Heute nicht viel Text, sondern ein paar mehr Bilder, da wir einen wunderschönen Ort gefunden haben, den wir morgen noch mal besuchen werden.

Irgendwie haben wir das Zeitgefühl verloren. Wir fragen uns immer öfter welcher Tag es ist und haben auch kein richtiges Gefühl mehr für die Uhrzeit. Moni und ich haben noch nie Uhren getragen und konnten eigentlich immer ganz gut einschätzen, wie spät es ist. Aber im Moment müssen wir immer schauen welche Zeit wir haben, da wir mittlerweile das Gefühl dafür ganz verloren haben. Irgendwie ein schönes Gefühl.

Nachdem wir heute Vormittag im Walmer Park Shopping Center in Port Elizabeth in einem Buchladen 2 Bücher gekauft haben, einen Camping-Führer und einen Führer mit Offroad-Strecken in SA, Namibia, Botswana, Angola,… (es war gar nicht so einfach einen Buchladen zu finden, die haben hier echt Seltenheitswert, und in DE ist kein gescheiter Führer für Camping in SA zu finden gewesen), haben wir ein bisschen unsere Umgebung um unser Interims Zuhause erkundet. Direkt angrenzend ist ein Naturreservat in welchem es auch Pinguine gibt, die wir aber noch nicht besucht haben.

Das Permit bekommt man bei uns direkt in der Lodge um mit dem Auto einzufahren. Am Ende eine Straße (die hört da dann auch ganz auf), ist der Leuchtturm von Port Elizabeth der einem eine wunderschöne Kulisse bietet in Richtung See.

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Direkt am Leuchtturm haben wir geparkt, wo die Straße aufhört. Dann ein paar hundert Meter und eine Kolonie Einsiedlerkrebse von nicht weniger als 50 Stück (mit denen die Kindern ihre Freude hatten – die Krebse wohl ehr nicht so sehr Smiley)

hat Lenja dann eine riesige Qualle gefunden, die ihren Dienst in der See allerdings schon eingestellt hatte.

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Mal locker 50 cm im Durchmesser dürfte diese sicherlich zu den größeren Exemplaren gehören. Das Wasser selber hatte Badewannentemperatur dadurch dass der Strand ganz seicht ins Meer ging konnten wir den größten Teil des Weges im Wasser zurücklegen. Eine halbe Stunde Fußweg vom Leuchtturm entfernt (mit diversen Zwischenstopps weil mal wieder irgend etwas interessantes gefunden wurde wie z.B. ein riesiger Dino-Knochen, der dann die nächste Stunde auch ganz konsequent mitgenommen wurde, dann aber nicht mehr mit ins Auto konnte, weil der schon mit den 250kg (zumindest gefühlte) gesammelten wunderschönen perlmuttglänzenden Muscheln von Esstellergröße bis Babymuschel total überladen war)

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sind wir dann auf eine Art kleines Felsenriff gestoßen welches eine Art Insel darstellte. Das Ganze war landschaftlich ein Traum und kein einziger Mensch im Umkreis von ein paar Kilometern. Die untergehende Sonne tauchte die Umgebung in ein wunderschönes Licht wie wir es auf unseren Breitengraden gar nicht kennen. Hier im Hintergrund das kleine Inselriff, auf dem wir uns eigentlich die meiste Zeit aufgehalten haben und die Kinder wunderschön spielen konnten.

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Auch auf dem kleinen Inselriff konnten die Kinder, umschlossen von Wasser, wieder eine ganze Zeit gedankenverloren spielen, suchen und Bauen. Im Hintergrund sieht man hier die Dünen und das seichte badewannenwarme Wasser durch das man gehen konnte um dann auf diese kleine Insel zu kommen. Und immer wenn das Wasser mit den Wellen kam und ging spielte sich in diesem seichten Wasser ein kleines Drama mit den eben schon erwähnten Einsiedlerkrebsen ab. Denn wenn das Wasser niedrig war krabbelten diese lustig mit ihren oft viel zu großen geklauten Schneckenhäuschen durch die Gegend und wenn das Wasser dann wieder kam klammerten sie sie fest an den Boden fingen aber irgendwann von der Strömung weggerissen wild an durch die Gegend zu kullern – die kleinen süßen Kerlchen. Und wenn man dann einen in die Hand nahm war erstmals nichts mehr zu sehen und irgendwann kamen dann die Beinchen und Augen raus und haben erstaunt geschaut, warum man denn wohl nun in der Luft hängt Smiley

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Nach diesem kleinen Erlebnis haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht und mal beim Addo Elephant National Park nachgefragt, ob da am Wochenende noch was frei ist. Der Nationalpark liegt ca. 60km nördlich von Port Elizabeth und beheimatet die Big Five (plus wenn Saison ist Wale und den Weißen Hai – deswegen sagt man auch die Big Seven). Hier wollen wir unsere ersten beiden Nächte zubringen von Sonntag auf Dienstag, wenn der Dicke denn da ist. Denn so schnell werden wir in keinen weiteren Nationalpark kommen in welchem man eventuell die Chance hat, die größten und schönsten Tiere Afrikas zu sehen. Und da Lenja und Silas eigentlich jeden Tag nach “Afrika-Tieren” fragen haben wir uns entschlossen, noch mal diesen kleinen Abstecher in die “falsche Richtung” zu machen.

Wir sind mal gespannt, ob wir hier noch einen Platz bekommen, sind aber ganz guter Dinge, da keine Hauptsaison ist.