Gestern sind wir ein bisschen an den Strand nach Port Elizabeth gefahren und haben uns dort für die Kinder 2 Schäufelchen und Eimer für den Sand erstanden. Am Strand konnten wir wieder feststellen, wie offen doch die Südafrikaner sind. Am Strand kam dann ein Pärchen mittleren Alters, so um die 50 auf uns zu und fragte, woher wir kommen. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und die beiden haben uns ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Er war mittlerweile das dritte mal verheiratet. Seine erste Frau hatte ihn nach einem Jahr verlassen. Seine 2. war verstorben und seine damalige Haushälterin war nun seine 3. Frau und sie waren gerade im verflixten 7. Jahr ihrer Ehe. Die eine Tochter war nun 21 und wurde mit 16 schwanger. Nun hatten die beiden eine Enkeltochter die im Alter von Lenja war. In Port Elizabeth waren beide auf der Suche nach einem Haus weil er beim Militär war und nun Pretoria nach Port Elizabeth verlegt werden sollte. Sein einer Sohn der schon hier für eine Weile lebte hatte vor kurzem seinen Job in einem Restaurant verloren in welchem er knapp 4.000 Rand im Monat (ca.340€) verdient hat. Es gab da wohl Probleme mit dem Chefe, weil er schwul war und der ihn gängeln wollte indem er ihn in schlechte Schichten einteilt.

Und noch viel mehr…

Wo erfährt man so viel Offenheit wenn man sich gerade 5 Minuten kennt? Und das war nicht das erste mal dass wir direkt angesprochen und einbezogen wurden. Hier ist es sehr einfach, wenn man selbst eine gewissen Offenheit und Neugier mitbringt, in diesem Land “anzukommen” und sich überhaupt nicht als Fremde zu fühlen.

Wider angekommen in unserem kleinen Heim für diese Woche haben die Kinder ganz aufgeregt aus nächster Nähe ihre ersten Afrika-Tiere erlebt (wie Lenja und Silas gesagt haben).

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Aus unserem Areal lebt eine Kleine Affen-Kolonie die lustig in den Bäumen und Palmen rumtollen und dabei ihren Spaß haben. .Die Beiden sind von den Tierchen gar nicht mehr losgekommen und Sili fragt heute schon den ganzen Morgen “wann wieder zu den Affen gehen?”.

Den Abend haben wir dann ganz entspannt in unserem Resort verbracht und haben am Strand die ersten Meeresschätze erbeutet. Lenja und Silas haben diverse schöne glänzende Muscheln und Korallen erbeutet die hier am Strand in großen Mengen liegen.

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Wir können dabei direkt von der Terrasse auf der er sich herrliche zu Abend essen lässt zum Meer gehen und haben einen wundervollen Blick auf den indischen Ozean (an der Westküste sind wir am atlantischen Ozean, hier wird das Wasser keine Badetemperatur mehr haben). Jedoch ist beim Band Vorschicht angebracht da hier Haie heimisch sind und nicht der gesamte Strand mit Hai-Netzen ausgestattet ist sondern nur kleine gekennzeichnete Zonen.

Wie gesagt – den Tag gestern haben wir dann bei angenehmen 25 Grad, Meeresrauschen und einem wundervollen Ausblick zusammen mit den Kindern ausklingen lassen und sind geblieben, bis es dunkel war auf einer Terrasse, die wir die meiste Zeit für uns komplett alleine hatten…

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In dem Sinne – eine gute Nacht und schöne Träume beim Rauschen des Meeres wünschen euch die Döll’s aus Afrika.