Keime nicht zu Krankheiten führen. Dieses Ritual wir jeden Morgen ca. 2 Stunden vor Sonnenaufgang einmal von jedem Himba durchgeführt. Und für die die sich jetzt fragen ob die Himba denn dann nicht schrecklich riechen müssen. Die Frage kann ganz klar mit Nein beantwortet werden. Wir haben gar keinen Geruch wahrgenommen, ausser einen sehr angenehmen. Viele Mitteleuropäer riechen wesentlich unangenehmer trotz aus unserer Sicht viel besserer Hygiene. Ich würde sagen dass die Himba es einfach sehr gut verstehen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und so trotzdem eine gute Hygiene haben, anstatt 27 verschiedene Methoden und Produkte zu kombinieren und jeden Tag 30 Liter Wasser zu brauche und dann trotzdem unangenehm zu riechen und nicht sauber zu sein.

So, Schluss jetzt mit dem Bericht über die Himba, obwohl es noch so viel zu sagen gäbe und noch viel mehr von dem wir garnichts wissen weil wir es nicht gefragt haben, vergessen haben oder es uns in den sehr kurzweiligen unvergesslichen guten 2 Stunden nicht erklärt wurde. Aber eines möchten wir trotzdem noch mal hinterherschieben. Die Himba, durchweg, die wir dort alle gesehen haben, machten einen sehr zufriedenen Eindruck und aus allen Ecken hörte man sie lachen und freudig erzählen. Und auch wenn wir es nicht verstanden haben, die Gesichter haben ihre eigene Sprache gesprochen. Eigentlich haben wir nur 2 Gesichtsausdrücke kennen gelernt – den lachenden oder den neugierig-interessierten (welcher der überwiegende war, zumindest immer am Anfang). Offensichtlich muss man nicht viel besitzen um glücklich zu sein…

Beitrags-Info

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Hallo allemal,

da wir aktuell eine sehr schlechte Internetverbindung haben musste ich einen einzigen Beitrag in drei Unterbeiträge splitten. Daher müsst ihr die von hier nach unten folgenden drei Beiträge in der folgen Reihenfolge bitte zusammen als einen Beitrag lesen.

1. Die Schlagzahl haben wir erhöht…

2. Wo sind all die Schiffe hin

3. Stacheln über Stacheln

Wir hoffen bald wieder eine passable Verbindung zu bekommen und ein bisschen mehr Zeit, so dass wir über unseren Besuch im Etosha berichten können. Soviel schon mal vorab – es war sehr Tierreich und es gibt eine neu Definition von Faulheit und Unfreundlichkeit – Etosha-Personal… Offensichtlich haben es Staatsbedienstete nicht nötig, freundlich mit Besuchern umzugehen oder die Parks und Campingplätze in Ordnung zu halten. Was bei unseren Beamten schon viele Jahrzehnte der Vergangenheit angehört, hat hier Hochkonjunktur. Bloß nicht freundlich und hilfsbereit sein oder auch nur einen Handschlag tun…

Stacheln über Stacheln…

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Beim Pocupinecamp wollten wir dann 2 Tage bleiben um uns noch mal ein bisschen zu entspannen, zumal hier auch noch ein paar andere Tiere leben sollten wie Enten, Gänse, Pferde, Kaninchen,… die bestimmt auch schön für die Kinder sind.

Gerade angekommen, Wagen abgestellt und Stühle aufgebaut wurden wir von eine wahren Plage von Fliegen

überfallen. Diese waren so klein, dass sie in 20er-Scharen über uns hergefallen sind und in die Ohren krabbelten, sich an die Augen setzten und überall am Kopf rumkrabbelten, wo man es sich nur vorstellen kann. Wir mussten unser Mittagessen dann drinnen in der Kabine verbringen da es anders garnicht möglich war und die Kinder sogar schon angefangen hatten zu weinen.

Wir wie später erfahren hatten waren das Mopane Bienen. Diese Mini-Bienen, etwa so groß wie ein Stecknadelkopf leben unter der Rinde des Mopane Baumes und sammeln in diversen Körperöffnungen Feuchtigkeit. Und da davor die Tage in dem Gebiet Sturm herrschte und bei Sturm bekanntermaßen Insekten nicht wirklich fliegen, hatten sie wohl extremen Nachholbedarf. Dumm gelaufen für uns… den 2. Tag dort hatten wir dann damit gestrichen.

Aber die Stachelschweinfütterung haben wir uns abends um 6 trotzdem nicht entgehen lassen. Da Stachelschweine nachtaktive Tiere sind mussten wir bis Sonnenuntergang warten. Und pünktlich mit Sonnenuntergang kam dann erst eins, dann zwei, dann drei, und der Platz direkt vor unserer Terrasse füllte sich über 20 Minuten mit bis zu 15 Stachelschweinen.

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Das Spektakel spielte sich ca. 2m von uns entfernt ab und wir konnten es ca. 45 Minuten lang beobachten, bis auch das letzte Maiskorn verputzt war. Dazu gab es dann noch ausführliche Erklärungen über die Stachelschweine, die vielen verschiedenen Arten von Stacheln die so ein Schwein hat und jede Menge praktischen Anschauungsunterricht incl. eines Stachelschwein-Babies.

Wir und die Kinder hatten hier wirklich unsere Freude und fanden es sehr schade, dass wir auf Grund der Bienen wieder abreisen mussten (können übrigens nicht stechen), da der Platz wunderschön und die Gastgeberin sehr herzlich waren.

Von hieraus haben wir uns dann aufgemacht am nächsten Morgen ein Himba-Dorf zu besuchen. Dieses Folk lebt zu einem großen Teil noch genau so wie vor 300 Jahren und möchte auch nicht anders leben.

Da wir, nicht wollten dass ein Großteil des Geldes was wir für den Besuch eines solchen Dorfes bezahlen irgendwelchen doch ehr wohlhabenden Lodgebesitzern zugutekommt sondern dem Himbas selber, haben wir uns nach einem lokalen Community-Guide umgeschaut, denn wir dank eines Tipps der Besitzerin des Pocupinecamps gefunden hatten. Etwa 30km vom Camp entfernt auf dem Weg zu unserer nächsten Übernachtungsgelegenheit sind wir rechts in Straße D2656 abgebogen (nachdem wir erst eine andere Straße 30 Minuten falsch abgebogen waren) und haben dort nach 2km ein paar Hütten gefunden. Moni ist ausgestiegen und hat gefragt, ob wir hier ein Himba-Dorf besuchen dürfen und dabei zufällig direkt den richtigen Kollegen angesprochen. Dieser entpuppte sich als ein super Guide. Er selber war ein ehr modern lebender Himba, lebte jedoch in einer Community die noch sehr traditionell lebte.

Die Himba’s waren ein Traum

Der Besuch des Himba-Dorfes war eines der bisherigen Urlaubs-Highlights und hat uns alle tief beeindruckt. Über 2 Stunden konnten wir mit ihnen verbringen, haben viele Fragen gestellt, viel erklärt bekommen, haben selber aber auch einige Fragen gestellt bekommen.

Hierbei wurden wir herzlich von den Menschen aufgenommen und dank unseres Guides konnten unsere Fragen in Himba übersetzt werden und ihre Fragen hat er dann ins englische für uns übersetzt.

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Die Dorfgemeinschaft besteht aus ca. 35 Kindern, 15 Frauen und ca. 6 Männern. Da die Himba ein Nomadenvolk sind ist die genaue Zahl nicht fest sondern variiert je nachdem wer sich gerade wo aufhält. In dem Dorf leben auch einige Himba-Kinder die keine Eltern mehr haben, werden aber von den dort leben Frauen so mit großgezogen, als wären es ihre eigenen Kinder – absolut beeindruckend.

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Die Einzäunung in der Mitte beheimatet das Vieh, das die Himba besitzen. Aktuell sind es nur Ziegen da die Kühe weiter weg gehütet werden, weil es hier nicht genug Wasser gab und sonst alle gestorben wären.

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Da wir das, was wir dort erlebt haben erst mal in Ruhe verdauen wollen und es nun auch schon wieder spät geworden ist, werde ich im nächsten Eintrag noch einmal ein wenig ausführlicher darüber berichten. Nichts desto trotz möchten wir schon ein paar Bilder einstellen die einen Eindruck von diesen Menschen vermitteln, die höchsten Respekt verdienen weil sich die meisten von ihnen bewusst dagegen entscheiden, so leben zu wollen wie wir (oder eben der “typische” einheimische Namibianer, wenn es diesen denn gibt), Ich kann nur sagen, dass man sich manchmal in Anwesenheit dieser Menschen ziemlich lächerlich vorkommt. Ich selber hatte das Ein oder Andere Mal Angst, dass sie über uns lachen, wenn wir unsere Dummen Fragen stellen (was sie aber mit Sicherheit nicht gemacht haben). Ich bin aber das Gefühl nicht losgeworden dass in Wirklichkeit sie Uns “besucht” haben und nicht wir sie. Es ist ein bisschen so als wenn die Tiere die wir beobachten und denken dass wir über ihnen stehen eigentlich uns beobachten und sich denken, was wir doch für Deppen sind… Dieses Gefühl bin ich dort nicht losgeworden und zwar nicht weil die Himba es mir vermittelt haben, sondern weil ich mir selber im Kreise dieser so bewundernswerten Menschen echt lächerlich vorgekommen bin.

Auf jeden Fall war es eine wunderschöne Erfahrung die wir alle wohl für immer mit uns tragen werden, unser ganze Leben lang.

Und ach ja, die bildhübsche Himba in der Haupthütte, welche uns einige Rituale erklärt hat, hat Thomas erst gefragt, ob er verheiratet ist, dann ob er eine Freundin hat, und hat ihm dann einen Heiratsantrag gemacht…kein Witz…

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Thomas Antwort(en) müsst ihr persönlich bei ihm erfragen Zwinkerndes Smiley

Und wir sind jetzt alle sehr stolze Besitzer von handgefertigtem traditionellen Himba-Schmuck (Lenjas rechte Armband natürlich nicht).

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So, und nun sind wir 8km vor Etosha um uns noch mal zu entspannen und fahren morgen dann mit Thomas für 4 Tage in den Park und hoffen sehr, dass wir viele Tiere sehen werden. Danach muss Thomas leider nach Hause fliegen und wir werden unsere Reisegeschwindigkeit wieder ein bisschen drosseln…

Dann mal bis zum nächsten Eintrag in dem es sicherlich das ein oder andere Himba-Bild noch mal oder mehr geben wird mit ein paar Erklärungen dazu.

Wo sind all die Schiffe hin…

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…in Anlehnung an “Wo sind all die Tiere hin”

Als Beweis, dass wir auch da waren, haben wir Thomas an das Eingangsgate gefesselt und ein Foto von ihm gemacht, wie er verzweifelt versucht sich zu befreien, um dem Todesstreifen an der Küste dann doch noch zu entgehen. Es war erfolglos, er sitzt jetzt auf einem alten Schiffwrack fest Smiley

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Ok, nachdem wir nun in den Nationalpark eingefahren sind und uns mitgeteilt wurde, dass da, wo wir eigentlich campen wollten gar kein Campingplatz mehr ist, haben wir uns auf die Suche nach den Wracks gemacht. Nach etwa 10km kam ein Schild, dass hier wohl ein Wrack liegen sollte da es aber noch früh am Tag war, sind wir weitergefahren in der Hoffnung dass an der Skeleton Coast die bekannt ist für die gestrandeten Schiffe, wohl noch mehr Schiffe liege.

Aber weit gefehlt… die Kilometer ronnen so durch den Tacho aber es kam einfach nichts mehr an Schildern und auch am Strand entlang war nichts mehr zu sehen. Irgendwann haben wir uns dann mit einer alten Diamentenmine zufrieden gegeben und hier unsere Mittagspause verbracht, da alle Hunger hatten und die Mittagszeit mittlerweile eigentlich schon vorbei war. Naja, wenigstens war ein Skelett vorhanden, wenn auch nicht von einem Schiff.

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Die gesamte der Öffentlichkeit zugänglichen weiteren Küsten kam kein einziges weitere Wrack. Von daher müssten wir sagen, dass wir die Skeleton Coast ehr als Enttäuschung empfunden haben, da ausser einem einzigen Wrack und einer Bohrplattform und einer alten Diamentenmine nichts von dem gehalten wurde, was man sich darunter vorstellt.

Naja, wenigstens haben wir dann am Ausgangsgate noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden, von welcher aus wir einen schönen Ausblick hatten und jede Menge Ruhe, da hier wirklich so gerade garnichts los war. Selbst den Vögeln war langweilig und sie haben sich zu uns auf den Zaun gesetzt, so dass sie ein wenig Unterhaltung hatten.

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Nachdem wir nun die Nase ein wenig voll hatten und versucht haben herauszufinden wo wir die nächsten Nächte schlafen können, weil die Lodge die wir eigentlich ansteuern wollten angeblich geschlossen wurde, haben wir uns trotzdem dorthin auf den Weg gemacht. Die Palmwag Lodge gilt nämlich als eine der schönsten in dieser Ecke und hält auch eine Konzession an einem riesigen Gebiet (5500qkm), in welchem 50 Wüstenelefanten leben. Und wir hatten gehofft auf dieser Lodge dann das Glück zu haben bei einem Gamedrive ein paar wenige Wüstenelefanten zu sehen.

Und unsere Entscheidung zu der Lodge zu fahren die natürlich nicht geschlossen wird, sondern nur den Besitzer gewechselt hat (der Altbesitzer – Wilderness Safaris – gibt offensichtlich aus Böswilligkeit die Auskunft dass die Lodge geschlossen wird), haben wir nicht bereut.

Zwei schöne aber anstrengende Tage…

brachen mit der Ankunft bei der Lodge an. Bei der Ankunft am späten Vormittag haben wir uns relativ zeitnah nach der Möglichkeit nach einem Gamedrive (Evening Drive) am Abend erkundigt. Als ich an die Reception ging und nach der Möglichkeit fragte am nächsten Tag einen Evening Drive zu machen war der Kollege ein wenig komisch. Ja, ob wir den Drive denn nicht heute schon machen wollten, wir sollten auch ein paar Drinks kostenlos bekommen. Und überhaupt, sie hätten da so eine Idee,…

Aber nichts genaues hat der Knilch mir verraten und so habe ich darauf bestanden, den Drive am nächsten Tag zu machen, ansonsten könnten wir es ja auch lassen. Irgendwie kam ich mir ein bisschen veräppelt vor. Als wir dann am frühen Nachmittag am Pool lagen (wie meistens war nicht so viel los und wir waren alleine), kam dann der Manager der Lodge zu uns und fragte uns, ob wir denn nicht vielleicht heute Abend einen Game-Drive machen wollten. Ich dacht mich hauts aus den Schuhen, hatte ich nicht erklärt, dass wir den am nächsten Abend machen wollten?

Aaaaber… der wäre kostenlos, ging es weiter. Weil… der Besitzer hat ja gewechselt und sie müssten ein paar Fotos für den Katalog und das neue Prospekt haben. Und überhaupt gäbe es noch einen schönen Sundowner an einem ganz besonderen Ort mit lecker Knabberkram, Drinks die wir aussuchen könnten und ach ja, das hier ist der Herr Fotograf und in einer Stunde geht es los. Und wenn wir wollten dann konnten wir aus dem morgigen Evening Drive einen Morning Drive machen.

Aha, das hörte sich schon anders an und nach ein paar Überlegungen in unserer Familie haben wir uns dann dazu entschlossen, das Angebot anzunehmen. Der Fotomann hat dann direkt damit begonnen uns im Pool abzulichten und freute sich über ein bisschen Leben auf dieser so wunderschönen Lodge Smiley

Um 3 sind wir dann los mit dem Fotografen, seiner Frau und dem netten Ranger der anfänglich vergeblich versucht hatte mich zu überreden, unseren Drive zu verschieben.

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Der nette Kollege auf der linken Seite, Peter, ist übrigens der Nicht-Überredenkünstler, hat sich aber als exzellenter Kenner der Flora und Fauna mit einem gigantischen Wissensschatz entpuppt – ein intelligenter und hochgebildeter Begleiter, den wir in den 2 Tagen haben sehr schätzen gelernt. Und wie man sieht – der Ausblick den wir geboten bekommen haben, war atemberaubend und es wurde vom Feinsten aufgetischt.

Ach ja, irgendwann seht ihr uns bestimmt in einem Urlaubsprospekt wenn’s um die Palmwag Lodge in Namibia geht Smiley

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Und endlich hatten Sohnemann und Papa mal Zeit einen kühlen Drink in trauter Zweisamkeit zu genießen und dabei die herrliche Landschaft beim Sonnenuntergang zu genießen. Ich bei einem Gläschen gutem Rotwein und Silli bei einem, zur Feier des Tages, Gläschen Cola.

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Am nächsten Morgen ging es dann um 6:30 Uhr los zum Morning-Drive, der eigentlich zwischen 3 und 4 Stunden dauern sollte. Lustig und frohen Mutes sind wir dann alle in den Tag gestartet, im Safari-Wagen.

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Und wir hatten tatsächlich riesiges Glück. Nach einer guten Stunde haben wir ein ganze Giraffen-Rudel gefunden, welches aus mehreren Jungen, Kühen und einem große Bullen bestand. Dieses haben wir dann über sicherlich eine halbe Stunde beobachtet. Da gerade Paarungszeit ist konnten wir beobachten, wie der Bulle ein paar mal versucht hat, einer hübschen Giraffen-Lady nachzustellen, aber dabei nicht ganz erfolgreich war.

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Auch einige andere Tiere, wie hier ein Kudu, konnten wir aus nächster Nähe erleben und haben sehr viel über die Entstehungsgeschichte dieser sehr steinigen Region, ihre Tier und Pflanzenwelt gelernt.

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Die Pflanze, vor der das Kudu hier liegt, ist übrigens für den Menschen tödlich bei Verzehr und es gibt einige Touristen, die eine abgestorbene schon mal zum grillen genutzt haben da sie gutes Grillholz abgibt. Diese 10 Touristen sind alle gestorben weil der Grillrauch das Fleisch vergiftet hat. An dem Ort an dem die Pflanze wächst und auch stirbt wächst für die nächsten 10 Jahre nichts anderes mehr.

Aber für viele Tiere ist die Pflanze eine Hilfe. Elefanten reiben sich an der Pflanze und töten damit ihre Parasiten. Und Kudus z.B. fressen gerne die jungen triebe und entledigen sich somit ihrer Würmer. Echt interessant, was man alles so lernen kann, wenn man einen guten Führer hat. Und da Peter uns offensichtlich unbedingt noch einen Elefanten schenken wollte, wurde aus unserem 3-4 Stunden Drive ein gut 5 Stunden Drive und Mittags kamen wir alle völlig fertig wieder an der Lodge an, hatten aber jede Menge gelernt und viele schöne Tiere beobachten können – aus nächster Nähe.

Ach ja, an unserem Ankunftstag an der Lodge haben wir direkt auf dem Weg zum Campingplatz einen alten Bekannten wieder getroffen, diesmal aber in einer anderen Farbe Smiley

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Wenn ihr das Tierchen nicht erkennen könnt, einfach auf das Foto klicken, dann wirds größer. Auch die Angestellten haben Foto’s mit ihren Handys gemacht, da solch eine Erscheinung ehr Seltenheitswert hat.

So, nun waren diese zwei Tage bei der Palmwag Lodge auch vorüber und wir sind weiter im Kaoko-Feld auf die Suche nach Wüsten-Elefanten gegangen. Der Weg sollte uns eigentlich zur Kowarib Lodge. Bei Warmquelle wollten wir dann, weil Moni und ich das schon aus unserem vorherigen Namibia-Urlaub kannten, unsere Mittagspause verbringen, da wir uns erinnern konnten, dass es hier sehr schön war.

Tja, der Weg dorthin war ein wenig steinig und Moni musste ihr bestes geben, mich bei der steinigen, steilen und kippeligen Einfahrt einzuweisen.

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Aber angekommen konnten wir uns nicht mehr losreißen und haben uns dazu entschieden, hier eine Nacht zu bleiben und den herrlichen Naturpool zu genießen.

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Und wenn wir von Naturpool sprechen, meinen wir das auch so und der Name Warmquelle wird auch in der Realität entsprochen. Wir haben in keinem auch nur annähernd so warmen Pool gebadet bisher. Dabei haben wir dann auch noch eine deutsche Familie kennen gelernt die beruflich für 2,5 Jahre in Namibia ist und in jeder freien Minute durch das südliche Afrika reist. Danach habe ich direkt mal eine EMail an die Namibia Niederlassung meines Arbeitgebers geschrieben, ob das nicht auch für mich möglich wäre. Ich warte noch auf die Antwort Zwinkerndes Smiley

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Von hier aus ging es dann weiter im Damaraland um Elefanten zu suchen und wir wollten eigentlich am Elefant Zonk, gelegen mitten in einem Flussbett im Nichts, übernachten. Da die Anfahrt und die generelle Fahrt in dieser Region aber sehr schwierig ist und es eine Straßen gibt sondern nur ein paar Reifenspuren im Flussbett (so ein Flussbett ist auch schon mal 1km breit), hat sich das ganze ein wenig schwierig gestaltet.

Nachdem wir bei Warmquelle wieder hochgekraxelt waren haben wir uns die 40km aufgemacht um den Eingang in das Flussbett zu finden und an der letzten Tankstelle davor noch mal nachgefragt wo die Einfahrt ist. Sie sollte bei km14 nach der Tankstelle sein und tatsächlich, hier waren auch einige Reifenspuren links in ein Flussbett.

Denen sind wir dann für eine ganze Zeit gefolgt, so ca. 1,5 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit dürfte bei ca. 5-8km/h gelegen haben und wir mussten besonders den Dicken über einige Stunde und ganz schöne Schieflagen manövrieren. Hier mal ein Foto von Thomas aus seinem Wagen in das Flussbett hinein.

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Nachdem wir nun gut 1,5 Stunden in die eine Richtung gefahren waren kam eine Schleife, die an einem kleinen Abhang endete und hier ging es nicht weiter. Naja, haben wir uns wohl verfahren mitten im Niemandsland. Aber wir waren beruhigt – wir waren wohl nicht die Einzigen, da hier einige Reifenspuren waren Smiley

Auf dem Rückweg haben wir uns dann dazu entschlossen, hier dann doch nicht zu übernachten und sind zum nächsten Campingplatz, einer Zwischenstation zum Pocupinecamp, da bekannt ist für die vielen Stachelschweine die abends zum Fressen kommen. Den Kindern hat’s nicht die Laune verdorben.

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Die Schlagzahl haben wir erhöht…

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… und erleben einiges mehr in der gleichen Zeit als bisher!

Mensch Mensch, da mussten wir uns aber ein bisschen umgewöhnen. Da wir ja ein strammes Programm mit Thomas haben reisen wir nun ein wenig zügiger und haben auch mehr Aktivitäten als bei unserer bisherigen Reise, was auch nicht schlecht ist, aber durchaus einiges von allen abverlangt. Und dabei hatten wir unsere Tour mit Thomas schon etwas eingekürzt, weil sonst noch mal 500km mehr dazu gekommen wären. Und weil wir jetzt mehr fahren und weniger 2- oder 3-Tages Übernachtungen haben, komm ich auch nicht mehr so regelmäßig zum Schreiben im Blog. Aber jetzt, kurz vor Etosha in welchen wir morgen für 4 Tage einfahren haben wir wieder 2 Nächte zum entspannen (die wir auch brauchen Smiley) und ich kann ein bisschen schreiben, Fotos sortieren,…

Im letzten Blogeintrag hatten wir ja geschrieben, dass wir weiter fahren wollten von Mirabib im Naukluft Park nach Walvisbay. Das haben wir auch gemacht aber nicht ohne uns vorher noch zusammen mit Thomas den Sonnenaufgang in aller Ruhe anzuschauen. Dazu habe ich mal ein kleines Foto gemacht das ihr so schon aus einem älteren Blogeintrag kennen dürftet, aber mit einem kleinen Unterschied. Welcher dürfte das wohl sein?

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Die Strecke die wir damals gefahren sind als wir vor ca. 6 Wochen noch ohne Thomas bei Mirabib waren haben wir jetzt geändert und sind nicht mehr über die Blutkoppe gefahren sondern an den Dünen vorbei im Inland. Das hat sich als äußerst gute Entscheidung herausgestellt da wir eine Landschaft erleben konnten wie wir sie bisher noch nie gesehen hatten und bestimmt auch nicht mehr sehen werde. Jetzt können wir uns vorstellen wie Salz- und Geröllwüsten aussehen und bewundern um so mehr die Menschen, die dort ihr Leben verbringen nicht ohne uns zu fragen, wie das überhaupt geht.

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Vorbei an einigen Dörfern die abseits der Straße in Richtung der Dünen und des einzigen Grün lagen zeige das Thermometer im Wagen nicht selten Werte knapp an 50 Grad. Trotz der sehr hohen Temperaturen ging die Fahrt durch die Wüste eigentlich ganz gut da wir Glück hatten, und die Straßen nicht zu schlecht waren.

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Nachdem wir nun die ersten ca.100 km hinter uns gebracht hatten und immer noch in dieser Wüstenlandschaft unterwegs waren die unglaublicher weise extrem abwechslungsreich war, sind wir an einer Kirche vorbeigekommen, die einfach im Nichts lag. Und nein, es war keine Ruine oder nicht mehr benutzte Kirche, sondern sie war super in Schuss und machte einen sehr ansehnlichen und belebten Eindruck.

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Und da wir einige Kilometer vor und nach der Kirche nicht eine einzige Hütte oder sonst was gesehen hatten bleibt es wohl ein Rätsel für uns, wer diese denn besucht. Aber wie heißt es so schön – Gottes Wege sind unergründlich. Das trifft dann hier wohl sprichwörtlich genau ins Schwarze.

Die Dünen die man im Hintergrund der Kirche sieht sind praktisch die Grenze der Salz- und Steinwüste hin zum Meer. Allerdings nicht in der Form dass direkt hinter den Dünen das Meer beginnt, sondern noch ein paar viele Kilometer dazwischenliegen die ausreichen würden, jeden Normalsterblichen locker auszutrocknen.

Nach dann in Summe knapp 200km hatten wir unser Ziel erreicht – Walvisbay. Man kann in diversen Foren im Internet lesen dass diese Stadt nicht sonderlich dolle sein soll, sondern entworfen mit dem Lineal und nicht vergleichbar mit Swakobmund. Naja, wir haben uns nicht beirren lassen und sind trotzdem hingefahren um uns unsere eigene Meinung zu bilden – und das war gut so. Eine in unseren Augen sehr schöne saubere und freundliche Stadt in welcher wir nun vorhatten 2 Tage zu verbringen und eine Bootstour zu den Delfinen und zu den Robben zu machen.

Ein Meereserlebnis besonderer Art

Angekommen am Campingplatz wurden wir wieder herzlich begrüßt und direkt gefragt ob wir denn “Aktivitäten” geplant hatten. Jo, klar, war unsere Aussage. Auf jeden Fall eine Bootstour um uns die frische Brise um die Nase wehen zu lassen und ein paar Tierchen anzugucken. Und ob wir denn schon wüssten mit welchem Anbieter wir das denn machen wollten wurden wir gefragt. Auch das war schon klar für uns, da wir von der TuckeTucke Seite einen Gutschein von 5% von einem bestimmten Anbieter hatten der eine schöne Tour anbieten sollte. Oh – schaaade, aber der wäre nicht so der Brüller wurde uns dann erzählt da er nur ein kleines Boot hätte und das für die Kinder nicht so dolle wäre, dort 3-4 Stunden zu verbringen. Und überhaupt, was wir denn zahlen würden für die Fahrt…

Naja, da wir noch nicht gebucht hatten wussten wir das ja garnicht haben aber gesagt, dass wir einen guten Rabatt bekommen würden. Darauf ist die nette Dame direkt angesprungen und meinte dann sie könnte für uns eine Tour organisieren auf einem echt großen Katamaran beim bekanntesten Anbieter für 450$ pro Person, Kinder frei, incl. Getränke und Mittagessen…

Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und haben innerlich alle über beide Ohren gegrinst. Die Preise die wir sonst kannten lagen bei 600$ und Kinder die Hälfte… Also, Zugeschlag.. Am nächsten Morgen wurden wir dann direkt am Campinglatz abgeholt und zu unserem Schiffchen im Hafen gebracht. Und das nette Mädel hatte uns nicht zu viel versprochen. Ein sehr großer Katamaran, eine Deutsche mit an Bord die uns alles auch immer schön in Deutsch erklärt hat und jede Menge Spaß, Trinken, Essen,… ach ja, Tiere auch noch.

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Das Boot hatte einen Haus-Pelikan, der zu Erklärungszwecken immer schön brav neben unserer Tour-Begleiterin Platz nahm und für Fotos gerne zur Verfügung stand. Was uns besonders gut gefallen hat war, dass es immer sehr ausführliche Erklärungen gab, egal ob zum Thema Fischfang, den Vögeln, Robben oder einfach nur der ganzen Umgebung. Nur leider Delfine gab es keine zu sehen was aber daran lag, dass seit ein paar Tagen in der Bucht eine sehr raue See herrschte was dazu führt, dass die Delfine sich in ruhigere Gewässer verdrücken. Obwohl wir diese gerne noch gesehen hätten hatten wir eine super Bootstour an diesem Tag und alle unseren Spaß.

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Denn auch nicht nur die Vögel kamen bis auf das Boot, sondern auch noch ein paar andere Tierchen Smiley Ja, wer schleicht sich denn da von hinten an Moni und Lenja einfach so heran?

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Das war Mister Seehund, der sich ausgiebig von unseren Kindern hat kraulen lassen die daran ihre Freude hatten. Ein Video habe ich auch dazu gedreht kann es aber leider hier nicht hochladen, da die Internetgeschwindigkeit nicht wirklich berauschend ist und so gerade die Bilder über die Leitung gehen Trauriges Smiley

Da es aber auch neben den Pelikanen noch einige andere Vögel, und ganz besonders Flamingos hier rumflattern, da dieses Lagunengebiet für die Zugvögel das wichtigste im südafrikanischen Raum ist, haben wir natürlich auch hiervon ein paar Fotos gemacht und sie ausgiebig beguckt Zwinkerndes Smiley

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Da Vögel gucken aber echt anstrengend ist mussten wir uns natürlich auch ein wenig entspannen und haben an der internationalen Waterfront von Walvisbay (ist vielleicht 100m lang und besteht aus 5 Lokalitäten Zwinkerndes Smiley) es noch ein wenig gut gehen lassen und ein wenig relaxt.

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Und ach ja, was hier so nach Hochsommer aussieht… Abends als die Sonne weg war und der Wind auffrischte haben wir uns alle gaaanz heftig den Popo abgefroren, da wir leider nicht warmes mit dabei hatten. Und da wir nicht mit dem eigenen Wagen an die Waterfront gefahren sind sondern mit dem Taxi, mussten wir für den Rückweg auch ein Taxi haben. Und da die Taxis hier nicht mit denen bei uns vergleichbar sind und das Gewebe ein bisschen anders funktioniert, hat uns der Koch der Restaurants seinen (wahrscheinlich) Schwager gerufen der uns nach einer guten halben Stunde (sollte angeblich praktisch eigentlich wie auch immer sofort da sein) gerufen der uns dann wieder zurück zum Campingplatz gehfahren hat. Aber der Koch hat seinem (wahrscheinlich Smiley) Schwager erst mal die Leviten gelesen, dass der so eine Schnarchnase war. Aber das kannten wir von der Hinfahrt schon. Die Taxis sind bei Anruf immer schon “right on the way” was so viel heißt wie – ist schon unterwegs zu Ihnen, und trotzdem wartet man mal locker eine halbe Stunde. Tja, hier in Afrika ist der Zeitbegriff ein wenig dehnbarer als bei uns…

So weit dann mal zu Walvisbay und unseren Erlebnissen dort. Aber da wir die kleinen niedlichen Tierchen mit den Kulleraugen, dem vielen Fett und dem schönen glatten schwarzen oder braunen Fell nun so richtig lieb gewonnen hatten sind wir von hier aus, über Hentjes Bay weiter nach Cape Cross gefahren, welches man laut den Einheimischen zuerst riecht, dann hört und dann erst sieht Zwinkerndes Smiley

Und ja, sie haben Recht… Nachdem wir in den Nationalpark eingehfahren waren in welchem sich die größte Robbenkolonie des südlichen Afrika befindet (man spricht von mehreren 100.000 Tieren), konnten wir diese auch wenig später riechen und hören.

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Und all die kleinen schwarzen Punkte sind – ja, Robben… Und das war nur ein kleiner Ausschnitt des Bildes, welches und dort geboten wurde.

Einige von ihnen hatten die Scheu vor den Menschen verloren und kamen bis auf den Steg der angelegt wurde, um ein paar 100m an den Kolonien vorbei zu spazieren.

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Naja, die Kinder hatten ihren Spaß aber die Geräusche die die Tierchen von sich gaben, waren manchmal ehr durcheinflößend als süß. Aber natürlich gab es auch die süßen Exemplare die sich lustig auf dem Strand räkelten und dabei ulkige Grimassen zogen oder einfach nur von der Sonne bräunen ließen.

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Da Cape Cross aber nur eine kurze Mittagspause war auf einer längeren Fahrt ging es von hier aus weiter an der Skeleton Coast entlang auf der Suche nach den berüchtigten Schiffswracks…

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