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Die Schlagzahl haben wir erhöht…

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… und erleben einiges mehr in der gleichen Zeit als bisher!

Mensch Mensch, da mussten wir uns aber ein bisschen umgewöhnen. Da wir ja ein strammes Programm mit Thomas haben reisen wir nun ein wenig zügiger und haben auch mehr Aktivitäten als bei unserer bisherigen Reise, was auch nicht schlecht ist, aber durchaus einiges von allen abverlangt. Und dabei hatten wir unsere Tour mit Thomas schon etwas eingekürzt, weil sonst noch mal 500km mehr dazu gekommen wären. Und weil wir jetzt mehr fahren und weniger 2- oder 3-Tages Übernachtungen haben, komm ich auch nicht mehr so regelmäßig zum Schreiben im Blog. Aber jetzt, kurz vor Etosha in welchen wir morgen für 4 Tage einfahren haben wir wieder 2 Nächte zum entspannen (die wir auch brauchen Smiley) und ich kann ein bisschen schreiben, Fotos sortieren,…

Im letzten Blogeintrag hatten wir ja geschrieben, dass wir weiter fahren wollten von Mirabib im Naukluft Park nach Walvisbay. Das haben wir auch gemacht aber nicht ohne uns vorher noch zusammen mit Thomas den Sonnenaufgang in aller Ruhe anzuschauen. Dazu habe ich mal ein kleines Foto gemacht das ihr so schon aus einem älteren Blogeintrag kennen dürftet, aber mit einem kleinen Unterschied. Welcher dürfte das wohl sein?

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Die Strecke die wir damals gefahren sind als wir vor ca. 6 Wochen noch ohne Thomas bei Mirabib waren haben wir jetzt geändert und sind nicht mehr über die Blutkoppe gefahren sondern an den Dünen vorbei im Inland. Das hat sich als äußerst gute Entscheidung herausgestellt da wir eine Landschaft erleben konnten wie wir sie bisher noch nie gesehen hatten und bestimmt auch nicht mehr sehen werde. Jetzt können wir uns vorstellen wie Salz- und Geröllwüsten aussehen und bewundern um so mehr die Menschen, die dort ihr Leben verbringen nicht ohne uns zu fragen, wie das überhaupt geht.

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Vorbei an einigen Dörfern die abseits der Straße in Richtung der Dünen und des einzigen Grün lagen zeige das Thermometer im Wagen nicht selten Werte knapp an 50 Grad. Trotz der sehr hohen Temperaturen ging die Fahrt durch die Wüste eigentlich ganz gut da wir Glück hatten, und die Straßen nicht zu schlecht waren.

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Nachdem wir nun die ersten ca.100 km hinter uns gebracht hatten und immer noch in dieser Wüstenlandschaft unterwegs waren die unglaublicher weise extrem abwechslungsreich war, sind wir an einer Kirche vorbeigekommen, die einfach im Nichts lag. Und nein, es war keine Ruine oder nicht mehr benutzte Kirche, sondern sie war super in Schuss und machte einen sehr ansehnlichen und belebten Eindruck.

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Und da wir einige Kilometer vor und nach der Kirche nicht eine einzige Hütte oder sonst was gesehen hatten bleibt es wohl ein Rätsel für uns, wer diese denn besucht. Aber wie heißt es so schön – Gottes Wege sind unergründlich. Das trifft dann hier wohl sprichwörtlich genau ins Schwarze.

Die Dünen die man im Hintergrund der Kirche sieht sind praktisch die Grenze der Salz- und Steinwüste hin zum Meer. Allerdings nicht in der Form dass direkt hinter den Dünen das Meer beginnt, sondern noch ein paar viele Kilometer dazwischenliegen die ausreichen würden, jeden Normalsterblichen locker auszutrocknen.

Nach dann in Summe knapp 200km hatten wir unser Ziel erreicht – Walvisbay. Man kann in diversen Foren im Internet lesen dass diese Stadt nicht sonderlich dolle sein soll, sondern entworfen mit dem Lineal und nicht vergleichbar mit Swakobmund. Naja, wir haben uns nicht beirren lassen und sind trotzdem hingefahren um uns unsere eigene Meinung zu bilden – und das war gut so. Eine in unseren Augen sehr schöne saubere und freundliche Stadt in welcher wir nun vorhatten 2 Tage zu verbringen und eine Bootstour zu den Delfinen und zu den Robben zu machen.

Ein Meereserlebnis besonderer Art

Angekommen am Campingplatz wurden wir wieder herzlich begrüßt und direkt gefragt ob wir denn “Aktivitäten” geplant hatten. Jo, klar, war unsere Aussage. Auf jeden Fall eine Bootstour um uns die frische Brise um die Nase wehen zu lassen und ein paar Tierchen anzugucken. Und ob wir denn schon wüssten mit welchem Anbieter wir das denn machen wollten wurden wir gefragt. Auch das war schon klar für uns, da wir von der TuckeTucke Seite einen Gutschein von 5% von einem bestimmten Anbieter hatten der eine schöne Tour anbieten sollte. Oh – schaaade, aber der wäre nicht so der Brüller wurde uns dann erzählt da er nur ein kleines Boot hätte und das für die Kinder nicht so dolle wäre, dort 3-4 Stunden zu verbringen. Und überhaupt, was wir denn zahlen würden für die Fahrt…

Naja, da wir noch nicht gebucht hatten wussten wir das ja garnicht haben aber gesagt, dass wir einen guten Rabatt bekommen würden. Darauf ist die nette Dame direkt angesprungen und meinte dann sie könnte für uns eine Tour organisieren auf einem echt großen Katamaran beim bekanntesten Anbieter für 450$ pro Person, Kinder frei, incl. Getränke und Mittagessen…

Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und haben innerlich alle über beide Ohren gegrinst. Die Preise die wir sonst kannten lagen bei 600$ und Kinder die Hälfte… Also, Zugeschlag.. Am nächsten Morgen wurden wir dann direkt am Campinglatz abgeholt und zu unserem Schiffchen im Hafen gebracht. Und das nette Mädel hatte uns nicht zu viel versprochen. Ein sehr großer Katamaran, eine Deutsche mit an Bord die uns alles auch immer schön in Deutsch erklärt hat und jede Menge Spaß, Trinken, Essen,… ach ja, Tiere auch noch.

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Das Boot hatte einen Haus-Pelikan, der zu Erklärungszwecken immer schön brav neben unserer Tour-Begleiterin Platz nahm und für Fotos gerne zur Verfügung stand. Was uns besonders gut gefallen hat war, dass es immer sehr ausführliche Erklärungen gab, egal ob zum Thema Fischfang, den Vögeln, Robben oder einfach nur der ganzen Umgebung. Nur leider Delfine gab es keine zu sehen was aber daran lag, dass seit ein paar Tagen in der Bucht eine sehr raue See herrschte was dazu führt, dass die Delfine sich in ruhigere Gewässer verdrücken. Obwohl wir diese gerne noch gesehen hätten hatten wir eine super Bootstour an diesem Tag und alle unseren Spaß.

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Denn auch nicht nur die Vögel kamen bis auf das Boot, sondern auch noch ein paar andere Tierchen Smiley Ja, wer schleicht sich denn da von hinten an Moni und Lenja einfach so heran?

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Das war Mister Seehund, der sich ausgiebig von unseren Kindern hat kraulen lassen die daran ihre Freude hatten. Ein Video habe ich auch dazu gedreht kann es aber leider hier nicht hochladen, da die Internetgeschwindigkeit nicht wirklich berauschend ist und so gerade die Bilder über die Leitung gehen Trauriges Smiley

Da es aber auch neben den Pelikanen noch einige andere Vögel, und ganz besonders Flamingos hier rumflattern, da dieses Lagunengebiet für die Zugvögel das wichtigste im südafrikanischen Raum ist, haben wir natürlich auch hiervon ein paar Fotos gemacht und sie ausgiebig beguckt Zwinkerndes Smiley

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Da Vögel gucken aber echt anstrengend ist mussten wir uns natürlich auch ein wenig entspannen und haben an der internationalen Waterfront von Walvisbay (ist vielleicht 100m lang und besteht aus 5 Lokalitäten Zwinkerndes Smiley) es noch ein wenig gut gehen lassen und ein wenig relaxt.

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Und ach ja, was hier so nach Hochsommer aussieht… Abends als die Sonne weg war und der Wind auffrischte haben wir uns alle gaaanz heftig den Popo abgefroren, da wir leider nicht warmes mit dabei hatten. Und da wir nicht mit dem eigenen Wagen an die Waterfront gefahren sind sondern mit dem Taxi, mussten wir für den Rückweg auch ein Taxi haben. Und da die Taxis hier nicht mit denen bei uns vergleichbar sind und das Gewebe ein bisschen anders funktioniert, hat uns der Koch der Restaurants seinen (wahrscheinlich) Schwager gerufen der uns nach einer guten halben Stunde (sollte angeblich praktisch eigentlich wie auch immer sofort da sein) gerufen der uns dann wieder zurück zum Campingplatz gehfahren hat. Aber der Koch hat seinem (wahrscheinlich Smiley) Schwager erst mal die Leviten gelesen, dass der so eine Schnarchnase war. Aber das kannten wir von der Hinfahrt schon. Die Taxis sind bei Anruf immer schon “right on the way” was so viel heißt wie – ist schon unterwegs zu Ihnen, und trotzdem wartet man mal locker eine halbe Stunde. Tja, hier in Afrika ist der Zeitbegriff ein wenig dehnbarer als bei uns…

So weit dann mal zu Walvisbay und unseren Erlebnissen dort. Aber da wir die kleinen niedlichen Tierchen mit den Kulleraugen, dem vielen Fett und dem schönen glatten schwarzen oder braunen Fell nun so richtig lieb gewonnen hatten sind wir von hier aus, über Hentjes Bay weiter nach Cape Cross gefahren, welches man laut den Einheimischen zuerst riecht, dann hört und dann erst sieht Zwinkerndes Smiley

Und ja, sie haben Recht… Nachdem wir in den Nationalpark eingehfahren waren in welchem sich die größte Robbenkolonie des südlichen Afrika befindet (man spricht von mehreren 100.000 Tieren), konnten wir diese auch wenig später riechen und hören.

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Und all die kleinen schwarzen Punkte sind – ja, Robben… Und das war nur ein kleiner Ausschnitt des Bildes, welches und dort geboten wurde.

Einige von ihnen hatten die Scheu vor den Menschen verloren und kamen bis auf den Steg der angelegt wurde, um ein paar 100m an den Kolonien vorbei zu spazieren.

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Naja, die Kinder hatten ihren Spaß aber die Geräusche die die Tierchen von sich gaben, waren manchmal ehr durcheinflößend als süß. Aber natürlich gab es auch die süßen Exemplare die sich lustig auf dem Strand räkelten und dabei ulkige Grimassen zogen oder einfach nur von der Sonne bräunen ließen.

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Da Cape Cross aber nur eine kurze Mittagspause war auf einer längeren Fahrt ging es von hier aus weiter an der Skeleton Coast entlang auf der Suche nach den berüchtigten Schiffswracks…

Thomas ist da :-)

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So, nun ist es so weit. Thomas ist da Smiley Nachdem wir noch ein paar Tage an einem kleinen Jagd-Farm Campingplatz verbracht hatten (nein, wir jagen nicht selber), um unsere Kabine einmal komplett sauber zu machen und den Dicken ebenfalls. Der Platz war ca. 40km vor Windhoek an einem Damm gelegen und wir dachten zu erst als wir ankamen, dass hier schon länger keiner was gemacht hat, da einige der Stellplätze verwildert waren. Aber sie boten einen Wäscheservice und eigentlich dachten wir, liegt er ja auch ganz schön.

Nachdem wir nun den ersten Tag komplett mit der Reinigung der Kabine und des Dicken verbracht hatten und die netten Damen uns die annähernd gesamte Wäsche einmal durchgewaschen hatten und Ruhe eingekehrt war, haben wir die Umgebung mal ein bisschen erkundet am nächsten Tag. Dabei konnten wir dann feststellen, wie schön der Platz doch eigentlich liegt. Morgens haben wir uns die andere Dammseite einmal angeschaut, die wohl in guten Regenjahren um diese Jahreszeit völlig mit Wasser gefüllt ist – jetzt war sie pulvertrocken, aber schön anzusehen – hier einmal am späten Nachmittag.

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Da wir direkt auf dem Damm einen schönen Ausguck hatten, haben wir dort unser Mittagessen verbracht mit einem leckeren frisch selbstgemachten Schokoladenpudding und den Resten des vorigen Abendessens vom Grill.

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Wie wir später erfahren haben lag der Zustand des Platzes wohl daran, dass dieser wie auch in unserem Campingführer beschrieben bis 2008 von einem deutschen Ehepaar geführt wurde und dann von einem Angolaner übernommen wurde. Danach wurde offensichtlich nicht mehr viel in den Platz investiert, was sehr schade war, da dieser landschaftlich wie zu sehen wunderschön lag. Wie an vielen Orten gab es auch hier die typischen Windmühlen zur Wasserförderung die es aber bei so großer Trockenheit auch nicht geschafft haben, das fehlende Wasser aus dem Damm komplett auszugleichen, aber ein durchaus schönes Fotomotiv abgaben….

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Abends hat Silli dann noch ein kleines Lagerfeuerchen für uns alle gemacht Zwinkerndes Smiley Da das Feuerholz auf dem Platz kostenlos war, haben wir es auch richtig schön und lange lodern lassen, zumal es abends nun schon empfindlich kalt wurde. Es ging teilweise bis auf 5 Grad runter, und in der Kabine damit dann auch nicht mehr wärmer als 18 Grad…

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Nachdem wir hier nun 2 Tage verbracht hatten haben wir uns aufgemacht zu Roswita in Windhoek, die dort eine kleine B&B Pension betreibt im eigenen Haus mit 4 Gästezimmern. Wir selber haben dann die Tage in Windhoek dazu genutzt mit dem Dicken in die Werkstatt zu fahren um noch mal das Getriebeöl kontrollieren zu lassen, die Kardanwellen zu schmieren und sonst auch mal grob alles durschauen zu lassen. Nachdem der Chefmechaniker Otto von Landytech (kann ich absolut empfehlen!!) alles für Gut befunden hat, hab ich mir noch ein paar Ersatzteile und Öle mitgeben lassen und hab den 2. Ersatzreifen abgeholt (heul heul, viel zu teuer mit ca. 350€).

Der Einkauf den wir auch noch gemacht haben in Windhoek so dass wir mit Thomas nicht mehr fahren mussten war der Hammer, kann man wirklich nicht anders sagen. So viel von Allem haben wir noch nie gekauft. Da wir alles garnicht in der Kabine und im Dicken verstaut bekommen haben, haben wir es dann bei Roswita im Kühlschrank und draußen zwischengelagert.

Und nun hatten wir schon Samstag… Da Roswita meinte ihr Bruder Hubert, bei dem Thomas das Auto mietet würde es sowieso vergessen die Handy-Karte am Flughafen zu geben die ich ihm hier schon besorgt hatte wussten wir also nicht, ob Thomas schon gut gelandet war, Auto hat,… Ich war selber eh schon seit 2 Tagen nervös weil die Lufthansa ja gestreikt hat und überhaupt, ich bin ja sein Bruder Zwinkerndes Smiley

Da Roswita wohl sehr feinfühlig war und das mitbekommen hat, hat sie dann mal gefragt am frühen Nachmittag, ob sie einfach mal bei Hubert anrufen soll ob der Thomas denn schon da ist. Und ja, er war schon da und gerade auf dem Weg zur Tankstelle um den Wagen vollzutanken. Gegen 16 Uhr am Nachmittag war er dann endlich bei uns… Yippie – der Thomi ist da und Lenja muss keine Finder mehr wegzählen wann er denn endlich kommt.

Wir sind dann mit ihm abends noch eben was essen gegangen und gegen 19 Uhr lagen wir dann alle todmüde aber glücklich in unserem Bettchen.

Sonntags haben wir uns dann nachdem wir die Autos final gepackt haben aufgemacht zu unserem ersten gemeinsamen Reiseziel, dem Namib Naukluft Restcamp, ein Platz auf dem Moni und ich auch waren, als wir das 2. Mal in Afrika waren. Und in den 8 Jahren hatte sich dort nicht viel verändert. Noch immer war es absolut still und wunderschön. Abends in der Dämmerung hörten wir es dann auf einmal von den Bergen in die Schlucht, in der der Platz liegt, brüllen… Schnell hatten wir den Verursacher entdeckt, in ca. 300m Entfernung saß auf der Bergspitze ein Pavianmännchen von beachtlicher Statur.

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Nein, mit dem wollten wir uns nicht anlegen, das wäre bestimmt ganz schlecht für uns alles ausgegangen. Denn die Männchen sind groß wie ein ausgewachsener Mann, ein “bisschen” schwerer und ungleich kräftiger…

Nachdem dann Ruhe eingekehrt war, das erste gemeinsame Grillgut verspeist und die Gutenachtwünsche ausgetauscht waren hieß es auch hier wieder so schnell es geht ins Bettchen, da wir am nächsten Tag zu den Naturpools wollten, die wunderschön sind und in denen man schwimmen kann (zumindest in den größeren).

Da Thomas sich schnell umgestellt hat was den Tagesrhythmus betrifft (wir leben nach der Sonne und stehen immer gegen 6 Uhr auf und gehen dann zwischen 20 und 20:30 Uhr ins Bett), sind wir am nächsten Morgen dann zeitig los zu den Pools.

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Das Wasser ist glasklar, hat eine angenehme Temperatur so dass wir auch dort bis zu den Knien drinne waren und ist voll von Leben, auch einigen sehr interessanten Artgenossen…

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Der Weg zu den Pools führt durch einen kleinen Urwald entlang des Flussbetts und war immer wieder von ein paar Herausforderungen durchzogen, seien es ein paar Flussüberquerungen die wir alle einigermaßen trocken überstanden haben, oder die Durchquerung einer kleinen Schilf Höhle, die mit ihren Abzweigungen ein wenig gruselig war.

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Ab in die Wüste…

Was wir direkt gemerkt haben – die Schlagzahl hat sich erhöht, wir fahren jetzt ein bisschen zügiger, was aber erstaunlich gut klappt. Nach dem Spaziergang sind wir dann gegen Mittag weitergefahren zu Sesriem. Da der Campingplatz leider voll war sind wir nicht auf dem Hauptplatz untergekommen, sondern in der “overflow area” Smiley Der einzige für uns wirklich wahrnehmbare Unterschied war dass wir keinen Strom und keinen Grillplatz hatten. Da wir beides aber nicht brauchten war das auch egal. Abends dann wieder früh ins Bett und am nächsten Morgen um 4:45 Uhr aufgestanden. Ja, richtig gelesen – um 4:45 Uhr. Um 5:15 machte das Gate auf und man konnte die noch verbleibenden 60km zu den Dünen fahren. Und da wir den Sonnenaufgang in der Wüste erleben wollten und das nicht nur unten irgendwo, sondern oben auf einer Düne, sind wir so früh auf und dann direkt um 5:15 Uhr los…

Und da wir uns dazu entschlossen hatten mit Thomas Auto zu fahren, da wir hier alle 5 rein passten mussten wir auch nur das Dachzelt zusammenklappen und konnten alles andere einfach in die Kabine werfen.

Nach einer guten Stunde Fahrt erst durch die absolute Dunkelheit, später durch die Dämmerung und dann zum Schluss durch den Tiefsand bis zu Düne wurden wir dann auf der Düne mit einem wunderschönen Ausblick und einem herrlichen Licht-Schatten Spiel mehr als entschädigt.

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Und wer rauf auf die Düne geht, der muss auch wieder runter kommen Smiley Wir haben dann zum Dead Flei die Abkürzung direkt die Düne runter genommen und alle hatten einen riesen Spaß. Und man glaubt es nicht, die Kinder die beim Hochgehen schon gestöhnt hatten das nichts mehr geht, sind die ganze Düne noch mal wieder hoch um noch mal wieder runter laufen zu können….

Unten angekommen, oder besser gesagt auf halben Weg haben wir dann noch eine Herde Springböcke vorüberziehen sehen, was ein besonders beeindruckendes Schauspiel darstellte vor dieser tollen Kulisse.

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Auf Grund des nächsten Bildes kann man vielleicht erkennen, warum das Ding Dead Flei heißt – es ist eine riesengroße weiße Pfanne mitten in der Wüste in der alle Vegetation ausgestorben ist. Die gesamte Pfanne von ca. 500*500 Metern ist übersäht mit toten Bäumen. Und da wir ja wie gesagt schon sehr früh unterwegs waren, liegt das ganze Tal zwischen den Dünen hier noch im Schatten. Das hat den klaren Vorteil, dass es hier jetzt noch keine 45 Grad heiß ist, sondern wesentlich angenehmer, so dass man sogar noch eine Jacke tragen muss.

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Naja, und da die Kinder ja schon sehr fleißig waren und der liebe Onkel Thomi ja auch da ist, muss man das direkt mal ausnutzen und sich zusammen schleppen lassen. Ich glaube Silli hätte nicht mehr viel gebraucht und er wäre auf meinen Schultern eingepennt… Auf jeden Fall ist sein Kinn immer ganz schön auf meinen Kopf aufgeschlagen beim gehen. Aber wer um 4:45 Uhr aufsteht, die Düne sogar 2 mal hochläuft,… der darf dann auch mal einschlafen Smiley

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So, von hier dann direkt weiter zur nächsten Station in Solitaire. Und da wir ja noch früh hatten waren wir auch noch früh da… Gegen 12 angekommen haben wir dann direkt den weltbessten Apfelkuchen als Mittagessen genossen und uns danach erst mal für ein paar Stunden bei einem leckeren “Amarula on the Rocks” mit alle Mann an den Pool gefläzt. Und da Lenja ja ihre Taucherbrille mitgebracht bekommen hat, haben sie direkt in der Hülle von der Brille einen Wasserkäfer gefangen und den als Nachmittagshaustier gehalten. Da die Biester aber leider fliegen können, hat der sich bei der nächstbesten Gelegenheit dann aus Sillis klauen befreit und ist davongeschwirrt… Die beiden haben dann noch über eine weitere halbe Stunde versucht den 2. und letzten verbliebenen Wasserkäfer im Pool zu fangen, was aber leider nicht von Erfolg gekrönt war.

So, und heute sind wir dann wieder in den Naukluft Park gefahren, ca. 160km von Solitaire entfernt um Thomas einen wunderschönen Stellplatz mitten im Nichts zu zeigen, von dem wir ja in einem älteren Beitrag schon berichtet hatten, dem Stellplatz Mirabib. Und auch dieses mal hatten wir wieder viel Glück und haben mehrere Herden Zebras auf dem Weg dorthin gesehen. Für 4 von uns auch immer wieder sehr schön und für 1en von uns was ganz Besonderes Zwinkerndes Smiley

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Thomas ist hier eine ganze Zeit mit der Kamera rumgelaufen, hat den Felsen komplett umrundet und kommt aus dem Staunen garnicht mehr heraus. Und das ist etwas, wo wir, Moni und ich, uns besonders drauf gefreut hatten… das viele Schöne und Besondere teilen zu können. Da ist es wirklich so… geteilte Freude ist doppelte Freude…

So, und morgen, Donnerstag, fahren wir nach Walvisbay um dort auf gutes Wetter zu hoffen um am Freitag dann direkt in der Früh mit Thomas eine Delfintour machen zu können. Denn die konnten wir auf Grund des schlechten Wetters bisher auch noch nicht machen. Davon werden wir dann wohl in unserem nächsten Eintrag hoffentlich berichten können…

Ein bisschen Luxus darf auch mal sein

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Da unser Wochen- und Monatsbudget noch gut an der unteren Grenze lag haben wir uns dazu entschlossen auf der Bagatelle Lodge, welche mitten in den roten Dünen der Kalahari liegt, ein wenig Luxus zu gönnen und ein paar Aktivitäten zu unternehmen. Der Campingplatz war der schönste, den wir bisher hatten. Völlig abgeschieden und still, ca. 1km von der eigentlichen Lodge entfernt. Und die einzelnen Campsites selber, von denen es 4 gab (also nur 4 Stellplätze), lagen jeweils auch ca. 150-200m auseinander.

Der Luxus den es auf den Sites hier gab beschränkte sich auf ein eigenes Badezimmerhäuschen welches allerdings größer war als unser Badezimmer daheim. Strom gab es nicht, hatten wir aber genug mit der Sonne dabei Smiley Das schönste an den Campsites war, dass sie wie beschrieben mitten in den Dünen lagen und wir besonders morgens und abends für jeweils 30 Minuten ein wunderschönes Licht- und Farbspiel hatten. Und die Kinder hatten wieder mehr als genug Platz, um ihren Aktivitäten nachzugehen wie Tierchen sammeln, Löcher graben, Burgen Bauen,…

Abends haben wir dann am Lagerfeuer die Wärme genossen da es teilweise empfindlich kalt wurde, bis zu nur noch 5 Grad.

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Nachdem wir erst geplant hatten hier nur eine Nacht zu bleiben dann aber, als wir den Campingplatz gesehen hatten direkt auf 3 Nächte verlängert hatten weil es so schön und still war, haben wir uns dazu entschieden auch noch einen Bushmenwalk (San), eine Geparden-Fütterung mit anschließendem Sundowner-Dune-Drive und Abendessen zu machen.

Besonders für die Kinder war der Bushmenwalk und die Geparden Fütterung mit dem Sundowner klasse. Wann hat man schon mal die Möglichkeit als Kind einen Gepard aus nächster Nähe zu erleben wenn er mit Fullspeed dahergeflitzt kommt um das Futter zu “fangen” und später beim verspeisen zuzugucken. Moni und ich sehen die Tiere viel lieber in freier Wildbahn (wenn man denn das Glück hat einen zu sehen), aber das schöne bei der Bagatelle war, dass die Geparden hier versucht werden so wild wie möglich zu halten (alle 3 Geparden haben im Säuglingsalter ihre Mutter durch Jäger verloren). Dazu kam natürlich das klasse Erlebnis wieder in einem dieser Coolen Safari-Autos gefahren zu werden. Die Fütterung und den Sundowner mit Abendessen haben wir gemeinsam mit einer Schweizer Familie gemacht, die mit ihren 3 Mädels (11,13,15) für 3 Wochen in Namibia unterwegs sind.

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Und hier noch ein Kleines Video von den Geparden, wie sie hinter ihrem Futter hergeflitzt sind und es verspachtelt haben…

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Nachdem wir nun die Kätzchen ihr Abendessen hinter sich hatten ging es durch die Dünenlandschaft hoch, um von dort den Sonnenuntergang zu genießen. Hier gab es dann einen kleinen Snack in fester und flüssiger Form, den wir dann zusammen mit den Kollegen von der Lodge genossen haben.

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Ein absolut empfehlenswertes Event war das und auch wenn wir es schon ein paar mal erleben durften, so war es wieder etwas ganz besonderes, hier in der freien Natur zu sehen wie die Sonne untergeht und die Sterne am Himmel im gleichen Moment immer mehr werden, bis auf einmal die Milchstraße ganz deutlich zu erkennen ist.

Lenja und Silas haben mit den 3 Schweizer Mädels die ganze Zeit in den Dünen gespielt und wir hatten unsere Mühe, Haare und Taschen später wieder einigermaßen vom roten Sand zu befreien Smiley Der kleine Grashüpfer im linken Bild ist Lenja, als sie gerade eine Düne herunterspringt…

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Und danke noch mal für das schöne Foto von uns allen, liebe Schweizer Freunde…

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Beim Bushmenwalk müssen wir eingestehen, taten uns die 3 Jungs die es für uns gemacht haben, ein bisschen leid. Es sollte morgens um 7 losgehen und wir hatten uns schon überlegt wie das denn gehen soll da es ja gesagt empfindlich kalt war nachts. Und das hatte sich bis 7 Uhr nicht wirklich viel gebessert. und tatsächlich, kurz nach 7 standen 3 San bereit, uns in ein paar wenige Geheimnisse einzuweihen.

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Die 3 sind in traditioneller Kleidung durch die Dünen gewandert und haben uns verschiedene Pflanzen erklärt, gezeigt wie sie Tiere jagen unterschiedlichster Art, vom Hasen bis zum Kudu oder der Oryx. Aber auch erklärt, wie ein Skorpionbau aussieht, wer seine Feinde sind und was man tun kann, wenn man gestochen wird. Das, sagten sie uns, sollten wir aber nicht selber nachmachen. Denn dazu muss man den Skorpion nach dem Stich fangen, töten, dann mit dem Stachel die Wunde mehrfach aufschneiden, das Gift aussaugen, dann den Skorpion kleinmörsern und mit bestimmten Pflanzen vermischen. Diese Creme wird dann anschließend auf die Wunde gelegt. Die Prozedur ist, nachvollziehbarer weise, sehr schmerzhaft, aber man kommt dann glimpflich davon.

Viele der Dinge die wir erklärt bekommen haben werden seit hunderten von Jahren von Generation zu Generation weitergegeben und heute auch noch genau so praktiziert. Und bei vielen Dingen konnten wir Parallelen erkennen zu dem, was wir auch machen in der “modernen” Medizin. Das aber viel teurer und komplizierter. Die San behelfen sich hier größtenteils mit Mitteln aus der Natur und kommen damit sehr gut und sehr gesund durch das Leben – wirklich erstaunlich.

Übrigens – die San sprachen nur ihre eigene Sprache die immer nach der sehr blumigen Erklärung übersetzt werden musste ins Englisch, damit wir es komplett verstanden. Sie haben immer in Form von Geschichten erklärt was sie wohl auch bei der Weitergabe des Wissens machen, weil man es dann viel besser behalten kann. Davon könnten wir uns bei der oft sehr trockenen Wissensvermittlung besonders in der Schule mal eine Scheibe abschneiden. Da sieht man doch, dass immer nur Fakten Fakten Fakten oft garnicht so hilfreich sind. Und – es macht auch noch viel mehr Spaß, wenn man dabei lachen kann…

Der Abschluss unserer Bushmenwalk war dann eine simulierte Jagd auf ein Großtier, was mit der Spurensuche begann und dann letztendlich mit der Erlegung des Tieres endete…

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Alles in allem ein sehr schönes und interessantes Erlebnis.

Ach ja, wir hatten das letzte mal ja “Lord Helmchen” Fotografiert. Nun haben wir mal ein kleines Video davon gemacht, wie sie denn in Natura aussehen und welche Spuren sie im Sand hinterlassen. Wir hatten uns immer gefragt woher denn morgens immer diese 2 parallelen Striche auf den Campingplätzten herkommen die sich überall verteilen. Bis wir einen der Übeltäter dabei beobachtet hatten war uns das immer ein Rätsel. Aber jetzt wissen wir, dass es von den Tausendfüßern kommen…

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Nachdem wir nun auf Bagatelle3 wunderschöne Tage genossen hatten, haben wir uns gestern, Sonntag, aufgemacht in Richtung Windhoek um nach ca. 200km einen Zwischenstopp bei dem Lake Oanob Resort einzulegen. Hier haben wir auch bei unserem ersten Namibia-Besuch den ersten Stopp nach Windhoek gemacht. Allerdings müssen wir gestehen, dass wir es nicht wiedererkannt haben. Vor 8 Jahren haben wir ziemlich einfach am See gestanden, ohne viel Infrastruktur. Heute sieht das ganze anders aus. Das erste Foto zeigt den Blick von unserem Stellplatz aus auf den See, der ein Staudamm zur Trinkwassergewinnung ist.

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Das zweite Bild hier unten ist unser Stellplatz – ja, richtig, der Stellplatz für uns alleine. Wir haben eine riesige Terrasse die in den Hang gebaut ist mit direktem Zugang zum See, links sieht man den Grill- und Essplatz und ein eigenes Badhaus haben wir auch noch. Zusätzlich hat das Gelände noch ein Restaurant und 2 echt coole Pools…

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Tja, da hat sich wohl einiges getan in den letzten 8 Jahren – aber warum nicht haben wir uns gesagt. Jetzt noch ein bisschen entspannen bevor Thomas kommt uns wir mit Fullspeed quer durch Namibia heizen werden Zwinkerndes Smiley Aber auch darauf freuen wir uns schon wahnsinnig. Morgen geht es dann weiter zu einer Lodge 40km vor Windhoek und am Freitag fahren wir dann nach Windhoek rein. Hier müssen wir dann den Zottelbär schneiden lassen, für Lenja schon mal ein Geburtstagsgeschenk kaufen da wir vor dem Geburtstag Mitte Juni dann durch keine größere Stadt mehr kommen werden und der Dicke geht mal in die Landy-Werkstatt um ein paar Checks zu machen bevor wie die nächsten 10.000km zurücklegen werden, 2. Ersatzrad abholen was hoffentlich da ist,…. Und dann ist auch schon Samstag (freufreu)…

Technische Info – wir haben eine neue URL

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Kurze Info in technischer Sache. Wir haben uns eine neue, einfach zu merkende URL zugelegt, die ab heute unsere Hauptadresse sein wird. Aber auch die alte Adresse wird weiter funktionieren. Ihr findet uns ab jetzt auch unter www.doellinafrica.com. Bis zum nächsten Eintrag, der bereits in Vorbereitung ist, da wir gestern einen spannenden Bushmen-Walk mit den Kindern hatten und die armen San sich den Hintern morgens um 7:00 Uhr abgefroren haben.

Und noch einer

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Aber diesmal lebendig…

Gestern Abend haben wollten wir ja das Geburtstagsessen von Moni nachholen, da der eigentliche Geburtstag ja nicht soooo geglückt war. Nachdem wir alle fertig waren und Moni und die Kinder schon draußen waren bei der Sitzgelegenheit des Stellplatzes hab ich noch die Kabine des Dicken abgeschlossen und ging gerade die Leister im schon stockdunkeln gegen 18:30 Uhr runter als ich im Schein der Taschenlampe direkt vor mir, etwas wuseln sah…

Direkt vor meinen Füßen lief ganz gemütlich ein großer Skorpion, offensichtlich wieder einer der etwas “interessanteren “ Art, weil dicker Schwanz und sehr kleine Scheren, vor mir rum. Ich war froh, dass ich wie immer eine Taschenlampe dabei hatte um den Boden vor mir zu erleuchten.

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Nachdem ich dann die anderen gerufen hatte haben wir das Tierchen noch ein bisschen weiter verfolgt. Bei der Wüstentour wurde uns schon gesagt, dass sich ein Skorpion eigentlich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, da er in der Nahrungskette ziemlich weit oben steht, trotz seiner geringen Größe Smiley Und so war es dann auch. Er spazierte lustig um uns drumherum, unterm Dicken her, über den Stellplatz,… Ich hab dann mal unsere UV-Lampen geholt und die Videokamera. Die UV-Lampen deshalb, weil man damit die Skorpione sehr gut in der Umgebung sehen kann, weil sie dann, wenn man sie anscheint, Neongelb leuchten wie ein Glühwürmchen. Leider ist das Bild ein bisschen verwackelt weil der ganz schön zackig unterwegs war und ich ihn für das Foto aber auch nicht wirklich festhalten wollte (wegen Nahrungskette oben und so…Zwinkerndes Smiley)

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Was man hier leider nicht sieht, weil durch die Kamera verfälscht, mit dem Auge kann man eigentlich nur den Skorpion erkennen, und das ganze Blau drumherum ist komplett nicht zu sehen. Offensichtlich kann der Fotoapparat, und teilweise auch die Videokamera, das UV-Licht war nehmen. In Natura sieht das total klasse aus wenn man durch eine komplett dunkle Umgebung einen sehr scharf gezeichneten Neongelb leuchtenden Skorpion flitzen sieht. Auf dem kleinen Video was wir gemacht haben kann man das ein bisschen besser erkennen. Von der Größe her war dieser geschätzt etwas größer als der letzte.

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Und wir hatten noch einen kleinen großen (etwa so breit wie mein Handrücken mit einer coolen Flügelform) Besucher bei uns, einen schönen Flattermann, einen Riesenfaltler (so sagen Lenja und Silas immer, nicht Falter, sondern Faltler Smiley) Silas hat sich den dann direkt gepackt und zum Fotoshooting zu mir gebracht… Jetzt hängt er wieder unter dem Dach und verbringt dort im Schatten den Tag.

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So, jetzt geht’s los zur nächsten Farm und wir hoffen dass der Wind etwas aufhört, da dieser sehr kalt ist und wir noch immer nur 20 Grad haben.

Kein Glück mit den Geburtstagen

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Nachdem wir nun einige Tage auf der Zelda-Farm verbracht und abends noch einen Sundowner Gamedrive gemacht hatten bei dem wir unsere ersten Giraffen gesehen haben

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haben wir uns dann an Moni’s Geburtstag auf in Richtung Aminuis gemacht. Das gesamte Gebiet an der Botswanischen Grenze ist SAN-Land und eine Art Reservat in welchem die San-Bevölkerung noch so leben kann, wie sie es gerne möchte, teilweise eben auch sehr ursprünglich.

Da über diese Region eigentlich in keinem Touristen-Führer auftaucht (ausser 2 Campingplätze in der Trummis-Liste in diesem Gebiet haben wir nirgendwo was gefunden) hatten wir uns auf der Zelda-Farm erkundigt, was denn das für ein Gebiet wäre. Obwohl direkt angrenzend wusste keiner dort irgendetwas über diese Region von Namibia. Naja, haben wir uns gedacht, schauen wir uns das mal an. In der Liste stehen ja 2 Plätze, einer sogar mit Anschluss an ein San-Dorf das man dann besuchen kann und einer der Besichtigungen zu Salzpfannen anbietet. Beides kommunale Campingplätze.

Die Straßen dorthin waren sogenannte D-Straßen, also die kleinsten Pisten die es so gibt die in den Karten aufgeführt sind. Wir hatten uns dann dazu entschlossen die Strecke mal “anzufahren” und zu gucken wie es klappt, zur Not dann umdrehen und eine größere Straße nehmen.

Gerade begonnen zu fahren und wir waren hin und weg. Die Straßen waren landschaftlich das schönste, was wir bisher gefahren sind, super gut in Ordnung (da führt wohl nie jemand) und so abwechslungsreich dass wir dachten, hinter jedem Dünenhügel irgendwo anders zu sein. Der größte Teil der Stecke ging durch die Dünen, mit unterschiedlichen Sandfarben und ganz unterschiedlicher Vegetation. Da es die Nacht davor ausgiebig geregnet hatte gabt es auch einige Wasserdurchfahrten mit knietiefem Wasser, das sich in den Senken der Dünenkämme gesammelt hatte. Jetzt haben unsere Kabine und der Dicke eine wunderschöne Schlammzeichung Smiley

Vorbei an diversen Esel- und Maultierkarren und der ein oder anderen Ziegen- oder Kuh-Herde sind wir unserem Ziel, dem San-Campingplatz, immer näher gekommen. Irgendwann stand dann links ein Schild, dass es rechts zum Campingplatz gehen sollte. Ab nach Rechts ins Buschland und über ein paar undefinierbare Pfade mit dem Dicken und durch tiefen Sand durchgekämpft, wo wir ein paar Hütten sahen.

Ausgestiegen und nachgefragt wo denn der Campingplatz sei. Ok, diese Richtung sollte er sein, meinte der Kollege San. Wir weiter in “diese” Richtung. Ausser ein neuer Weg nix gefunden und nochmal angehalten bei an paar anderen Hütten und dort gefragt. Ja, jene Richtung sollten wir fahren. Ok, Versuch 2 in jene Richtung. Wieder nix. Also ein Stück zurück und wieder wo anders angehalten das ein bisschen eingezäunt war und hätte tatsächlich ein Stellplatz sein können. Fehlanzeige – alte Frau mit junger Frau und 4 kleinen Kindern. Wieder gefragt und wieder einen Tipp bekommen… Tja, auch da war nix.

Supi – mitten im Busch, ab von der Straße und nix Campingplatz – jeder hatte schon mal was davon gehört, aber keiner wusste so genau wo er war. Nachdem wir noch ein bisschen rumgegurkt sind haben wir uns dann wieder in Richtung Straße durchgeschlagen und dazu entschieden, auf eine Farm zu fahren, die etwa 40km weiter sein sollte.

Also, wir die D3820 weiter runter, direkt an der Botswanischen Grenze entlang. Dort sollte es dann laut Karte links auf die D1001 und rechts auf die D1046 gehen (T-Kreuzung, die D3820 hörte dann hier auf). Die D1046 hätten wir dann noch 20km weiter fahren müssen und wären dann zügig auf unsere Farm gekommen. Tja, die D3820 hörte hier auch auf, aber es war keine D1001 und keine D1046 in Sicht. Wir standen vor einem 3m hohen Zaun und links und rechts von uns ein Gate, aber nix was wirklich wie Straße aussah. Da wir aber auf unsere Farm wollten, der Tank noch gut gefüllt war und die Uhr erst gegen 12 Uhr anzeigte hatten uns dazu entschlossen, einfach mal dahin abzubiegen durch das Gate, wo die D1046 sein sollte. Nach ca. 10km vorbei an 3m hohem Zaun, kam dann das nächste Gate. Dieses führte dann auf den komplett eingezäunten Grenzstreifen zu Bostwana. Super – 10km durch Buschland über einen Trampelpfad und eine halbe Stunde später standen wir wieder im Nichts. Aber naja, ein kleines Geburtstagsabenteuer ist ja auch nicht so schlecht Smiley Die Farm hatten wir jetzt schon aufgegeben weil uns jetzt klar wurde, dass wir hierfür komplett umfahren müssten. Also hatten wir uns dann für den 2. Campingplatz entschieden nachdem der 1. spurlos verschwunden war und die Straßen auf der Karte auch nicht mehr da waren die wir hätten zur Farm fahren können.

Die 10km zurückgekämpft und damit gerechnet, dass wir nach weiteren 18km wie auf der Karte verzeichnet dann links abbiegen können auf die D3817 um hierüber nach Aminuis fahren zu können. Hä – was war das – keine Straße nach 18km, nach 20, nach 22… Auch die war weg. Kein Anzeichen von irgendeiner Straße die auf unserer Karte aber verzeichnet war. Also weitere 45km bis zur nächsten Kreuzung und dann hierüber weiter nach Aminuis auf den Campingplatz von wo aus es Führungen zu den Salzpfannen geben sollte.

Angekommen in Aminuis (ein paar weit verstreute Häuser und ein paar wenige kommunale Gebäude hatten wir uns nach dem Campingplatz erkundigt. Antworten wie “ja, hab ich schon mal was von gehört” oder “da, da könnte es sein” – und uns wurde schnell klar, was uns hier erwarten würde. NICHTS!

Da es mittlerweile etwa 1 Stunde bis zum Sonnenuntergang war haben wir uns zügig dazu entschlossen dann noch mal weiter zufahren, nach Aranos. Hier sollte es angeblich 2 Gästehäuser und ein Hotel geben. Weitere 80km und wir waren an Aranos, gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang und nach nun 400km Piste (allerdings wie gesagt landschaftlich ein absoluter Traum und Pisten weitestgehend in bestem Zustand da dort offensichtlich nie jemand fährt).

Nachdem wir das Hotel gefunden hatten, wir aber eigentlich auf einen Stellpatz an einem Gästehaus wollten haben wir dann dieses gesucht. Eines haben wir auch gefunden, die ließen aber kein Camping zu und das Guesthaus mit 250$ pro Person war uns viel zu teuer, zumal es auch nicht so dolle aussah. Das 2. Guesthouse was es geben sollte – oh Wunder, gab es garnicht. Niemand hatte irgendwas davon gehört. Aber wir hatten von der örtlichen Polizeichefin die wir zufällig getroffen hatten den Tipp bekommen, doch beim Hotel mal nachzufragen, die hatten einen großen Parkplatz im Hinterhof. Gesagt – getan. Das Hotel war geschlossen Smiley Naja, irgendwie war uns das klar, heute hatte Moni ja Geburtstag – und warum sollte ihrer besser sein als meiner, als sie mit Magen-Darm Infektion im Bett lag…

Wir haben uns dann einfach dort hingestellt, zumal es in einem großen Hinterhof lag. Abends, gegen 19:30 Uhr kam dann tatsächlich noch die Besitzerin des Hotels und hat uns erlaubt, dort zu stehen. Für 100$ konnten wir dann sogar noch die sanitären Einrichtungen nutze, die sie für uns aufgeschlossen hatte. Damit waren wir dann endlich angekommen nach einem sehr ereignisreichen Tag. Naja, wenigstens hatten wir ein paar schöne Geburtstagsmuffins in der Pause, die wir vorher gekauft hatten und die bisher schönste Fahrstrecke, auch, wenn es ein bisschen lang war Smiley Und Lenja hat dann auch noch von einem Stachelschwein einen total dicken Stachel im Hinterhof gefunden, den Silas dann als Antenne an einem Traktor montiert hat, mit welchem er wieder das ganze Getier durch die Gegend gefahren hat…

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Als Ziel für den nächste Tag hatten wir uns dann das Red Dune Camp ausgesucht, was laut vieler Kommentare im Internet sehr schon sein sollte. Da es auch nur knapp 180km von Aranos entfernt war, hatten wir also wieder eine entspannte Reisestrecke vor uns. Da wir auch vorher ja schon die Erfahrung gemacht hatten, dass die kleinen Pisten wunderschön waren haben wir uns auch dieses mal wieder gegen die Teerstraße entschieden und sind die kleinen D-Pisten gefahren. Und – wir wurden reichlich belohnt für diese Entscheidung.

Die Wüste blüht

Wir sind durch eine wunderschöne Wüstenlandschaft gefahren, von Düne zu Düne, durch diverse kleine Dünen-Täler und durch kleine Canyons.

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Immer wieder wechselten die Farben der Dünen und der Vegetation. Und da es ja 2 Nächte davor auch hier offensichtlich geregnet hatte, stand sehr viel in Blüte und die Straßenränder waren gesäumt von einer gelben Blütenpracht die zu den roten Dünen und mit den tiefgrünen Bäumen einen atemberaubenden Kontrast bildeten. Wir sind wirklich mit offenem Mund von Düne zu Düne weitergefahren und haben uns immer wieder gefreut den nächsten Kamm zu passieren.

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Nachdem wir nun entspannt die Strecke hinter uns gebracht hatten sind wir im Camp angekommen. Auf der Farm unten an der Straße, zu welchem das Dünencamp gehört, haben wir uns dann noch mit Grillfleisch und Feuerholz versorg. Nach einer kleinen, sehr einfach Tiefsandfahrt waren wir dann oben auf der Düne. Von dort aus hatten wir dann einen herrlichen Ausblick über einen kleinen Teil der Kalahari mit ihren teilweise roten aber auch weißen oder ockerfarbenen Dünen. Genau auf dem Dünenkamm war ein fester Platz angelegt, den man zum Zelten oder auch als Ess- und Spielplatz nutzen konnte.

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Wir haben hier den Sonnenaufgang verbunden mit unserem Frühstück genossen und auch abends noch lange gesessen und den unbeschreiblichen Sternenhimmel bestaunt, verbunden mit einer Stille, die unbeschreiblich ist (die Kinder schliefen natürlich schon tief und fest Smiley).

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Klasse angelegt waren Waschbecken, Dusche und WC. Von hieraus hatte man beim Duschen oder auch bei der Verrichtung des wichtigsten Tagesgeschäftes Smiley einen sehr schönen Ausblick. So ein schönes Klo hatten wir noch nie…

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Badezimmer                                                 Badezimmerausblick

Da es aber nicht nur die Schattenseite auf der Düne gab, sondern auch die Lichtseite, wurde es ganz schön warm dort oben. Daher haben wir uns dann dazu entschieden, keine zwei, sondern nur einen Tag dort zu bleiben, was auf Grund der Stille, des Panoramas und auch der Besonderheit sehr schade war. 5 Grad kühler und wir wären mindestens noch einen Tag mehr geblieben aber es war einfach zu warm mit 37 Grad und keiner wirklichen Möglichkeit sich abzukühlen tagsüber. Und wie uns Pieter Liebenberg dann am nächsten Tag auch sagte (Inhaber des Red Dune Camps und der dazugehörigen Farm Tranendal), ist es aktuell ungewöhnlich heiß und trocken für diese Jahreszeit – echt schade, zumindest für diese Übernachtungsmöglichkeit…

Und ach ja, schaut mal was wir da noch gefunden haben, bzw. die Kinder. Einen ausgetrockneten Riesen- Tausendfüßler. Jetzt konnten wir endlich mal fotografieren, wie toll sie im Gesicht aussehen, was bei den lebenden nicht wirklich geht. Schaut ziemlich lustig aus, ein bisschen wir “Lord Helmchen” mussten wir schmunzelnd feststellen… Eine gewisse Ähnlichkeit mit Napoleon auf der ein oder anderen Zeichnung ist auch nicht von der Hand zu weisen Smiley

Die Finger sind übrigens von Lenja. Da sieht man ganz gut, dass die locker mal so dick sind wie ein Kinderdaumen.

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So, und nun sind wir aktuell wieder etwas komfortabler untergebracht, in der Kalahari Anib Lodge, haben wieder einen Pool (zumindest an der Lodge, nicht am Campingplatz, der aber in 5 Minuten Fußweg zu erreichen ist), und werden hier heute Abend Moni’s Geburtstag bei einem 4-Gänge Menü im Restaurant gebührend feiern und nachholen. Da auch hier noch, 150km weiter, das “schöne” warme und trockene Wetter herrscht, obwohl es im Moment (17.04., 12:13 Uhr) etwas windig wird, freuen wir uns natürlich darüber, weil wir ja wieder eine Möglichkeit der Abkühlung haben und uns faul herumflenzen und den Kindle quälen können während die Kinder ihren Appletizer schlürfen und die anderen Gäste mit ihrer Geräuschkulisse von den Liegen vertreiben, was unser Schaden nicht ist Smiley Wir kosten hier einfach mal voll den Kinderbonus aus, uns kennt ja keiner… Und außerdem halten wir von den 100-Touristen-Busladungen-eine-Übernachtung-Abendessen-Gamedrive-Fanatikern eh nicht allzu viel Zwinkerndes Smiley

Da wir ja wie beschrieben die Central-Kalahari ja wegen der großen Trockenheit und Hitze gecanceld hatten, machen wir uns dann gemütlich weiter auf in Richtung “wissen wir noch nicht genau”, um dann pünktlich für Thomas Ankunft in Windhoek zu sein und auch vorher dort noch unseren Frühjahrsputz zur Halbzeit im Landy und in der Kabine zu machen (Und dem kleinen Sili-Zottelbär die Haare schneiden zu lassen, der mittlerweile immer schon als “little nice sweet girl” bezeichnet wird.). Hoffen wir mal, dass die nächsten Straßen nicht einfach weg sind oder die Übernachtungsmöglichkeiten sich in Luft aufgelöst haben…

Und nicht zu vergessen – vielen Dank für die Geburtstagsgrüße zu Moni’s Geburtstag soll ich sagen!

Über das Leben auf einer Farm

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und – was wir davon so mit- und erzählt bekommen haben

Wir haben uns schon oft auf unserer Reise gefragt, wie sich so das Leben auf einer “typischen” Farm in Namibia gestaltet. Das besonders vor dem Hintergrund der oft riesigen Größe der Farmen und der extremen Entfernungen untereinander und zu den Städten. In der Zwischenzeit hatten wir ein paar mal die Gelegenheit mit Farmbesitzern und auch Angestellten auf den Farmen zu sprechen und unsere Fragen loszuwerden. Dabei muss unser Verständnis das wir mitgenommen haben sicherlich nicht repräsentativ sein und wird sicherlich nur einen kleinen Ausschnitt des wirklichen Lebens auf einer Farm darstellen.

Generell scheint es so zu sein, dass die meisten Farmen in Namibia Schaf- oder Rinder Zucht betreiben wobei gerade das Schaffleisch zu einem großen Teil nach Europa exportiert wird. Die Rinder sind offensichtlich ehr für den innerafrikanischen Mark bestimmt. Da uns selber die Größenordnungen nicht viel sagen haben wir uns nur erklären lassen, dass eine typische Farm in Namibia etwa 20-30 mal so groß ist, wie ein Großbetrieb in Europa, was die Landmenge betrifft. Natürlich ist das Land pro qm in Namibia lange nicht so ertragreich wie bei uns, gerade in Deutschland, jedoch muss auch dieses Land bewirtschaftet werden.

Was wir garnicht glauben konnten, aber das Farmland ist in aller Regel komplett eingezäunt. Um das Land da wo notwendig zu bewässern, werden oft Bohrlöcher von teilweise 70-100m genutzt die dann mit den bekannten Windradpumpen angezapft werden. Windradpumpen wohl auch deshalb, weil eine elektrische oder spritbetriebene Pumpe die über diese Höhe pumpen kann a) extrem teuer ist und b) viele Bohrlöscher/Brunnen garnicht genug Wasser hätten, so dass eine dieser Pumpen überhaupt eingesetzt werden könnte.

Dieses Land wird dann in der Regel von einer Farmerfamilie bewirtschaftet mit ein paar, aber nicht sehr vielen Angestellten, die sich darum kümmern, dass mit dem Vieh alles in Ordnung ist, die Zäune ok sind und die Brunnen funktionieren. Was wir so mitbekommen haben ist es so, dass die Menschen auf einer Farm geboren werden, dort ihr Leben verbringen und dann auch dort sterben. Wir haben jetzt mehrere Farmfamilien kennen gelernt, die auf einer Farm geboren wurden und diese von ihren Eltern übernommen haben bzw. auf einer geboren wurden und sich dann selber eine fremde übernommen haben, weil sie sich kein andere Leben vorstellen konnte, die elterliche aber nicht übernehmen konnten. So gibt es auch einige Farmer die in Namibia eine oder mehrere Farmen bewirtschaften die selber von einer südafrikanischen Farm kommen und dort keine passende gefunden haben.

Der Arbeitstag richtet sich dabei prinzipiell nach den Sonnenstunden. Es wird mit dem Aufgehen der Sonne begonnen zu arbeiten und die Arbeiten weitestgehend eingestellt wenn die Sonne untergegangen ist. Das liegt daran, dass es hier in der Regel keine Stall- sondern reine Freilandhaltung gibt. Wenn die Sonne dann untergegangen werden auf einigen Farmen auch noch selber Produkt hergestellt die entweder direkt vertrieben werden an den Endverbraucher oder an Supermärkte und Geschäfte in der nächstgelegenen Stadt. Da die Farmer auf ihren Farmen auch das Wild jagen, wie Oryx, Springbock, Kudu,… zählt hierzu nicht nur das Zucht- sondern auch das Wildfleisch, aus welchem sie Produkte herstellen. Aber auch Fruchtprodukte. Rote Beete, Kartoffeln,… zählen oft dazu, wenn es das Farmland hergibt. Urlaub gibt es den Erzählungen uns gegenüber garnicht. Viele Farmen bieten dann auch noch ein paar Gästezimmer oder wenige Stellplätze an und das ein oder andere mal auch noch die Möglichkeit, einen Gamedrive über das Farmland zu machen. So wie wir es mitbekommen haben sind das meistens Aktivitäten um die sich verantwortlich die Dame des Hauses kümmert, wie selbstverständlich um die Kindererziehung, den Haushalt und die Herstellung der hauseigenen Produkte.

Einkaufen sieht meistens so aus, dass einmal im Monat ein Großeinkauf gemacht wird auf Grund der großen Entfernungen. Und auch auf Grund der großen Entfernungen müssen die Kinder die Woche unter in der Stadt bleiben, und das schon ab dem 6. Lebensjahr, in welcher die Schule ist. Das sind nicht selten ein paar 100km weit weg von den Eltern. Wir haben ein Farmehepaar kennen gelernt bei welchem ein Sohn gerade in die Schule gekommen war es aber nicht so gut klappte mit der Abnabelung der Eltern. Die Mutter hat sich dann dazu entschlossen nach dem 2. Monat ein kleines Zimmer in der Stadt zu mieten und bei ihrem Sohn zu sein, da dieser überhaupt nicht mit der Situation klar kam. Und das ZUSÄTZLICH zu den Arbeiten die daheim anfallen. Und da der Papa den ganzen Tag auf der Farm unterwegs ist und auch öfters ein paar Tage am Stück weg ist, musste der kleine Sohn dann auch noch mit ins Zimmer.

Wir haben uns dann gefragt, wie man sich denn so kennenlernt wenn man auf einer Farm wohnt und eine Frau/ einen Mann sucht. Die Frage haben wir dann einfach mal gestellt und uns wurde zu unserem erstaunen erzählt, dass die meisten Kontakte über eine Art Stellenbörse (Printmagazin) für Farmer hergestellt werden (gibts wohl schon länger als unsere Stellenbörsen im Internet Smiley). Dort inserieren Männer und Frauen die einen Partner suchen und auf einer Farm leben wollen. Man trifft sich dann ein paar mal vorher und schaut ob man zusammen passt oder nicht. Wenn es dann passt wird in der Regel geheiratet und man bleib sein Leben lang zusammen. Das klingt für uns jetzt alles ein wenig fremd, ist aber offensichtlich den Erzählungen nach für die Menschen hier ganz selbstverständlich. Die Farmer mit denen wir gesprochen haben können sich kein anderes Leben vorstellen und so wie uns gesagt wurde wollen auch viele Kinder von Farmern Farmer werden.

Die anderen Menschen die noch so auf einer Farm leben wie die Angestellten die sich um die vielen notwendigen Dinge kümmern oder auf den Gästefarmen z.B. an der Bar sind, die Gäste betreuen,… verbringen scheinbar auch ihr ganzes Leben auf dieser Farm. Die allermeisten haben kein Auto, wohnen mit auf der Farm und sind prinzipiell Bestandteil der Farmfamilie. Wir haben schon manches mal den Eindruck gewonnen, dass sie nichts anderes als die Farm kennen, auf die sie nach der Schule zum Arbeiten gegangen sind. Ihr komplettes Leben gehört praktisch der Farm und wir konnten oft feststellen, dass sie nicht wussten, wie es im Umkreis von 100km um die Farm drumherum aussieht. Sie kennen manchmal die nächst größere Stadt in die sie vielleicht zum Einkaufen oder zum Arzt fahren, aber das war es dann auch. Da ein eigenes Auto eine absolute Seltenheit ist, kann man sich das sehr leicht vorstellen. Moni und ich können uns das nur sehr schwer bzw. garnicht vorstellen, ein solches Leben leben zu können. Hier auf der aktuellen Farm haben wir tatsächlich einen Angestellten widergetroffen der vor 8 Jahren schon da war und eine Freundin in der nächst größeren Stadt, 100km entfernt, hatte. Er wollte damals nach Südafrika gehen um dort einen anderen Job zu machen und Europa besuchen. Vor 8 Jahren erzählte er uns dass die Mädels in der Regel auch ehr Männer suchen, die ein eigenes Business haben und aus SA kommen, da sie ihnen mehr bieten können. Und heute ist der Kollege noch immer da… Und ach ja, das gilt für Weiße wie auch Schwarze gleich. Es gibt auch viele Weiße die hier auf einer Farm als Arbeiter sind und dort wohnen, wie auch dieser Kollege den wir vor 8 Jahren schon mal getroffen hatten und große Pläne hatte. Die Farbigen leben in der Regel in paar 100m entfernt von den eigentlichen Farmhäusern während die Weißen oft direkt auf dem Hauptgelände wohnen, wie die Eigentümer.

Da das Stromnetz in Namibia sich größtenteils auf die größeren Städte konzentriert wird auf Farmen oft per Generator oder mit Solar und Batteriespeicher der Strom erzeugt. Das führt oft dazu, dass der Strom nur eine begrenzte Zeit am Tag zur Verfügung steht. Es gibt auch Farmer, die sich zusammen geschlossen haben und sich ihren eigenen Stromanschluß ans öffentliche Netz gelegt haben. So haben wir direkt hinter der SA-Grenze auf einer Farm übernachtet die vor 8 Jahren selber den Stromanschluß ans öffentliche Netz hergestellt hat indem sie sich mit anderen Farmen zusammen getan haben und die kompletten Kosten von 25.000€ pro Farm selber übernommen haben. Für uns klang das nach sehr viel, aber der Vorteil der uns beschrieben wurde wiegt das wohl auf. Solar ist wohl auch sehr teuer und Wartungsintensiv auf Grund der Batterietechnik, die auch alle 7-10 Jahre wieder komplett erneuert werden muss.

Den Erzählungen nach scheint es so zu sein, dass die Regel gilt – einmal Farm(er) immer Farm(er). Das gilt scheinbar für die Besitzer selber aber auch für das komplette “Personal”. Mehrere Farmer haben gesagt dass sie in einer Stadt oder als abhängig beschäftigter sterben würden. Aber auch Menschen aus der Stadt würden ihre Schwierigkeiten haben auf einer Farm zu leben. Eine Farmersfrau die erst eine geworden ist und vorher in einer Mittelgroßen Stadt mit ca. 5000 Einwohnern gelebt hat sagte, dass man sich erzählt, dass man mit sich selber im Reinen sein muss, im inneren Frieden, um auf einer Farm leben zu können weil man sonst verrückt würde, weil man so viel mit sich und der Natur alleine ist. Ansonsten würde man den ganzen Tag über zu viele Dinge nachdenken und das würde man nicht lange mitmachen. Sie sagte dass es auch für sie am Anfang nicht einfach war, diese permanente Stille zu ertragen, immer nur die Naturgeräusche zu hören. Aber mittlerweile, nach 8 Jahren kann sie die Stadtgeräusche, und auch oft Radio und Fernsehen nicht mehr ertragen, das ist ihr einfach zu viel. Sie sagte uns dass sie mittlerweile oft den Fernseher wieder aus macht den ihr Mann abends manchmal anmacht, weil es ihr einfach zu viel “Lärm” ist. Das fanden wir sehr spannend, da wir ja auch nach dem letzten Afrika-Urlaub unser Fernsehen abgeschafft haben, weil wir darin keinerlei Wert mehr erkennen konnten und das bis heute auch “durchgehalten” haben und nichts vermissen.

Tja, so viel zum Leben auf einer Farm und war wir so davon mitbekommen und verstanden haben. Es ist sicherlich nicht das verklärte Romantische, was man sich so darunter vorstellt und einfach ist es ganz bestimmt nicht, wie auch nicht zu vergleichen mit dem Leben auf dem Bauernhof bei uns in Europa und schon garnicht Deutschland. Für uns hat es noch viel von einem Leben vor 100 Jahren, angereichert um moderne Hilfsmittel. Aber um ehrlich zu sein – so schön man sich das vorstellt, die große Freiheit, viel Ruhe, Tiere und Natur, für uns wäre das sicherlich nichts. Es gibt zu viele Entbehrungen und unserem Empfinden nach eine zu große Distanz in der Familie und Freunden wenn man die Umstände und Entfernungen mal betrachtet. Aber eines haben wir auch schon erstaunt festgestellt – Entfernungen die für uns in Deutschland große sind schrumpfen hier. Wenn wir darüber sprechen dass es “nur noch” 200km bis zum nächsten Einkaufsstopp sind, dann haben wir tatsächlich mittlerweile das Empfinden, dass es sehr nah ist. 50km sind für uns mittlerweile praktisch um die Ecke und wir können “mal eben” dahin fahren. Wenn wir uns überlegen dass bei uns daheim eine Fahrt nach Düsseldorf oder Aachen sehr wohl geplant wird und genau überlegt wird, ob wir das machen und die Mühe auf uns nehmen, dann ist das hier keinen Gedanken wert und wir fahren diese kurze Strecke einfach, und das bei Piste (Gravel) und nicht Teer-Straße!

Da kann mich schon vorstellen, dass man über die Zeit hinweg ein ganz anderes Verständnis entwickelt was es bedeutet hier zu leben. Und die “Zeit” spielt dabei eben eine sehr große Rolle, denn die haben wir hier und auch die Menschen haben sie hier (noch). Es dauert halt einfach alles länger und es gehört dazu, zum Leben und zum Alltag. Und wenn eingekauft wird, dann fährt man eben die vielleicht 300km in die große Stadt um eine bessere Auswahl zu haben und attraktivere Preise, bleibt dort 2 Tage und besorgt alles und fährt nicht in der nächsten Woche oder schon 3 Tage später wieder, sondern erst wieder in einem Monat.

So, das so weit zu diesem Thema. Wir hoffen dass wir alles so weit richtig wiedergegeben haben, wie wir es erzählt bekommen haben und was wir so mitbekommen haben. Wir für uns bewundern die Menschen hier die auf einer Farm leben und die, die eine Farm betreiben. Kein einfaches Leben aber sicherlich an einigen Stellen auch um einiges Reicher an Zeit, Naturnähe, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit,… als das Leben von vielen oder den meisten Menschen bei uns daheim. Leider kann man nicht alles haben, das wäre wohl das Paradies und bleibt dem Leben nach dem Leben vorbehalten…

Ruhige Woche

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Vorweg – diesmal haben wir keine Bilder im Eintrag da wir hier nur eine seeeeeehr laaaaaangsame Internetverbindung über Mobilfunk haben und ich dazu an den Eingang der Farm gehen und den Laptop in die Luft halten muss. In 3-4 Tagen ist das hoffentlich wieder besser.

Nachdem wir eine Nacht in Windhoek verbracht hatten in einem Backpacker Hinterhof Campinplatz um dort unseren Reifen repariert zu bekommen (was auch tatsächlich geklappt hat, komplett vulkanisiert und mit einem dicken Flicken von innen versehen – 400$ Reifenreparatur und dann hab ich noch mal für 300$ Tyreseal (2l) einfüllen lassen) haben wir uns aufgemacht auf einer schönen Farm zu übernachten, etwa 40km von Windhoek entfernt in Richtung Zentral Kalahari. Es gibt übrigens wohl nur genau eine Möglichkeit in Namibia die Reifen so professionell reparieren zu lassen, und das in Windhoek bei der Firma REMA TipTop, Andimba Toivo Yatoivo Street 29, Windhoek, –tel.: 061-306 661. Sie sprechen dort perfekt Deutsch und sind super hilfsbereit. Die Reparatur wurde von einem auf den anderen Tag zuverlässig durchgeführt.

Auf der Ondenkaramb Farm, 40km von Windhoek, haben wir dann “Oma und Opa” getroffen die mit ihrem Enkel knapp 4 Wochen unterwegs waren mit ihrem Toyota und Klappdach, ein deutsches Ehepaar, Olaf und Maritta, mit viel Afrika Reiseerfahrung.

Olaf und ich haben uns dann viel über Autos, Probleme, Länder,… unterhalten und wir fahren beide die gleichen Reifen, BF Goodrich Mud Terrain. Auch er musste 2 neue Reifen in Afrika kaufen und es hat ihm die Tränen in die Augen getrieben. Aber seine Antwort darauf war: “Mein alter Herr hat immer gesagt ‘Auto’ fängt mit ‘Auuuu’ an, hört mit ‘oooooo’ auf und in der Mitte ‘t’ wie teuer.” Olaf meinte dann er selber würde auf jeden Fall einen 2. Ersatzreifen kaufen, auch wenn er mehr als doppelt so teuer ist wie bei uns in Deutschland. Naja, auf einen alten erfahrenen Afrika-Reisenden habe ich mir gedacht höre ich dann doch lieber, bin ja lernfähig, und so sind wir dann nach der 2 Farm-Übernachtungen noch mal zurück nach Windhoek und haben dort einen 2. Ersatzreifen bestellt, der Ende nächster Woche da sein soll. Alleine die Anzahlung von 2200N$ war schon höher als der Reifenpreis bei uns, aber – aus Erfahrung wird man klug und so zahlen wir jetzt halt das Lehrgeld Smiley

Nachdem wir dann mit Olaf und Maritta unsere Route auch mal besprochen hatten haben wir den Tipp bekommen, auf jeden Fall noch den schönen süd-westlichen Teil von Simbabwe mitzunehmen, da a) das Land wunderschön ist und b) die Menschen dort auch ganz besonders sein sollen – im positiven Sinne versteht sich. Weiterhin meinten die beiden, dass aktuell die Zentral Kalahari wie ausgestorben sei wegen der großen Trockenheit und sie selber sehr enttäuscht waren (das hatten wir später nochmalig gehört). Da wir eh geplant hatten über Simbabwe an die Victoria Falls zu fahren haben wir uns nun überlegt, diesen Aufenthalt ein bisschen auszudehnen und haben uns noch Reiseunterlagen von Simbabwe bestellt (Buch und Karte), die Thomas dann mitbringen kann. Da ist es doch gut, dass wir in unserer Planung nicht festgelegt sind, bis auf den Rückflugtermin am 05.08. Smiley

Von Windhoek haben wir uns dann gestern aufgemacht auf der B6 über Gobabis bis zur Zelda Guest and Game Farm, ca. 10km vor der Grenze zu Botswana. Von hieraus wollten wir dann eigentlich heute, Freitag weiterfahren über die Grenze nach Ganzi um von da aus dann in die Kalahari zu reisen. Nun haben wir aber gestern Abend Helga getroffen, eine deutsche Rentnerin die hier unten ihr Auto stehen hat und schon seit Jahren alleine durch das südliche Afrika reist mit Zelt und Geländewangen. Sie kam auch gerade aus der Zentral Kalahari und meinte ebenfalls, dass sich die Anreise (von Zelda aus noch gut 500km) nicht lohnen würde, da ausser große Trockenheit dort im Moment nichts ist. Ok – das war dann die 2. Routenänderung innerhalb von 2 Tagen Smiley Wir bleiben hier auf Zelda (was wir schon von unserem 1. Namibia-Urlaub kannten) nun 3 Nächte, da es auch für die Kinder sehr schön ist. Sie haben hier einen Spielplatz, Gamedrive, Raubtierfütterung und jede Menge andere Tiere die man besuchen kann. Hier entspannen wir uns dann bis Sonntag und wollen dann mal das Gebiet an der westlichen Grenze zu Botswana erkundigen, welches keine so klassische Touristenregion ist. Mal schauen, wie es uns dort gefällt und wie wir dann weiterfahren, bis Thomas am 27. kommt.

Auf jeden Fall wollen wir am 25. wieder in Windhoek sein um mal groß Reine zu machen, da wir dann Halbzeit haben. Silas muss mal zum Frisör, da er mittlerweile von einem Löwen fast nicht mehr zu unterscheiden ist mit seiner Lockenmähne und die Wäsche braucht auch mal eine professionelle Waschmaschine, incl. Bettzeug. Die Kabine selber könnt mal einen Staubsauger brauchen da mit Handfeger und Kehrblech leider nicht der ganze Sand und Staub raus zu bekommen ist.

Heute Abend machen wir dann mal einen Gamedrive mit auf der Farm und hoffen auf unsere ersten Giraffen – lassen wir uns mal überraschen. Auf jeden Fall freue ich mich schon total, nicht immer selber fahren zu müssen sondern endlich das 1. mal gefahren zu werden und mich voll auf die herrliche Umgebung und die Tiere konzentrieren zu können. Das wird sich ja dann schlagartig ändern wenn Thomas da ist, dann leg ich die Füße hoch und wir fahren dann bei Tierbeobachtungen immer bei ihm im Wagen mit so dass er die Arbeit hat Zwinkerndes Smiley

Generelles

Hier noch ein kleines bisschen “Generelles”, wie es so klappt, was wir so machen und was wir so brauchen.

Kabine/Dicker

Prinzipiell können wir sagen, dass wir mit der Kabine und dem Wagen keinerlei Probleme haben. In der Kabine klappt alles wunderbar, wir schlafen besser als im Bett daheim (ungelogen) und auch die Kinder (bis auf die sehr intensiven Träume von Silas) schlafen auch wie Steine. Wir selber, Moni und ich, träumen hier allerdings auch richtig intensiv so dass wir uns jeden Tag eigentlich an das erinnern können, was wir geträumt haben. Das kennen wir von zu Hause eigentlich garnicht und hat sich auch erst seit ca. 4 Wochen so stark eingestellt.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir eine kleine “Kläranlage” an Bord haben so dass wir alles Wasser tanken können und immer Trinkwasser, geschmacksneutral rauskommt. Denn oft ist es so, dass das Wasser gesalzen oder gechlort ist oder einfach aus einem Farmbrunnen kommt. Das stellt damit für uns überhaupt kein Problem dar.

Zurück zur Kabine und zum Landy – bisher ist nichts wesentliches Kaputt gegangen und das Fahrverhalten der Kombination ist tatsächlich noch gut. Selbst 4*4 Strecken mit Verschränkungen, relativ starken Neigungen und Steigungen klappen gut. Obwohl zugegeben – wir haben schon das ein oder andere Mal im Auto gesessen und sind gefühlt kurz vor dem Kippen gewesen. Aber wenn man dann aussteigt und schaut sieht man, dass immer noch ein guter Sicherheitspuffer vorhanden ist und das Fahrwerk und besonders der Spezial-Stabilisator hervorragend ihren Dienst tun. Die Teerstraßen können wir entspannt mit 100km/h nehmen und auch bei einer etwas kritischen Einscher-Situation ist der Wagen stabil geblieben. Öl und Wasser braucht der Dicke so gut wie garnicht, obwohl wir schon knapp 6000km mit ihm hinter uns haben. Ich hab noch keinmal Öl nachgefüllt und erst einmal 100ml Wasser, da er eine kleine Undichtigkeit am Übergang Kühlerschlauch/Thermostat hat (hier muss ich mal die Schlauchschelle umsetzen hatte bisher aber noch keine Lust dazu).

Einzig und alleine die hintere kurze Steckachse wird an der Verzahnung im Diff relativ stark abgenutzt, was bei dem großen Gewicht nicht sonderlich verwundert und die Steckachse selber war auch die Billig-Ausführung für knapp 25€. Die Originale kostet knapp 300€. Ist aber ok, da ich a) noch eine Ersatz mithabe und Thomas eine weitere mitbringt. für 300€ kann ich viele Ersatz einschieben und wenn wir ohne Kabine fahren wird die Abnutzung auch wieder rapide abnehmen Smiley

Reisen allgemein

Das Reisen allgemein in Namibia gestaltet sich sehr entspannt. Die Möglichkeiten einzukaufen haben zwar im Vergleich zu Südafrika rapide abgenommen und sind jeweils auch wesentlich weiter auseinander, das ist aber Gewöhnungssache. Man muss sich einfach davon verabschieden dass es alle 20km einen Laden gibt. Die Distanzen liegen hier ehr in Bereichen von mehreren 100km, wenn man etwas größere Geschäfte haben möchte. Aber auch in den kleinen Geschäften die halt nicht 20 Sorten Bohnen, 10 Brotsorten,… haben kann man sich in der Regel mit den wesentlichen Dingen gut eindecken. Gleiches gilt auch für die Spritversorgung, die durchweg hervorragend ist und meistens sogar mit Kreditkarte bezahlt werden kann.

Die Übernachtungsmöglichkeiten haben sich stark geändert – während in SA meistens richtige Campingplätze vorhanden waren gibt es hier ehr Farm- oder Lodge-Camping. Das birgt das prinzipielle Risiko dass, da in der Regel nur sehr wenige Plätze vorhanden sind (zwischen 3-5), man nichts findet, hat aber auch den Charme, dass man sehr ruhig und abgelegen übernachtet. Da wir in der absoluten Nebensaison reisen sind meistens selbst diese wenigen Stellplätze nicht ausgeschöpft und wir sind oft ganz alleine.

Was uns sehr stark aufgefallen ist ist, dass es viel weniger “geballte Armut” gibt als in SA. in SA haben wir oft viele Menschen an den Straßenrändern gesehen die “rumlungerten” oder auch öfters riesige Townships. Das können wir von Namibia überhaupt nicht sagen. Wenn es arme Menschen gibt kommen diese zwar, so unsere Erfahrung, näher zu uns und fragen offensiver nach Geld oder Essen, aber das ist doch ehr die Ausnahme und nicht die Regel. Wir haben dabei für uns zur Leitlinie gemacht dass der, der uns eine Dienstleistung anbietet, und sei sie im Moment auch für uns unnütz, von uns auch etwas bekommt und der, der einfach nur bettelt nichts bekommt. Selbst wenn wir die Dienstleistung nicht brauchen nehmen wir sie und geben gerne 5N$-10N$ dafür (wie z.B. Taschen tragen, Einkaufswagen wegbringen, auf’s Auto aufpassen,…). Das ist unsere Methode damit klarzukommen da wir uns gesagt haben dass wenn jemand bereit ist für Geld, für das wir auch gearbeitet haben, selber auch zu arbeiten (und sei es noch so wenig), geben wir es sehr gerne. Aber wenn jemand kommt und einfach sagt “gib mir Geld” (das passiert tatsächlich manchmal), dann bekommt er nichts. Ich denke hier muss jeder selber für sich einen Weg mit der Zeit finden, mit diesen großen für uns Deutsche so unüblichen Wohlstandsunterschieden klarzukommen.

Budget

Wir hatten uns am Beginn unserer Reise natürlich ein Budget gesetzt, dass es einzuhalten gab, auf Wochenbasis, und dann auf Monatsbasis. Dieses hatten wir dann mit einer Unter- und einer Obergrenze versehen.

Zusätzlich hierzu hatten wir für jeden Monat einen Posten “Unvorhergesehenes” eingeplant was Ausgaben abdecken sollte die wir nicht vorhersehen konnten wie Reparaturen, teurere Übernachtungen z.B. wegen Krankheit (weil wir dann ins Hotel müssen oder in eine Lodge,…)

Dabei ist unsere untere Wochengrenze 6700 Rand/N$ (ca.560€)  und die obere Grenze ist 8400 Rand/N$ (ca.700€). Der Posten Unvorhergesehenes ist angesetzt mit 300€ pro Monat. Bisher sind wir auf Monatssicht gesehen immer knapp über der unteren Grenze geblieben obwohl wir im Schnitt jede Woche einmal Essen gehen und wir doch einiges an Aktivitäten durchführen, die nicht billig sind. Was uns hier immer wieder nutzt ist ein mehrtätiger Aufenthalt an einem Campingplatz, an dem man einfach kein Geld ausgeben kann Smiley Das sind dann immer nur 200-300N$ für die Übernachtung und das war’s dann aber auch schon. Selbst die Reifenreparatur passte noch ins Budget, aber der neue Reifen geht dann halt auf Unvorhergesehenes.

Wir haben diese Planungen damals bei der Vorplanung relativ genau angestellt um sicher zu sein, dass wir keine böse Überraschung erleben und dann in Afrika vielleicht feststellen, dass unser gespartes Geld für die Reise nicht reicht. Und dass wir es offensichtlich richtig gemacht haben zeigt, dass wir mit den kalkulierten Summen (wir unterscheiden immer zwischen verschiedenen Posten wie Sprit, Essen, Aktivitäten, Ausgehen,…) gut auskommen. Zusätzlich führen genau Buch darüber was wir wie bezahlt haben (Kreditkarte, Cash, EC) und kontrollieren regelmäßig ob die Buchungen die getätigt werden stimmen (Internetbanking sein Dank Smiley).

Ende

So, nun ist Mittagszeit und die Kinder machen gleich ein kleines Nickerchen nach dem Essen und dann geht es heute später Nachmittag um 16:30 los zum Gamedrive. Vielleicht haben wir ja Glück und wir sehen die erhoffen Giraffen…

Die “Große Stille”

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DANKE!

Bevor wir nun mit unserem nächsten Blogeintrag beginnen möchten wir uns erst einmal herzlich bedanken für das super Video, Marco, das Du für uns vom Kindergarten und Kaylee gemacht hast. Wir haben uns alle, insbesondere aber Lenja, sehr darüber gefreut. Wir hatten es uns “runtergeladen” als wir zwischendurch mal bei einer Mittagspause ein bisschen Handy-Empfang hatten und gleichzeitig unseren Blogeintrag hochgeladen hatten. Abends haben wir es uns dann angeschaut und noch mal angeschaut und noch mal angeschaut. Also noch mal gaaaanz herzlichen Dank an Dich Marco, Kaylee und unseren Kindergarten Regenbogen. Als kleine Drohung – wir haben ein Antwortvideo in der Mache Smiley

So, und nun zum nächsten Blogeintrag…

Nachdem wir ja nun ausgiebig Zeit an den Orten verbracht hatten an welchen sich wieder einige Menschen aufhalten haben wir uns nach dem Auffüllen aller Tanks, 160l Wasser und 150l Diesel, aufgemacht für 4 Nächte in ein ehr einsames Gebiet, das Naukluft-Gebiet, ein Teil der Namib und ziemlich groß, so dass die Wahrscheinlichkeit andere Menschen zu treffen ehr selten ist.

Dieses war dann auch bei uns der Fall. Auf unserer Fahrt von Solitaire nach Swakopmund durch dieses Gebiet haben wir vielleicht 15-20 Wagen getroffen, die uns entgegen kamen oder auch in dieser Region campen wollten. Die Plätze sind dabei sehr großzügig im Abstand zwischen 40km und 60km in dem Park verteilt und es befinden sich jeweils eine Handvoll Stellplätze schön weit voneinander getrennt an z.B. einem großen Berg.

Unser erster Stellplatz war dabei die Mirabib Camsite, gelegen an einem sehr großen Felsen im Mitten von ziemlich wenig, aber wunderschön. Hier ein kleines Suchbild, wo könnten wir wohl stehen?

Die Plätze im Park haben keine Infrastruktur, außer ein Wüstenklo, was ein großes Loch mit Sitz und Holzwand drumherum ist. Daher muss man alles, was man braucht, mitbringen. Und einkaufen kann man im Umkreis von mehreren 100km auch nicht, sondern nur in den Städten die am Eingang oder Ausgang des Parks liegen.

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Hier hatten wir das erste mal wieder ein völliges Nichts. Besonders beeindruckend dabei ist die Geräuschkulisse, die man sich wenn man es selber nicht erlebt, garnicht vorstellen kann. Denn wenn kein Wind weht oder ein Insekt oder Vogel irgend ein Geräusch macht, hört man einfach nichts. Selbst tagsüber kann man tatsächlich sein Herz schlagen hören und man hört, wie die Luft ein- und ausgeatmet wird (wenn die Kinder denn mal still waren Smiley)

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Was nicht zu glauben ist, aber so war ist, dass 2 kleine Eimer die beiden tatsächlich den ganzen Tag beschäftigt haben. Denn zu sammeln gibt es jede Menge, und das hat meistens 6 oder 600 Beine Smiley

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Lenja und Silas sammeln immer um die Wette wer die meisten Tiere findet. Anschließend wird dann z.B. aus Lego ein kleiner Zoo gebaut mit Mauern in dem sich das ganze Getier dann aufhalten kann. Lenja ist auch schon so weit, dass sie alles einsammelt und in den Eimer oder die Tasche steckt, was so rumwuselt. Anfänglich hat sie noch immer gerufen “Muckel, guck mal, ein Käfer, tu den mal in den Eimer”, aber mittlerweile hat sie jegliche Scheu vor den Jungs mit den 600 und 6 Beinen verloren.

Nachdem wir nun eine Nacht an dem großen Steinfelsen verbracht hatten, wollten wir uns aufmachen auf einen Platz in der Nähe eines Wasserlochs. Da das Wasserloch aber ausgetrocknet und kein schatten vorhanden war, haben wir es bevorzugt noch ein paar km weiter zu fahren, zur Blutkoppe. Gelegen in einer leicht felsigen Gegend haben wir hier einen ersten Platz für uns gefunden, mit einer Art “Wohnhöhle” Smiley

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Sah im ersten Moment garnicht so groß aus, als wir dann aber mal reingegangen sind, hat’s uns fast von den Socken gehauen.

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Wir haben locker unsere 4 Stühle reinbekommen, hatten noch jede Menge Platz für die Spieldecke und ab und an auch ein paar Besucher wie Klippschliefer, Wüstenmäuse oder verschiedene Vögelchen. Am Tag war die Höhle echt klasse, weil sie Schatten und Kühle bei Außentemperaturen von ca. 35 Grad gespendet hat.

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Der Berg, an dem wir dieses mal standen war allerdings nicht ein etwas größerer Fels, sondern wirklich ein Berg. Das interessante hierbei war, dass der ganze Berg ein einziger Fels war, über den wir dann in den Abendstunden noch eine schöne Wanderung gemacht haben, um dabei direkt unseren nächsten Campingplatz zu finden, den wir dann nach 2 Tagen an unserer Höhle aufgesucht haben. Dieser lag ein einem alten Flussbett, zu erreichen nur mit einem 4×4, da die Wege alle Tiefsand waren. Auch hier hatten wir Glück, dass wir wieder eine Höhle hatten, diesmal ca. 10m oberhalb unseres Platzes gelegen, die wir dann genutzt haben um hier unseren Tisch, die Stühle und die Spielsachen aufzubauen.

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Wenn es interessiert, hier mal ein kleines Video von der Anfahrt zu diesem Campingplatz. Es geht nur langsam vorwärts, was einem aber die Möglichkeit lässt, alles auf sich wirken zu lassen. Und dann noch zusammen mit schöner Musik… die Maus (Lenja) kommt manchmal garnicht aus dem schwärmen heraus, wenn sie neue Landschaften oder Tiere sieht, was wir anfänglich nie gedacht hätten.

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Wer denkt schon, dass ein fünfjähriges Mädchen garnicht genug davon bekommen kann langsam durch die Gegend zu fahren und sich die Natur und Tiere anzuschauen – wir beide, Moni und ich hätten das vor 2 Monaten vor dem Antritt unserer Reise, nie vermutet und sind total überrascht. Vielleicht haben wir unsere Kinder hier ein bisschen falsch eingeschätzt da wir immer überlegt hatten, was wir machen wenn wir länger fahren oder auch da sind, wo für Kinder eigentlich nichts ist. Heute wissen wir, dass es den wenigsten Stress gibt, wenn wenig oder nichts “zivilisatorisch normales” da ist. Also – je einfacher und einsamer unsere Aufenthaltsorte sind desto stressfreier sind bei uns allen die Tage – echt irre.

Dabei ist es bei uns in Deutschland oft völlig anders die Denke – man muss dem Kindern was bieten, damit sie zufrieden sind und wir einen stressfreien Tag haben – echt verkehrte Welt. Unsere Erfahrung ist hier eine komplett andere, und eine sehr schöne um ehrlich zu sein. Natürlich gibt es auch hier immer wieder mal stressige Situationen oder Streit zwischen den Kindern oder mit uns, aber insgesamt dafür dass wir auf 4qm zusammen sitzen, den ganzen Tag (und natürlich auch viel draußen sind), das schon seit über 2 Monaten, und auch einiges davon fahrend im Wagen bei großer Hitze, ist das Zusammenleben hier entspannter (zumindest gefühlt) als daheim. Da kommt man schon so manches mal ans Grübeln woran das wohl liegt und was wir daheim anders machen können um es auch dort entspannter anzugehen (dabei würden wir generell sagen dass wir schon 2 sehr unkomplizierte und ehr unproblematische Kinder haben).

Nun wieder zurück zu unserem Campingplatz. Etwa 2 Stunden nach unserer Ankunft hörten wir auf einmal Lenja schreien und sie flitzte auf die Motorhabe unseres Landy. “Ein Skirpion, Maaaama, Paaapa, ein Skorpion!!!!” “Ich hab Angst, Hilfe, ein Skorpion!!!!”.

Und da saß sie in Bruchteilen einer Sekunde auf unserer Motorhabe und Moni und ich sind von unserer Höhle runter um uns das gute Tierchen zu begucken…

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Und tatsächlich… da saß ein Skorpion und unsere antrainierte Verhaltensweise “weglaufen und uns rufen” hat tatsächlich hervorragend funktioniert Smiley Und nicht gelogen – wir haben über 6 Monate vor unserer Reise unseren Kindern bei jeder Gelegenheit immer wieder gesagt was sie machen sollen wenn sie bestimmte Tiere sehen und was sie auf keinen Fall machen sollen. Offensichtlich haben sie es sich gemerkt.

Dieser Skorpion war dann aber zum Glück tot und tat keinen Mucks mehr. Wir haben ihn dann zu Anschaungszwecken mal auf den Tisch gelegt und von allen Seiten beschaut. Im Original war dieser ca. 10cm groß und gehört zu den ehr giftigen. Generell kann man sagen dass das Scheren/Stachel-Verhältnis ganz gut Auskunft darüber gibt. Je kleiner die Scheren und je größer der Stachel im Verhältnis desto giftiger der Skorpion. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit von einem Skorpion gestochen zu werden viel geringer als auf dem Weg zum Supermarkt vom Auto überfahren oder vom Blitz getroffen zu werden.

Ok, Schock überwunden. Dann stand eine Wanderung auf den Berg an, hoch zu ein paar Höhlen, die wir von unten gesehen hatten und es uns so vorkam, dass man wohl darin wird stehen können.

Weit gefehlt als wir dann nach ca. 45 Minuten Aufstieg da waren. In die untere, kleinere Höhle passten ein paar Einfamilienhäuser und in die obere hätte man einen mehrstöckigen Bürobau bekommen… So kann man sich vertun wenn man versucht Größen von unten einzuschätzen. Und zusätzlich zu den Höhlen hatten wir von oben noch einen schönen Ausblick auf die gesamte Umgebung und unseren Standplatz vom Dicken…

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Wer genau hinschaut (und das Bild mal in Originalgröße öffnet durch draufklicken), kann beim oberen Bild unseren Dicken ziemlich genau in der Mitte entdecken und im unteren Bild befinden wir uns in der unteren “kleineren” Höhle, an ihrem Ausgang. Der Berg ist, wie geschrieben” ein einziger riesengroßer Felsklotz mit einer relativ glatten Oberfläche, wie ein riesiger Kiesel…

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Von hieraus sind wir dann weiter am nächsten Tag nach Swakopmund um eine Enttäuschung zu erleben.

Und doch keine Reifen

Angekommen in Swakopmund war unsere erste Aufgabe, nach einem neuen Ersatzreifen zu suchen, da wir uns ja in unseren letzten ein dickes Loch gefahren haben auf einer rauen Schotterpiste. Er konnte ja nur halbwegs geflickt werden, so dass wir nicht mehr mehr als 3,5 Bar Druck draufgeben können und der Ersatzreifen somit für die Hinterachse ausfällt da wir hier mit über 5 Bar wegen des hohen Gewichts fahren müssen auf Teer.

Tja, ersten großen Reifenhändler angesteuert und nachgefragt ob sie einen BF Goodrich Mud-Terrain T/A KM2 in 255/85 R16 haben. Antwort: Nö! Aber – er ruft mal an und fragt ob er einen bekommen kann. Stunde Später haben wir einen Anruf auf dem Handy bekommen und er meinte, Jo – dauert eine Woche und kostet 4350 N$ (ungefähr 350€). Kommt aus Südafrika und hier in Namibia wäre nix zu kriegen. Da waren wir dann platt… Bei uns kostet so ein Reifen ca. 160€ und ist in der Regel überall auf Lager.

Wie uns dann erklärt wurde ist diese Größe eine in Afrika absolut unübliche. Hier fährt man 245*85 R16 oder 265*75 R16. Aber 255*85 R16 fährt hier niemand. Da waren wir dann platt, wird bei uns in den Foren diese Reifengröße als der Standard Tour-Reifen, auch für Afrika immer gepriesen. Dumm gelaufen haben wir gedacht und die Hoffnung gehabt, dass ein andere Händler uns einen neuen Reifen organisieren kann. Weit gefehlt. Auch der nächste Händler, der etwa mit 10 Großlagern eine halbe Stunde lang telefoniert hatte, konnte uns keinen Reifen organisieren, nicht einmal für einen solchen hohen Preis.

Ok, nun haben wir unsere Pläne geändert und wollen versuchen unseren Reifen in Windhoek reparieren zu lassen, da sie hier, und nur hier, vulkanisieren können. Es gibt dort wohl 2 Reparaturwerkstätten die dieses beherrschen und wir haben die Hoffnung, dass sie das hinbekommen. Parallel haben wir noch jemanden angeschrieben der “exotische (höhö) Reifengrößen öfters gebraucht auf Lager hat. Vielleicht bekommen wir hier noch eine positive Antwort.

Das lehrt uns eines – für die nächste Reise, die wir im Kopf schon planen, werden wir uns erkundigen welche Reifengrößen in dieser Region Standard sind und uns dann genau die bei uns kaufen und aufziehen, oder mindestens 2 Ersatzreifen mitnehmen, wobei auch das zu wenig sein kann, wie wir von einer anderen Reisenden erfahren haben, die 2 hatten und dann noch mal 2 aus Deutschland haben einfliegen lassen, weil hier keine zu bekommen waren.

Nach dieser Enttäuschung haben wir uns dann zum Großeinkauf begeben da wir uns auf annähernd 0 runtergefuttert hatten über die letzten Tage weil wir etwa 2 Wochen nicht mehr richtig einkaufen konnten, weil keine Möglichkeit.

Die Wüste lebt

Für heute, Sonntag, hatten wir dann eine “Living Desert” Tour geplant, bei Tommy (http://www.tommys.iway.na/) Weil nicht ganz billig haben wir uns erst gedacht, das dann doch nicht zu machen uns dann aber dazu durchgerungen, es doch mal anzugehen. Und es war sehr gut so, denn die Tour war der Hammer schlecht hin. Angesetzt von 8-13 Uhr hat sie dann eine knappe Stunde länger gedauert und wir sind in einer Gruppe mit 3 Wagen durch die Namib gefahren um dort die Flora und Fauna kennen zu lernen, wobei der Schwerpunkt klar auf der Fauna lag.

Während Tommy in Deutsch und Englisch jeweils die Erklärungen gab über verschiedene Themen, und das auch immer wieder sehr anschaulich und selbst für Kinder sehr interessant, haben die beiden anderen Fahrer schon nach weiteren Spuren und interessanten Dingen gesucht. Der erste Fund war eine Sidewinder, die für uns alle zuerst nicht zu entdecken war, da komplett im Sand verbuddelt. Hier ein kleines Filmchen von dem was Tommy erklärt (man achte auf die Analogie Mensch-Tier Smiley) und wie das Baby dann aussah (war noch eine ganz junge).

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Und jeder durfte dann mal von ganz nah schauen wie die Tierchen denn so aussehen und sich anfühlen. Ein “Unterricht” der an Interessantheit nicht zu überbieten war und ganz bestimmt bei allen in Erinnerung bleiben wird.

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Weiter ging es dann durch die Wüste zu der nächsten Entdeckung. Was unglaublich war – wir sind praktisch gemütlich zwischen vielleicht 10 und 20 km/h gecruised und auf einmal hielt Tommy an, hat irgend ein Zeichen in einer Düne gesehen und fing an zu buddeln. So sind wir dann an die Dancing White Lady gekommen, eine sehr selten zu sehende Spinne, etwa so groß wie eine Kinderhand. Sie hat den Namen daher, da sie sich tanzend bewegt und die Dünen nicht herunterläuft, sondern herunterrollt. Das sieht total klasse aus. Der Biss brennt wohl 3 Stunden Stunde wir Feuer, ist aber nicht weiter gefährlich.

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Die nächste Station war dann ein kleines Steinfeld mit schwarzen Steinen an dem wir völlig spontan anhielten. Lenja meinte dann so “ich kann ein Chamäleon sehen – da vorne”. Wir konnten nix sehen außer ein paar schwarze Steine. Unser Fahrer, Johann, fing dann schon an zu grinsen als Lenja das sagte und meinte: “hm, mal schauen”. Wir sind dann alle ausgestiegen und etwa 30m auf einen schwarzen Stein zugelaufen, Unglaublich – was sich da auf einmal bewegte als wir näher kamen…

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Und die Maus hat das aus ca. 30m Entfernung entdeckt. Wir fragen uns noch immer wie sie a) das so gut sehen konnte und b) woher sie wusste wie die Tiere denn so genau aussehen, ohne vorher schon mal eines in Natura gesehen zu haben.

Wir haben dann mal wieder ein bisschen Anschauungsunterricht gemacht mit anfassen und Farbe ändern Smiley Hier unten in den Händen von Lenja die es genossen hat, das Tierchen zu füttern.

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Das Füttern habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen, einmal zu filmen und Lenja konnte garnicht genug von dem Krabbeltierchen bekommen.

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Und weils die Moni so besonders spannend fand wie das Tierchen seine Farbe wechselt, habe ich dann jetzt auch noch das Video davon eingestellt. Sah aber auch wirklich zu cool aus Smiley

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Weiter ging es dann mit ein paar Erklärungen über die Wüste an sich und einer anschaulichen Demonstration dessen, woher die unterschiedlichen Farben des Sandes kommen. In dem Sand befindet sich tatsächliche Eisen oder Magnetit, was dem Sand unterschiedliche Farben gibt. In Südafrika wird dieses abgebaut, in Namibia ist dieses verboten. Die Schattierungen die man also von dem Sand sieht auf dem Foto auf dem Lenja unbedingt mit drauf sein wollte, kommen also daher.

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Tommy ist dann mit einem großen Magneten einfach über den Sand gefahren und hat das Magnetit eingesammelt und dann bei Lenja auf die Hand gestreut und sie sollte dann als er mit dem Magneten unten entlang gefahren ist, gegenhalten. Das war wohl garnicht so einfach…

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Er hat dann vorher gefragt was wohl von einem die Haare machen, wenn man einen Löwen von zu nah sieht – aufstellen – das machen diese Partikel dann auch, wenn man mit dem Magneten drunter her fährt, wie man auf dem Foto sieht. Und noch mal zur Erinnerung – diese riesen Menge zu sammeln waren 30 Sekunden mit dem Magneten über den Wüstensand. Wir haben alle nicht schlecht gestaunt.

Zwischendurch gab es dann immer noch mal interessante Entdeckungen von ohrfressenden Eidechsen (everything in the desert bites – war eine Aussage von Tommy) oder durchsichtigen Geckos (übrigens wunderschön in Natura).

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Auch nicht zu kurz gekommen sind die extra Stops um mal ein bisschen im Sand zu spielen mitten in der Wüste oder ein paar Fotos zu machen von der beeindruckenden Schönheit. Hier hat leider die Panorama-Funktion der Kamera kläglich versagt weil die Dünen wohl alle zu gleich aussehen als dass die Elektronik hieraus hätte eine brauchbare Aufnahme machen können, das muss ich wohl selber machen am Computer… Ach ja, das ist ein Foto von 2 Wagen unserer Gruppe bei der Dünen Fahrt, alles natürlich Land Rover, ein alter 101 vom Militär, ein Disco und wir (Moni, die Kinder und ich) sind in einem Defender, ganz standesgemäß, gefahren Smiley

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Also wer die Möglichkeit hat diese Tour einmal in Swakopmund bei Tommy zu machen, der MUSS sie machen. Ein unglaubliches Erlebnis das sein Geld mehr als Wert ist. Eine der wenigen Touren die angeboten werden die den Schwerpunkt nicht auf das reine Fahren in der Wüste legen oder ehr einen reinen Event Charakter haben, sondern unheimlich viel von der Wüste, deren Pflanzen und Bewohnern rüberbringen und auch für Kinder total spannend sind. Die knapp 6 Stunden vergingen wie im Flug und wir waren richtig traurig, als es vorbei war.

Morgen, Montag fahren wir noch Windhoek um dort 2 Tage zu bleiben, hoffentlich den Reifen repariert zu bekommen und einen gebrauchten 2. Ersatz zu finden oder einen bezahlbaren neuen 2. Ersatz, Vom da aus machen wir uns dann auf den Weg in die Zentral Kalahari in Botswana in einer knapp einwöchigen Anreise in der wir dann 6 Tage bleiben werden. Danach geht es dann zurück nach Windhoek, Namibia wo wir Thomas am 27. in Empfang nehmen werden um mit ihm dann gemeinsam 3 Wochen durch Namibia zu reisen…

Also, dann bis zum nächsten Eintrag und wir hoffen, es hat euch ein bisschen gefallen.

Die ersten kleinen Herausforderungen

1 Kommentar

Wir hatten ja letztes mal berichtet, dass wir nun zum Fishriver Canyon und dann weiter nach Ai-Ais wollten. Tja, so ganz haben wir das dann nicht geschafft Smiley

Angekommen an unserem Zwischenziel, dem Canyon Roadhouse von wo aus man den Fishriver Canyon besichtigen kann in einer ca. 20km Entfernung hat es uns dort so gut gefallen, dass wir hier dann mal spontan 3 Nächste geblieben sind. Wir konnten uns einfach nicht aufraffen, diesen Zwischenstopp zu verlassen. Das nächste Bild verdeutlicht vielleicht auch, warum…

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Gelegen völlig ab von jeder Zivilisation haben es tatsächlich ein paar Leute geschafft, eine wunderschöne Campingmöglichkeit zu bauen. Das Canyon Roadhouse liegt zwischen ein paar Bergen, die im Hintergrund zu sehen sind, in einer sehr schönen Ebene. Mit einem Pool, einem leeren Campingplatz und noch ein paar Zimmern und einem Restaurant lädt es einfach zum verweilen ein und wir haben uns dann dazu entschieden, von hieraus als einen Nachmittagsausflug den Fishriver Canyon zu besuchen und Ai-Ais zu streichen. Erst wollten wir dann am 2. Tag nicht mehr zum Canyon fahren weil sich ein paar Wolken am Himmel zeigten und wir einfach total faul waren, hatten uns dann aber doch dazu durchgerungen, was sich auch gelohnt hat, da wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen konnten.

Der Canyon, seine Größe und sein Aussehen sind in natura einfach beeindruckend und man wundert sich nicht, dass es nicht erlaubt ist, diesen zu Fuß zu erkunden, da hier schon einige Menschen drin gestorben sind. Die Letzte Rettungsaktion war in 2009 nicht erfolgreich und hat knappe 30.000€ gekostet…

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Und nicht für Moni und mich war es sehr entspannend am Roadhouse. Für die Kinder gab es jede Menge alte Gerätschaften wie Traktoren, Autos, aber auch uralte Baumaschinen wie eine Raupe, auf denen gespielt werden konnte.

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Von hieraus sind wir dann wieder ein ganzes Stückchen zurück gefahren um uns über die C37 und C12 auf die B4 Richtung Aus aufzumachen, wo wie wieder übernachten wollten. Dort angekommen war leider, das erste mal überhaupt der Campingplatz ausgebucht. Von Aus sind wir dann noch mal 50km weiter gefahren Richtung Lüderitz und haben dann auf einer kleinen Farm übernachtet, wo wir uns noch mit Grillfleisch und Trauben eingedeckt haben.

Je weiter wir in Namibia reinfahren, desto mehr merken wir wieder, wie schön und wie anders Namibia im Vergleich zu Südafrika landschaftlich ist. In SA waren wir immer froh wenn wir das “Nichts” verlassen konnten und hier in Namibia ist das “Nichts” so abwechslungsreich, dass wir nicht genug davon bekommen können. Hinter jeder Kurve und hinter jeder Bergkuppel tut sich eine neue veränderte Landschaft auf. Was sicherlich auch sehr stark zu diesem Eindruck der großen Freiheit mit beiträgt ist, dass die Straßen nicht mehr aus Teer sondern Grafel sind, also aus dem Belag, in der Regel Steine oder Sand, der halt gerade an dieser Stelle verfügbar ist. Ach übrigens – wir haben die Panorama-Funktion unserer Kamera gefunden Smiley

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Wie auf dem Bild schon zu erkennen ist, deutet sich Regen an, was Namibia aktuell sehr dringend brauchen kann, weil das Land viel zu wenig Regen abbekommen hat. Eigentlich ist bis Ende März Regensaison die die Speicher voll macht und die Landschafen blühen lässt. Bis jetzt war nix und von daher merkt man den Einheimischen die Freude an, wenn sich Wolken bilden. Und wir haben so ein weiteres besonderes Erlebnis – Regen in der Steppe – der Himmel ist super schön und warm bleibt es auch noch dabei. Und naja, so der ein oder andere Tag Regen ist schon echt ok.

Von unserem kleinen Zwischenstopp sind wir dann weiter zur Besichtigung eines kleinen Schlösschens gefahren, dem Castle Duwisib gefahren, was irgend ein irrer Deutscher da mal mitten ins Nichts gesetzt hat.

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Aber eine Besichtigung mit einem Stückchen Apfelkuchen und einer Tasse Kaffee waren für alle nach dem kleinen gleich angesprochenen Abenteuer eine willkommen Abwechslung – und der Campingplatz war direkt am Schloss.

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Teilweise waren die Straßen dorthin nicht so sonderlich gut und wir haben uns den ersten Reifen zerlegt. Wir hörten auf einmal nur ein komisches Geräusch von rechts und der Reifendrucksensor zeigte einen fallenden Luftdruck an. Angehalten und geschaut…

Das muss ein riesen Stein scharf wie ein Messer gewesen sein. 3cm Riss mitten in der Lauffläche komplett durch. Nach dem Reifenwechsel (die Zwangspause haben wir dann für das Mittagessen genutzt) sind wir dann eben weiter zum Schloss und dabei ein einer kleinen Tankstelle vorbei, die einen Reparaturservice anbietet. Hier wollten wir dann am nächsten Tag anhalten um das Ding flicken zu lassen. Gesagt getan – nach ca. einer Stunde kamen die Herren dann zurück gerollt und meinten, dass der Reifen jetzt wieder geflickt wäre – zumindest so halbwegs. Das Loch ist leider zu groß, um ihn komplett wieder flicken zu können so dass der Reifen noch ganz leicht Luft verliert. Naja, als Ersatzrad bis wir in Swakopmund sind muss er noch herhalten. Dass wir uns noch mal ein solches Loch in den Reifen fahren in den noch zu bewältigenden 500km ist relativ unwahrscheinlich. Den Ersatzreifen können wir bei Bedarf auch noch gut nutzen, müssen halt alle 1-2 Stunden mal Luft nachpumen (wir haben ja zum Glück einen eigenen guten Kompressor mit dabei fest eingebaut).

Nachdem wir dann haben heute Morgen (30.03.) den Reifen haben so halbwegs reparieren lassen sind wir weiter über Sossusvlei wo wir das Permit abgeholt haben für den Naukluft Park in welchem wir 4 Nächte verbringen werden, weiter nach Solitaire. Auf dem Weg dahin hat sich dann beim Dicken meine Seite der Safari-Lüftung verabschiedet und ein dicker Stein Moni’s Seitenspiegel zerlegt, der aber zum Glück von hinten geklebt ist so dass er noch gut zu gebrauchen ist. Irgendwie hatten wir die letzten 2 Tage nicht so viel Glück – in Swakop muss ich dann direkt mal ein paar Ersatzteile aus England bestellen, die Thomas dann mitbringen muss, wenn er uns besuchen kommt Smiley. Dafür macht sich der Dicke an sich und die Kabine hervorragend. Wir hätten nie gedacht, dass wir die knapp 4 Tonnen so schnell über solche Straßen bewegen können und dabei auch noch ein absolut sicheres Fahrgefühl haben.

Da machen sich die Investitionen in das Fahrwerk von ein paar 1000€ echt bezahlt. Auch die Sperren vorne und hinten sorgen dafür, dass wir die häufigen Spurwechsel auf den Grafel ohne Probleme meisten können, und auch die Sandpassagen zwischendurch lassen sich hervorragend bewältigen. Selbst den ein oder anderen “Sprung” aus den Senken heraus hat der Dicke super überstanden…

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Auf dem Weg nach Solitaire zog dann ein kleines Unwetter auf am Himmel durch das wir dann durchgefahren sind. Man kann im Bild ganz gut erkennen, wie roter Sand aufgewirbelt wurde, der sich dann mit dem Regen wieder auf uns niedergeschlagen hat – auf jeden Fall war der Dicke und die Kabine nach dem Regen leicht rötlich gefärbt. In Solitaire haben wir uns nun einen Campingplatz für 2 Tage gesucht und haben hier in aller Ruhe das Osterwochenende verbracht und den weltberühmten Apfelkuchen verspeist. Als wir vor 7 Jahren das letzte mal hier waren, war es noch ein Tisch vor der Tankstelle mit 4 Stühlen davor und galt als Geheimtipp unter deutschen Namibia-Reisenden. Heute ist es ein echt großes Café geworden mit einer ganzen Anlage drumherum. Hat sich wohl rumgesprochen dass der Apfelkuchen hier sehr gut ist – und das ist er wirklich noch. Wir haben noch nie (außer vor 7 Jahren) einen solch guten Apfelkuchen gegessen von dem heute wohl an guten Tagen bis zu 200kg über die Ladentheke gehen. Früher waren es 2-3 Kuchen…

Heute, Ostersonntag hatten wir für die Kinder ein kleines Ostereiersuchen vorbereitet und ein paar kleine Geschenke verteilt und die Eier versteckt, die wir in den letzten Tagen zusammen bemalt hatten. Morgens sind die beiden dann gegen 6 Uhr wach geworden und waren nicht mehr zu bremsen und mussten unbedingt nach draußen die Sachen suchen, obwohl es noch halbdunkel war. Lenja hat eine kleine Barbie für etwa 4€ bekommen die wir hier in einem Spar-Laden gefunden hatten und Silli ein paar Tiere und ein Telefon, das “tolle” Musik macht was zusammen auch wieder etwa 4€ waren. Aber jetzt telefoniert Silli schon den halben Tag mit irgendwelchen Leuten und Lenja hat schon ein Krankenbett für ihre Barbie gebaut um sie dort zu verarzten weil sie eine Glatze unter dem Zopf hat und die Haare wieder wachsen sollen – ist eben die Spar-Ausführung im wahrsten Sinne des Wortes Smiley

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Am Ostermontag werden wir dann in den Naukluft Park einfahren, um hier 4 mal im Nichts zu übernachten. In diesem Park haben wir bei unserer letzten Namibia-Reise leider nur eine Nacht verbracht und konnten nicht länger bleiben, da man sich vorher am Sossusvlei ja das Permit holen muss. Damals war es eines der Highlights für uns. Es gibt zwar Garnichts in diesem Park (die Camsites sind ein Schild mit der Aufschrift “Camping” und weiter nichts), aber die Landschaft ist einfach unglaublich und für uns war es immer “Das Paradies” – daher diesmal 4 Nächste. Alle Tanks mit Wasser und Sprit sind voll, Vorräte so weit aufgefüllt mit dem Wichtigsten und wir freuen uns schon sehr nach dem Besuch des Osterhasen der schon ein paar Verstecke gefunden hat für die Eier die morgen verteilt werden, wieder in dieses Paradies zu fahren und jetzt wesentlich mehr Zeit zu haben.

Hiernach geht es dann direkt nach Swakopmund wo wir mal eine Generalkontrolle vom Dicken machen und uns einen neuen Ersatzreifen besorgen werden (oder vielleicht kann unser Reifen hier auch komplett repariert werden was wir klasse finden würden da ein Reifen mit 250€ nicht gerade billig ist und das unser Budget doch schon ganz schön belasten würde).

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