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Abschluss Transfontier und ein bisschen Urlaub

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Beim letzten Eintrag hatte ich ja erzählt, dass von Dewi und Werner und ihrem Unimog (wunderschönes Reisegefährt) der Wassertank undicht war (ist). Die beiden hatten wir ja in Port Elizabeth kennen gelernt und uns spontan mit ihnen angefreundet. Und da wir uns spontan für den Transfontier in Mata Mata verabredet hatten, haben wir am ersten Abend erstmal gemeinsam bei Dewi und Werner super lecker dinniert. Die beiden mussten ein Chalet nehmen, da der Campingplatz (wie so oft) “fully booked” war, in der Realität aber natürlich mal wieder nicht. Das bekommen die hier in Afrika irgendwie alle nicht geregelt. Andauernd sind Plätze vollkommen ausgebucht (in Namibia und Botswana ist das bei den Plätzen vom Staat besonders schlimm) und dann aber nur zu Hälft voll, oder teilweise komplett leer. Die haben einfach keinen Bock zu arbeiten und sagen dass alles voll ist. Weil wenn Gäste da wären, müsste ja mal einer sauber machen. Die spielen viel lieber am Handy, schreiben SMS oder bohren in der Nase – ist echt so. Nicht selten wird man gerade bei staatlichen Einrichtungen als absoluter Störfaktor behandelt. Das empfinden nicht nur wir so, sondern jeder der unterwegs ist und was mit diesen Stellen zu tun hat ist schier der Verzweiflung nahe. Mittlerweile gibt es Agenturen die man teuer bezahlen muss und die sich dann darum kümmern, dass man unterkommt – vielleicht bestechen die ja die Mitarbeiter dort, damit sie sich mal bewegen und deswegen muss man so horrende Summen für diese “Dienstleistung” zahlen. Aber auch in Restaurants, das fällt uns hier in Namibia extrem auf, kommt man sich oft als Störfaktor vor wenn mal wieder 5 Angestellte zusammenstehen und erzählen oder an den Handys spielen und man einfach nicht bedient wird. Wenn man dann selber hingeht wird man auch noch böse angeschaut, warum man denn jetzt stören kommt (gerade wieder erlebt im Oanab Resort als wir ein Eis bestellen wollten). Da ist es kein Wunder, dass hier nix voran geht und so viel total verfällt, wenn so viele eine solche Arbeitseinstellung haben. Aber nun zurück zum Dinner… Jeder hat sein Grillfleisch mitgebracht und Dewi hat einen wunderbaren schwäbischen Kartoffelsalat gemacht – einfach oberlecker…

Gemeinsames Abendessen

Und ach ja – geschlafen haben die beiden in der Nacht übrigens in ihrem Unimog – in dem weit über 100€ teuren Chalet wurde der Generatorstrom um 10 Uhr abends genau so abgeschaltet wie auf dem gesamten Platz. Und damit fiel dann auch die Klimaanlage aus. Was die Erbauer aber nicht bedacht hatten – wenn es Tagsüber über 30 Grad ist, sich die Hütte aufheizt und dann abends die Klimaanlage abgeschaltet wird, wird es bei geschlossenen Fenstern unerträglich. Denn – weder vor den Fenstern noch über dem Bett sind Moskitonetze – was dazu führt dass wenn man die Fenster aufmacht damit man noch atmen kann und nicht gegrillt wird – wird man von den Moskitos aufgefuttert… Na, das hatte sich so richtig gelohnt das Chalet Trauriges Smiley

Am nächsten Tag haben wir uns dann daran gemacht, nach der Leckstelle im Tank zu suchen und den zu dichten – wie sich später herausstellte leider ohne Erfolg Trauriges Smiley Im Unimog innen drinne einiges zerlegt, da der Tank extrem verbaut ist, und dann mit Sikaflex so gut es geht die inneren Schweißnähte abgedichtet.

Tank1

Hier hänge ich gerade Kopfüber im Tank und versuche die Nähte zu dichten. Für mich als Linkshänder war es wesentlich einfacher den Arm so zu verdrehen, dass man an die Naht kam, als für Werner. Daher haben wir einfach die “Rollen” getauscht und ich war dankbar, dass ich mal wieder was zu frickeln hatte Smiley Die Kinder hatten ihren Spaß dabei und haben alles genau beobachtet und wurden von Dewi mit Leckereien versorgt.

Kinder bei Dewi&Werner

An diesem Abend haben wir dann bei uns gemeinsam Abend gegessen. Und – wir hatten noch einen “Special-Guest” – den Dirk. Der ist auf dem Foto noch nicht mit drauf. Er ist genau wie ich in der IT unterwegs und hat sich ein Jahr Auszeit genommen. In dieser Zeit ist er auch durch Afrika gereist – alleine – und hat seine Field-Guide-Ausbildung in Südafrika gemacht (wird im allgemeinen fälschlicherweise als Ranger bezeichnet). Ganz ehrlich – unseren höchsten Respekt davor sowas zu machen. Dirk haben wir später noch mal im TweeRevieren-Camp getroffen und auch da noch mal gemeinsam Abend gegessen – er ist ein super klasse Typ und vor dem was er so alleine macht kann man nur höchsten Respekt haben!

Gemeinsames Abendessen2

Ach ja – Dewi als Fotografin fehlt leider auf dem Foto – aber da bekommen wir bestimmt noch eines mit ihr drauf Smiley

Nun wieder zu der Dichtaktion. Leider mussten wir dann am nächsten Tag nach der Trocknung der Dichtung feststellen, dass es wohl nicht geklappt hat. Wir hatten zwar auf anderes gehofft, aber es hatte nicht sollen sein. Da wir aber einen Edelstahltank dichten mussten und keinen Primer/Activator hatten und eigentlich auch nicht das ideale Sikaflex bestand halt die Möglichkeit, dass es in die Hose ging – und das ist eben auch passiert. Dewi und Werner sind jetzt aktuell in Windhoek und haben den Tank nun aufschneiden lassen und dichten noch mal von Neuem – mit Primer und Activator. Heute soll dann der Dichttest sein (Freitag, 27.04.) und wir drücken alle ganz fest die Daumen, dass das bloß klappt… Und da wir morgen auch nach WDH fahren ins gleiche Camp sind wir schon sehr gespannt, ob das geklappt hat…

Und nun noch zu ein paar Bildern vom Park. Und was uns diesmal sehr überrascht hat – Tiere ohne Ende, und vor allen Dingen Raubtiere ohne Ende. Zum Ende unserer 9 Tage konnten wir schon keine Löwen mehr sehen Zwinkerndes Smiley Aber auch kein Wasser mehr, da nicht wenige der Straßen immer wieder unter Wasser standen und wir immer wieder durch mussten oder auch umfahren mussten. Die Krönung war dann eine Mercedes B-Klasse die wohl mit einem Motorschaden abgesoffen ist. Teilweise waren die “Pfützen” so tief, dass selbst wie bis zur Mitte Kühler im Wasser standen. So ein normaler PKW säuft dann komplett ab. Da kann man echt nur sagen dass die Leute wirklich dumm sind, mit normalen PKW durch solches Wasser zu fahren. Wenn der Motor über die Luftansaugung Wasser ansaugt, ist er halt geschrottet…

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Nicht zu vergessen – die Fotos sind in einem Wüstenpark gemacht in dem es normalerweise außer künstlicher Wasserstellen kein (bzw. eben nur extrem selten) Oberflächenwasser gibt!

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Auch für einen Geländewagen ist Wasser nicht lustig (und eigentlich kein erfahrener Offroader mag es wirklich). Denn dieses geht natürlich durch alle Ritzen, spült die Fettung raus, geht durch Dichtungen und und und. Sowas ist im Nachgang immer mit Arbeit verbunden Trauriges Smiley Aber naja, kann man halt nix dran machen und die Natur hat dringend den Regen gebraucht. Neben dem Mercedes hatten wir in einem Camp noch jemandem mit einer geschrotteten Freilaufnabe (Wasser rein), 2 Wagen die sich nicht mehr starten ließen,… Und natürlich ein paar Touristen die mit ihren Mietwagen meinten dass das alles super toll wäre – ist ja nicht ihr Auto. Aber Idioten gibt es halt immer.

Aber nun zu den schönen Erlebnissen. Immer wieder große Gruppen von Tieren, welche die für Nachwuchs sorgten, oder einfach nur den alltäglichsten Bedürfnissen nachgingen, ohne sich dabei von Beobachtern stören zu lassen. Manche auch ganz easy auf der Straße als Roadblock. Aber sehr einfach selber.

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Manche spielen auch im Wasser, oder einfach nur verstecken. Oder auch Hälse umeinander schlingen oder Mama hinterher laufen. P1040182 P1040217P1040239 P1040591P1040578 P1040417

Bei manchen stellt sich dann die Frage, ob sie ob der aufblühenden und auflebenden Natur nicht ein wenig übermütig werden – zu viel der Frühlingsgefühle Smiley

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Ober der es wohl schafft die kleine Antilope zu erlegen? Wie viele Löwenmännchen könnt ihr eigentlich im Bild oben rechts in der Ecke entdecken?

Aber neben den großen gibt es natürlich auch die kleinen, die wir nun endlich zum ersten Mal auf unserer gesamten Reise entdeckt haben – die Erdmännchen. Und da ich einer netten Kollegin von Bayer das erste Bild ihr versprochen habe, möchte ich dieses nun auch ihr widmen – der lieben Christina für ihren Sohn!

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Und da die Moni dieses Mal bei unserem Besuch im Park gaaaanz fleißig gefilmt hat, hier ein kleiner Zusammenschnitt einiger unserer Erlebnisse in Bewegtbildern und mit Ton.

Und nun mal wieder zu einem sehr positiven Ereignis im Park mit Menschen. Ich hatte im TweeRevieren Camp festgestellt, dass an der Rückbremse von unserem Little auf der Rechten Seite die rechte Bremsbacke annähernd komplett runter war. Warum, das kann ich mir bis heute nicht erklären, zumal alle anderen an den Hinterbremsen noch für locker 2-3tkm gut waren. Mit dem Problem zur Rezeption gegangen und von da zur Werkstattleitung geschickt. Der Manager hat mir dann offenbart dass sie am nächsten Tag einen Truck in Richtung Stadt schicken würden und mir gerne Ersatzteile mitbringen könnten. Er hat mir dann auch direkt noch die Telefonnummern von 2 Zubehörhändlern rausgesucht und von der Rezeption aus konnte ich kostenfrei anrufen. Nachdem ich dann mit einem der Händler telefoniert hatte und er mir die Teile beiseite gelegt hatte, bekam dann der Werkstattleiter das Geld von mir um die Teile für mich abzuholen und bezahlen zu können. Am übernächsten Tag morgens um 7 Uhr habe ich mir die Bremsklötze dann abgeholt und direkt eingebaut. Das war mal ein super Service und eine rühmliche Ausnahme vom “ich hab keinen Bock irgend was zu tun” was uns im Moment hier überall umgibt.

Nach dem Park sind wir dann wieder zurück nach Namibia. Über einen Zwischenstopp bei einer kleinen Farm sind wir dann zu einer Lodge gefahren, bei der wir auch vor gut 5 Jahren schon mal gewesen sind – Bagatelle. Sehr schön gelegen in den roten Dünen, kann man hier neben sehr gut Essen, auch noch einiges andere machen. Wir haben uns für eine Gepardenfütterung mit anschließendem Sundowner und Abendessen entschieden. Leider war die Fütterung und auch der Sundowner nicht mehr vergleichbar mit dem, was wir vor 5 Jahren erlebt hatten. Der Sundowner war etwas lieblos und die Gepardenfütterung nur noch das fressen lassen der Geparden aus dem Fressnapf mit anschließender Fotosession bei der man die Geparden streicheln konnte. Das hatte so garnichts mehr natürliches und war komplett anders, als wir es damals erlebt hatten. Da wir von solchen Events wenig halten bei denen jegliche Natürlichkeit verloren geht, haben wir da dann auch nicht “mitgestreichelt”. Aber ein paar Fotos hats trotzdem gegeben, aber eben kein natürliches Erlebnis Trauriges Smiley Und was uns auch überrascht hat – die Preise haben sich durchgängig für alles annähernd verdoppelt in den 5 Jahren was Tourismus betrifft. Das ist leider (und das gilt nur für Namibia) sehr durchgängig der Fall. Allerdings hat die Preisverdopplung bisher noch nirgendwo dazu geführt, dass sich auch die Qualität, der Service oder das Angebot verbessert haben. Das Gegenteil ist der Fall und mache Betreiber lassen durch die Blume durchblicken, dass auf Grund der politischen Situation in Bezug auf die weißen Namibier (ihnen wird offen von bestimmten Volksgruppen öffentlich (auch in der Presse) gedroht dass man ihnen ihr Eigentum wegnimmt, ohne dass die Politik etwas dagegen sagt) eine Art Mitnahmeeffekt eingetreten ist. Nach dem Motto – so lange es geht noch das mitnehmen, was man bekommen kann. Das ist natürlich sehr schade und schadet dem ganzen Land.

Die folgenden Bilder sind also bei der Fütterung, und nicht in der Wildnis entstanden…

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Es gab aber auch noch frei lebende Tiere dort, die ein wirklich tolles Erlebnis waren – die Erdmännchen. Sie sind nicht nur fotogene, sondern auch sehr soziale Wesen, wie ihr an einem kleinen Video unten sehen könnt. Das war echt ein total cooles Erlebnis.

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Aber seht nun selbst, was die Einstellung “gemeinsam sind wir stark” alles bewirken kann…

So, morgen machen wir uns nun auf Richtung Windhoek und übermorgen muss Thomas in den Flieger und tritt seine Heimreise an Trauriges Smiley Unser Little muss in die Werkstatt – das Getriebe leckt, das hintere Diff ist undicht und er braucht einen Ölservice. Und noch immer bin ich nicht dazu gekommen, alles was ich schreiben wollte hier in den Eintrag zu packen. Es ist einfach zu viel zu tun. Aber hoffentlich komm ich beim nächsten Mal dazu. Dann erzähl ich was über die immensen Gehälter und Vergünstigungen im öffentlichen Dienst in Namibia, jede Menge tote Kleinkinder mit anonymen Todesanzeigen in den Zeitungen die man in Mülleimern, Koffern oder sonst wo findet, das extrem zugenommene Betteln und noch einiges mehr.

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Aber bis dahin sonnige Grüße aus Namibia – Wir4 + 1 Smiley

PS: Lieber Kalle – das ist das Dankeschön für Dich, weil Du bei dem Rätseln mitgemacht hast. Hiermit senden wir Dir ganz liebe Grüße aus Afrika…

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PPS: Wie immer mal wieder zwischendurch – Rechtschreib- und Syntaxfehler bitte verzeihen – ich schreibe zum Spaß für Familie und Freunde und nicht professionell. Wir stecken die Zeit lieber in gemeinsame Erlebnisse anstatt in Zeit am Computer-(Ding) 😉

Grünes, nasses Namibia und eine Planänderung

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Jetzt haben wir ihn bei uns, den Thomas Smiley Nachdem wir eine erste entspannte Nacht in Windhoek mit ihm im Urban Camp verbracht haben, lecker Abend gegessen und gefrühstückt, sind wir aufgebrochen direkt in den Naukluft Park an die Blutkuppe. Das kennt ihr ja schon aus einem unserer älteren Einträge. Also von der westlichen Zivilisation in die absolute Stille. Wir haben schon gemerkt dass dieses mal etwas anders war – das Wetter. Schon in Windhoek hatten wir nicht wenig Regen – zum Glück größtenteils nachts. Auf dem Weg in den Naukluft war es dann durch den vielen Regen alles wunderschön grün.Teilweise hatte man das Gefühl dass man durch eine bayrische Wiesenlandschaft fährt. Bayrisch deswegen weil es auf dem Weg von Windhoek in den Park durch eine Bergkette geht.

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An nicht wenigen Stellen mussten wir dann auch relativ langsam fahren, obwohl wir auf einer Hauptstraße (Grafel) waren, da es Verwaschungen durch den vielen Regen gegeben hat. Und auch im Park selber konnten wir dann abends immer um uns rundherum (zum Glück nicht über uns) schönes Wetterleuchten und jede Menge Regen beobachten. Durch den vielen Regen ist dann nicht nur die Pflanzen- sondern auch die Tierwelt zu neuem Leben erweckt. Die Kinder haben das ausgenutzt und wieder einen Tierzirkus gebaut – diesmal mit Tausendfüßern – und sie das Hochseilklettern gelehrt Smiley

Vom Naukluft ging es dann weiter nach Swakop. Eigentlich wollten wir hier mit Thomas einen Teil seines Geburtstagsgutscheines einlösen den er von seinen Arbeitskollegen bekommen hat und mit ihm Tommys Wüstentour machen. Aber daraus ist dann nichts geworden weil Thomas prompt am Abend vorher eine Magenverstimmung bekommen hat und es ihm garnicht gut ging Trauriges Smiley Somit mussten wir die Tour dann alleine machen – wirklich sehr schade! Aber weil auch wir 4 uns schon so sehr darauf gefreut hatten haben wir sie nicht komplett abgesagt und wir sind mal wieder froh gewesen, sie gemacht zu haben. In gut 6 Stunden haben wir wieder super viel über die Tiere und die Wüste gelernt, jede Menge Spaß gehabt und werden ganz bestimmt das nächste mal wenn wie wieder in Swakop sind noch mal mitfahren…

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Es ist doch immer wieder beeindruckend wie lebendig der doch auf den ersten Blick so tot wirkende Sand ist, wenn man einfach mal gaaaanz tief in die Hocke geht und genau hinschaut. Und – wer beobachtet hier wen?

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Ein besonderes Highlight dieses mal war der sogenannte Daywalker – ein echt großer Skorpion der am Tage unterwegs ist und von dem man sich besser nicht stechen lassen sollte – das tut ziemlich weh… – weswegen Tommy den Schwanz auch immer fest im Griff hat.

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Nicht jeder hat sich getraut, das Tierchen mal auf sich rumkrabbeln zu lassen… eine tolle Erfahrung. Und neben den Tieren mit den vielen Beinchen gab es natürlich auch noch die ganz ohne Beinchen. Oben habt ihr ja schon gesehen, wie gut die versteckt sind. Aber auch die haben wir gefunden und durften sie mal aus der Nähe bestaunen.

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Neben dem anschauen der Tiere gehörte aber noch ein bisschen Unterricht dazu, also Theorie – wie wandern die Tiere, warum wandern sie, wie viele gibt es, wie beobachtet man sie und und und. Anhand eines praktischen Beispiels mit einem Lesegerät (die Tiere bekommen einen Chip und der kann dann ausgelesen werden) hat Tommy erklärt, wie das denn alles funktioniert.

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Gerade bei sowmas ist Lenja immer ganz vorne mit dabei und hört aufmerksam zu. Das ist schon was anderes als in der typischen Schule der Unterricht über die Natur auf schwarz/weiß kopierten Blättern aus den 80er-Jahren wo man dann einen Lückentext ausfüllen darf Trauriges Smiley Und da Tommy von Lenja auch immer wieder mit Fragen traktiert wurde und er gemerkt hat wie spannend sie das alles findet wurden die beiden für den halben Tag auch echt gute Freunde Smiley Er hat uns gefragt ob wir sie denn nicht bei ihm lassen wollen – er hat “nur” 2 Jungs und würde sich sooooo sehr eine Tochter wie Lenja wünschen.

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Natürlich durfte aber neben dem ganzen “Erfahren” auch der Spaß nicht zu kurz kommen. An einer besonders hohen und steilen Düne war dann Dünen-Weitsprung angesagt. Lenja und Silas sind dann um die Wette gesprungen.

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Beide haben es auf etliche Meter gebracht. Aber eines können wir nicht verstehen. Lenja hat es immer so schwer wenn wir Wanderungen machen und kann praktisch schon vor dem Start nicht mehr. Wenn sowas ansteht – die ist bestimmt 10 mal die Düne hoch und runter gelaufen und keiner konnte verstehen wo die Energie herkommt. Scheint also alles Kopfsache zu sein Smiley – zum Glück.

Und da es neben den Tierchen dort auch noch schöne Pflanzen gab, in denen sich teilweise diese versteckt haben…

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noch 2 schöne Grün-Bildchen. Auch hier war der Regen und hat für (wenn auch wenig) teilweise sattes und frisches Grün gesorgt, wo sonst nur braun und grau ist.

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So, zum Abschluß noch ein kleines Video von 3 aktiven Krabblern, die wir alle mal anfassen durften, wenn auch mit gebührendem Respekt.

Am Nachmittag nach der Tour haben wir uns dann noch mit einem Arbeitskollegen von mir getroffen, der gerade mit Frau und Sohn hier in Namibia zu seinem ersten Urlaub war. Übrigens auch ein Jürgen Smiley Und da sie dieses mal einen Lodge-Urlaub gemacht haben war mein Vorschlag, dass wir uns in den nächsten Sommerferien mal zu einem Camping-Urlaub verabreden. Er hat doch glatt eingeschlagen Smiley Und da sich unsere Kinder hervorragend verstanden haben, und die Eltern auch, wird das bestimmt eine tolle Sache. Auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut, dass das geklappt hat, dass wir uns in Swakop treffen konnten…

Aber nun zur Planänderung

Auf dem Platz auf dem wir standen, an dem übrigens immer wieder Kamele vorbeigezogen kamen (wir sind eingezäunt, nicht die Kamele)…

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… kamen immer wieder Autos angefahren, die aussahen wie Sau. Voll mit Schlamm, teilweise die Hänger auch innendrinn vollgelaufen. Ich bin dann mal rüber und hab gefragt, wo die denn so herkommen und was denn los ist. Die kamen dann teilweise aus dem Etosha, aber auch aus Sesriem. Alles war voll verregnet, Straßen teilweise wie Schmierseife und schlammig ohne Ende. Nach der Konsultation der Wetterdienstes und einigen Recherchen im Netz haben wir dann rausgefunden, dass im Prinzip annähernd der ganze Norden von Namibia (und auch komplett Angola) super verregnet und voll mit Wasser ist. Auch Windhoek war 2 Tage nachdem wir gefahren waren runter auf 7 Grad und Dauerregen. Und da wir eigentlich genau in den Norden wollten (Kaokoland) und uns hier durch die Trockenflüsse kämpfen wollten um Wüstenelefanten und Wüstenlöwen zu suchen, mussten wir unseren Plan ändern. Denn seit 1995 sind dieses Jahr das erste mal wieder alle Trockenflüsse bis zum Meer durchgebrochen. Und auch Epupafalls hat so viel Wasser wie seit einer Ewigkeit nicht mehr. Wir haben im Netz Bilder gefunden auf denen zu sehen war, dass ganze Straßen und Camps komplett weggespült wurden. Und auch unser Camp am Brandberg das wir schon gebucht und bezahlt hatten, stand komplett unter Wasser – dazu haben wir ein Video gesehen. Damit waren unsere Pläne für den Norden also gestorben. Denn wir wollten nicht im Niemandsland im Regen und Schlamm festsitzen, ohne jegliche Infrastruktur in erreichbarer Nähe. Und es ist auch nicht nur einmal schon passiert, dass ein Wagen in einem Trockenflussbett von einer Flutwelle erfasst und weggespült wurde. Das war uns dann alles zu riskant und wir haben kurzerhand anhand der Wetterkarte umgeplant. Im Nachhinein hat sich das als genau richtig erwiesen, da wir dann auf unserem weiteren Weg noch weitere Reisende getroffen haben die uns das alles bestätigten. Und auch Freunde mit denen wir im regelmäßigen email-Kontakt stehen die zu Beginn der heftigen Regenfälle im Norden waren hatten uns davon abgeraten, da hochzufahren. Wir haben uns dann dazu entschieden mit Thomas noch mal in den Transfontier, in Südafrika zu fahren. Den haben wir dann aus Swakop für 9 Tage vorgebucht und sind dann mit 3 Zwischenübernachtungen gemütlich da runter getingelt. Auch hier ist der Himmel zwar teilweise grau und wir haben auch schon das eine oder andre heftige Gewitter mit Starkregen in der Nacht mitgemacht – jedoch ist das alles gut zu verkraften wenn die Wege ok sind und die Infrastruktur drumherum stimmt.

Auf dem Weg in den Park war dann noch einer unserer Zwischenstopps im Red Dune Camp. Hier waren wir vor 5 Jahren bei unserer ersten Reise mit den Kindern schon mal. Man campt hier mitten in den Dünen umgeben von Tieren und gaaaaanz viel Sand. Diesmal auch gaaaanz viel Grün, Gewitterwolken, Blitzen und auch Regen – zum Glück nur in der Nacht.

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Die Aussicht von unserer Dusche, und Toilette, war klasse. Man sitzt auf dem Pott und kann den Tieren dabei zuschauen, wie sie durch die Dünen ziehen (oder vielleicht schauen auch sie einem zu – so genau weiß man das nie Smiley)

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Aber auch andere Sites, typische Namibia, hatten jeweils ihre Besonderheit zu bieten. Egal ob auf einer Farm oder in den roten Dünen…

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Auf dem rechten Bild oben seht ihr vielleicht noch unten links in der Sonne unsere Dachluke – da standen wir auf einer Farm ganz für uns alleine vor einem wunderschönen Panorama mit Bergen. Die Blume links haben wir dann auf einem Abendspaziergang auf dem Farmland entdeckt.

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Mal wieder im Transfontier…

Angekommen an der Grenze Mata Mata, welches der Grenzübergang in den Park nach Südafrika ist, haben wir uns erstmal gemütlich auf dem Platz eingerichtet. 3 Tage haben wir jeweils für die 3 Camps im Park geplant. In Mata Mata hatten wir uns mit Freunden verabredet, Dewi und Werner, ebenfalls aus Deutschland die mit ihrem Unimog unterwegs sind. Da die beiden einen undichten Wassertank haben der ihnen die Kabine unter Wasser setzt hatten Werner und ich uns vorgenommen, diesen gemeinsam zu dichten. Aber dazu später mehr. Nun erstmal ein paar Bilder zu unseren bisherigen “Erfolgen” im Park Smiley

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Und auch die Kinder haben wieder ihren Spaß. Lenja und Silas haben schon mehr als eine Falle gebaut, um Erdhörnchen und Mangusten zu fangen. Und tatsächlich ist ihnen doch mal ein Erdhörnchen in die Falle gegangen. Ein großes Loch mit einem Deckel von einer Spielekiste drauf, ein Ast drunter und dann Silas unter Little mit einer Schnur auf der Lauer. Und schwubs war das Hörnchen in der Falle… Die Beiden hatten eine riesen Freude und das Hörnchen auch ganz besonders, als es dann wieder draußen war und sich eine Belohnung fürs fangen lassen abholen durfte.

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Nun aber weiter mit unseren Sichtungen Smiley

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Und der König der Tiere war auch wieder dabei!

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Die lagen doch glatt zu zweit am Straßenrand und haben sich da gemütlich hingefläzt, und ließen sich durch nichts stören. Naja, wenn man weiß dass eh keiner einem was kann…

Und überall waren große Herden von diversen Gazellenarten zu sehen – oft auf mit einer Menge Jungtiere dabei. Da es auch hier stark geregnet hat und noch teilweise regnet natürlich ein Futterparadies für die Jäger und auch die anderen Tiere. Alles ist grün und nass.

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Und um euch mal einen Eindruck davon zu vermitteln, wie viel es hier geregnet hat – ich habe mal ein kleines Video zusammengeschnitten von einem kurzen Streckenabschnitt (Twee-Revieren nach Nossob), wie die Wege hier aussehen. Das ist teilweise schon ganz schön anstrengend zu fahren – immer wieder Wasserdurchfahren und runterschalten, dann wieder hochschalten. Auch für das Auto ist das viele teilweise tiefe Wasser nicht das Beste. In Nossob hatte einer unserer Nachbarn eine kaputte Freilaufnabe, einer einen kurzgeschlossenen Starter und bei einem anderen sprang der Wagen garnicht mehr an. Das ist schon ganz schöner Stress für die Autos – und die Fahrer.

Und so sieht nun unser Little aus – hoffentlich regnet es bald mal wieder gut, dass er ein bisschen sauberer wird Zwinkerndes Smiley

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Das wars jetzt wieder… Stehen gerade auf dem Parkplatz von Spar in Mariental und laden den Eintrag hoch. Bald geht es weiter, wenn wir wieder mehr Internet haben Smiley

Viele Grüße – Wir4

Aus dem Naukluft über Swakop nach Windhoek

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Aus dem Naukluft haben wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet. Nach 5 Tagen extremer Abwesenheit von jeglichem zivilisatorischen Merkmal und extremen Wassersparens (75l für 5 Tage für 4 Personen) waren wir dann froh, als wir wieder Wasser in Swakop hatten. Nichts desto Trotz vermissen wir die Ruhe und Einsamkeit die wir im Naukluft hatten. Daher zum Abschied noch eine Hand voll Bilder aus dem Park.

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Diese Fotos sind am Blutkuppe Felsen entstanden und den werden wir mit Thomas noch mal für 2 Tage besuchen. Ein riesen Felsen von mehreren km Umfang um den vereinzelt Sites zum Übernachten eingerichtet sind. Jedoch gibt es eben außer Mülltonnen und Bushklo (Plumpsklo) nichts. Wie schon im letzten Beitrag erwähnt haben wir dann Gerhard und Simon einen Lift gegeben nach Swakop. Dort haben wir uns dann auf einem total luxuriösen Campingplatz für 3 Tage einquartiert und hatten unsere eigene Dusche und Toilette. Das haben wir wirklich genossen. Um euch mal ein Gefühl zu geben wir wir in den 5 Tagen Naukluft mit dem Wasser gehaushaltet haben. Jede Tätigkeit wurde genau bemessen indem wir das Wasser vorher immer in Flaschen gefüllt haben.

  • Abspülen 3 mal am Tag jeweils 1,5l, in Summe also 4,5l/Tag
  • Duschen für Moni und mich jeweils 2l, in Summe also 4l/Tag
  • Hände Waschen/ Zähne Putzen und weitere Reinigungstätigkeiten ca. 2l/Tag
  • Toilette im Little über Nacht ca. 500ml/Tag

Damit waren wir dann bei ca. 11l/Tag für alles außer Trinken, was über 5 Tage 55l macht. Und da unser Tank 80l hat, wir 5l an Gerhard und Simon abgedrückt hatten weil die für die unvorhergesehenen 2 Tage kein Wasser mithatten, blieben für uns in Summe nur ca. 75l, also noch ca. 20l für Trinken. Das hat auch gut gepasst weil wir natürlich neben Wasser auch noch Saft und Limo mithatten. Aber am letzten Tag morgens nach dem Füllen der Trinkbecher für die Fahrt lief die Pumpe dann auch trocken – Tank leer. Und das extreme Haushalten mit dem Wasser ist schon anstrengend und man muss es sehr konsequent machen, da man ansonsten schnell in die Bredouille kommt, seinen Aufenthalt früher zu beenden als eigentlich geplant. Und das ist natürlich sehr schade…

So, angekommen in Swakop haben wir dann alles einmal durchwaschen lassen (10,3kg Wäsche – man zahlt nach Gewicht) was wir so dabei hatten. Der Spaß hat uns ca. 30€ gekostet, aber wir selber hatten keine Arbeit außer Wäsche und Bettzeug abgeben und abends wieder abholen. Das was das erste mal, dass wir uns diesen Luxus gegönnt haben. Swakopmund ist ein schönes kleines Städtchen an der Küste mit guten Einkaufsmöglichkeiten, einem kleinen Aquarium und netten Restaurants. Und – wir hatten extremes Glück. Sehr häufig ist hier Nebel und es ist relativ kühl. Wir hatten Sonnenschein und angenehme 25 Grad.

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Nach 3 Tagen Entspannung haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht in Richtung Wüste. Von Turi und Stina haben wir den Tipp bekommen mal bei einem kleinen Camp vorbeizuschauen das rum um den SaveTheRhino-Trust entstanden ist. Die Übernachtung ist dort kostenlos man freut sich aber über eine Spende. Mitten in einer Bergschlucht liegt dieses kleine Camp versteckt, nur über eine ca. 5km lange teilweise steinige und verschlungene Anfahrt zu erreichen. Aber es lohnt sich. Einmal dort angekommen liegt man mitten in einem kleinen Flussbett und hat die Chance auf Wüstenelefanten. Diese waren aber in unserem Fall gerade vor 2 Tagen dort und sind dann abgezogen. Allerdings ist die Gegend und direkte Umgebung des Camps sehr schön.

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Von hieraus sind wir dann an die White Leady Lodge gefahren, in der Nähe des Brandbergs. Der Berg hat seinen Namen von der Farbe in der er leuchtet, wenn die Sonne auf/untergeht – es sieht aus als würde er brennen. Da wir hier noch mal mit Thomas hinfahren, haben wir noch keine Fotos gemacht außer von Petra, Mirko Henri und Jakob – eine deutsche Familie die wir hier getroffen haben. Lenja, Silas Moni und ich haben mit ihnen im Prinzip 2 Tage gemeinsam verbracht und wir waren froh, so nette Freunde gefunden zu haben. Die Kinder hatten einen riesen Spaß zusammen spielen zu können mit deutschsprachigen Spielkameraden. Die ganze Zeit haben sie zusammengehangen. Die 4 hatten zu diesem Zeitpunkt noch eine Woche Namibia vor sich und waren schon fast wieder auf dem Weg nach Hause – Osterferien halt. Danke ihr 4 für die schönen 2 Tage mit euch Smiley

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Nach 3 Tagen hat uns der Weg nach Windhoek, 370km, durch eine atemberaubende Landschaft geführt die uns durch Berge und andauernde Farbwechsel beeindruckt hat. Abseits der paar durchfahrenen Dörfer und kleinen Städchen haben wir auf der Gesamtstrecke vielleicht 5 Autos getroffen – also wirklich einsam.

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Und zu den 5 Autos kam dann auch noch eine Familie an Straußen, mit Jungen…

So, und nun sind wir in Windhoek, für in Summe 7 Tage (morgen kommt Thomas und Dienstag geht es weiter). Mitten in der Stadt gibt es ein kleines Camp, das Urbancamp. Jeder hat für sich einen kleinen Stellplatz mit einer tollen Hütte und wir genießen – ganz ehrlich – wieder die Zivilisation und die vielen anderen Menschen. Das Wetter passt auch – neben viel Sonne gibt es auch wieder Regenschauer und angenehme Temperaturen zwischen 20 und 25Grad. Wie bei uns – angenehme April-Tage Zwinkerndes Smiley 

Und – das brauchen wir auch. Denn nach 9 Monaten Reisen, vielen wunderschönen Momenten, 22tkm im Little, 6 verschiedenen Ländern und einigen Herausforderungen merken wir, dass wir uns immer mehr auf daheim freuen. Wir haben mittlerweile eine Liste angefangen von dem, was wir daheim vermissen – und die wird immer länger. Und was wir immer mehr merken aber auch schon immer wussten – Reisen ist kein Urlaub. Wirkliche Entspannungstage gibt es nur sehr wenige. Und der Kopf wird mit den vielen vielen Eindrücken immer voller. Noch wollten wir nicht wieder heim, besonders weil Thomas morgen kommt auf den wir uns total freuen – aber ganz ehrlich – wir sind auch froh, wenn wir dann 6 Wochen nachdem Thomas wieder weg ist, heimfliegen. Unsere Familie und Freunde und unser ganzes gutes Leben daheim fehlt uns schon sehr. Denn unser Leben im Little bring schon einiges an Entbehrungen mit sich. Im Vergleich zu den allermeisten Menschen auf der Welt leben wir zwar noch immer wie die Könige, aber im Vergleich zu dem wir die allermeisten Menschen in der “westlichen Welt” leben, müssen wir doch schon nicht wenige Einschränkungen in Kauf nehmen. Und was uns immer wieder überrascht ist, wie gut die Kinder damit klarkommen. Das haben wir jetzt an Ostern gemerkt. Heute Morgen kam der Osterhase und hat den Kindern ein paar Eier und Kleinigkeiten versteckt.

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Und obwohl es wirklich nicht viel war, war es für die Kinder “das schönste Ostern was sie hatten”. Da merkt man doch, dass es für die Kinder oft einfacher ist sich anzupassen, als für die Erwachsenen Zwinkerndes Smiley

So, jetzt gehen wir mit ein paar Schweizer Freunden die wir hier im Camp wieder getroffen haben lecker Kaffee trinken und ein bisschen erzählen. Irgendwie trifft man die länger Reisenden dann doch immer mal wieder irgendwo… so viele sind es dann doch nicht. Und da die meisten nach dem Wetter und der Regenzeit durch das südliche Afrika reisen, haben alle ähnliche Routen. Vielleicht sollte mal eine Art Reiseclub für aktuell reisende gegründet werden, man trifft sich eh immer wieder. Und mit vielen stehen wir auch im regelmäßigen Email-Austausch und verabreden uns wenn wir in der Nähe sind. Wirklich eine sehr interessante Erfahrung.

Apropos Verabredung – für morgen sind wir mit Thomas verabredet – Punkt 8:15 Uhr bei der Autovermietung gehe ich ihn abholen. Dann bringt er 2 Taschen mit, eine und eine halbe nur mit Kram für uns, und eine halbe mit Klamotten für sich selber. Mal gespannt, was er alles mit dabei hat. Auf jeden Fall gibt es was von Onkel und Tante, Omas und Opa, die Nachbarn haben was mitgegeben für die Kinder, aber auch Little bekommt was.

In dem Sinne bis zum nächsten Eintrag, dann sicherlich wieder mit vielen vielen Erlebnissen, Fotos und Videos – mit Thomas gemeinsam. Jetzt war ja praktisch nur rumhängen – haben wir aber auch ehrlich mal wieder gebraucht Smiley

Viele Grüße aus dem regnerischen Windhoek – Wir4

Artikel aus der AZ vom 22. März 2018

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Wir lesen hier unten manchmal die AZ und sind heute auf einen interessanten Artikel gestoßen von einer Dame die hier in Swakopmund lebt und eine waschechte Namibianerin ist. Da der Bericht sehr gut das beschreibt (das generelle Thema “dahinter”) was wir selber oft wahrnehmen (und nicht nur in Namibia!) und auch das, was wir von vielen vermittelt bekommen, wollten wir diesen gerne mit euch teilen. Einfach mal als kleiner Sonderbeitrag im Blog ohne Kommentar. Wundert euch nicht dass der Artikel in Deutsch ist, die AZ ist eine zu großen Teilen deutschsprachige namibianische Zeitung – daher teilen wir auch mit euch. Zum Lesen klickt ihr am besten auf das Bild, dann geht ein neues Fenster auf mit dem Bericht in besserer Auflösung. Wenn ihr euch “anmelden” sollt, einfach wegklicken und wenn das Bild zu klein ist, einfach auf die Lupe mit dem + drinne klicken – siehe kleines Bildchen, und es wird groß.

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AZ Bericht

Viele Grüße aus Swakopmund – Wir4

PS: Wenn ihr unseren Blogeintrag über das Gespräch mit Winston gelesen habt könnt ihr sicherlich erkennen, dass auch Namibianer das hier beschriebene selber oft sehr ähnlich sehen und etwas frustriert sind über diese Entwicklung.

Wenn die Stille zu laut ist – Der Namib Naukluft

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Unsere Reise führt uns wieder in die absolute Stille. Nur noch wenige Regionen im südlichen Afrika bieten die absolute Ruhe – hierzu zählt der Namib Naukluft Park in Namibia. Noch immer sehr wenig bereist ist diese riesige Region einer unserer absoluten Favoriten weil es hier Nichts, Nichts und noch mehr Nichts gibt. Von Reise zu Reise bleiben wir immer länger (dieses mal 5 Tage) da man hier absolut mit sich alleine sein kann. Ist nicht jedermanns Sache, manchen ist die Stille unangenehm – man hört dann auf einmal tief in sich hinein und Dinge, die man sonst garnicht wahrnimmt. Wir lieben diese Ruhe. Aber bevor wir zum Naukluft kommen noch das Kaffeekränzchen in Lüderitz mit einem der Security-Guides.

Winston

Am Tag unserer Ankunft kommt einer der Nachwächter (seine Schicht beginnt um 17Uhr) bei uns vorbei und fragt, ob alles ok ist und dass wir zu ihm kommen können, wenn wir irgend etwas haben. Über die “Vorstellung” kommen wir ins Gespräch und er zeigt uns ein kleines Video auf seinem Handy von vor 2 Wochen, wo er mit seiner Frau durch sein Feld geht in seinem Dorf in dem er wohnt (1500km von Lüderitz entfernt, wo er “arbeitet”). So erzählen wir eine Weile und verabreden uns zu einem Kaffee am nächsten Tag. So liegen wir am nächsten Tag auf einer kleinen Wiese, trinken einen Kaffee, essen ein paar Muffins und erzählen. Winston (ca. 30 Jahre, Grade 10 Abschluß der Schule) erzählt uns wie er so lebt, mit seiner Frau, seinen 5 Kindern, in einer Region die fruchtbar ist und wo er gegen einen Einmalbetrag vom Headman (Oberhaupt des Dorfes) ein Stück Land erworben hat. Dort baut er Mais und noch andere Feldfrüchte an um sich und seine Familie zu ernähren. Da dieses aber kein monetäres Einkommen bringt weil die Sachen praktisch nicht verkäuflich sind (Landwirtschaftsindustrie ist einfach viel billiger), muss er noch einen Job ausüben, der eben Geld bringt um die Dinge zu erwerben, die sie nicht über Tausch ihrer Landwirtschaftlichen Produkte “erwerben” können. Den hat er gefunden – als Nachtwächter auf unserem Campingplatz, 1500km von seinem Heimatdorf und der Familie entfernt. So fährt er nun alle 2-3 Wochen einmal heim (für 600N$ – ca. 40€) um bei seiner Familie sein zu können und auf dem Feld zu arbeiten. Beiläufig erwähnt er dass er sich das überhaupt nicht toll findet, dass sich alles nur noch ums Geld dreht und dass man mittlerweile wohl (so seine Worte) selbst Geld bezahlen muss um einen Job zu finden in dem man Geld verdient. Oder man muss jemand sehr wichtigen kennen, der einen Job vergeben kann, aber auch der will dann Geld haben – nicht nur für die “Vermittlung”, sondern auch kontinuierlich einen Teil des Lohns. Das ist bei öffentlichen Arbeitgebern oft so und auch in der Privatwirtschaft. Irgendwie scheint annähernd jeder korrupt zu sein und je weiter oben, desto korrupter. Wortwörtlich sagte er dass er dieses hasse – nichts geht mehr ohne Geld.

Er spricht in diesem Zusammenhang dann auch über nicht wenige die er kennt, die dann zum Geld verdienen in die Stadt gegangen sind und das Dorf komplett verlassen haben. Da das aber wie gesagt sehr schwer ist, sie dann auf einmal unter der Brücke wohnen oder in einer Wellblechhütte, werden sie dann kriminell, klauen oder machen andere schlimme Dinge. Weil er so nicht enden wollte ist er bei seinem traditionellen, einfachen Leben geblieben und arbeitet für die notwendigsten Dinge die man nur in Geld bezahlen kann (Bücher für die Schule, Schuluniform, Saatgut, Ackergeräte, ein wenig Konsum) als Nachtwächter. Besonders ärgerte ihn, dass die die Geld haben denen die wenig oder keines haben, dieses auch noch nehmen – z.B. um überhaupt einen Job zu finden oder zu behalten. Und man kann sich vorstellen dass es nicht einfach ist von einem Mindestlohn zu leben der in Namibia (hat uns ein anderer Namibianer erzählt) bei ca. 1500N$/Monat liegt. Das sind etwas mehr als 100€. Und wenn man davon auch noch was für die “Vermittlung” jeden Monat abdrücken muss – echt super.

In der Allgemeinen Zeitung aus Namibia stand just am 14.03. ein interessanter Artikel in dem mal wieder aufgelistet wurde, wie die “Oberen” es sich auf Kosten der Allgemeinheit gut gehen lassen. Im Jahr 2017 haben sie mehr als 10Mio. N$ (mehr als 700.000€) nur für Erfrischungen und Unterhaltung ausgegeben. Aber die Schulen und Krankenhäuser verfallen, die Straßen werden nicht mehr gewartet und sind nicht selten in einem erbärmlichen Zustand. Aber das kennt man ja auch zu Genüge aus Deutschland und der restlichen westlichen Welt. Nicht in ganz so schlimmen Zustand, aber hier brauchen wir garnicht von oben runter zu schauen. Es ist nur sehr traurig, dass diese negative Entwicklung immer mehr zunimmt und ja das Land und die Menschen kaputt macht. Da kann man nur hoffen dass die Menschen in den Ländern, so wie auch Winston, sich ihre trotzdem positive Eistellung zum Leben nicht kaputt machen lassen und auch in diese Negativspirale verfallen.

Das war natürlich nicht unser gesamtes Kaffeekränzchen mit ihm sondern nur ein Auszug. Wir haben noch viel über Bildung, Kinder und auch das Leben in Deutschland gesprochen. Es ist doch super spannend zu hören, wie sich jemand der auf der anderen Seite der Erdkugel lebt, sich das Leben in Deutschland vorstellt. Er fand es zum Beispiel sehr spannend dass wir daheim bei uns im Garten kein Vieh haben und auch keine Feldfrüchte anbauen… Es war auch schwer für ihn vorstellbar wie wir so arbeiten, was wir machen und wie unser Leben aussieht. Auf jeden Fall würde ich sagen, haben wir in den gut 2 Stunden viel voneinander gelernt und interessante Einblicke bekommen in die jeweils andere Lebenssituation. Aber davon nun genug. Eigentlich waren wir ja nur auf dem Weg in die Namib Smiley

Naukluft

So, nun sind wir auf dem Weg in die Namib, hier den Teil der sich Namib Naukluft Park nennt. Dieser ist nur mit einem Permit zu befahren, also einer Genehmigung, die wir uns bei Sesriem holen. Unser Weg führ uns dabei über Betta, wo wir noch mal eine Zwischenstation einlegen. Hinter einer Tankstelle ist ein wunderschöner, kleiner Campingplatz eingerichtet mit 4 Sites, wo wir dann 2 Tage verbringen. Bei der letzten Reise haben wir hier unseren ersten Reifen flicken lassen und konnten uns garnicht daran erinnern, dass es hier so schön war. Heute würden wir jedem Reisenden empfehlen, hier einen Stopp einzulegen – sei es um nur ein Stück Kuchen zu essen oder auch zu übernachten. Nach Betta geht es dann weiter auf einen Lodge Campingplatz. Eigentlich hatten wir als Zwischenstation Solitaire eingeplant, aber der Campingplatz hat geschlossen – nur die Lodge ist noch auf. Warum der Platz geschlossen ist – keiner rückt mit der Sprache raus. Alle haben nur komisch geschaut und meinten “ich weiß nicht” – “ ähhh, ja, hmmm… so genau….” Irgendwas scheint hier wohl mal mächtig schief gelaufen zu sein, dass der Platz nicht mehr auf ist. Die Infrastruktur ist auf jeden Fall in Top Zustand und der Platz bestens in Schuss – nur hinstellen kann man nicht mehr – komisch. Aber naja – knapp 80km weiter fahren wir also auf eine Lodge und können dort überachten. Die Campsite liegt allerdings gaaaaaanz einsam ca. 10km von der Lodge entfernt. Als wir fragen ob wir denn mal eben in den Pool der Lodge springen können (bei 40Grad wäre das total super gewesen)  wird diese Frage allerdings mit Nein beantwortet. Nachdem wir uns nett mit der Managerin (eine Deutsche) unterhalten hatten, konnten wir das auch verstehen. Denn eine Übernachtung in einer der Lodge-Hütten kostet pro Person Pro Nacht knapp 3500N$ – unser Camping 165N$/Person/Nacht. Und da ihr Branding die Ruhe und Einsamkeit ist, können wir das auch verstehen. Da passen halt ein paar “low budget camper” nicht an den Pool Smiley

Aber – als wir dann am Camp ankommen, erwartet uns nichts als Ruhe und Einsamkeit. Die 4 kleinen Sites die sie haben sind alle leer, und bleiben auch leer den ganzen Tag. Gut, dass auf dem Schild an der Straße was auf die Lodge verweist nix von Camping steht Smiley Die Lage ist einmalig und wir fühlen uns ein bisschen wie Mad Max in Teil 4 (ich glaube es war 4). Der wurde ja auch in Namibia gedreht und als wir so um uns schauen, fühlen wir uns schwer daran erinnert vom unglaublichen Panorama.

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Der kleine Platz bietet in einer erhöhten Lage auch noch eine kleine Plattform auf der wir dann zu Abend essen – wir sind ja ganz allein. Es ist nicht einfach das Essen nicht zu vergessen, wenn man die ganze Zeit in so einer Umgebung sitzt.

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Unsere kleine Maus nutzt die Mauer in luftiger Höhe um zu fliegen. Zum Glück war Moni gerade dabei ein paar Fotos zu machen, als sie zum Start ansetzt. Der schöne kühle Wind am Abend hätte sie fast abheben lassen Smiley

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Nach einer Nacht der absoluten Stille und einem ziemlich vollen Sternenhimmel ging es dann weiter in den Park über landschaftlich schöne Straßen, von beeindruckend schlechter Qualität.

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Wir haben mal gemessen – teilweise haben die Bodenwellen eine Höhe von 7cm in einem Abstand von 20cm. Sowas haben wir noch nie erlebt. Im Park selber sind neben annähernd jeder Piste neue Pisten (Offroad) entstanden, da die eigentliche Hauptpiste praktisch nicht mehr befahrbar ist. Hier wird die Pflege der Infrastruktur total vernachlässigt. Und an manchen Plätzen sind auch die einfachen Plumpsklos bis oben hin voll. Der Staat gibt das Geld halt lieber für Erfrischung und Unterhaltung aus, anstatt etwas für die Menschen (und Touristen) im Land zu tun. Und die Straßenbauunternehmen die auch Geld damit verdienen die Pisten zu pflegen, bekommen keine Aufträge mehr und kämpfen ums Überleben und Leute verlieren ihre Jobs – verkehrte Welt. Jemand aus dem Bereich Tourismus erzählt uns dass das auch schlecht für deren Business ist, da immer mehr Touristen wegen der schlechten Straßen verunglücken, viel Länger für die Strecken brauchen und oft total genervt und geschafft ankommen, weil sie mit ihren oft kleinen Autos nur noch mit 40km/h über die Straßen “hüpfen” können. Das ist echt bitter…

Auch wir fahren also langsamer als geplant zu unserem ersten Platz, auf dem wir schon vor 5 Jahren gestanden haben. Verändert hat sich nichts und so genießen wir die Einsamkeit und Schönheit der Umgebung.

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Der Platz an dem wir hier stehen ist Mirabib und wir stehen wieder genau an der Stelle, an der wir vor 5 Jahren, auch mit Thomas, schon mal standen. Ein großer Felsen spendet eigentlich den ganzen Tag über Schatten und abends kann man dann auf den Felsenberg wandern gehen in luftigen Höhen und locker 100km (und gefühlt unendlich) weit in die Ferne schauen und sieht – NICHTS – außer Wüste und Felsen, und das rundherum. Das ist total cool!

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Bei unserer Ankunft sind wir natürlich erstmal um den Felsen drumherum gefahren und haben auf der anderen Seite Stina und Turi getroffen – ein Schweizer Paar das hier unten ebenfalls einen Wagen stehen hat und jedes Jahr in unserem Winter und unserem Herbst runterkommt, um jeweils 3 Monate im südlichen Afrika zu verbringen. Wir haben lange zusammen gesessen und gestanden und uns über unsere Erfahrungen ausgetausch und gegenseitig ein paar Tipps gegeben. Einen Tag später als sie dann weitergefahren sind (zum Platz an der Lodge der so super einsam war) haben sie uns dann noch mal besucht und irgendwie haben wir uns wieder verquatscht Smiley Da geht aber auch so schnell eine Stunde vorbei, das glaubt man garnicht. Aber wir treffen uns wieder – wir haben gemeinsam das Urban-Camp  in Windhoek für 5 Tage über Ostern gebucht. Somit werden wir wieder viel Zeit haben, uns zu unterhalten – irgendwie ist man mit den allermeisten Langzeitreisenden dann doch auf einer Wellenlänge und hat soooooo viele gemeinsame Themen.

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So, nach 2 Tagen an Mirabib nun weiter zur Blutkuppe. Auch dort waren wir schon mal und wollten dort wieder hin, weil es hier eine schöne Höhle mit viel Schatten gibt. Dort haben wir dann auch 2 Tage verbracht und haben dann einfach nur die Felsseite gewechselt (Felsen sind hier mehrere km groß und ein paar 100m hoch). Sonntags dann kamen 2 jüngere Männer (Gerhard, etwa 30, aus Namibia, Skydiver&Landschaftsbauer und Simon, etwa 20, Bauingenieur-Student aus Mainz) zu uns gefahren mit ihrem Bakki (ein kleiner Pritschenwagen aber nicht 4×4). Die Jungs hatten vorne einen Platten und keinen Ersatzreifen und keinen Kompressor dabei. Eigentlich sollte es nur ein kurzer 1-Tages-Trip am Wochenende werden von Swakop aus (ca. 110km). Beide stoppen bei uns also und ich biete ihnen an, den Reifen aufzupumpen und zu reparieren, falls wir das Loch finden sollten. Ok, einer wieder ins Auto rein um den Wagen für die Reifendemontage gerade zu stellen – Motor an – Motor aus. Motor nicht mehr an. Örgel Örgel Örgel – Motor nicht mehr an. Motorhaube auf, Diesel Handpumpe und Druck drauf – Motor nicht mehr an. Stück rückwärts rollen und noch mal – Motor nicht mehr an. Diverse Dinge ausprobiert, Gerhards und meine Hände und Arme mittlerweile komplett ölverschmiert (der Wagen braucht mehr Öl als Diesel Smiley). Alles was wir ausprobiert haben hat nicht geholfen. Wir haben dann unseren Landy zusammengepackt und Gerhard und ich sind 60km gefahren (Simon hat auf Moni und die Kinder aufgepass), damit wir wieder Handy-Empfang hatten, so dass er jemanden anrufen konnte. Seinen Arbeitskollegen den er erreichen konnte musste erst noch schauen ob er genug Geld auf dem Konto hat, um Sprit zu kaufen um ihn hohlen zu kommen und abzuschleppen. Nach 20 Minuten hat er sich gemeldet und leider hatte er das Geld noch nicht (Gerhard, sein Kollege und der Chef warten darauf, dass ein Kunde einen fertig gelieferten Auftrag bezahlt – erst dann ist wieder Geld in der Kasse). Gerhard hat dann noch versucht seinen Chef zu erreichen, ihn aber nicht bekommen (der Bakki ist ein uralter “Dienstwagen”). Er hat ihm dann eine SMS geschrieben, dass er im Naukluft fest sitzt und irgendwie wieder heim kommen müsste. Wir sind dann wieder zurück zu unserem Platz und haben erstmal gemeinsam Mittag gegessen. Dabei haben sie uns dann ihre gemeinsame Geschichte erzählt. Gerhard und Simon haben sich vor einem Jahr bei Simons Namibia-Urlaub kennen gelernt, als Gerhard noch als Hostel-Manager gearbeitet hat und sich Simon dort für ein paar Tage einquartiert hat. Sie haben sich so gut verstanden dass Simon sich bei Gerhard gemeldet hat, als er jetzt wieder nach Namibia kam – in den Semesterferien. Somit sind die beiden in dem uralt-Bakki nun quer durch Namibia unterwegs (5 Wochen in Summe) und haben schon viele km hinter sich. Da beiden auf sehr schlankem Fuß mit sehr sehr wenig Geld reisen haben sie schon so manches Abenteuer erlebt. Von gestorbenen Fischen die sie von Swakop irgendwohin in die Pampa bringen sollten für irgend einen reichen Regierungsangestellten der unbedingt ein Aquarium haben wollte in seinem tollen Büro bis hin zu der Bekanntschaft mit einem irren Architekten der Seeanemonen im Vorgarten eines reichen Kunden gepflanzt haben wollte (stimmt wirklich, stand so im Gartenplan).  Nach viel gemeinsamer Zeit und vielen Geschichten hatten wir ihnen dann angeboten sie nach Swakop zu fahren und einen Tag früher den Park zu verlassen. Am nächsten Morgen ist Gerhard dann auf “unseren Felsen” geklettert um den Sonnenaufgang zu genießen und hat gemerkt, dass es da Handy-Empfang gibt Smiley Her hat seinen Chefe dann erreicht und der kommt ihn dann am Abend mit Simon abholen und schleppt den Alten Wagen nach Swakop. Wir sind mal gespannt wann wir die beiden wiedersehen. Auf jeden Fall haben wir Adressen getauscht. Gerhard geht jetzt am 23.03. in die Niederlande für 7 Monate weil er dort ein Job-Angebot hat um im Skydiving-Business auf Texel zu arbeiten. Dort bekommt er auch einen Lohn, von dem er leben kann und für 350€/Monat kann er dort auf einem Campingplatz in einen Wohnwagen einziehen. Danach geht es dann erstmal für einen Job 3 Monate in die USA. Jaja, das mit den Jobs ist nicht so einfach in Namibia, wie wir ja schon von Winston erzählt haben. Und Sozialsysteme wie bei uns kann man hier unten eh komplett knicken. Entweder haste Dein eigenes Feld und Dein eigenes Vieh, einen einigermaßen gut bezahlten Job, oder man hat nichts und muss dann durch die Länder reisen, um einen Job zu finden. Das ist hier bei vielen Menschen ganz normal.

Zum Abschied haben wir dann noch ein Gruppenfoto für die Erinnerung gemacht – wir hoffen ja dass uns Gerhard wenn er in Europa ist, oder Simon wieder daheim, einmal besuchen kommen. Dann gibt es noch mehr Geschichten zu erzählen Smiley

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So, jetzt haben wir zum Abschluß für diejendigen die es interessiert noch ein kleines Naukluft Fahr-Video von wenigen Minuten. Die Gegend ist, wie ihr von den Fotos ja schon sehen konntet einer unserer Favoriten. Immer wenn wir in Namibia sind wäre das einer der ersten Orte (trotz der grottenschlechten Straßen und vollen Toiletten Smiley) die wir immer wieder aufsuchen würden. Einfach weil hier sooooo viel von Nichts und absolute Ruhe ist.

Ach ja, da gab es noch eine Bekanntschaft mit einem reisenden Paar mit 2 Kindern – ebenfalls Deutsche. Die haben wir bei Sesriem an der Tanke getroffen. Sie hatten unser Auto gesehen und uns angesprochen was wir denn so machen. Wir haben dann ein bisschen erzählt dass wir unterwegs sind für 1 Jahr, Moni die Kinder unterrichtet, ich eine Auszeit für 13 Monate genommen habe und wir von dem Geld leben was wir uns erspart haben. Daraufhin kam dann von ihm der Kommentar – ja, ist ja alles nicht so einfach, das muss man sich ja leisten können und er müsste ja arbeiten und Geld verdienen. Das sind dann so Momente wo man dem Gegenüber am liebsten mal die Meinung sagen möchte. Die beiden mit ihren Kindern waren 3 Wochen unterwegs, mit einem dicken 4×4 (was so um die 80-100€/Tag kosten dürfte) und dann Lodge-Urlaub. Wer Namibia kennt weiß, dass das nicht billig ist und man für 2 Erwachsene und 2 kleine Kinder locker 120-150€/Tag für die Übernachtung rechnen kann. Und da man auf einer Lodge nicht selber kochen kann muss man 3 mal am Tag essen gehen. Das sind dann sicherlich auch noch mal schlanke 100€/Tag – dazu kommt dann noch der Sprit. Damit ist man dann in Summe, wenn wir mal schlank rechnen 250-300€/Tag. Bei 3 Wochen macht das schlappe 5-6T€. Für das Geld reisen wir 2 bis 2 1/2 Monate mit der ganzen Familie. Soviel zum Thema – das muss man sich ja erst mal leisten können und man muss ja arbeiten. Das sind immer Aufreger für uns. Es gibt genügend Menschen die das, was wir machen sicherlich mal probieren würden wenn der Staat ihnen die Reise bezahlt, sie eine Job-Garantie haben, Eltern auch noch einen Lehrer gestellt bekommen der die Kinder auf der Reise unterrichtet und die Krankenversicherung sagt – fahrt doch – wir zahlen euch schon alles, wenn was passiert. Die meisten machen es sich echt leicht mit “das muss man sich auch leisten können” haben aber mindestens einen dicken 50 Zoll Fernseher – am besten natürlich von Löwe mit Sky-Abo für den Fußball daheim, 2 dicke Autos für der Tür und eine Inneneinrichtung die nicht von Ikea ist – ach ja der Thermomix für 1400€ nicht zu vergessen. Und dann auch noch dumme Sprüche klopfen – ich muss ja arbeiten – pah – Idioten! Jeder soll doch sein Geld dafür ausgeben wofür er will. Wir haben ja auch nichts dagegen und fangen an zu argumentieren wenn jemand 2 dicke Autos hat, jede Menge anderer toller “Dinge” und und und. Immer direkt zu denken dass man reich ist wenn man lange reist weil es halt nur sehr wenige machen ist echt hirnrissig. Es geht halt nicht alles auf einmal und man muss sich überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Wir halt fürs Reisen und nicht für die anderen Dinge.

So – jetzt fahren wir erstmal nach Swakop, tanken Wasser und Sprit, füllen unsere Lebensmittelvorräte auf die sich doch arg nach knapp 2 Wochen ohne Einkaufen dezimiert haben und müssen noch mal waschen. Dann geht es weiter an die nächsten einsamen Plätze, durch die nächsten Reviere und über die nächsten Felsen. Und dann ist es auch schon so weit – ab dem 29.03. sind wir in Windhoek, müssen mit Little mal in die Garage um alles zu schmieren und ein paar los gerappelte Schrauben festzuziehen – und dann kommt Thomas – am Ostermontag mit langen Ohren. Wir freuen uns alle sehr!

Viele Grüße aus dem einsamen Namibia – Wir4

PS: Thomas hat Lenja und Silas ja noch eine Aufgabe gestellt. Lenja hat ganz brav ihr schönes Bild gemalt – freihändig, ohne Vorlage. Silas hat dann auch was gebaut. Irgendwie ist aber aus der 270Grad-Markise dann doch ein Grader geworden – ups. Hoffentlich ist das auch ok? Smiley

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PPS: Heute fahren sind wir ja aus dem Naukluft nach Skwakob gefahren und hatten Gerhard und Simon versprochen, dass wir vorher noch mal an ihrer Site vorbei schauen, ob der Chef sie denn auch wirklich abgeholt hat. Hatte er nicht – die beiden standen immer noch da und hatten sich schon winkend darüber gefreut dass wir unser Versprechen gehalten hatten und noch mal den Umweg von unserem Platz zu ihrem gemacht haben. Also – beide Eingepackt, der Bakki steht jetzt im Nirgendwo aber dafür sind wir zu sechst wohlbehalten in Swakop angekommen. Bei Gerhard wurde es auch schon knapp, denn er muss am Donnerstag Morgen im Flieger in die Niederlande sitzen. Noch einen weiteren Tag hätten wir die beiden auch nicht mit Wasser versorgen können – wir haben gestern Abend unsere letzten 5 Liter aus unserem Tank gesaugt und waren heute Morgen auch völlig abgebrannt. Jetzt freuen wir uns schon total die beiden bei uns in Langroich mal begrüßen zu dürfen. Vielleicht spring Gerhard ja dann mal über unserem Haus ab und landet dann bei uns im Garten Smiley

Und wieder… daheim!

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Nachdem wir ja einen krönenden Abschluss in Südafrika hatten mit viel viel Glück im Transfontier, haben wir in Mata Mata (die Grenze im Park) rübergemacht Smiley Und kaum waren wir “drüben”, saßen wir auch alle 4 schon wieder mit offenem Mund im Wagen – wie kann das denn sein?

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Kaum ist man in einem anderen Land, wechselt mit der Grenze auch die Landschaft. Irgendwie sind wir auch immer wieder aufs Neue überrascht, dass sowas möglich ist. Und nun hat sie uns wieder – die Stille – oder besser – wir sie!

Als erste Station hinter der Grenze haben wir dann wieder die Region um Keetmanshoop angefahren weil es hier die sehr seltenen Köcherbäume in größerer Zahl an einzelnen Stellen gibt. Diese Bäume heißen Köcherbäume weil die eigentlichen Uhreinwohner des südlichen Afrika, die San, aus den Ästen ihre Köcher für die Pfeile gemacht haben. Und dazu kommt noch, dass der Köcherbaum-Wald ein schöne Motive für Fotos bietet, was Moni und Lenja glatt ausgenutzt haben.

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Neben den pflanzlichen “Bewohnern” des Waldes gab es auch noch ein paar tierische, die sich unserem Empfinden nach im Vergleich zum letzten Besuch von vor 5 Jahren gut vermehrt haben und wesentlich zutraulicher geworden sind. Lenja und Silas konnten sie sogar streicheln, ohne dass sie Anstalten gemacht haben sich vom Acker zu machen. Hier 2 Zeitgenossen beim Trinken an der Wasserleitung Smiley

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Am späten Nachmittag des ersten Tages kommt dann noch anderer Camper, 3 Mädels mit 4×4 und Dachzelt, auf den Platz gefahren. 20 Minuten später kommt eines der Mädels auf uns zugestiefelt und fragt uns, wo wir denn herkommen… Ob das DAS Heinsberg wäre. Ja klar, DAS Heinsberg aus der Nähe von Aachen… ach nee… sie kommt aus Erkelenz, wohnt aber jetzt in Berlin und ist mit 2 Freundinnen aus Berlin das erste mal in Namibia unterwegs für 3 Wochen. So klein ist die Welt…

Von hier aus sind wir dann weiter über Keetmanshoop zum Fish River Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Und da werden wir doch glatt an der Tankstelle von 2 älteren Namibianern die auf dem Weg zu einer ihrer Farmen sind, woher wir denn kommen und was wir so machen. Nachdem wir uns eine viertel Stunde verquatscht und dabei 2 Tanksäulen blockiert haben, drückt der eine uns glatt locker 3kg Rosinen in einer Plastiktüte in die Hand – frisch geerntet. Im Moment ist es Monis Lieblingsbeschäftigung die mit und mit immer wieder zu waschen und von den Stängeln zu befreien. Die sind lecker… Nachdem wir uns verabschiedet (und getankt hatten) haben wir uns noch eine gute Reise gewünscht. Ein paar Kilometer weiter halten wir an einem Famstal an, weil wir uns noch einen Kaffee besorgen wollten und treffen dort tatsächlich die beiden wieder – gibts doch nicht! Wieder ein bisschen gequatscht (und keinen Kaffee geholt weil es kein Wasser gab) und über unser nächstes Ziel unterhalten. Das war ja das Canyon Roadhaus am Fish River Canyon. Meint der eine zu uns – “ahhhh, da seid ihr fast – die nächste links und dann rechts und dann könnt ihr es fast schon sehen”. Aha – dann haben wir mal ins Navi geschaut als wir wieder im Auto saßen – 16km bis zur “nächsten links” und dann waren es nur noch 65km bis “dann könnt ihr es schon fast sehen”. Tja, hier fährt man auch “mal eben” 200km one way wenn am Wochenende das Bier alle ist und man Durst hat. Da liegt die nächste Station in gut 80km Entfernung praktisch schon in Sichtweite… Also weiter Richtung Canyon. Und der nächste Stopp wieder an einem Farmstal sollte uns dann unseren Kaffee bescheren. Und wen treffen wir da, sitzend und auch einen Kaffee trinken – die beiden Herren Smiley Wir haben uns dann dazu gesetzt und lange den Erzählungen der beiden und des Farmers und der Farmerin des Stals zugehört. Dabei kamen wir dann auf die Größe von ihrer Farm in Namibia zu sprechen – das sind glatte 55.000 Hektar, oder 550 Quadratkilometer! Da haben wir dann auch das erste Mal so richtig begriffen, was Entfernungen bedeuten in Namibia. 200km sind “umme Ecke” und 80km sind “praktisch schon da – in Sichtweite”. So, alle guten Dinge sind 3 und 3 mal haben wir die beiden jetzt getroffen. Danach haben wir uns wirklich final verabschiedet weil die beiden dann weiter runter zum Oranje gefahren sind während wir beim Canyon Road House angefahren sind, um hier 3 Tage zu verbringen. An diesem Ort waren wir auch schon das letzte Mal und haben einfach die Ruhe, das Ambiente und den Komfort zu genießen. Und das Road House macht seinem Namen alleine schon durch die Gestaltung alle Ehre…

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So, und damit kommen wir dann zu unserem “Ersatzrätsel”, weil wir es das letzte mal ja verbockt haben. Diesmal haben wir aber kontrolliert und ihr solltet das Bild in einem unserer Einträge von vor 5 Jahren in sehr ähnlicher Form finden können. Wie heißt der Beitrag, in dem ihr dieses Foto findet, und von welchem Datum ist dieser Beitrag? Der erste Kommentar auf diesen Blogeintrag hier der den richtigen Titel und das richtige Datum nennt bekommt eine Kleinigkeit von uns aus Afrika (Namibia) zugeschickt wie z.B. eine Holzschnitzerei (könnt ihr euch aussuchen ob eine Figur oder ein Tier). Das ganze wird Thomas dann aus Namibia mit heimnehmen wenn er Ende April wieder nach DE reist und euch dann per Post zusenden. Eure Adresse könnt ihr dann (ich antworte dann auf den entsprechenden Blog-Kommentar) per email später an doellinafrica@hotmail.de senden – muss ja nicht jeder kennen. Ausgeschlossen für die Teilnahme sind Familienmitglieder der Familie Döll und Klein und diesmal auch der Kalle. Und hier kommt nun das besagte Foto:

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Dann mal happy searching Smiley

Zum Nachmittag hin haben wir uns dann aufgemacht zum Canyon um dort wieder die besondere Stimmung am Abend zu genießen. Und wieder, wie beim letzten male waren wir komplett alleine und konnten diese genießen.

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Das schönste Bild hat hat Moni gemacht, wirklich als Schnappschuss. Wir haben erst später gesehen wie cool das geworden ist. Es sieht aus als würde Lenja in die Sonne greifen…

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Der Canyon ist für uns immer wieder ein Muss, so schön wie es dort ist. Weite, absolute Stille und ein atemberaubendes Panorama…

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Am nächsten Tag haben wir am Road House noch eine kleine Morgenwanderung gemacht um die Umgebung ein wenig zu erkunden, den Ausblick zu genießen wenn die Sonne untergeht und die noch sehr angenehmen Temperaturen auszunutzen.

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Dabei sind wir doch glatt auf noch bisher unentdeckte Felszeichnungen unbekannten Ursprungs gestoßen. Bis heute streiten sich die Archäologen wie die dahin gekommen sind…

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Dort wurde jetzt eine neue Ausgrabungsstätte eingerichtet, in der Nähe des einen Köcherbaumes, der dort oben auf dem Hochplateau steht.

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Naja, wenn wir das nächste Mal hier sind lassen wir uns mal überraschen, wie weit die zeitliche Einordnung und die Ursprungsbestinnung fortgeschritten sind Smiley

So, nun aber weiter in der Tour, ab nach Lüderitz. Einem Ort direkt am Meer, mitten in der Wüste, mehrere 100km drumherum gaaaaaanz viel NICHTS. Dafür aber sehr schön gelegen und eine einmalige Stimmung.

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Das ist schon echt cool wenn man am Campingplatz steht, direkt am Meer, und die Begrenzung zum Meer nicht einfach nur die Dünen sind, sondern die Wüste. Auch die Stadt ist praktisch direkt in der Wüste erbaut und wird auch heute noch zu einem Großteil über den Seeweg versorgt, weil es über das Landesinnere einfach enorm weite Strecken sind.

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Um Lüderitz herum (wo wir übrigens 3 Tage verbracht haben – die man auch braucht), gibt es einiges zu sehen und zu erleben. Das für uns interessanteste war für uns der Besuch der Geisterstadt Kolmanskop. Die alte Minenstadt im Sperrgebiet der Diamantengürtels steht heute noch so da wie vor 80 Jahren, als diese noch bevölkert war. Einige Gebäude sind noch gut erhalten und können besichtigt werde. Während einer knapp einstündigen Führung (in Deutsch) erfährt man sehr viel interessantes über die Historie. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall und die Führung ist ein Muss. Besonders beeindruckend fanden wir, dass die Gebäude so extrem gut erhalten sind und die Farbe im Inneren der Gebäude, wenn nicht durch Vandalismus beschädigt, noch immer im Original so aussieht wie neu.

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Jetzt ratet mal, welche Nation die Stadt gegründet hat?

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Die alten Gebäude geben einen guten Einblick in die vergangene Zeit und wunderschöne und spannende Fotomotive…

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Die Stadt liegt, anders als Lüderitz, etwa 15km weit in der Wüste und dient auch heute noch als Zugangstor zur eigentlichen Miene, die weitere 30km weiter ins Landesinnere liegt. Jeden Tag fahren immer noch 3 Schichten in die Miene ein und aus und bauen Diamanten ab, die dort übrigens im Tagebau abgebaut werden. In den Anfangsjahren lagen diese einfach so in der Wüste rum und man konnte sie so vom Boden aufheben. Die Zeiten sind allerdings vorbei und es muss schon ein bisschen gebuddelt werden.

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Aber auch der Weg nach Lüderitz ist interessant. So gibt es zwischen Klein Aus und Lüderitz Wildpferde die in der Wüste leben. Irgend jemand hat sie da wohl mal verloren vor vielen vielen Jahren. Und jetzt haben sie sich dort angesiedelt. Entlang der ehemaligen Bahnlinie (wo heute kein Zug mehr fährt) finden sich aber auch noch die alten Stationen. Hier kann man einfach anhalten und durch die Geisterhöfe spazieren. Dann bekommt man einen guten Eindruck, wie das alles mal so war…

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Nun gibt es aber noch ein kleines Rätsel als Ausgleich, weil wir das andere ja verbaselt haben. Hier gelten die gleichen Konditionen wie oben (Keine Familie Döll, Klein und kein Kalle Smiley) Weiterhin nicht der oder diejenige, der oder die das obige Rätsel löst. Hier ist allerdings das Rätsel ein bisschen anders – was ist das für ein Tier und zu welcher Gruppe der Tiere ist dieses am nächsten Artverwandt? Der erste Kommentar auf diesen Blogeintrag hier der den richtigen Namen und die nächste Artverwandtschaft nennt bekommt eine Kleinigkeit von uns aus Afrika (Namibia) zugeschickt wie z.B. eine Holzschnitzerei (könnt ihr euch aussuchen ob eine Figur oder ein Tier). Das ganze wird Thomas dann aus Namibia mit heimnehmen wenn er Ende April wieder nach DE reist und euch dann per Post zusenden. Eure Adresse könnt ihr dann (ich antworte dann auf den entsprechenden Blog-Kommentar) per email später an doellinafrica@hotmail.de. Da sind wir mal gespannt, ob das jemand rausfindet Smiley

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Nein, wir verraten nicht die Größe des Originals und wo wir es gefunden haben Zwinkerndes Smiley

So, von Lüderitz haben wir uns auf den Weg gemacht, wie man so sagt, über die schönste Straße von Namibia, Richtung Sossusvlei. Wir haben einmal ein paar Streckenabschnitte dieser Straße in eine kleines Video zusammengeschnitten. Das lässt grob erahnen, wie wunderschön es ist, hier entlangzugleiten. Hoffentlich werden die Grafelroads nie geteert – das würde das ganze Bild und die Schönheit zerstören. So braucht man einfach ein bisschen länger kann aber die ganze Strecke genießen.

So, damit sagen wir tschö bis zum nächsten mal. Dann gibt es als Start eine kleine Erzählung über ein interessantes Kaffeegespräch mit einem Nachtwächter von unserem Campingplatz in Lüderitz. Das hat uns mal wieder sehr interessante Einblicke in das Leben der Menschen hier in Namibia und deren Verständnis von unserem Leben gegeben.

Also dann… macht es gut – wir4

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PS: Wie immer mal wieder zwischendurch – Rechtschreib- und Syntaxfehler bitte verzeihen – ich schreibe zum Spaß für Familie und Freunde und nicht professionell. Wir stecken die Zeit lieber in gemeinsame Erlebnisse anstatt in Zeit am Computer-(Ding) 😉

Die Wüste lebt – und blüht

2 Kommentare

Erstmal vorab – das letzte Rätsel war wohl nicht zu lösen. Thomas hat uns ja geschrieben dass selbst er das Bild nach langem Suchen nicht gefunden hat. Wir müssen gestehen, dass wir vorher nicht kontrolliert haben uns aber so sicher waren, dass wir dieses Bild damals als “Suchbild – wo ist unser Dicker” auch in einem Eintrag hatten. Das Bild war uns so präsent im Kopf, als wäre es gestern gewesen. Sorry also an alle, die Stunden oder Tage damit verbracht haben, dieses Bild in unserem Blog zu suchen – es war nicht da Trauriges Smiley Aber – im nächsten Eintrag wird es eines geben was – ganz sicher kontrollier – in einem früheren Eintrag gewesen ist, wir müssen es nur noch machen Smiley Dann gibt es wieder eine Chance auf ein Geschenk was Thomas mitnimmt nach Deutschland und euch dann nach seiner Rückkehr im Mai zuschickt. Nun aber zu unserem aktuellen Eintrag und den bisherigen Erlebnissen…

Auf unserem Weg nach Namibia kommen wir in eine Gegend, in der es immer weniger Siedlungen und schon gar keine großen Städte mehr gibt. Die einzige größere Stadt im Umkreis von mehreren 100km ist Upington, eine “Stadt” die wir von unserer letzten Reise noch als relativ chaotisch und “typisch afrikanisch” in Erinnerung hatten – aber was heißt das schon… Bevor wir aber über Upington zu unserem letzten Ziel in Südafrika fahren, dem Kgalagadi Transfontier Park, kommen wir noch mal über Augrabis. Das letzte Mal waren die Wasserfälle hier nur ein kleines Rinnsal und wir hatten es als sehr heiß in Erinnerung. Das mit der Hitze hatten wir schon auf der Hinfahrt festgestellt – knapp 40 Grad. Allerdings hatten die Fälle richtig schön Wasser und der Oranje versorgt das ganze Gebiet gut mit Wasser – es war sehr grün.

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Da die Kinder beim letzten Mal noch so klein waren, wollten wir keine Wanderung mit ihnen in der Hitze machen, haben uns jetzt aber dazu durchgerungen, den angegliederten Park noch etwas näher zu erkunden. Das Ganze hat sich wirklich gelohnt. Eine wunderschöne weite und stille Landschaft die riesige monolitische Felsformationen enthält. Einer der Felsen wird als Mondfels bezeichnet, den wir dann bestiegen haben. Man fühlt sich tatsächlich wie auf dem Mond wenn man oben drauf steht – nur ist die Aussicht etwas anders… Die Felsen sind super glatt und man kann sie barfuß besteigen, was wir “glatt” gemacht haben Smiley Und solange es noch früh am Morgen ist, passt auch die Temperatur. Der Kleine Punkt im Hintergrund ist unser Little der seinem Namen auf diesem Bild alle Ehre macht.

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Die Schlucht in die der Oranje (der Fluss in dem wir auch im Richtersveld immer schwimmen waren) stürzt über die Augrabis-Falls kann man von einer Plattform aus bewundern, die man auch als Startpunkt für eine Wanderung in den Canyon nutzen kann. Da wir aber noch weiter wollten nach Upington an diesem Tag haben wir uns das dann geschenkt.

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Auf dem Weg nach Upington konnten wir dann von großer Entfernung schon einen Lichtpunkt mitten in der Wüste erkennen der von einer Aura umgeben war, dass wir dachten wir haben es mit einem Ufo zu tun. Bei näherer Betrachtung hat sich dann herausgestellt, dass es sich um ein Sonnenkraftwerk gigantischen Ausmaßes handelt. Das ganze war so hell dass man von der Straße, die ca. 2km daran vorbei führte, nicht direkt in den Turm schauen konnte, sondern die Sonnenbrille brauchte – echt unglaublich.

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Gefühlt war das Ding so hell wie die Sonne und klare Strukturen waren auf Grund der Leuchtkraft nicht auszumachen. Auf einer riesen Fläche um den Turm drumherum am Boden waren hunderte von Spiegeln aufgestellt, die alle den oberen Bereich des Kraftwerkes angeleuchtet haben. Hier wird durch die extreme Hitzeentwicklung dann Wasser verdampft und durch große Turbinen gejagt, die dann den Strom erzeugen für die ganze Region um Upington und die Stadt selber. Apropos Upington – hier waren wir wieder auf dem gleichen Campingplatz mit dem riesen Pool, wie vor 5 Jahren, der aber noch weiter “in die Jahre” gekommen ist, als er damals schon war. Netterweise hat die Dame am Einlass uns direkt gesagt dass wir erstmal gucken sollen bevor wir sagen, dass wir bleiben wollen. Da zwar alles alt und vieles kaputt aber sauber war, sind wir geblieben Smiley Der große Vorteil war, dass die Kinder jede Menge Spiel- und Baumaterial hatten um sich zu beschäftigen. Silas hat dann ein großes Tipi mit Vorhütte gebaut, dass Lenja dann sehr wohnlich eingerichtet hat. Einziges Problem war nur, dass die Affen immer mal wieder Dinge geklaut haben, die dann zurück erobert werden mussten. Aber so wurde es wenigstens nicht langweilig.

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Nun aber zu unserem eigentlichen Ziel, dem Kgalagadi Transfontier Park. Dort angekommen wollten wir dem Tipp von Alex (unser Freund aus Österreich den wir zwischendurch mit Hemma getroffen hatten) erstmal die Camps auf der Botswana Seite buchen, da dieses die “wilden” Camps sind, bei denen mal einfach so in der Landschaft steht, ohne Zaun. Angekommen am Office, rüber zur Botswana-Park-Seite – keiner da Trauriges Smiley Ab zum Botswana Immigration Officer der dann netterweise versucht hat die zuständige Dame auf 4 verschiedenen Telefonnummern zu erreichen. Bei 3 ging keiner ran, 1 Nummer war wohl tot. Er meinte dann nach 15 Minuten vergeblichen Versuchen jemanden zu erreichen und auch erfolglosen eigenen Buchungsversuchen, dass die Dame wohl zu Mittag sei (14:30 Uhr!) und wir vielleicht noch ein bisschen warten sollten um es später noch mal zu versuchen. Da war es wieder – das totale Chaos beim Botswana DWNP das wir soooooo vermisst hatten. Wir haben dann nichts gebucht in Botswana (wenn die keine Touristen haben wollen…) und sind rüber zur Südafrika-Seite (ach ja, der Park ist ein Zusammenschluss aus einem südafrikanischen Teil und einem botswanischen Teil der Kalahari und es gibt in einem Gebäude beide Parkverwaltungen). In Südafrika hat das keine 10 Minuten gedauert und wir hatten 9 Tage durchgebucht, eine tolle Karte vom Park in der Hand und viel Erfolg gewünscht für tolle Tiersichtungen. Ein Unterschied vom Engagement her wie Tag und Nacht – kann man echt nicht anders sagen. Also rein in den Park und ab zur Tiersuche… Wir kannten den Park von unserer letzten Reise als extrem heiß und extrem trocken. Heiß war es dieses mal auch, aber trocken? Überall blühte es in bunten Farben, war Grün ohne Ende und die Tierwelt – absolut beeindruckend. Wir können nicht sagen ob wir öfters angehalten haben um die Tiere zu beobachten, zu fotografieren oder zu filmen oder die Blumen und Gewächse.

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Der Park strotze nur so vor Leben. Und da wo es vor 5 Jahren braun, sandig und trostlos war, war es jetzt grün, lebendig und wunderschön. Überall waren Tiereltern mit Ihren Jungen zu sehen, große Herden von Antilopen oder auch Rudel von Raubkatzen, in denen der Nachwuchs alle Hände voll zu tun hatte, die Eltern auf Trab zu halten.

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Wenn ihr auf das Bild von den Straußen klickt wird es größer und ihr könnt links unter dem Baum jede Menge kleine Hälse mit Köpfchen sehen von mindestens 6 jungen Straußen

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Aber auch die Katzen haben gut für Nachwuchs gesorgt und die Jungen hatten einen riesen Spaß dabei rumzutollen, in der Sonne zu flenzen oder das frische Quellwasser zu schlabbern.

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Und der Papa hat von oben auf der Düne da unten in der Ebene am Wasserloch alles sicher im Auge behalten…

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Teilweise war die Stimmung richtig ausgelassen. Die Vögel haben gespielt, sich aufgeplustert und um die Wette gesungen.

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Wasserbad genießende Hyäne um der Hitze ein wenig entgegen zu wirken und den dummen Touristen wie uns dabei zuzuschauen, wie sie schwitzend im Auto sitzen um aus dem Staunen nicht mehr heraus zu kommen, wie relaxt die Tiere doch alle sind…

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Da trifft man dann sogar den ein oder anderen der es sich erlauben kann und dummen Touristen wie uns die Zunge rauszustrecken vor lauter Übermut. Aber wer will so jemandem schon ein Widerwort geben – das würde wohl ehr schlecht ausgehen Zwinkerndes Smiley

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Und da hat es ihm dann noch nicht mal gereicht uns nur zu veralbern, da brüllt der uns doch glatt noch an und macht einen auf dicke Hose. Den Herren hier hat Lenja, wie auch die Geparden, übrigens mal wieder entdeckt. Unser kleines Tier-Adlerauge.

Aber naja – wann erlebt man sowas schon mal aus nächster Nähe – wir haben dann von einer Beschwerde beim Parkmanagement abgesehen Smiley

Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, sind diese Bilder nicht “einfach so” entstanden. Dahinter steckt tatsächlich viel Arbeit, viele Stunden Suchen, Warten und Hoffen. Viel Austausch mit anderen Parkbesuchern und zuletzt auch eine große Portion Glück, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Innerhalb des Kgalagadi Parks muss man sich alles tatsächlich richtig “erarbeiten”. Von 9 Tagen im Park (eigentlich müsste man mind. 2 Wochen haben, um den Park richtig zu erleben) sind wir an 5 Tagen morgens um 5:30 Uhr aufgestanden, um mit der Gate-Öffnung um 6 Uhr an den Toren zu stehen und den Morgen zu genießen. Meistens sind wir dann gegen 14 Uhr wieder ins Camp gefahren um Mittag zu machen und ein wenig auszuruhen, um dann Nachmittags gegen 5 Uhr wieder in den Park zu fahren um dann um 19:30Uhr wieder zurück zu sein, wenn die Gates schließen. An einem Tag haben wir dann auch noch einen geführten Night-Drive von 21:30 bis 23:30 Uhr gemacht. Das ging nicht spurlos an uns vorbei und gegen Ende sah es dann so aus dass die Kinder noch fit waren ganz früh am Morgen (hier Lenja mit einem Buch über Vögel, um 7 Uhr noch mit Decke)

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Aber dann überkam einen auch schon mal die Müdigkeit wenn es denn dann später am Morgen war. Da konnte auch die Grafel-Road keinen wachrütteln.

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Naja, kleine Pausen zwischendurch in denen wir dann gemütlich gefrühstückt haben wurden dann von den Kindern immer wieder genutzt, um kreativ zu sein. Sei es dass Lenja mit ihrer frisch erworbenen Knete ihre Lieblingsbücher verziert, oder Silas mit einem gefundenen Golfball versucht einen sauberen Abschlag hinzukriegen, um in ein Webervogel-Nest einzulochen. Langeweile kam nie auf…

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Und wenn sich die Gelegenheit bot, wurden auch die tierischen Mitbewohner manchmal mit kleinen Leckerlies versorgt, die sie dann sichtlich genossen haben…

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Wie schon erwähnt – mussten wir uns alles erarbeiten! Bei einem der Gespräche haben wir dann ein Deutsch/Englisches Pärchen getroffen das in Hamburg lebt. Eigentlich hatten sie uns angehalten woher wir kommen und was wir so machen – mal wieder mitten auf der Straße. Sie fanden das dann so toll dass wir mit den Kindern reisen, dass sie uns eine Nacht auf der Botswana-Seite geschenkt haben, da sie einen Tag früher nach Hause mussten. Das passende Abendessen haben sie uns dann direkt noch mit dazu vermacht. Hervorragende Hamburger und eine klasse Falsche Shiraz. Somit haben wir unserer neuen Bekanntschaft einen wunderschönen Tag + Nacht in einem Wilderness Camp zu verdanken – DANKE!

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Wir haben mal aufgenommen, was das für eine tolle Geräuschkulisse ist, besonders am Abend. Da wird man von den Tieren in den Schlaf gesungen – oder besser – gegekkoooot (die Geräusche machen kleine Geckos die in Höhlen sitzen und auf der Suche nach einem Partner sind).

So, nun lasse ich aber erst mal wieder die Bilder für sich sprechen…

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Und wo Leben ist, ist natürlich auch der Tod nicht weit.

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Aber auch die Landschaft und das Panorama wusste zu beeindrucken.Hier ein kleines Video von einem Drive durch den Park.

 

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Und was die Sonne kann, kann der Mond schon lange – nämlich wunderschön Auf- und Untergehen… Hier der aufgehende Mond.

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Und alleine wegen der tollen Stimmung lohnt es sich einfach, früh am Morgen aufzustehen und sich auf die Suche zu begeben.

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Und mancher Besucher der sich zum Abend hin noch außerhalb des Caps befindet, findet später dann einen kleinen Durchschlupf hinein.

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Eines Abends saß ich dann noch alleine draußen vor unserem Little, direkt neben dem Wasserhahn der Site und habe die Stille und den Sternenhimmel genossen. Leise hörte ich es dann plätschern, oder besser – schlabbern – neben mir und ich drehe mich um um zu schauen, ob der Wasserhahn tropft. Wir haben uns beide sehr erschrocken, der kleine Schakal und ich, als wir uns bemerkt haben. Mit einem Satz war er auch schon weg und mein Herz in der Hose Smiley Es gibt viele fleißige Buddler im Park wenn es Aussicht auf einfaches und leckeres Essen gibt.

Aber jetzt noch ein paar mehr, einfach wild gemischte Bilder unseres Besuchs…

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Nun aber zu einem unserer tierischen Highlights. Da wir noch nie richtig Geparden (und Leoparden noch immer nicht) gesehen haben, obwohl wir nunmehr schon in Summe mit all unseren Urlauben und Reisen zusammengerechnet knapp 2 Jahre Afrika bereisen, haben wir uns hierüber besonders gefreut. Lenja hat tatsächlich 2 Geparden entdeckt, die wenige Meter von der Straße entfernt unter einem Baum lagen. Wir haben die 2 Brüder (wie uns später eine Rangerin erklärt hat auf unserem Night-Drive) knapp 1 Stunde beobachtet und hatten sie ganz für uns alleine. Am Schluss haben sie dann die Straße überquert und noch an irgend etwas gefressen, was im Gras lag. Was es war, konnten wir aber nicht genau erkennen. Diese Tiere, die bis zu 120km/h schnell laufen können sind unheimlich schön und grazil in natura – und so entspannt. Und wir sind ohne Umschweife dabei, diese wunderschöne Natur einfach zu zerstören. Eigentlich müsste jeder führenden Persönlichkeit, egal ob aus Wirtschaft oder Politik, eine solche Reise über 1 Jahr zwangsverordnet werden damit sie endlich mal sehen, was wir für eine wundervolle Natur und für wundervolle Kulturen und Menschen auf der Erde (noch) haben. Dann hört vielleicht diese sinnfreie Zerstörung endlich auf. Aber das ist wohl nur ein hoffnungsloser Wunsch…

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Auf einem kleinen Video kann man ganz gut erkennen, wie nah wir diesen beeindruckenden Raubkatzen waren.

So, damit sagen wir wieder tschö bis zum nächsten mal. Wir sind jetzt schon in Namibia und genießen gerade wieder das Canyon Roadhouse am Fish River Canyon. Auf dem Weg dorthin beim Tanken haben wir von 2 gebürtigen Namibianern die gerade auf dem Weg zu ihren Farmen waren 3kg frische Rosinen geschenkt bekommen, die wir gerade Stück für Stück aufmümmeln. Zwischendurch auf einer Strecke von 80km haben wir sie dann noch an 2 weiteren Stops getroffen und einiges gelernt – dazu aber mehr im nächsten Eintrag. Nun wünschen wir euch, dass bei uns auch bald wieder schönes Wetter ist, ihr ein bisschen von der Wärme habt die wir haben, und ruhige traumvolle Nächte.

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Sonnige Grüße – wir4

PS: Silas ist echt ein toller Baumeister. Die nächste Kabine entwirft und baut er für uns Smiley

PPS: Wir freuen uns auf Thomas – nur noch 3 Wochen und dann ist er wieder in unserer 2. Heimat – Namibia – und wir reisen wieder für 1 Monat zusammen!

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