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Unsere ersten “Afrika-Tiere”

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Gestern sind wir ein bisschen an den Strand nach Port Elizabeth gefahren und haben uns dort für die Kinder 2 Schäufelchen und Eimer für den Sand erstanden. Am Strand konnten wir wieder feststellen, wie offen doch die Südafrikaner sind. Am Strand kam dann ein Pärchen mittleren Alters, so um die 50 auf uns zu und fragte, woher wir kommen. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und die beiden haben uns ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Er war mittlerweile das dritte mal verheiratet. Seine erste Frau hatte ihn nach einem Jahr verlassen. Seine 2. war verstorben und seine damalige Haushälterin war nun seine 3. Frau und sie waren gerade im verflixten 7. Jahr ihrer Ehe. Die eine Tochter war nun 21 und wurde mit 16 schwanger. Nun hatten die beiden eine Enkeltochter die im Alter von Lenja war. In Port Elizabeth waren beide auf der Suche nach einem Haus weil er beim Militär war und nun Pretoria nach Port Elizabeth verlegt werden sollte. Sein einer Sohn der schon hier für eine Weile lebte hatte vor kurzem seinen Job in einem Restaurant verloren in welchem er knapp 4.000 Rand im Monat (ca.340€) verdient hat. Es gab da wohl Probleme mit dem Chefe, weil er schwul war und der ihn gängeln wollte indem er ihn in schlechte Schichten einteilt.

Und noch viel mehr…

Wo erfährt man so viel Offenheit wenn man sich gerade 5 Minuten kennt? Und das war nicht das erste mal dass wir direkt angesprochen und einbezogen wurden. Hier ist es sehr einfach, wenn man selbst eine gewissen Offenheit und Neugier mitbringt, in diesem Land “anzukommen” und sich überhaupt nicht als Fremde zu fühlen.

Wider angekommen in unserem kleinen Heim für diese Woche haben die Kinder ganz aufgeregt aus nächster Nähe ihre ersten Afrika-Tiere erlebt (wie Lenja und Silas gesagt haben).

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Aus unserem Areal lebt eine Kleine Affen-Kolonie die lustig in den Bäumen und Palmen rumtollen und dabei ihren Spaß haben. .Die Beiden sind von den Tierchen gar nicht mehr losgekommen und Sili fragt heute schon den ganzen Morgen “wann wieder zu den Affen gehen?”.

Den Abend haben wir dann ganz entspannt in unserem Resort verbracht und haben am Strand die ersten Meeresschätze erbeutet. Lenja und Silas haben diverse schöne glänzende Muscheln und Korallen erbeutet die hier am Strand in großen Mengen liegen.

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Wir können dabei direkt von der Terrasse auf der er sich herrliche zu Abend essen lässt zum Meer gehen und haben einen wundervollen Blick auf den indischen Ozean (an der Westküste sind wir am atlantischen Ozean, hier wird das Wasser keine Badetemperatur mehr haben). Jedoch ist beim Band Vorschicht angebracht da hier Haie heimisch sind und nicht der gesamte Strand mit Hai-Netzen ausgestattet ist sondern nur kleine gekennzeichnete Zonen.

Wie gesagt – den Tag gestern haben wir dann bei angenehmen 25 Grad, Meeresrauschen und einem wundervollen Ausblick zusammen mit den Kindern ausklingen lassen und sind geblieben, bis es dunkel war auf einer Terrasse, die wir die meiste Zeit für uns komplett alleine hatten…

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In dem Sinne – eine gute Nacht und schöne Träume beim Rauschen des Meeres wünschen euch die Döll’s aus Afrika.

Auf dem Weg nach Port Elizabeth

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Vorweg – dieses Land ist ein Traum und die Menschen die hier leben einfach wunderbar. Wir erfahren jeden Tag wie einfach es sein kann, menschlich zu sein – Danke South Africa!

Nachdem wir unser schönes Hotel verlassen hatten um uns am frühen Morgen das “Big Hole” anzuschauen, ein riesiges von Hand gegrabenes Loch aus dem Diamanten geschürft wurden bis 1914, als der erste Weltkrieg ausbrach, sind wir dann weiter Richtung Port Elizabeth.

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Wir hatten vor bis nach De Aar zu fahren um dort zu übernachten, das liegt auf etwa 1/3 der Strecke die wir noch zu fahren hatten, ca. 750km in Summe. Nachdem wir uns durch einige Baustellen gequält hatten da die alte Straße auf ca. 100km neu gemacht wird, und das in strömendem Regen sind wir bei De Aar angekommen.. Jetzt nicht mehr im Regen aber dafür bei 36 Grad und im Sandsturm so dass die Stadt nicht mehr zu sehen war – unglaublich. Als wir uns nun im Schritttempo in die Stadt vorgetastet hatten kam die “Überraschung”.

De Aar (oder auch der A… der Welt)

Wenn es einen “A….” der Welt gibt, dann hatten WIR ihn gefunden und wollten dort schlafen (jetzt nicht mehr wirklich), Nachdem wir 10 Minuten durch den Ort geschlichen waren und nichts gefunden hatten was irgendwie lebendig aussah sind wir zur lokalen Krankenstation und haben nachgefragt ob es wenigstens ein Restaurant gibt in dem wir was essen konnten. Nach einen Lächeln der 3 heftig diskutierenden Krankenschwestern in Warteposition dass endlich mal was passiert und einer mehr oder weniger ernst gemeinsten Gegenfrage “Restaurant?” haben sie uns dann auf die Hauptstraße verwiesen auf der es 2 Tankstellen gab.

Tja, da landet man wenn man sich auf einen Reiseführer auf Deutschland verlässt der hochaktuell ist (2011) und Übernachtungen in 4 Kategorien einstuft die bei 100 Rand/Nacht anfangen. Unsere letzte Lodge sollte bis 200 kosten und hat dann in der billigsten Kategorie 660 gekostet… Danke an Stefan Loose Travel Handbücher “Südafrika”. Ausser die Ortsnamen stimmt nicht wirklich viel in dem Ding. Das erwähnte Restaurant ist der lokale Rotary Club (ja, echt, den gabs da wirklich) und ist seit wahrscheinlich 10 Jahren geschlossen. Ähnliche Erlebnisse hatten wir mit dem Ding auch in anderen Orten.

Nun aber wieder zurück zu De Aar – dem wirklich existierenden A… der Welt, was gerade in einem Sandsturm versinkt. Auf der Hauptstraße, ca. 2km lang, war kein einziges Geschäft offen, ausser ein Lebensmittelshop vor dem ei einschlägige Klientel rumlungerte. Man muss sich De Aar vorstellen wir eine Stadt aus einem australischen Horrorfilm. Nur einstöckige Häuser, Ausdehnung ca. 4*4 km. Was die Leute da machen – keine Ahnung. 200km vorher war NICHTS. 200km  nachher kam NICHTS. Alle Geschäfte irgendwie zu – ausser ein Chicken-King, in dem es alles gab was so ein Hühnchen an sich hat. Und genau da sind wir hin. Und vor dem Chicken King saß – ein Chap. Wie aus dem Buch – braun gebrannter Weißer, Blondes Haar, BueJeans, ein bisschen loddrig, und war eine Portion Hühnchen am verdrücken. Wir kamen vorbei und er grüßte freundlich. Aber irgendwie unheimlich. Der Chap hat immer wieder komisch durch die Gegend geguckt, und wir unser Auto nicht aus den Augen gelassen. Ich hatte schwer den Eindruck dass der irgendwie schräg drauf war – wie in einem australischen Horrorfilm. Wir wrteten darauf dass er jedem Moment am Rad dreht und alle niedermetzelt die da so rumsitzen und ihr fettiges Hähnchen bei 36Grad im Schatten in sich reinschieben. Nachdem wir dann einen Großteil verputzt hatten konnten wir uns noch rechtzeitig wieder auf die Socken machen, um Chap und das A… der Welt hinter uns zu lassen. Wir haben uns dann spontan dazu entschlossen, doch nicht dort zu übernachten Smiley

Die nächste Stadt, Cradock, lag etwa 200km weit entfernt, dazwischen gähnende Leere, ein Sandsturm, dann nur noch Sturm, dafür aber mit Starkregen…

Nach ca. 1 Stunde Fahrt klärte es sich dann auf und wir wurden wieder mit der beeindruckenden Schönheit des NICHTS belohnt:

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Die Kinder haben nach dem Chicken und dem Chap seelenruhig im Auto geschlafen und wir haben die Landschaft genossen.

In De Aar wurde uns wieder sehr deutlich, dass wir nicht in Deutschland sind, nicht in Europa, sondern ganz wo anders. Wir sind sicher, dass De Aar eine ganz friedliche und freundliche Stadt mit herzlichen Einwohnern ist. Aber für uns ist es wieder Neu und wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen, wie es hier in Afrika so ist. Unsere letzten Reisen sind einfach schon eine Weile her und vieles ist in Vergessenheit geraten – das muss erst langsam wiederkommen.

Craddock – wo bitte sind die Windmühlen?

Also nun weiter nach Craddock, der im oben bereits erwähnten Reiseführer so schön beschriebenen Stadt mit unendlich vielen Windmühlen (die silbernen die man auch aus vielen amerikanischen Filmen kennt, welche zur Wasserförderung genutzt werden). Und hier das so schön beschriebene Craddock Spa angesteuert. Naja, es war nicht anders zu erwarten – eine Windmühle weit und breit um Craddock.. Das Spa eine verlotterte Unterkunft im Jugendherbergsstil wo die Lodges schwer nach Muff von 20 Jahren riechen. Also nicht weiter auf den Südafrikaführer verlassen uns selber auf die Suche gemacht. Nach dem Ersten Versuch, der leider kein Erfolg war, da wir ja Platz für 4 Personen brauchen weiter zum nächsten Guest House. Die Tür öffnete eine nette ältere Afrikaanse Dame, die in ihrem Ersthaus auch keinen Platz für 4 hatte. Aber da war noch ein weiteres Hause. Zu diesem hat sie uns dann quer durch Craddock gebracht. Vorbei an der schönen alten Kirche, vielen Häusern im Kolonialstil, abgebogen in eine schöne alte Nebenstraße deren Teerdecke ehr an eine Hügellandschaft in einem deutschen Mittelgebirge erinnert als an eine bei uns übliche Fahrbahndecke.

Deutlich war die Kolonialluft zu schnuppern und die guten “Alten Zeiten” die diese Stadt einmal erlebt hat, wie sicherlich viele der hier noch wohnenden weißen Bevölkerung sagen würden. Mittlerweile waren viele der Häuser welche früher sicherlich überwiegend von Weißen bewohnt wurden, von Schwarzen Familien bewohnt.

Angekommen am Haus, welches wir komplett für uns alleine hatten, und das für 550 RAND (ca. 47€) hat sich unser Eindruck verfestigt, dass wir hier in einer ehemaligen Afrikaansen Kolonialsiedlung sind und die Dame eine echte Afrikaanse war  (was ebenfalls dem Dialekt zu entnehmen war). Ein wunderschönes Haus, eingerichtet wie vor 100 Jahren mit entsprechenden Bildern an der Wand und Utensilien ausgestattet:

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Es lebe die Königin und die Kolonie…

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Alle Fenster und Türen selbstverständlich vergittert und die Türen sogar mit einer Vortür aus Eisen (oben in der Küche gut zu sehen). Auch an sowas müssen wir uns wieder gewöhnen wobei wir uns gut vorstellen können, dass dieses heute nicht mehr notwendig ist, da wir aus der Vergangenheit noch in Erinnerung hatten, dass die Durchmischung der Rassen innerhalb von SA viel geringer war als heute. Heute sieht man viel mehr Farbige an Orten an welchen man diese bei unserer Ersten Reise vor ca. 12 Jahren nie vermutet hätte.

Es ist nicht einfach…

…ausser für “uns”.

Was geht heute in den Köpfen der bis 1989 “herrschenden” Rasse vor und was in den Köpfen der bis dahin “untergebenen” Rasse? Für uns als Deutsche, und damit auch Moni und mich nur schwer vorstellbar. Was denken die Farbigen, welche leider immer noch in der überwiegenden Anzahl niedere Jobs ausüben, heute über uns als Weiße? Was denken die einheimischen Weißen über die Farbigen? Wir wissen es nicht und würden es so gerne wissen. Eine Frage die wir sicherlich im Verlauf unserer Reise einigen Menschen stellen werden.

Also – nach der Ankunft in Craddock bin ich dann erst mal wieder einkaufen gegangen. Und da war es wieder – das Gewöhnungsbedürftige. Angekommen am Shop kam erst mal direkt wieder einer auf mich zu und frage “Boss – can I look for your car?” “Yes, sure, no problem” “Boss – thank you so much”.

Rein in den Supermarkt mit einer gewissen inneren Unruhe. Ich bin’s nicht mehr gewöhnt. Nach dem Einkauf, für uns ein normaler Supermarkt mit einem Sortiment wie man es bei uns nicht besser kennt und Preisen die absolut vergleichbar sind zu denen bei uns in Deutschland – wieder raus zum Auto. Was müssen die Menschen vor dem Supermarkt denken die auf “unsere” Autos aufpassen und uns mit den vollen Taschen rauskommen sehen und auch noch beim Einladen helfen. Nein, kein schlechtes Gefühl weil ich Angst hatte, sondern weil die Situation an sich pervers ist – ich kann es nicht anders ausdrücken. An alle die dieses lesen und in einem so schönen Land leben wie wir in Deutschland – uns geht es verdammt gut. Und was Moni und ich mit unserer Familie machen können erfüllt uns umso mehr mit tiefster Dankbarkeit wenn wir hier unterwegs sind und sehen wie die überwiegende Mehrheit der Menschheit lebt. Und dabei geht es den Menschen in SA noch immer viel besser als in den meisten Ländern dieser Welt. Wir merken dass es ein riesen Unterschied ist ob man Bilder über unsere Medien vermittelt bekommt mit der anschließenden Rateshow damit man sie schnell wieder vergisst und sich in sinnloser Zerstreuung verliert, oder ob man in annähernd jeder alltäglichen Situation damit konfrontiert wird. Und wir sind erst wenige Tage hier…

Nachdem ich dem freundlichen Bewacher ein paar Rand für seine Dienste in die Hand gegeben habe hat dieser sich überschwänglich bedankt und gebeten dass Gott mich und meine Familie segne. Nein, ich glaube nicht dass die Gitter notwendig sind. Die Wahrheit ist eine andere, nur haben wir eine Realität geschaffen in welcher es eben so ist!

Nach einer unruhigen Nacht

Am nächsten Morgen nach einer unruhigen Nacht weil wir uns hier nicht so richtige ob der Situation wohlgefühlt haben sind wir dann weiter zu unserem Ziel für die erste kleine Etappe der Reise – nach Port Elizabeth.

Da wir ja nun schon viel mehr gefahren waren als anfänglich geplant gingen die letzten knapp 170km doch recht zügig und wir hatten nach ca. 2 Stunden das Meer mit der Industrie Skyline von Port Elizabeth vor uns:

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Hier hatte Moni schon eine Art Wohnpark rausgesucht, eine Art Holländische Feriensiedlung, in welcher wir glücklicherweise dann auch noch ein kleines Häuschen bekommen hatten, da wir nicht vorgebucht hatten. Das Haus haben wir nun bis zum 17.02., da am 15. unser Dicker kommen soll und wir ein bisschen Puffer eingeplant haben. Man weiß ja nie, was so für Verzögerungen auf dem Seeweg vorkommen können. Das Haus liegt in einer kleinen Ferienanlage und ist wunderschön. Endlich können wir unsere 3 großen Reisetaschen auspacken und müssen nicht jeden Tag wieder mit den Kindern weiter und aus den Taschen leben, ohne richtig Kochen und haushalten zu können. Das Gute ist wenn man mit wenig reist – es passt alles locker in den einen kleinen Schrank den wir im Haus haben Smiley

Die Kinder auf jeden Fall haben einen riesen Spaß hier. Das fing schon auf der Fahrt hierhin an, als wir wieder Strauße und auch die ersten Affen gesehen haben. Lenja brüllte auf einmal von hinten “Ich hab einen Affen gesehen – auf der Straße – der war nicht eingesperrt – wirklich Mama, der war nicht eingesperrt”. Echt klasse, wir sie sich freuen wenn sie jeden Tage 10 neue Dinge entdecken – menschliche, landschaftliche oder tierische…

Hier im Ressort ist wieder ein Ort an welchem es einfach gemacht wird, die wirkliche Welt auszublenden und ich bin ehrlich – es ist bequem und sehr angenehm. Aktuell gehören wir auch zu denen die es perfekt beherrschen. Jedoch hoffen wir beide dass wenn wir mit unseren 5qm auf dem 14 Jahre alten Dicken unterwegs sind, dass wir wieder den Bezug zur Wahrheit finden und nicht nur in der selbst geschaffenen Realität leben die ein Zerrbild ist. Wir hoffen dass unsere Kinder ein wenig davon für ihr späteres Leben mitnehmen werden. Leider ist es uns in Deutschland ja nicht erlaubt sowas zu machen wenn die Kinder ein bisschen älter sind, da sie ja dann in das System müssen welches wir für sie geschaffen haben – wirklich schade. Vielleicht würde es mehr Menschen geben die die Welt und sich selber ändern wollten wenn das System in dem wir leben solche Reisen als Bildung sehen würde. Denn in 6 Wochen Sommerferien von denen dann vielleicht 2-3 auch noch i.d.R. in einem schönen abgeschotteten Ort verbracht werden bekommt man ziemlich wenig mit – ausser die vielleicht organisierten Touren, welche aber wenig mit der Wahrheit zu tun haben.

Aber nun genug von dem Ärger über uns selbst, Moni und mich, dass wir so gut im Ausblenden der Wahrheit sind (wie sagte Buddha doch gleich – “wir leben in einer brennenden Welt”).

Wir sind in Port Elizabeth in einem wunderschönen Ressort und haben gestern Abend bei einem gigantischen Gewitter was wir von einer Terrasse mit Meerblick aus beim Mittagessen erleben konnten unseren ersten Tag verbracht. Unsere kleine Hütte ist echt fein:

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Heute waren wir wieder einkaufen für die Woche und auch schon für die Ankunft des Dicken. Ich war noch im Hardwarestore und hab einige Stecker gekauft da ich keine Lust habe immer mit Adaptern zu arbeiten. Ich hatte schon diverse vorkonfektionierte Kabel vorbereitet zuhause an die ich jetzt nur noch die Stecker schrauben muss.

Louis war da – der Dicke kommt Samstag

Gerade hatte ich mal das Bloggen unterbrochen weil Louis, unser afrikanischer Agent für das Shipping gekommen war und uns erklärt hat, wie das Einschiffen funktioniert. Ein echt netter Zeitgenosse. Er hat schon alle Formalitäten erledigt. Unser Schiff kommt erst am Samstag, nicht am Freitag. Um 9 Uhr treffen wir uns wieder uns holen unseren Dicken ab den wir ca. .30 Minuten laut seiner Aussage haben sollten.

Laut seiner Aussage wollen die hier in Port Elizabeth nicht mal in das Auto gucken, ganz anders als in Durban. Da dauert der Vorgang wohl 1-2 Tage mit aufwändigen Kontrollen. Hier is nix wie er meinte – völlig entspannt. Er hat dann direkt noch angeboten den Mietwagen mit zurück zu bringen und die erste Portion Campingas mit zu besorgen. Ein echt super Service. Kommt uns in der Lodge besuchen, alles ist schon geregelt und bietet dann auch noch weitere Hilfe an. Bezahlt wird es in Bar, sind ca. 8800 Rand für die ganzen lokalen Gebühren incl. Zoll. Moni und ich sind einerseits total glücklich dass alles so einfach ist ärgern uns aber auch gleichzeitig darüber dass wir den Dicken praktisch leer verschifft haben weil so angesagt, und alles in Taschen im Flugzeug mitgenommen haben. Aber naja, Hauptsache wir bekommen den Dicken am Samstag… freu freu Smiley

Was wir nicht wussten und es gut war dass wir Louis gefragt hatten – zurück geht es nur alle 45 Tage. D.h.., wir müssen genau planen wann wie abreisen da der Flug für den 05.08. fest gebucht ist. Allerdings hat die lokale Agentur einen Service und kümmert sich auch um den Wagen wenn er länger stehen muss wenn das Schiff halt noch dauert. Das könnte uns aber vor Probleme stellen wenn wir den Dicken daheim nicht haben. Aber naja, das sind noch 6 Monate Smiley Wir werden zeitig vorher mit Louis telefonieren und er wird alles für uns arrangieren… Echt klasse der Kerl!

So, jetzt guck ich mal wieder nach dem Grill und den 2kg Fleisch in unserem traumhaften Resort…

Und – lecker war es. Die Kinder sind Seelig im Bettchen und schlummern nach einem aufregenden und sehr schönen Tag. Wir lesen jetzt noch ein bisschen und genießen die Stille, obwohl wir im Hintergrund noch die Geräuschkulisse vom African-Cup haben, der offensichtlich heute hier in Port Elizabeth eines seiner letzten Spiele hat. In unserem Ressort sind auf jeden Fall jede Menge Fan’s angekommen, wahrscheinlich für eine Nacht, die sich das Spiel anschauen. Die können hier echt Stimmung machen Smiley Da waren sie wieder die zwei Welten – das gute Leben wie bei uns und das andere Leben, das die meisten Menschen leben müssen (oder manche vielleicht auch wollen) und das es uns, Moni und mir, manchmal schwer macht, hier klar zu kommen.

Ein scheues Reh wird ziemlich mutig

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Manchmal ist man über sein eigenes Kind ziemlich erstaunt und es ist schön zu sehen wie es über sich hinauswächst.

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Bei hochsommerlichen 35° C genießen wir unsere neue Unterkunft mit Pool direkt vor unserer Terrassentüre in Kimberley. Eigentlich wollten wir hier ein bisschen Sightseeing machen, doch bei diesen Temperaturen und dem Glück, eine so schöne Unterkunft zu haben, konnten wir den Wunsch der Kinder nicht abschlagen erst einmal ins Wasser zu springen, daraus wurde dann der ganze Nachmittag und wir haben uns wunderbar entspannt. DSCN1137

Vom Mittag bis zum späten Nachmittag hatten wir den Innenhof für uns, dann bekamen wir “Besuch” von einer Gruppe Südafrikanern aus Kapstadt, die von der Universität hier sind, um Lehrer zu unterrichten. Die Kinder sahen dem lustigen Treiben im Pool gespannt zu, bis sich Lenja entschloß, auch wieder in den Pool zu gehen. Für uns war klar, daß sie, kaum den Badeanzug an und einen Fuß im Wasser, wieder zu uns kommen würde :”Ich trau mich nicht. Du mußt mitkommen….” ist sie doch sonst eher von der zurückhaltenden Sorte was Fremde anbetrifft. Aber oh Wunder, wir konnten es kaum glauben, sie ging ins Wasser, wurde immer mutiger und fing an ihren Ball den Leuten zuzuwerfen. Die Sprachbarriere war mit fröhlichem Gelächter überbrückt und es entwickelte sich ein lustiges Ballspiel.

Ich bin froh, daß sich unsere Kinder so wohl hier fühlen und für die vielen neuen Eindrücke öffnen.

Auf durch`s Burenland

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Bei manchen Leuten hat man das Gefühl, als sei die Zeit stehen geblieben, nicht, weil man ihnen ihr Alter nicht ansieht, sondern weil ihre Weltanschauung sich nicht weiter entwickelt zu haben scheint. So schien es uns (zumindest oberflächlich, wir kennen sie nun nicht näher und wollen keinen verurteile Zwinkerndes Smiley),bei der Begegnung zweier Buren gestern in unserer Lodge.

Kleine Hintergrundinfo:

Die südafrikanische Gesellschaft setzt sich aus mehreren Stämmen/Volksgruppen zusammen. Insgesamt gibt es 11 zugelassene Sprachen, die Hauptsprache ist englisch, da auch auf allen Verkehrszeichen, Infos,… zu finden, und durch die Kolonialisierung auch von fast allen gesprochen.. Neun Sprachen rechnet man der farbigen Bevölkerung zu. Und dann gibt es noch Afriaans, die Sprache der Buren. Afrikaans hat als Ausgangssprache holländisch, von den damals einwandernden Holländern, aber auch andere Worte aus anderen Sprachen wurden übernommen, so daß sich eine eigenständige Sprache bildete, die dennoch mit dem uns bekannten holländisch verwand blieb und, zumindest gelesen, für uns Grenzbewohner, die Nahe der holländischen Grenze wohnen doch einigermaßen zu verstehen ist. Die Afrikaander oder Buren gehörten zu den ersten Siedlern (Holländer ca. 1652) in Südafrika, sie spalteten sich von der  reicheren Schicht ab und verließen die Kapregion (Kapstadt war die erste Siedlungszone), als die britische Herrschaft Kontrolle über das Kap gewann (ca.1795)um als Viehzüchter ihr eigenes Land zu besitzen. Sie waren relativ arm, wollten sich den britischen Gesetzen nicht unterordnen, da diese die Sklaverei nicht gut hieß, die Buren es aber als göttliche Ordnung ansahen, daß sie die “Herrenrasse” waren und die Sklaverei nach ihrer Weltanschauung gottgegeben war. Die ersten Auswanderer sind als die “Vortrecker” bekannt. Mit Planwagen und Ochsenkarren machten sie sich auf den Weg in unbekanntes Land. 1834 kam die Aufhebung der Sklaverei durch die Briten, woraufhin 15000 Afrikaander die Kapregion verließen, dies ist als der “Große Treck “ bekannt. Es gab natürlich noch unzählige Unruhen, Auseinandersetzungen und Kriege, dazu aber ein andermal mehr.

Obwohl sich seit damals viel verändert hat und viele Buren sich auch weiterentwickelt haben Zwinkerndes Smiley , schreien manche danach, doch bitte jedes Klischee erfüllen zu dürfen. Diesen Eindruck erweckten die beiden Herren (Mitte/Ende 40), die uns an der Bar/Rezeption der Unterkunft ansprachen.

Aussehen:  Groß und stämmig wie Rugbyspieler, Pranken als Hände, Finger dick wie Würste. Das Gesicht von einem dicken Vollbart umgeben

Sprache: möglichst afrikaans, englisch nur schleppend, der Alkohl tat wohl sein Übriges und lockerte die Zunge

Lieblingsbeschäftigung: Sport – entweder am TV oder selber beim Angeln und Jagen um dann später mit seiner Beute prahlen zu können.

Einstellung: Traue keinem (womit wahrscheinlich gemeint ist: Traue keinem Schwarzen)

Nahrung: Fleisch, beim Braai (grillen) in großen Mengen ohne Beilage, anscheinend auch Fisch, wenn selbst gefangen und mindestens Kindergroß.

Fortbewegung: Toyota Hilux Pick-Up, damit man auf der Ladefläche die erlegte Beute oder den totgefahrenen Kudu schmeißen kann.

Das der Bure am liebsten deftig ist wurde uns dann bei einem Blick in die Speisekarte noch einmal überdeutlich. Beim Frühstück hatte man die Wahl aus Spiegelei, Speck, Würstchen ,eben das typisch englische Frühstück welches hier, in Südafrika, neben Obst, Cerealien und Joghurt üblich ist, wobei die letzteren gesunden Sachen in dieser Speisekarte nicht vorhanden waren, dafür aber das FRÜHSTÜCK “Nimmersatt” mit einem 300g Steak, Käsesoße, Speck und Chips.- Wer da nicht tüchtig wächst ist selber schuld!

So, nun genug hergezogen über die armen Buren, aber es war echt amüsant.

Nun noch ein paar Bilder von der herrlichen Lage der Lodge. Beim Abendessen auf der Terrasse konnten wir einen schönen Sonnenuntergang genießen. Lenja:” Hier backen die Engel ja auch Plätzchen”

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Auch hier hatten die Kinder wieder genug Spielmöglichkeiten. Das Trampolin wurde gleich in Beschlag genommen, wobei die 33° C Außentemperatur munter weggesprungen wurden. Hüpft man nur kräftig genug ist es wie eine Art Fahrtwind beim Autofahren. Unten am Fluß wurden begeistert die Flußkrebse bestaunt, die sich immer wieder unter Steinen versteckt haben.

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Trotz dieser Ruhigen Lage haben wir in der Nacht kaum Schlaf gefunden, da die kaputte Klimaanlage des Nachbarzimmers Flugzeuglautstärke erreichte.

Wir verlassen J`burg

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Während gestern der Himmel wolkenverhangen war, scheint heute die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Die Luft ist noch angenehm frisch, es riecht nach exotischen Blumen und in den großen Bäumen rings um uns sieht man immer mal ein paar Vögel landen. Ein schöner Tag zum weiterreisen, auch wenn wir hier noch gerne länger bleiben würden, weil wir uns hier sau wohl fühlen. Die Kinder haben hier einen großen Garten zum spielen, so daß unser mitgebrachtes Spielzeug bisher kaum nötig war. Nur die Malsachen sind andauernd in Gebrauch, ansonsten haben wir gestern noch ein Paar Puzzle und Brettspiele gemacht – Puppe, Barbie, Pferdchen und Autos wurden bisher nicht beachtet, wozu auch, wenn sich in der Umgebung so viel neues entdecken läßt. Lenja versucht immer auf die großen Bäume zu klettern und ist stolz, wenn sie es auf die 1,5m hohe Astgabel schafft, Stöcke werden zerkleinert und in eine, mit Regenwasser gefüllte, Steinschale geworfen. Silas hoppst eifrig über Steinplatten die hier im Garten liegen oder kehrt mit Ästen den Garten sauber. Blumen werden gesammelt und die Hunde gestreichelt. – Ein Paradies für Kinder.

Dennoch müssen wir weiter, da wir ja unser Auto morgen in einer Woche in Port Elizabeth abholen wollen. Am Dienstag müssen wir uns schon vor Ort bei dem Agenten melden, der sich hier um darum kümmert, unser Auto durch den Zoll zu bekommen, dafür müssen wir ihm noch einige Unterlagen übergeben. Bis Port Elizabeth sind es noch ca. 1200 km und wir wollen nicht hetzen und ewig lange Strecken im Auto fahren, daher geht es heute erst mal Richtung Kimberley, das sind ca. 500 km, die wir aber mit einer Zwischenübernachtung erreichen wollen, daher wissen wir noch nicht, wo heute unser Zwischenstopp sein wird. Morgen soll es dann weiter nach Kimberley gehen.

Die Kinder fragen immer nach den Tieren, wo sind denn die Tier, aber selbst an kleinem Getier ist hier recht wenig los. Nur Ameisen krabbeln hier an der Hauswand entlang, ansonsten hab ich eine Fliege und eine Biene gesehen, selbst gestern Abend, als wir draußen gesessen haben flog nichts um uns rum. Im Schein der Terassenbeleuchtung war auch nichts zu sehen. Ganz anders als bei uns im Sommer, wo man oft von Wespen umlagert wird und die Mücken und Schnaken im Laternenlicht ein Tänzchen wagen.

Wir sind da!

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Jetzt sind wir endlich angekommen.

Die letzten paar Tage vor unserer Abreise nach Afrika sind wir bei meinen Eltern eingezogen. Hintergrund dessen war, dass wir a) uns so schon geistig ein bisschen von unserer gewöhnten Umgebung verabschieden konnten und b) wir unser Hause “runterfahren” mussten. Da bei uns in Deutschland ja Winter ist, und wir nicht das gesamte Hause so durchheizen wollten als würden wir weiterhin darin wohnen, waren einige Aktionen notwendig, um es auf unsere Abwesenheit vorzubereiten. Dazu zählten im Wesentlichen dass wir alle Wasserleitungen haben leerlaufen lassen, alle Sicherungen ausgeschaltet haben die nicht unbedingt notwendig waren, und eine Videoüberwachung mit automatischem Alarmsystem auf Basis von WebCams installiert haben. Hiermit kann mein Bruder dann über das Internet jederzeit in das Haus schauen, die Temperatur kontrollieren (wir haben die Heizung auf 5 Grad eingestellt) und bekommt automatisch Mails mit Bildern, sobald irgendjemand unser Haus betritt – echt eine feine Sache Smiley

Aber nun zum “ankommen”.

Von Köln nach Frankfurt sind wir mit der ganzen Familie Döll mit dem ICE gefahren, Oma, Opa und Bruder, und natürlich wir 4. Das war eine echte Hilfe. Einerseits für das Gepäck, andererseits für die Kinderbetreuung – die war sichergestellt während Mama und Papa sich um das Einchecken und weitere Formalitäten kümmerten.

Das war dann unser Flug der uns als Familie in Frankfurt dann nun endlich in 2 Einheiten zerteilen sollte:.

Abreise Frankfurt 021

In Frankfurt angekommen konnten wir nach 500m mit dem Gepäckwagen unsere 4 großen Reisetaschen direkt am DropOff-Schalter abgeben – das hat vielleicht 10 Minuten gedauert, weil wir vorher auch schon alle Reisepässe im Onlinesystem erfasst hatten. In den Taschen hatten wir die Kinder-Autositze verstaut, noch ein paar Ersatzteile die ich vergessen hatte und alle unsere Klamotten und eine halbe Apotheke an Medizin, die wir aus DE mitgenommen hatten.

Für die Medizin hatten wir uns extra von der Ärztin einen Schrieb unterschreiben lassen, dass diese nicht für “commercial use” sondern nur für den Eigengebrauch ist – dazu später noch eine kleine Geschichte. Alle Taschen haben wir auf ca.21 kg gepackt, da 23 erlaubt waren und wir nicht wussten, wie genau unsere Waage daheim ging.

Beim Packen haben wir sehr genau darauf geachtet, was alles rein darf und was nicht und so ganz haben wir es nicht hinbekommen. Aber wie sich später zeigte, interessierte es einen Toten, was wir dabei hatten. Ich denke selbst wenn wir eine blinkende und piepsende Einrichtung mit CountDown Timer dabei gehabt hätten, hätte keiner was gesagt – mit Kindern hat man wohl einen gewissen Bonus Smiley

Nachdem wir nun mit der ganzen Familie noch zu Abend gegessen hatten am Flughafen währen eine riesen Demo-Gruppe mit Höllen Krach zum Thema “Nachflugverbot” an uns vorbei zog, ging es zum Abschied. Der war nicht ganz einfach und einige Augen sind nicht ganz trocken geblieben – was aber sicherlich in Anbetracht der Situation und der Zeit die wir weg sein werden ganz normal ist. Anders wäre nicht normal gewesen.

Angekommen am Gate (zwischendurch noch 53 mal die Hände desinfiziert damit auch ja keiner krank wird noch am letzten Tag, konnten wir wieder vom Kinderbonus profitieren. Wir durften mit allen 10 Minuten ehr einsteigen und schon mal gemütlich einrichten, bevor auch nur ein weiterer Gast an Bord kam – echt entspannt.

Und spannend wurd es für die Kinder schon ein bisschen vor dem Einsteigen, als sie gesehen haben, mit welchem Flugzeug wir fliegen. Das war schon echt beeindruckend, besonders wenn man den A380 neben ein paar anderen “normalen” Flugzeugen stehen sieht. Dann realisiert man erst, wie grooooß das Ding ist::

Flugzeug

Der eigentliche Flug war dann relativ unspektakulär. Die Kinder hatten Nasentropfen bekommen, Norofen und einen Kaugummi für den Start und die Landung damit es mit dem Druckausgleich klappt. Wir hatten auch noch spezielle Ohrenstopfen die wir nach 2 Minuten aber schon wieder rausgenommen hatten da die Kinder nicht im Ansatz Probleme mit dem Anstieg oder der Landung hatten. Nachdem wir dann das Abendbrot hinter uns hatten gings  ans Schlafen. Silas hatte ein Paar Minuten Probleme bis er die richtige Position gefunden hatte da er auch total platt war, so gegen 23:30 Smiley Lenja ist einfach eingeratzt und hat dann bis morgends so gegen 7 Uhr durchgeschlafen, wie Silas dann auch. Moni und ich hatten es leider nicht so gut, da wir auch noch 50% von unserem Platz an die beiden abgedrückt hatten.

Ankommen in Johannesburg

Nach der Landung waren wir dann natürlich die letzten, die das Flugzeug verließen, waren ja aber auch die ersten, die eingestiegen sind.

Und da war er wieder –. der Kinderbonus Smiley Da wir die letzten waren die das Flugzeug verlassen hatten, waren wir auch die letzten, die sich beim Customs (Grenzkontrolle) an stellen durften, hinter den 450 anderen Gästen, die mit uns an Bord waren. Keine 10 Sekunden und eine super freundliche Zollbeamtin (kleiner Ausschwenker – als wir landeten hatte ich auf Lenja’s Monitor im Flugzeugsitz die Frontkamera des A380 eingestellt so dass sie sehen konnte, was genau vor dem Flugzeug auf dem Boden passiert. Als dann einer der Flugzeugeinweiser in der Kamera zu sehen war rief Lenja total laut durch das ganze Flugzeug “Mama – da ist ein echter Afrikaner – ehrlich – ich hab einen gesehen!” – da hatten wir die Lacher auf unserer Seite Smiley Und Silas fragte als wir gelandet waren “Mama – wo sind denn hier die Tiere in Afrika?” – echt süß) kam zu uns und sagte, dass wir mit Kindern an einen Spezialschalter gehen konnten, damit wir nicht warten mussten. 5 Minuten später waren wir offiziell in SA angekommen.

Ich hatte ja schon erzählt dass wir einiges dabei hatten wo uns nicht so klar war, ob und wie man das mitnehmen darf, wir uns aber vorbereitet hatten. Also – nicht zum grünen (nothing to declare) Schalter des Zoll sondern zum roten (goods to declare). Die Jungs waren gerade damit beschäftigt ein paar Taschen zu filzen, guckten mich an und fragten nicht gerade gut gelaunt “anything to declare?”. Hab dann gesagt dass wir Medizin mitgebracht haben und ich war noch nicht ganz fertig und uns wurde gesagt dass wir doch bitte weitergehen sollten Smiley Also – Einreise alles super entspannt und sehr freundliche, hilfsbereite Zollbeamte.

Und für die, die es nicht glauben können, auch in Afrika gibt es Hochtechnologie und tolle Rollbänder an den Flughäfen – hier der Beweis:

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Mit dem netten Mann der den Rollstuhl schiebt sind wir glatt noch ins Gespräch gekommen. Er konnte, zumindest ein paar Worte Deutsch, Chinesisch, Japanisch, Französisch,… Und das alles selbst beigebracht weil es es so interessant fand..

Erste Besorgungen

Im Flughafen sind wir dann zuerst mal zu einem Handy-Shop (MTN) und haben uns 2 Prepaid-Karten für unsere Handys gekauft, damit Moni und ich uns auch gegenseitig erreichen können. MTN hat in SA die beste Netzabdeckung, wie bei uns in DE D1. Dazu brauchte ich meinen Reisepass und eine Kreditkarte – das war’s. Rein in den Shop – nette Dame macht alles fertig, richtet die Karten ein, schreibt die Mobilnummern drauf, lädt die Karten mit 300 Rand auf und wir hatten 2 funktionsfähige PrePaid-Karten und waren erreichbar – geht alles genau so einfach wie bei uns – wenn man Englisch spricht Zwinkerndes Smiley

Und ein weiteres Beweisfoto für die noch immer Ungläubigen – ein Flughafen in Afrika sieht nicht viel anders aus als bei uns:.

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Hiernach haben wir uns unser erstes Geld geholt am Bankautomaten und sind zur Autovermietung. Da hatten wir leider ein bisschen Pech, weil die Wagenrückläufe sehr zäh an dem Tag waren und wir eine knappe Stunde warten mussten, ehe ein Wagen für uns da war. Jedoch haben wir dann einen schönen, neuen Chevy bekommen in den unser Gepäck locker passte – echt großes und schönes Auto. Also – Navi angeschmissen, und auf zum Guesthouse. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell, nur den Schalthebel hab ich das ein oder andere Mal an der rechten Seite gesucht Smiley 

Unsere erste Unterkunft

Die war ein bisschen schwer zu finden, denn die Straße in der es liegt ist nicht eine die sich von Anfang bis Ende einfach durchzieht, sondern über mehrere Ebenen verteilt ist, was wir so nicht wussten.

Moni ist also zwischendurch mal ausgestiegen und hat gefragt, weil wir mittlerweile am Ende unserer Kräfte waren und die Kinder auch total platt. Dazu waren es noch gute 30 Grad draussen. Der Nette Mann sagte dann, dass dieses eine komische Straße sei und er uns am besten direkt zum Guesthouse bringen würde. Gesagt – getan – er in sein Auto, wir hinterher, und nach 5 Minuten waren wir dann auch da. Noch mal nett Tschö sagen und winken – und wir hatten unser Auto geparkt.

Steve, der Besitzer des GuestHouse, kam direkt auf uns zu und meinte – “hi – I’m Steve – how are you?” – und wir wussten hier fühlen wir uns wohl. Er zeigte uns dann unser Zimmer (ehr ein Appartement mit 3 Zimmern) und nach dem Auspacken des Gröbsten haben wir dann erst mal den Pizzaservice angerufen. Der hat prompt nach 30 Minuten geliefert und – ganz typisch Deutsch – 2 gute Pizzen, eine leckere Lasagne und einen Griechischen Salat vorbeigebracht Smiley Nach dem Verspachteln ab ins Bett für 2 Stunden und dann raus auf die Terrasse und das riesen Grundstück. Nach einem abkühlenden schönen Gewitter und dem Rest Pizza gings dann ins Bett, aus dem wir erst heute Morgen um kurz nach 8 wieder aufgestanden sind. Jetzt sind wir alle schwer erholt, angekommen und beginnen unser neues Leben für die nächsten 6 Monate hier im wunderschönen und freundlichen südlichen Afrika Smiley

Ach ja – das GuestHouse ist echt zu empfehlen. Liegt ca. 40km weit entfernt von Flughafen Johannesburg in einem Randbezirk, ist nicht zu teuer und hat super nette Besitzer und tolle Zimmer: www.fleetstreetguesthouse.co.za. Nur die Straße ist ein bisschen schwer zu finden – selbst mit Navi – aber da die Südafrikaner ja ein super nettes und hilfreiches Völkchen sind war auch das kein Problem und wir hatten Bingservice bis vor die Haustür Smiley Ach ja – der Pizzaservice ist auch zu empfehlen und free WLAN gibt’s auch…

Der erste richtige Tag

Nun haben wir den ersten richtigen Tag hinter uns und es fühlt sich immer noch nicht so richtig angekommen an, bestimmt auch, weil wir hier noch in Johannesburg sind wo vieles einfach noch so ist wie bei uns, ausser das Wetter, die Sprache und die Nettigkeit der Menschen (die sind hier nämlich echt irgendwie alle super).

Viel zu erzählen gibt es nicht, da wir nur einkaufen waren, ein bisschen essen und dann wieder ins GuestHouse. Wir mussten noch ein paar Sonnenbrillen erstehen, da wir es nicht mehr geschafft hatten, daheim noch welche zu kaufen. An der ersten größeren Ampel kam dann auch direkt das passende Angebot auf uns zugestürmt als rot war. Der Kollege klappte mal locker 30 Sonnenbrillen aus seiner Rolltasche und wollte welche loswerden. Trotz 100% UV-Schutz-Aufkleber haben wir uns dann dazu entschieden, hier keine zu kaufen Smiley

In der Drogerie im “Open Market” (das ist so eine Ansammlung von kleinen Geschäften auf einem Platz an der Straße) haben wir dann aber welche gefunden, Auch die haben den besagten Aufkleber und wir sind mal gespannt, wann uns die Iris wegbrutzelt (denn auch die waren echt günstig, aber sonst haben wir nix gefunden brauchten aber dringend was wegen der Sonne).

Wieder angekommen im GuestHouse gings weiter wie schon gewohnt dabeim in DE. Moni und Sili gemeinsam Unfall – über eine Stufe gefallen und Kie aufgeschrabbt, Lenja auf das Schienenbein aufgeschrabbt, und ich hab glück gehabt. Konnt mich noch zurück halten und bin mal gespannt wann es mich erwischt.

Nachdem wir dann unseren Riesen-Salat und die Honigmelone verputzt hatten die wir uns aus dem Open Market mitgebracht hatten noch schnell geguckt wo wir morgen hinfahren (auf dem Weg nach Port Elizabeth), zwie, drei Übernachtungsmöglichkeiten im Internet rausgesucht (wer weiß wann wir wieder Zugang haben?) und abschließend noch ein paar Zeilen im Blog.

Das war unser erster richtiger Tag in Afrika – völlig unspektakulär und mit den typischen Herausforderungen die man so als kleine Familie jeden Tag zu bewältigen hat.

Jetzt sagen wir mal wieder tschüß bis zum nächsten Eintrag, wenn wir mal wieder Internet haben – die nächsten Tage werden ehr ländlich (oder wie man bei uns sagen würde – am A… der Welt) Zwinkerndes Smiley

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