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Wieder in der Heimat

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So, nun sind wir wieder seit 3 Wochen in unserer Heimat… Wir hatten ja geschrieben dass wir unser Blog noch weiterführen um auch das “Ankommen” noch mal zu teilen und wie wir es so erleben.

Nach einem relativ kurzweiligen Rückflug von Johannesburg aus (diesmal waren echt klasse Filme im Flugzeug verfügbar Smiley) war unser erster Eindruck als wir in Frankfurt gelandet sind – Mensch – ist das DRECKIG.

Und ganz ehrlich – wenn man 6 Monate in Afrika unterwegs war ist es im Vergleich dazu in Deutschland dreckig. Die Menschen in Afrika beschäftigen sich offensichtlich mehr mit der Sauberkeit als bei uns. Die Toiletten in Frankfurt waren total dreckig, der ganze Flughafen war total dreckig und auch später der ICE sah aus wie Sau. Auf die Toiletten konnte man nicht gehen weil sie stanken wie ein Schweinstell und so dreckig waren dass sie wirklich unbenutzbar waren. Und auch der Zug selber war einfach nur dreckig. Sowas haben wir in Afrika nicht auf dem einfachsten, heruntergekommensten Campingplatz erlebt auf dem wir waren. Und auch ansonsten war es dort im Vergleich zu Deutschland super sauber. Da soll noch mal einer sagen wir wären ein reinliches Völkchen – im Vergleich zum südlichen Afrika sind wir wahre Schmutzfinken, zumindest was den “öffentlichen Raum” angeht.

Was uns auch direkt wieder bewußt wurde – hier ist es extrem eng im Vergleich zu Afrika. Dort konnten wir 2 Tage durch die Gegend gefahren und haben nur Natur gehabt, nicht ein einziger Mensch geschweige denn irgend ein Gebäude. Als wir dann im ICE saßen wurde uns bewußt dass wir in Deutschland diesen Raum einfach nicht haben. Es ging keine Minute vorüber ohne dass wir nicht irgend ein Gebäude, Autos,… an uns vorbeiziehen sahen. Überall ist hier irgend etwas und man kann praktisch nicht für sich alleine sein – völlig unmöglich. Das war dort ganz anders und hat zumindest mich am Anfang die ersten Tage ziemlich runter gezogen. Ich war es einfach nicht mehr gewöhnt so viel um mich drumherum zu haben, egal ob Menschen oder irgend etwas vom Menschen erschaffenes. Auch die Uhren ticken hier “leider” ganz anders. Das extrem einschneidende Erlebnis war hier das Einkaufen beim Netto am 2. Tag. 1. haben einen die anderen Menschen im Supermarkt nicht alle angelacht und 2. war die Kassiererin schneller mit den Einscannen der Waren als ich mit dem Einladen und ich musste sie bitten langsamer zu machen weil ich nicht hinterherkam (während Moni nach den Kindern geschaut hatte). In Afrika hätte es 5 mal länger gedauert, man hätte sich mit der Kassiererin nett unterhalten, die hätte zwischendurch noch mal einen Schwatz mit der Kassiererin an der Nachbarkasse gehalten (die es bei uns nicht gibt weil Personalkosten gespart werden müssen) und vielleicht hätt sie auch noch mal mit irgendwem telefoniert (was sich bei uns keiner mehr traut weil alles vom “Konzern” per Kamera überwacht wird).

Da merkt man schon, dass hier eine andere Welt ist. Dort können die Menschen sich vielleicht viel weniger Konsum leisten als wir hier, ob wir deswegen aber glücklicher sind – ich weiß es nicht so recht… Dort ist einfach viel mehr Leben und viel mehr Menschlichkeit und nicht alles der Arbeit und dem Konsum untergeordnet. Und irgendwie habe ich in Erinnerung dass dort viel mehr Menschen gelacht haben als bei uns. Das kann aber natürlich auch nur eine falsche Erinnerung sein…

Aber nun zum Schönen – als wir dann bei Oma und Opa aus Grebben noch lecker gegessen hatten nach unserem langen kurzweiligen Flug kamen wir daheim an und wurden überrascht…

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Unser Haus war verkauft Smiley War natürlich nur ein Scherz unserer lieben Nachbarn hatte aber zur Folge dass sich im Dorf und auch darüber hinaus das Gerücht verbreitet hatte, dass wir aus Afrika nicht mehr wiederkommen. Und ohne Witz – als wir dann am 3. Tag die Kindergartenleitung Sandra getroffen hatten sagte sie uns dass sie davon ausgegangen war, dass wir da bleiben weil sich erzählt wurde, dass wir nicht mehr wiederkommen, unser Haus verkauft haben und nun dort leben wollten… das hat bei der ein oder anderen Begegnung noch für viel Spaß gesorgt.

Für Samstags hatte Thomas dann bei sich daheim eine Willkommensparty mit der erweiterten Familie organisiert und wir wurden von allen herzlichst empfangen. Gerade Omas und Opas konnten es nicht erwarten die Kinder wieder in die Arme zu schließen, was aber auch genauso andersherum galt.

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Generell müssen wir sagen dass uns unsere direkte Umgebung unser “Ankommen” sehr erleichtert hat. Jeder der gesehen hat dass wir wieder daheim waren hat bei uns angehalten und hat uns herzlich begrüßt. Ich glaube so viel wie in der ersten Woche sind wir noch nie in die Arme genommen und gedrückt und gekuschelt worden.Egal ob Familie, Freunde, Nachbarn, andere Menschen aus unserem Heimatort oder wer auch immer – das hat uns “gerettet”. Moni und ich haben gesagt dass wenn wir nicht so hier leben würden wie wir leben – im Grünen, relativ ruhig und mit so vielen netten Menschen in unserem Leben, dann hätten wir wieder auf dem Absatz kehrt gemacht. Für uns wäre der totale Horror gewesen wenn wir jetzt in die tolle Wohnung in der Düsseldorfer Innenstadt mit vielen Menschen aber totaler Anonymität gekommen wären. Wir sagen beide, dass uns bei solch einem Leben dann nichts hier halten würde… Es mag viele Menschen geben die solch ein Leben lieben und wir verurteilen das nicht im Ansatz (mein Opa hat immer gesagt: Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden) – aber für uns wäre das der Tod gewesen nach dieser Reise und wir glauben auch nicht, dass diese Menschen bei unser Reise wie der unseren Glücklich geworden wären.

Eines unserer “Probleme” am Anfang war, dass wir daheim nichts mehr wiedergefunden hatten. Damit meinen wir nicht, dass wir z.B. nicht mehr wussten wo unsere Teller und Tassen sind, sondern dass wenn wir irgendwo was hingelegt hatten wir nach ein paar Minuten nicht mehr wussten wo es denn ist. Wir waren einfach diese Größe nicht mehr gewohnt. Auf unserer Reise hatten wir unsere 4qm und jetzt haben wir wieder ein Haus mit weit über 100qm. Das war sehr verwirrend. Und auch dass wir so viel Kram haben hat sich als belastend herausgestellt. Man hat soooo viel Dinge, die man überhaupt nicht braucht. 20 Dosen um irgendwas darin einzufrieren oder in den Kühlschrank zu setzen. So viele Töpfe, Küchenhelfer,… (um hier mal bei der Küche zu bleiben). Und auch jede Menge andere Sachen die man eigentlich garnicht braucht. Wir haben jetzt erstmal angefangen alles auszusortieren und wegzugeben bzw. zu verkaufen. Das ist wahrscheinlich sehr schwer zu verstehen wenn man sowas nicht gemacht hat wie wir und wir haben das vorher so extrem wie jetzt auch nicht empfunden (obwohl wir verglichen mit den meisten immer schon viel “reduzierter” gelebt haben). Aber wir haben für uns festgestellt, dass Besitz belastet. Und eigentlich hat man wenn man so vor sich “hinlebt” keine Bedürfnisse zu konsumieren. Aber seit dem Tag dass wir daheim sind haben wir bestimmt 30 Prospekte und Kataloge bekommen, egal ob von Otto, Aldi, Netto, Tchibo, Völkner, Real, Perl,… Und wir haben festgestellt dass man eigentlich nichts braucht aber dass durch die allanwesende Werbung immer wieder Bedürfnisse geweckt werden. Und “früher” sind wir diesen Einflüssen tatsächlich erlegen. Wenn dann ein Tchibo-Katalog kam haben wir immer mal wieder gesagt “ach, könnten wir vielleicht auch brauchen”. Heute sagen wir uns – Mensch – was waren wir bescheuert – das Ding liegt seit dem Kauf irgendwo rum, und brauchen tun wir es eigentlich überhaupt nicht.

Denn das merkt man nach 6 Monaten extrem – wer viel hat muss viel ausgeben und viel arbeiten um das in Schuss zu halten, kaputtes zu ersetzen und weiter konsumieren, wenn man sich auf die ganze Werbung einlässt die einem suggeriert, das man dieses und jenes unbedingt braucht. Mag vielleicht eine gewagte These sein, aber wir arbeiten bestimmt 30% unserer Zeit um unnütze Konsumgüter zu erwerben oder kaputte zu ersetzen. Und weitere 20% um ein eigentlich zu großes und teures Haus, Eigentumswohnung oder Mietwohnung in Schuss zu halten oder mit irgendwelchem Kram vollzustopfen, bis alles aus den Nähten platzt. Echt ein Ding, dass man erst 6 Monate durch Afrika fahren muss um das klar und deutlich vor einem zu sehen…

Aber ich denke schon, dass es ein langer Weg ist, um sich wenn man in einer Gesellschaft wie unserer lebt die 100% auf den Konsum und das “Mehr” ausgerichtet ist, darüber klar zu werden und dass es sehr schwer ist dieses zu tun, wenn man nicht mal einen solch harten und relativ langen Schnitt hat, wie wir ihn hatten. Vielleicht ist es ja sogar unmöglich – ich weiß es nicht. Wir wissen nur beide dass wir immer dann wenn wir aus Afrika wiederkamen einiges in unserem Leben verändert hatten. Egal ob es der kleiner Dienstwagen bei der nächsten Bestellung war, die Umstellung von Öl- auf Holheizung mit Scheitholz was wir im Winter jeden Tag händisch nachlegen müssen oder die Abschaffung der Fernsehers den wir nun schon seit gut einer Dekade nicht mehr haben… Diese Länder und die dort gemachten Erfahrungen verändern und bereichern extrem. Und wir sind danach immer ein Stückchen glücklicher, zufriedener und gelassener geworden…(auch wenn wir oft von vielen für verrückt erklärt wurden wenn wir “mal wieder” irgend was untypisches nach Afrika gemacht haben"). Manchen in unserem direkt Umfeld hatten schon Wetten darauf abgeschlossen, was wir jetzt wieder komisches machen, wenn wir nach Hause kommen (darum hatten auch einige geglaubt dass wir unser Haus wirklich verkauft haben Smiley).

Kleine Start-Problemchen

So, nun also wieder im Heimaltland wurden wir mal wieder mit unserem ach so perfekten System konfrontiert und hatten so unsere Problemchen… Die Post hat es doch tatsächlich geschafft und als “nach unbekannt verzogen” anzusehen und alle unsere Post für ein paar Tage einfach wieder an die Absender zurück verschickt. Die dachten nachdem der Nachsendeauftrag zu meinen Eltern abgelaufen sei, seien auch wir “weg”. Und die Callcenter Mitarbeiter die alle redlich bemüht waren (und dabei AGB zitiert haben die es garnicht gibt) und fleißig nach Ausreden gesucht haben konnten natürlich nix ändern. Nachdem ich dann selbst zum Verteilerzentrum 2 Ort weiter gefahren bin und dort mit dem Leiter gesprochen hatte war die Sache dann auch erledigt und wir bekamen wieder Post.

Die GEZ die den neuen Rundfunkbeitrag einzieht wollte natürlich auch für die 6 Monate Geld haben obwohl wir nicht da waren und haben trotz wiederruf der Kontoeinzugserlaubnis fleißig weiter Geld abgebucht. Bei denen muss man tot sein, damit man nicht zahlen muss (haben sie so geschrieben), oder den Wohnsitz in Deutschland aufgeben. Ist übrigens (neben der Grundsteuer) der einzige Verein der nicht kündbare Kohle von einem haben will. Alle anderen haben wir oder hätten wir aussetzen können,  weil wir nicht da waren – spricht für unser echt gerechtes Zwangssystem mit den Sesselpfurzer und Gehirnverdreher mit ihrem Öffentlich-Rechtlichem Fernseh- und Rundfrunkschrott – unglaublich. Und ich wette diese Idioten ziehen selbst von einem Toten die Kohle weiter ein, wenn der vorher seinen Wohnsitz nicht gekündigt hat bevor er gestorben ist – wenn es in Deutschland eine Mafia gibt, dann sind es genau die Öffentlich-Rechtlichen, die sind noch schlimmer als die Politiker mit denen sie unter einer Decke stecken.

Selbst das Finanzamt hat komplett still gehalten in der abwesenden Zeit – da lobe ich mir mal wieder die deutschen Beamten…

Und die Gemeinde in der wir leben hat auch alles kulant “runtergefahren” und danach umgehend zügig wieder “aktiviert”. Tja, da sind halt Menschen, bei der ehemaligen GEZ sind – keine Ahnung was, aber weder haben sie dort Hirn noch Herz (und Herz am wenigsten).

Und ach ja, noch was Erfreuliches Zwinkerndes Smiley Der Dicke ist wieder da. Pünktlich ist er ohne eine Beschädigung und ohne ein Problemchen in Zeebrügge in Belgien angekommen. Die Übernahme war super einfach. Unser Agent den uns Seabridge besorgt hatte hat alles vorher geregelt. Der Zoll wollte nicht mal in das Auto schauen – alles total easy. Hätten wir das vorher gewusst hätten wir den Dicken mit Kram vollgepackt der eigentlich nicht rein soll Zwinkerndes Smiley Nee im Ernst – alles war kein Thema – wir haben etwa 20 Minuten bei dem Agenten gewartet ehe der mit dem Papieren wieder vom Zoll zurück war, sind dann in den Hafen mit den Papieren (Zollfreigabe und Eigentumsnachweis) und sind dann 10 Minuten später mit dem Ding nach Hause gefahren…

Da der TÜV in Afrika dann abgelaufen war musste ich den erst mal nachholen. Beim Termin dann 2 Tage später hat er dann festgestellt dass ein Spurstangenkopf ausgeschlagen war und von den beiden Schubstreben die Achsaufnahme ebenfalls (kein Wunder bei in Summe 240.000km und über 20.000 in Afrika). Dem TÜV-Prüfer hatte ich dann von unserer Reise erzählt (den kannte ich schon von früher) und er meinte dann so, da wir ja jetzt sparen müssen wäre das jetzt keine offizielle Prüfung und er drückte mir einen Zettel in die Hand was ich denn noch machen sollte bevor ich zur Offiziellen käme) Smiley Damit hat er mir dann die Nachprüfungsgebühren gespart… das nenne ich mal wieder Menschlich (klarer Kontrast zur GEZ – ich glaube man merkt, dass ich die liebe Trauriges Smiley)

So, Spurstange hat ich eh noch eine im Dicken liegen und Schubstrebenaufnahme ausgeschlagen… Naja, ich hab mir dann nach einem Tipp von Erich (unser Metallbauer)  4 Buchsen drehen lassen bei jemandem 3 Orte weiter der sowas noch nebenbei macht. Die hab ich dann selber an die Achse geschweißt und es war nix mehr mit Spiel… Der nette Kollege vom TÜV war hochzufrieden (bis auf das Öl-Siffen vom Dicken). Aber nachdem ich ihm dann noch mal erklärt hatte dass ein Landy der trocken ist wirklich “trocken” ist (also keine Schmierstoffen mehr hat Smiley) war auch das ok. Und da der Kollege selber ein Traktor-Fan ist und einen alten Deutz fährt (ich weißt das weil wir uns mal auf einem der vielen lokalen Trecker-Treffen die wir regelmäßig besuchen getroffen haben) hat er nur geschmunzelt und konnte das sehr gut nachvollziehen.

So, und ihr glaubt es nicht. aber als wir die Kabine vom Dicken genommen haben, war ein deutliches “ahhhhhhh”, “ohhhhhhh”, “hmmmmmm” zu vernehmen Smiley

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Und wir meinen ein deutliches Grinsen auf dem Kühlergrill wahrzunehmen Zwinkerndes Smiley JETZT sind wir wieder ALLE daheim…

Das Auswärtige Amt…

Ihr glaubt es nicht. Das Auswärtige Amt hat tatsächlich auf meine Mail geantwortet, auch wenn ich noch mal nachfragen musste.

Hier die Antwortmail im Original…

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Sehr geehrter Herr Döll,

vielen Dank für Ihre Mail an das Auswärtige Amt. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, wohin Ihre erste Mail weitergeleitet wurde. Ich möchte es aber nicht versäumen Ihnen jetzt zu antworten.

Ich freue mich aufrichtig zu lesen, dass Sie nur positive Erfahrungen auf Ihrer Reise gemacht haben. Ich bin selber ein großer Afrika-Fan und reise sehr gerne dorthin. Allerdings habe ich auch persönlich die Schattenseiten kennengelernt: Überfälle mit Waffengewalt, Entführungen im Fahrzeug, versuchte Vergewaltigungen…

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sollen auf die spezifischen Risiken, die es bei der Reise in ein fremdes Land gibt aufmerksam machen. Die in den Reise- und Sicherheitshinweisen beschriebenen Risiken basieren alle auf Ereignissen, die tatsächlich stattgefunden haben. Von einer Diffamierung kann leider nicht die Rede sein.
Unser Ziel ist es, dass die Reisenden sich der Risiken bewusst sind, diese wahrnehmen, sich weiter informieren und sich dann entsprechend der bekannten Risiken verhalten. Denn dann kann auch eine Reise nach Südafrika, von der wir übrigens nicht abraten, so erfolgreich werden wie die Ihre.

Ich wünsche Ihnen noch viele erlebnisreiche und vor allem sichere Reisen.

Mit freundlichen Grüßen

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Der Name der antwortenden Person tut nichts zur Sache. Aber offensichtlich haben sie ja meine erste Mail verloren – höhö… die hätten beim NSA nachfragen sollen, die hätten sie bestimmt noch gehabt Zwinkerndes Smiley

Auf diese Mail konnte ich mir aber eine “nette” Antwort nicht verkneifen – man verzeihe mir den unterschwelligen Sarkasmus obwohl ich nicht weiß, ob dieser so wirklich verstanden wurde…

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Hallo Frau Kirch,

Mensch, da haben Sie ja schon alles an schlimmen Dingen mitgemacht, die es
so auf der Welt gibt und ich bewunder es, dass Sie trotz Waffengewalt,
mehreren Fahrzeugentführungen und Vergewaltigungsversuche noch immer in
dieses Land fahren – Hut ab. Dann sind Sie aber die erste Reisende die wir
kennen nach über 15 Jahren Afrika-Reiseerfahrung mit solchen Erlebnissen und
dann in so geballter Form. Aber mal ehrlich – gibt es das nicht alles genau
so auch bei uns in Deutschland – und unserer Erfahrung nach sogar noch viel
mehr und viel schlimmer? Fast täglich hört und liest man bei uns von Gewalt
gegen Ausländer, vor kurzem hatten wir noch eine Flugzeugentführung (und
zwar von der Kanzlermaschine…), Amokläufe und Einbrüche am laufenden Band,
genau wie Vergewaltigungen und Waffengewalt.

Das Auswärtige Amt sollte unserer Meinung nach ebenfalls eine
Reiseinformation für Deutschland auf der Homepage aufnehmen und zwar als
einleitendes Statement und dann aufführen das nach der Lektüre dieser die
anderen Reiseinformationen gelesen werden sollten. DANN und nur DANN ist der
"normale" Bürger in der Lage sich einen objektiven Eindruck der Situation zu
machen – vorher nicht.

Das Auswärtige Amt sollte sich darüber im klaren sein, welchen Einfluss es
mit solchen zu 90% negativen Informationen über die Länder des südlichen
Afrika hat. Und wenn es das nicht ist und nur die negativen Seiten und vor
allen Dingen keine Informationen über Deutschland zur Verfügung stellt die
es den Menschen erlaubt sich dann selber ein objektives Bild zu machen, dann
wird das AA unserer und aller getroffenen Reisenden Meinung nach seiner
Aufgabe nicht gerecht.

Mann kann sich natürlich selber auch "erhöhen", indem man andere
"erniedrigt". Aber ob das so dolle ist – ich weiß nicht…
Denken Sie mal in Ruhe darüber nach und überlegen genau, was und wie Sie
antworten. Oder vielleicht auch nicht, dann erhalten Sie eine Fassade
aufrecht, die irgendwann zusammenbrechen wird und fügen in der Zwischenzeit
anderen Ländern damit ungerechtfertigt Schaden zu. Aber vielleicht ist das
ja auch gewollt. Man stelle sich mal vor, der Tourismus würde so viel
Einkünfte in ein Land bringen, dass dieses keine Entwicklungshilfen mehr
braucht und sich aus den Abhängigkeiten der "westlichen" ach so
zivilisierten Welt lösen kann. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Viele Grüße – Jürgen Döll

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Tja, darauf kam dann keine Antwort mehr ausser dass man mir alles gesagt habe, was es zu sagen gäbe… offensichtlich ist das AA nicht in der Lage zu erklären woher denn die ganzen Infos kommen die sie da so auf ihre Homepage packen. Aber ich kann es mir schon denken – die haben die Tipps von der NSA bekommen und die hat natürlich Telefone abgehört weil deren Agenten ja alle nur in der Zentrale sitzen. Aber dabei haben sie sich halt mal wieder bei der Telefonnummer vertan (passiert wohl schon mal wie ich gehört habe Zwinkerndes Smiley) und zufällig die Besprechung über einen Gangster-Film aus Hollywood mitbekommen dachten aber dass das das Telefon von irgendwelchen Afrikanern ist (für die liegt Afrika ja noch immer rechts neben Russland).

Tja liebes AA, so kann es gehen wenn man selbst nicht in der Lage ist sich valide Informationen zu besorgen und die Realität darzustellen weil man alles aus seinem heimischen Ledersessel regeln will… Schafe nur für die Länder die davon betroffen sind und ebenfalls schade, dass man im AA offensichtlich nicht erklären kann, wie es denn dazu komme dass sowas auf der Homepage steht – echt peinlich.

So, nun ist Schluß, wir machen jetzt Feierabend und freuen uns auf das lange Wochenende bei dem unser Ortsturnier im Tennis auf der Agenda steht. 3 Tage lang mit jede Menge Leute Spaß haben, lecker essen, Kinder spielen,…

Ab Montag beginnt dann wieder er Ernst des Lebens – ich muss Arbeiten und ab Donnerstag kommt Lenja in die Schule (wir haben es leider nicht geschafft das ein Jahr nach hinten zu schieben und unserem Kind ein Jahr mehr Freiheit zu schaffen bevor es in die irre Wirtschafts- und Kapitalismuswelt muss, worüber wir sehr sehr traurig sind – Einschulung mit 4 ist kein Thema aber mit 7 geht garnicht – DANKE WAHNSINNIGE POLITIK).

Wir melden uns dann wieder wenn wir in der “realen” Welt wieder so ganz zwangsangekommen sind… Sollte so innerhalb der nächsten 2-3 Wochen der Fall sein (heul)…

Der Abschied

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So, nun ist es leider so weit. Wir müssen wieder nach Deutschland. Auf dem Weg zu unserem “Zielhafen” in welchem wir den Dicken dann wieder aufgegeben haben, am 28.07. sind wir dann noch mal an einem alten, dem ersten Campinglatz vorbei gefahren auf dem wir gewesen sind. Hier haben wir dann noch mal die Stille genossen, die jetzt, nach den 3 Wochen Schulferien wieder herrscht.

Das Wetter war sehr schön, trocken, aber doch um einiges kühler als im Durchschnitt der Reise. Hier haben wir noch ein dänisches Pärchen kennen gelernt, die gerade aus einem 5-monatigen Backpacker Urlaub aus Südamerika kamen. Auf ihrem Heimweg haben sie dann noch gut 2,5 Wochen Zwischenstation in SA gemacht und standen noch am Anfang ihres Kurzurlaubs. Die beiden waren mit einem kleinen Polo unterwegs und hatten sich abends neben uns gestellt, da sie auf dem leeren Campingplatz nicht alleine sein wollten, da sie über SA auch nur die Info hatten, die man über sowas wie das “Auswärtige Amt” erhält. Allerdings hatten sie sich schon gewundert, dass alle so hilfsbereit und nett waren bei ihrer Ankunft, was den offiziellen Informationen ja nun überhaut nicht zu entnehmen ist. Wir haben ihnen dann von unseren Erfahrungen berichtet und einiges an Karten- und Broschüren vermacht, die wir ja nun nicht mehr brauchten da sie selber nicht wirklich viel hatten.

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Das Meer ist für die Kinder immer wieder was ganz besonders, aber auch für uns. Und auch die Dünen hier sind mit denen die wir so kennen bei uns überhaut nicht zu vergleichen. Manchmal hat man den Eindruck, dass wenn man auf den Dünen sitzt, dass man sich in der Wüste befindet, die direkt an das Meer grenzt…

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Dann auf der letzten Zwischenstation vor Port Elizabeth sind wir noch mal in den Addo gefahren, um uns von den Tieren zu verabschieden. Dabei hatten wir noch mal ganz besonders Glück, weil wir wieder mal einen ganz besonders großen Elefanten getroffen haben, dessen Beine so groß waren, dass sie bis zum Dach des Landy gingen. Als er direkt neben uns stand, fing der Bauch praktisch mit dem Dach an, so dass der Elefant größer als unsere Kabine war – echt cool. Wieder einer dieser magischen Momente die man für immer in Erinnerung halten wird. Und als “Papa” dann weg war, haben wir “Mama” und “Sohnemann” eine ganze Weile dabei beobachtet, wie sie sich Wurzeln ausgegraben haben…

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Und hier mal ein paar bewegte Bilder, wie der Sohnemann von der Mama lernt…

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Ach ja, nicht nur die Elefanten lieben die Wurzeln…

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Als wir dann in PE angekommen sind mal wieder in der Pine Lodge, haben wir den Dicken dann leer geräumt, so dass er auf’s Schiff kann. Da wir zeitig angekommen waren hatten wir den Dicken schon am 28. und nicht erst am 28. fertig und konnten ihn an Louis übergeben, nachdem wir uns vom Dicken innig verabschiedet hatten. Wir immer hat alles perfekt geklappt und er befindet sich schon auf dem Heimweg nach Zeebrügge, wo wir ihn hoffentlich unversehrt dann am 18. August wieder abholen können.

Hier mal ein Bild von dem Hafen von PE. Die Kräne haben uns dabei immer an Giraffen erinnert Smiley

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Da wir nun ja in PE noch einige Tage hatten, haben wir hier noch ein bisschen gemacht. Unter anderem haben wir noch eine Whale-Watching-Tour gemacht, bei der wir leider keine Wale, dafür aber Delfine und Pinguine gesehen haben. Ein bisschen schade, aber naja, auch Wale sind halt Wildtiere und man muss Glück haben, diese zu sehen, da sie sich ja die meiste Zeit unter Wasser aufhalten und wenn die Sardinenschwärme halt nicht gerade in der Ecke sind kann man eben Pech haben.

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Aber auch die Pinguine und Delfine dabei zu beobachten wie sie direkt um unser Boot schwammen, tauchten, fischten und ihren Spaß hatten war wunderschön und beeindruckend. Von den Flippern konnten wir leider keine Fotos machen, da sie soooo schnell sind, dass wir es nicht geschafft haben. Aber in einem kleinen Video konnten wir es festhalten, auch wie die Jungs und Mädels mit dem Frack ihren Spaß hatten.

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In PE selber, eine wunderschöne Stadt, verbringen wir aktuell die meiste Zeit auf den Spielplätzen, am Strand, entspannend in der Lodge und warten bei schönem Wetter darauf, dass wir am Samstag Morgen um 8:20 Uhr nach Johannesburg fliegen.

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In Johannesburg haben wir dann noch einen Tag Aufenthalt, einen kleinen Puffer, bevor es dann nach Frankfurt geht. Jetzt ist es wirklich so weit – die Reise ist zu Ende, es war und ist noch ein, UNSER Traum und wir fahren mit viel Traurigkeit diese Länder zu verlassen, aber auch mit viel Freude im Herzen auf Familie und Freunde, wieder nach Hause. Und was wir sicher vermissen werden das sind diese kleinen Besonderheiten wie wir sie hier jeden Tag haben, unterschiedlichster Natur. Wie z.B. diese, die wir morgens beim Frühstück direkt hinter unser Terrassentür erleben können in unseren kleinen Chalet was wir hier haben Smiley

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Und ach ja, ich hatte es ja schon ganz am Anfang mal erwähnt. Irgendwie passt das Bild welches von den Ländern die wir bereist haben in der Öffentlichkeit bei uns in Deutschland, besonders von offizieller Stelle, gezeichnet wird nicht mit dem überein, wie es sich uns und allen getroffenen Reisenden darstellt. Da Moni und ich viel darüber gesprochen haben wie das denn sein kann, habe ich einfach mal folgende Mail an das Auswärtige Amt geschrieben, vor 2 Tagen. Bisher habe ich noch kein Feedback…

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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, eine kleine Familie, 2 Erwachsene und 2 Kinder (3+5 Jahre) sind nun 6 Monate durch das gesamte südliche Afrika gereist – 100% Campingurlaub. Zu Beginn unserer Reise haben wir uns intensiv mit den Informationen beschäftigt, die das Auswärtige Amt zur Verfügung stellt, wie unsere Eltern ebenfalls. Dabei haben uns viele gesagt, wie man denn so eine Reise nur machen kann, mit 2 kleinen Kindern, wenn man die Informationen auf den Seiten des Auswärtigen Amtes liest. Hohe Kriminalität, auch viel Gewaltkriminalität, abends kann man sich prinzipiell nirgendwo mehr aufhalten, und erst recht nicht in den Innenstädten,… und viele weitere beängstigende Aussagen.

Nach nunmehr 6 Monaten in verschiedenen Ländern und in vielen großen Städten müssen wir sagen, dass wir uns noch nie so sicher in unserem Leben und in Innenstädten gefühlt haben, selbst in Deutschland nicht, wie bei unserer Reise. Die Menschen sind hier ALLE ausnahmslos freundlich zu uns gewesen (außer ein ziemlich unverschämter Franzose) und so hilfsbereit, wie wir es uns in Deutschland nur erträumen können. Wir sind in Kapstadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren (Bahn und Bus-Sammeltaxi) und haben dort Freundschaften geschlossen. Schlangestehen geht geregelt und ohne Gedränge ab, die Innenstädte der meisten großen Städte, wie z.B. Port Elizabeth sind sauberer als die meisten bei uns und auch abends und nach Anbruch der Dunkelheit schleichen keine “komischen” Gestalten um einen rumherum, wie es bei uns oft der Fall ist. Und dass irgendwer in einer S- oder U-Bahn totgeprügelt wird mit ziemlicher Regelässigkeit ist auch auf Nachfrage bei keinem Gespräch mit den Einheimischen zu Tage getreten. Und erst recht gibt es nicht diese organisierte Bandenkriminalität wie bei uns.

Wir wohnen im Kreis Heinsberg und bei uns wird mit großer Regelässigkeit von irgendwelchen osteuropäischen Banden, auch mit Gewaltkriminalität eingebrochen. Das kennt man hier nicht. Als Beispiel – wir wurden vor 2 Tagen von einem vor 40 Jahren ausgewanderten Deutschen angesprochen weil er unser deutsches Auto gesehen hatte. Wir haben uns dann länger unterhalten und er fragte dann, ob es bei uns in Deutschland auch so schlimm mit der Kriminalität geworden wäre wie hier. In Port Elizabeth (1,2 Mio. Einwohner!!) wurde letzten Monat schon 2 mal eingebrochen – es wäre zwar keiner zu Schaden gekommen aber es wurde etwas geklaut – das ginge ja gar nicht meinte er. Ich habe ihm dann mal erklärt, dass die 2 Einbrüche/Monat bei uns in einem 600-Einwohner-Dort ehr der Standard sind. Da hat er nicht schlecht gestaunt.

Wenn man also ihre Berichte so liest, besonders im Nachgang wenn man eine Reise gemacht hat wie wir, dann fragt man sich tatsächlich, wo denn all die Infos und “Fakten” so her kommen. Mit, zumindest unserer und derer ALLER Reisender die wir getroffen haben, hat die von Ihnen beschriebene Realität überhaupt nichts zu tun. Ich finde dass Ihre Beschreibungen der Länder (Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Swasiland,…) den dort lebenden Menschen, deren Verhalten, deren Kultur und Verständnis von Anstand, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit in keinster Weise gerecht wird. Und sind wir mal ehrlich – wenn es bei uns in Deutschland auch nur ansatzweise so viel Armut geben würde wie in diesen Ländern, dann wären wir schon lange keine Demokratie mehr und es würde Mord und Todschlag herrschen. Hier kann man wenigstens noch nachvollziehen, wenn ein Mensch der nichts zu Essen hat jemandem der reich wie wir ist, ein Brot klaut oder einen Apfel mitgehen lässt. Das ist bei uns allerdings ganz anders.

Ich bin mir sicher, dass diese Informationen viele Menschen bei uns in Deutschland einschüchtern und von einer Reise in diese wunderschönen Länder abhalten, was wirklich eine Schande ist. Denn diese Menschen und Kulturen bereichern ungemein. Eine Schande, dass wir so negativ darüber berichten – wirklich. Es sollte ehr eine Reisewarnung für Deutschland denn für diese Länder ausgesprochen werden. Ich denke diejenigen, die so etwas verfassen, haben hier nicht gelebt, sich auf die Menschen eingelassen und die Kultur und Hintergründe verstanden.

Das musste ich einfach mal gesagt haben, nach dem was wir hier erfahren durften.

Mit freundlichen Grüßen – Familie Döll

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Wir sind mal gespannt, wann, und ob wir eine Antwort erhalten, wovon ich fast nicht ausgehe…

So, nun relaxen wir wieder und dann bis zum nächsten Eintrag. Wenn nichts besonders passiert, wird dieses erst sein, wenn wir wieder daheim sind.

Ein bisschen Angst kommt auf…

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oder – gemischte Gefühle mit Blick auf das Ende der Reise

Bevor wir uns nun wieder aus dem Krügerpark verabschieden, wollen wir euch noch von einem kleinen letzten Erlebnis berichten. Im eigentlichen Krüger-Beitrag hatten wir ja keine Videos eingestellt, weil wir einfach keine Lust hatten, diese auf unserem echt langsamen Computer (mittlerweile 8 Jahre alt) zu schneiden und uns einfach entspannen und auf die Tiere und Natur konzentrieren wollten. Aber an unserem vorletzten Tag hatten wir dann doch noch ein Erlebnis, dass ich nun unbedingt mal in einem kurzen Video zeigen möchte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir im Krüger noch keine Nashörner gesehen. Aber am vorletzten Tag, angekommen bei Berg-en-Daal, einem Camp ganz im Süden, hatten wir Glück und haben 2 Nashörner am Straßenrand liegen sehen, die es sich in der Sonne auf einem schönen Sandbett gemütlich gemacht hatten.

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Zwischen uns und den beiden Dickhäutern waren vielleicht 3 Meter, mehr nicht. Wir haben sie eine ganze zeit beobachtet, sicherlich 10 Minuten, bis sie von einem vorbeifahrenden Auto, welches keine Rücksicht auf die beiden genommen hat, aufgescheucht wurden. Sichtlich verärgert waren sie aufgestanden und hatten dem Wagen dabei fast die hintere Flanke mit ihren dicken Hörnern verkratzt – waren echt nur wenige Zentimeter. Als der Wagen dann vorbei war kam das nächste Auto aus der Gegenrichtung welches meinte, sich ganz frech an den Rand neben uns stellen zu müssen um die beiden zu begucken. Dabei hat sich dann folgende Szene abgespielt…

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Der “Kleine”, ein Halbstarker der mit seiner Mutter zusammen unterwegs war wollte wohl mal ein bisschen die Kräfte messen. Nach seinem ersten Angriff auf das Auto hat die Mutter scheinbar für eine lange Zeit versucht, ihn zu beruhigen. Das war eine für mehrere Minuten sehr interessante Szene wie sich Kleiner und Mutter gegenüber standen und die Mutter wohl versucht hat, seinen Adrenalinspiegel wieder zu senken. Man rufe sich die Ohren der Beiden währen dieser Zeit in Erinnerung. So hatten wir ein weiteres, unvergessliches Erlebnis im Krüger, neben den vielen anderen.

Nachdem wir uns nun schweren Herzens aus dem Krüger verabschiedet hatten haben wir uns weiter Richtung Küste aufgemacht. Dabei sind wir über Swasiland gefahren, ein Land im Land Südafrika. Da wir dieses nur als Zwischenziel hatten um eben an die besage “Wild Coast” zu kommen, die ursprüngliche Küste von SA,  sind wir hier nur 2 Tage geblieben, in einem kleinen Naturreservat direkt hinter der Grenze. Wunderschön gelegen, und sehr ruhig, haben wir hier ein bisschen entspannt und die Kinder hatten ihren Spaß. Das kleine Reservat wurde am Wochenende offenbar von Familien als Ausflugsziel genutzt, da es mehrere Familien gab, unter anderem auch eine, die hier mit einem ganzen Kleinbus voller Kinder ankam, und Kindergeburtstag gefeiert haben.

Somit hatten Lenja und Silas jede Menge Spielkammeraden und haben am Ende sogar noch was von der Geburtstagstorte abbekommen. Und dass Sprache, und erst Recht die Hautfarbe, für Kinder kein Hindernis ist, zusammen zu spielen, konnten wir auch in der Vergangenheit immer wieder feststellen, haben es dieses mal aber zum “Beweis” festgehalten. Auch wenn Lenja und Silas vielleicht nicht 100% verstanden hatten, wie das Spiel funktioniert, so haben sie doch dolle mitgemischt und wurden wieder mal sehr gut eingebunden.

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Wir würden uns wünschen, dass es in der Welt der Erwachsenen öfters so zuginge, wie in der Welt der Kinder…Auf diesem Platz haben wir dann auch noch einen Südafrikaner getroffen, der mit mir noch ein sehr interessantes Gespräch über Gott, Jesus, die Welt, unsere Aufgabe in der Welt als Menschen,… geführt hat. Er fragte mich nach einen längeren Gespräch über Afrika, die Menschen, die Natur, ob ich Zeit hätte für 5 Minuten “Die Welt in einer Nussschale” – “The world in a nutshell”. Man glaubt garnicht, was für Menschen man trifft und wie viele hoch interessante Konversationen sich daraus ergeben. Und wir können immer nur wieder eins sagen – Reisen bildet und erweitert den Horizont extrem. So viele Sichtweisen auf so viele Themen haben wir noch nie zuvor erfahren und oft beginnt man unwillkürlich seine eigenen Sichtweisen zu hinterfragen. Aber genug davon…

Nachdem wir Swasiland verlassen hatten sind wir weiter Richtung Küste, weil wir endlich wieder ans Meer wollten auch vor dem Hintergrund, dass wir noch einmal Whale-Watching machen wollten. Angekommen an einem dafür geeigneten Ort haben wir uns danach erkundigt. Jedoch waren die Preise so hoch in diesem kleinen Ort, da es offensichtlich keine Konkurrenz gab (900 Rand/Person – keine Nachlässe für Kinder), dass wir das vorhaben gekippt hatten. Das war definitiv nicht im Budget. Statt dessen haben wir dann eine Hippo- und Crocodile-Tour gemacht mit den Kindern, da wir ihnen eine Bootstour versprochen hatten, wenn wir wieder am Meer sind. Auch die war wunderschön und mit 170Rand/Person und Kinder 50% bezahlbar und im Budgetrahmen.

Hier sind wir so nah an die Hippos bekommen wie noch nie. Wären wir auf dem Unterdeck des Bootes gewesen hätten wir sie streicheln können – ungelogen.

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Ach ja, das, was Lenja und Silas hier in ihren Händen halten ist kein Stoßzahn von einem Elefanten, sondern ein Hippo-Zahn, von welchen die Prachtkerlchen ganze 10 Stück im Mund haben – 6 unten und 4 oben! Die Dinger sind von der Dichte her stabiler als Elefantenstoßzähne und werden zu Verteidigung! genutzt. Jetzt können wir auch verstehen, warum Hippos die für Menschen gefährlichsten Tiere im südlichen Afrika sind. Wenn man so ein Ding in die Rippen bekommt, sieht es ganz schön schlecht aus. An dem Zahn kann man ganz gut ausmachen, wie groß so ein Maul von einem Hippo ist und das sie nicht zu unterschätzen sind, die niedlichen, trägen, Dicken. Und wie schnell solche behäbig erscheinende Tiere werden können, hat man ja vorher bei dem Nashorn gesehen. So schnell kann man als Mensch garnicht rennen, wie die einen einholen und Niedermetzeln.

Aber auch an die anderen Zeitgenossen sind wir wieder bis auf Handbreite rangekommen, was immer wieder ein sehr imposanter und Respekt einflößender Anblick ist, auch wenn wir es schon viele male gesehen haben.

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Und da wir ja wieder am Meer sind, was hier in der Ecke aber was ganz besondere ist, in den “Wetlands”, wo viele Flüsse in das Meer münden und sich damit viele Krokodile, Haie und Hippos in Meeresnähe aufhalten, findet man solche Warnschilder im Strand:

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Und der Bringer war wirklich dieses Schild hier, was vor unserem Campingplatz stand:

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Der Text saget dabei in etwa soviel wie, dass wenn man Krokodilen oder Haien gefressen, oder von Hippos niedergetrampelt wird, die “Betreiber” nicht Schuld sind und nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Man ist hier absolut für sich selber verantwortlich! Bei uns in Deutschland wäre so ein Gebiet Sperrgebiet, hoch eingezäunt und mit Kameras und 100 Mann 24 Stunden/Tag überwacht. Hier kann man reingehen, rumlaufen, Picknick machen, Schwimmen,… Man ist halt selber für sich verantwortlich.

Wir fanden das klasse Smiley

 

 

Von hier aus haben wir uns dann weiter an der Küste entlang bewegt in Richtung unseres Heimreisehafens Port Elizabeth. Dabei sind wir dann durch Kwazlu-Natal, dem “Homeland” von Shaka-Zulu gefahren und haben uns auf dem einzigen Campingplatz in dieser Ecke, in einem kleinen Reservat für eine Nacht niedergelassen. Nachdem wir ein paar Tage Meer hatten war das Inland auch wieder atemberaubend schon und still.

Gelegen an einem kleinen See hatten wir die absolute Ruhe, sie Schulferien waren vorbei und wir waren die einzigen Menschen in weitem Umkreis.

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Und ich habe bewusst gesagt – Menschen. Denn am späten Nachmittag haben wir auf einmal Besuch bekommen, beim Abendbrot. Wir dachten wir gucken nicht richtig als Lenja sagte – “da kommt ein Zebra”. Und auf einmal stand eine ganze Herde Zebras um uns drumherum und hat uns beäugt nach dem Mott – hä – was wollen die denn jetzt hier, Saison ist doch vorbei Smiley

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Wir haben den Gestreiften dann auch beim Abendbrot zugeguckt, so wie sie uns. Als es dann dunkel wurde haben sie sich neben unsere Kabine zum Schlafen gelegt, waren aber leider am nächsten Morgen verschwunden und nur noch in der Ferne zu erkennen.

Ein kleiner Höllentrip

Am nächsten Morgen haben wir uns dann aufgemacht in Richtung East London, einer Stadt an der Küste, gute 300km vor Port Elizabeth. Das Ganze ging dann weiter durch Kwazulu-Natal, ein extrem hügeliger Landstrich. Da wir 400km vor uns hatten, entwickelte sich das Ganze mit seinem Auf- und Ab, zu einem kleinen Höllentrip. Zumal die N4 auch noch mit Baustellen übersäht ist und durch diverse Städte führt, wie wir sie bisher nicht gesehen hatten. Wir pendelten was die Höhenmeter betraf, immer zwischen 700m und 1500m, was für unseren Dicken aber auch für mich als Fahrer kein Spaß war. Dazu kamen dann noch die besagten Stadt. Leider haben wir hiervon keine Fotos gemacht und auch kein Video, weil es schwer vorzustellen ist, wenn man es nicht erlebt hat.

Man stelle sich eine Stadt wie Aachen vor von der Größe her. Aber – es herrscht absolut keine Ordnung und Struktur (zumindest für uns nicht erkennbar). Nun stelle man sich Aachen zu Weihnachtszeit vor – Fußgängerzone. Diese Fußgängerzone ist aber die Hauptstraße, ca. 4-5km lang, durch die man fahren muss. Zu den Fußgängern, die in unzählbaren Massen vorkommen, gesellt sich die gleich Anzahl Autos. Jeder Laden hat MINDESTENS eine Lautsprechbox auf der Straße (ca. 30 Jahre alt) aus welcher volle Pulle afrikanische Musik tönt. Der “Bürgersteig” ist zusätzlich noch voll mit Straßenhändlern, die Straßen gefüllt von Menschen mit Kindern auf dem Rücken, an der Hand, oder sonst wo, mit irgendwelchen Dingen auf den Köpfen, auf der Hand,… alles voll, durcheinander, Gewusel. Und auch die Autos fahren halt noch irgendwie über die Straßen. So, und wir mittendrin. Dadurch mussten wir ein paar mal und waren jedes mal mit unseren Nerven fast am Ende, wenn wir am anderen Ende der Stadt angekommen waren und trotzdem immer wieder belustigt und begeistert davon, wie sich solch eine Stadt und Gemeinschaft denn selber organisiert und wie das alles so klappt.

Echt – Hut ab für die Menschen, die hier leben – tief beeindruck. Für uns wäre das nix – wir würden die Stadt wohl fluchtartig nach höchstens einer Woche wieder verlassen, weil wir wahnsinnig geworden wären. Wir sind ja schon echt entspannt geworden über die letzten knapp 6 Monate aber diese Entspannungsstufe haben wir noch nicht erreicht, dass wir uns hier wohl fühlen würden – so viel Ehrlichkeit muss sein Smiley

So, nachdem wir uns und den Dicken über die besagten 400km gequält hatten sind wir in East London angekommen, bzw. in einem kleinen Vorort hiervon. Hier stehen wir auf einem 200-Stellplätze Campingplatz und es sind ganze 2! ja, in Worten ZWEI, belegt, von denen wir einen belegen.

Unbeschreiblich – das beschreibt es wirklich am Besten.

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So sah es aus, als wir im späten Nachmittag endlich angekommen waren. Wir stehen direkt am Meer und haben einen atemberaubenden Blick auf dieses.

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Und da hier auch wieder ein Fluß ins Meer fließt, gibt es auch wieder eine kleine Lagune, in der wir uns ein wenig vergnügen können.

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Und die junge Dame die hier steht, schmollt gerade vor sich hin, da sie ihre Schuhe nicht ausziehen kann, weil se sich den Fuß an einem Stein ganz schön geratscht hat, als sie mal wieder barfuß auf den Steinen rumgeturnt ist um Muscheln und Krebse zu sammeln.

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Hier die Lagune noch mal im 180Grad Panorama – wer kann die kleine schmollende Maus hier entdecken Smiley

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So, nun ist wieder Schluss und es geht bald weiter Richtung Kenton-On-Sea, von da aus dann noch mal 2 Tage in den Addo-Elephant-Park und dann direkt nach Port Elizabeth, wo am besagten 29. diesen Monates der Dicke aufs Schiff geht.

Wir müssen sagen, so sehr wir uns auch auf die heimatlichen Gefilde freuen, wir haben ein bisschen Angst davor, unser hier gelebtes Leben und die vielen Freiheiten aufzugeben. Vieles hat sich in den letzten 6 Monaten für uns geändert und wir denken über viele Dinge anders nach, als wir es vor der Reise getan haben. Wir sind ein bisschen “ängstlich-gespannt”, wie wir daheim klarkommen werden und wie schwer oder einfach es sein wird, sich wieder in den doch so strukturierten und begrenzten Alltag in einer so ganz anderen Gesellschaft wieder einzufinden…

Krügerpark Impressionen

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So, nun sind wir seit knapp 1 1/2 Wochen im Krüger Nationalpark unterwegs, haben unseren Dicken wieder in Ordnung nachdem wir in Phalaborwa bei Iwan die Ersatzteile abgeholt haben und die auf die neue Felge im Park haben den Reifen aufziehen lassen. Dabei hab ich dann auch direkt mal alles abschmieren lassen. Wir sind hier in einem größeren Camp, Letaba, einfach zu der internen Betriebswerkstatt gefahren und haben gefragt, ob sie den Reifen aufziehen und einmal abschmieren würden. War alles kein Thema, haben sie sehr gerne gemacht. Da loben wir uns doch die afrikanische Offenheit und Hilfsbereitschaft.

Wir hatten ja zwischendurch von einigen Reisenden gesagt bekommen, dass wenn man mal in Botswana gewesen ist und dort das “Echte Wildlife” erlebt hat, also das nicht eingezäunte Stehen auf den Campsites, dass einem danach der Krüger langweilig wird.

Das können wir absolut nicht bestätigen!!

Zwar ist es schon was ganz besonderes in Botswana wenn man praktisch mit den Tieren alles teilt, jedoch sind die Ansprüche, gerade in den Nationalparks, an die Fahrleistungen und die Geduld wegen der extrem schlechten Straßenverhältnisse sehr hoch. Zumindest der Fahrer kann sich bei der Fahrt eigentlich garnicht auf die Tiere und Landschaft konzentrieren weil er die ganze Aufmerksamkeit dem Gelände und dem Fahrzeig widmen muss, damit man sich nichts zerlegt – entspannt ist anders. Dazu kommt noch dass man vorher genau überlegen muss wo man Wasser herbekommt, wo man tanken kann, wo man das nächste mal einkaufen kann,… das ist im Krüger alles nicht notwendig.

Wir reisen aktuell im Krüger in der Hauptsaison, da Schulferien in SA sind und konnten keine Vorbuchungen machen. Und auf Grund der Erzählungen von den anderen Reisenden die den Krüger nach Botswana nicht mehr als sehenswert empfunden haben, weil zu touristisch, hatten wir die Befürchtung dass wir uns nun, in der Ferienzeit, hier durch einen total vollen Park “schieben” müssen und auch noch keine Campingplätze finden, weil alles voll ist.

Keine unserer Befürchtungen wurde auch nur annähernd erfüllt. Der Park ist so riesig, die Campingplätze so weitläufig und alles so gut organisiert und in Schuß gehalten dass wir aktuell eines unserer schönsten Parkerlebnisse überhaupt hier haben, und das schon seit gut 1 1/2 Wochen und wir haben noch mindestens weitere 4 Tage vor uns. Es ist kein Problem auch mal 2 Stunden durch den Park zu fahren ohne ein anderes Auto zu sehen. Die Campingplätze sind alle super schön angelegt, man hat jede Menge Platz und es ist super ruhig, da sich alle eigentlich an die Parkregeln halten und keinen Krach machen. Ab 20 Uhr abends gehen eigentlich überall die Lichter aus.

Die Hauptstraßen sind zwar alle geteert, aber alle Nebenstraßen sind Gravel, und zwar sehr guter Gravel, so dass auch ein uneingeschränktes Wildlife-Erlebnis aufkommt. Und der große Vorteil an den guten Straßen ist, dass auch ich, als der Fahrer des Wagens, sehr viel vom Park und den Tieren habe.

Und da alles Camps eingezäunt sind, kann man selber auch im dunkeln noch draußen sitzen und die Kinder frei rumlaufen und spielen lassen ohne immer darauf zu achten, was sich denn so in der Umgebung tiermässig tut – das ist für alle sehr entspannend. Und ja, Tiere gibts hier jede Menge, die aber auch gefunden werden wollen. Wie immer ist es keine Selbstverständlichkeit dass man von denen jede Menge sieht, man muss sich schon mühe geben, früh aufstehen (5:30 Uhr), oder spät noch mal ins Auto steigen und mit viel Geduld und sehr langsam (15-20km/h) durch den Park fahren und viel Zeit nehmen. Der Park ist im erschlossenen Teil immerhin gut 400km lang und 100km breit. Auch wenn es hier “viele” Tiere gibt, wollen diese auf solch eine Fläche erst einmal gefunden werden. Der gesamte Park incl. nicht erschlossener Teil ist noch wesentlich größer und die Tiere können sich natürlich frei bewegen.

Also die hier gemachten Tierfotos haben als Basis etwa 700 gefahrene Kilometer im Park und es kommen sicherlich noch mal 300-400 dazu in den nächsten Tagen.

So, nun aber zu den Bildern und Erlebnissen im Krüger…

Landschaftliche Impressionen

Neben den Tieren hat der Krüger unheimlich viel an landschaftlichen Eindrücken zu bieten. Man kann sich das vorstellen was die Unterschiede betrifft als würde man vom Norden Deutschlands bis nach Süditalien fahren. Der Park fängt oben mit fast einem Dschungel an und hört unten mit einer Steppenlandschaft auf. Dazwischen gibt es die unterschiedlichsten Landschaften mit teilweise viel Wasser und Deltas dazwischen.

Was das betrifft war der Krüger bisher das schönste landschaftliche Erlebnis, was wir hatten…

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Hier haben wir mit 3 anderen Familien über eine Stunde lang einen entstehenden Buschbrand erfolgreich bekämpft, der sich über ca. 300m Länge gerade anfing auszubreiten. Da hat wohl einer unachtsam eine Zigarette ins trockene Gras geworfen.

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Wenn man ganz früh morgens unterwegs ist und den Sonnenaufgang im Park miterlebt, wenn noch alles schläft und im tiefen Nebel liegt, bekommt man eine Gänsehaut, so schön ist das…

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Im Januar diesen Jahre hat diese Brücke komplett unter Wasser gestanden und wurde teilweise zerstört, wie man am Geländer noch sehen kann…

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Und dass es viel Wasser gibt, gerade im Norden, ist hier, auf einer Restaurant-Terrasse wo wir Mittag gegessen haben sehr gut zu erkennen. Erinnert ein bisschen an den Ruhr-Stausee, wenn denn da nicht die ganzen Elefanten, Wasserbüffel, Hippos und Krokodile wären Smiley

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Zaun-Erlebnisse

und ich hat’s ja schon geschrieben, dass man auch hier an den Tieren nah dran sein kann, aber ein bisschen entspannter weil halt der Zaun drumherum ist.

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Und abends kommen dann andere Gäste. Hier erst mal unsere “Buschausleutungsstation” die wir uns aufgebaut haben, direkt am Zaun.

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Und so sieht das dann aus, wenn 1m vor einem ein Besucher in den Lichtkegel tritt, hier eine Tüpfel-Hyäne.

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Auch aktuell stehen wir wieder direkt am Zaun, mal schauen, was hier so alles durch das Flussbett zieht…

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Es ist übrigens sehr beeindruckend wenn am späten Abend die Löwen anfangen zu brüllen. Im Punda-Maria Camp haben diese aus 3 verschiedenen Richtungen über eine Stunde lang gebrüllt und mal wieder ein Jagd vorbereitet. Und wenn man dann aus einer bestimmten Richtung am Morgen danach die Hyänen hört weiß man, wo denn der “Kill” stattgefunden hat. Dann werden nämlich die Reste aufgeteilt.

Viele viele Tiere

Aber natürlich auch viele andere Tiere sind im Krüger zu finden, teilweise beeindruckend nahe erlebt.

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Und die Jungs und Mädels mit den langen Hälsen sind auch nicht zu kurz gekommen…

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Und natürlich die dicken Jungs dürfen auch nicht fehlen.

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Und die kleineren…

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Die mit den langen Zähnen

Und da wir ja öfters mal ganz brav morgens in aller Früh losgefahren sind, wenn es noch so schön dunkel ist und man die Scheinwerfer braucht, um was zu sehen, sind wir auch manchmal belohnt worden und konnten ein paar Prachtexemplare finden.

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Hier zeigt Papa dem Sohnemann, wie denn richtig gebrüllt wird Zwinkerndes Smiley

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Und da guckt die Mama, keine 10m von unserem Auto entfernt, ob denn die Luft für die Kleinen Rein ist…

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Und es gibt ja nicht nur die Katzen, sondern auch die Hunde, zu denen die Hyänen gehören. Hier haben wir 2 Kleine Tüpfelhyänen-Babies gut 30 Minuten beobachtet wie sie sich rumgefläzt haben und ein bisschen spielten. So ein Glück muss man haben… Das wird’s wohl nur einmal im Leben geben.

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Ach ja, und so sieht das aus, wenn man ein paar Löwen findet. Man kann eine Stunde kein Auto treffen und wenn man Löwen sieht und vielleicht als 2. oder 3. Auto ankommt, sieht das spätestens nach 15 Minuten so aus (man achte auf die Autos im Seitenspiegel) Smiley

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Und dann gibt’s noch die, die ihre Beute auf den Baum schleppen. Diesen Leopard hier konnten wir gaaanz früh morgens, kurz nach 6 Uhr finden. Leider war es zu dunkel für ein scharfe Foto. Zu dieser Zeit hatte er wohl seine Arbeit schon getan. Um ihn drumherum schlich eine Hyäne die wohl vergeblich versucht hat, an das Tierchen auf dem Baum zu kommen, was wir von uns aus nicht sehen konnten. Deswegen war der Kollege wohl auch völlig relaxt. Wer soll schon auf den Baum kommen…

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So, und damit alle noch wissen, wie unsere Kinder aussehen nach längerer Zeit noch mal ein Foto von den Beiden Smiley, hier im Camp Letaba,

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Jetzt hab ich keine Lust mehr, obwohl wir auch noch viel Video-Material haben. Allerdings werde ich jetzt noch die Abendsonne auskosten, die leckeren Spaghetti Bolognese die Moni gerade kocht mit einem Gläschen Rotwein genießen und dabei ein bisschen den Tieren zuschauen, die um uns drumherum so alle rumwuseln.

Wir freuen uns schon alle sehr auf die weiteren mindestens 4 Tage hier im Park. Am liebsten würden wir garnicht mehr hier raus… Mal schauen, wann wir keine Nacht mehr spontan dazubuchen. Wir müssen ja leider irgendwann wieder fahren, um die restlichen 2500km bis nach PE zu kommen, da unser Dicker ja spätestens am 29.08. auf’s Schiff muss…

Kleine Pechsträhne

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Naja, man kann nicht immer nur Glück haben. Ich hatte ja geschrieben dass ich auf dem letzten Campingplatz alle Reifen gewechselt hatte, da wir uns in Botswana hinten links eine dicke Schraube reingefahren hatten.

Nachdem wir dann los sind vom Platz hörte ich nach etwa 50km, auf dem Weg zum Krüger Nationalpark, ein leichtes, ganz leises rappeln. Am Fahrverhalten war nichts zu merken. Als ich dann langsamer wurde wurde auch das Rappeln lauter und mir schwante schön Böses. Langsamer werden und Geräusch lauter kann eigentlich nur eines bedeuten – da fängt etwas an zu vibrieren was bei höherer Geschwindigkeit noch “rund” läuft. Und das kann in der Regel nur am Reifen sein. Da ich die Reifen vorher gewechselt hatte war mir klar, dass sich einer wohl gelöst hat.

Und das war es dann auch prompt. Hinten links der Reifen hatte sich gelöst weil offensichtlich die Radmuttern nicht richtig fest waren. Eine Radmutter hatten wir schon verloren und die 4 anderen, wie auch die felge selber, waren schon gut ausgeschlagen. Leider hat es auch die Schrauben am Wheelhub getroffen, die auf einer Länge von ca. 1 cm kein Gewinde mehr haben aber zum Glück noch so viel, dass die Radmuttern einen sicheren Sitz haben.

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Aber die Felge ist total hinüber und die 4 ausgeschlagenen Radmuttern habe ich auf die beiden Vorderräder verteilt und vorne links fehlt eine.

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Da der Dicke aber an jedem Rad 5 M32 Muttern hat, ist es kein großes Problem. Hinten links fahren wir jetzt mit dem angeschlagenen Wheelhub und dafür 5 ganzen Muttern die ich eben bei den Vorderrädern “geklaut” habe. Jetzt, nach den ersten 150km stellt sich heraus, dass das auch alles kein Problem ist und wir locker bis zur nächsten Stadt, die in ca. weiteren 200km kommt, noch gemütlich weiter durch den Krüger fahren können.

Bei der Wechselaktion ist mit dann auch der Dicke noch vom Wagenheber gerutscht da ich einen total dämlichen Anfängerfehler gemacht habe, und die Sperre nicht reingetan habe, so dass er mit Gang und angezogener Bremse nicht rollen kann. Er ist dann auf dem Steinschlagschutz (der jetzt ein bisschen verbeult ist Smiley aber schon wieder fast geradegebogen) der Bremsscheibe gelandet, der sich dann wie ein dicker Schutz um die Scheibe gelegt hat, so dass diese nicht auch nur einen kleinen Titsch abbekommen hat – 100% in Ordnung. Tja, hätt ich mal auf das gehört was wir in der Schulung gelernt haben beim Offroad-Schrauberlehrgang. Auch bei einem kleinen Problem immer erst mal eine Pause machen, runter kommen, klaren Kopf schaffen und erst dann was unternehmen. Am besten immer eine Nacht drüber schlafen…

Naja, hab ich wieder was aus Erfahrung gelernt was mir ganz bestimmt kein 2. mal mehr passieren wird.

Abends auf dem Campingplatz hatte dann auch noch mein Kindle den Geist aufgegeben, der es aber nach 2 Stunden von alleine dann wieder geschafft hat. Irgendwie hat es da jemand nicht so gut mit uns gemeint die letzten 4 Tage.

Erst ein Platter, dann Reifen fast verloren, Dicker vom Wagenheber gerutscht und Kindle fast kaputt. So viel Pech hatten wir die letzten 5 Monate nicht zusammengezählt. Moni meinte schon – wer weiß, wofür es gut war. Vielleicht sollten wir einfach nicht weiter an diesem Tag Smiley

Naja, jetzt schnorre ich jeden nach Radmuttern an der so aussieht als hätte er welche in der Tasche und hab schon ein paar Adressen vom Campmanager hier im Krüger bekommen wo es die ganzen Teil in Phalaborwa gibt. Da müssen wir uns dann eine neue Felge besorgen und ein paar neue Radmuttern. Der Wheelhub ist noch so weit ok, dass wir locker damit fahren können, da nur “oberflächlich” angekratzt und noch genug Gewinde auf den Schrauben zum Festziehen.

So, jetzt fahren wir erst mal noch 4 Tage weiter durch den Krüger im Nord-Teil um dann die notwendigen Teil zu besorgen.

Jetzt drückt uns mal die Daumen, dass wir nicht noch mehr Pech haben in unseren letzten 4 Wochen…

Tschö Botswana – hallo Südafrika

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Und noch mal schweißen und ein weiterer Plattfuß – die Wildnis fordert ihren Tribut

Bevor wir das vergessen – wir haben in Maun noch den Karl-Heinz kennen gelernt. Er ist sozusagen ein Afrika – Veteran. Seit 3 Jahren führt er mit seinem Magirus-Deutz quer durch Afrika hat aber auch ansonsten den größten Teil seines Lebens auf dem afrikanischen Kontinent verbracht. Sei es als Guide in Nord-Afrika durch die Wüsten oder auch sonst auf reisen im südlichen Teil der Erde…

Seine Geschichte könnt ihr hier lesen: www.benemsi.blogspot.com Wir haben ein paar sehr interessante Tage mit ihm zusammen in Maun verbracht und konnten schönen spannenden und lustigen Erzählungen lauschen. Die Kinder haben sich sehr über die üppigen Geschenke in Form von Schokolade und wunderschönen Muscheln gefreut. Auf diesem Wege möchten wir Karl-Heinz noch einmal vielen Dank sagen und wünschen ihm alles Gute auf seiner weiteren Reise. Moni hatte sogar feuchte Augen beim Abschied…

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Und ach ja, der Hund im Hintergrund ist Kali, ein türkischer Hirtenhund und deren Nationaltier.

Ach ja, man muss ich Maun als doch relativ große Stadt nicht so vorstellen wie eine Stadt bei uns. Hier ging es wirklich sehr afrikanisch zu Smiley

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Mitten in der “Stadt” wurde Viehzucht betrieben, vor dem nagelneuen Ford-Händler-Gebäude liefen die Esel über den Neuwagenparkplatz,… echt lustig und teilweise kam man nur etwas langsamer voran weil man dann doch immer mal wieder auf irgendwelches Getier Rücksicht nehmen musste. Und man glaubt garnicht, wie stur Esel tatsächlich sind. Die bleiben einfach auf der Straße stehen und gucken einen blöd an, bis man dann irgendwann nachgibt, und drumherum fährt.

Nachdem wir nun Maun verlassen hatten sind wir Richtung Salzpfannen, wie im letzten Blog geschrieben. Diese wollten wir ja durchqueren, und nicht umfahren. Nach ein paar Tipps von Karl-Heinz, der gerade aus den Pfannen kam, wie man denn von der Nordseite den Einstieg findet um nicht irgendwo im Nichts zu landen haben wir uns dann in das Gebiet begeben. Der Rahmen von der Kabine war ja wieder geschweißt und dem Offroad-Abenteuer stand nun nichts mehr im Wege. Und wir müssen sagen, dass wir es nicht bereut haben, dann doch nicht die Teerstraße drumherum zu nehmen, sondern einfach quer durchzufahren.

Wer Etosha und die Etosha-Pfanne kennt (die man aber nicht durchfahren darf), der kann sich vorstellen, was für ein cooles Gefühl es ist, durch eine bis zum Horizont nicht endende Salzwüste zu fahren. Die Anreise dahin war zwar teilweise ein wenig beschwerlich und etwas eng und niedrig, aber der Dicke mit Kabine hat auch das geschafft, wenn ich auch nachher das ein oder andere Loch in den GFK-Winkeln die leider nur eine Dicke von 1mm und nicht 4 wie die eigentlich Kabine haben, flicken musste. Denn es war teilweise doch so eng, dass wir Oberarm dicke Äste an der Seite und auch in der Höhe mit dem Wagen weckdrücken mussten, was wie gesagt gut gelungen ist. Nur haben sich dann teilweise kleine dünne abgebrochene Ästchen wie kleine Nägel durch die dünnen Winkel gedrückt. Das habe ich dann aber in 15 Minuten nach den Pfannen auf einem anderen Platz wieder alles flicken können.

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Wir haben dann mitten in einer der Pfannen Mittagspause gemacht und wenn man genau hinschaute, sah man am Horizont immer mal wieder Windhosen vorbeiziehen die den Staub der Pfannen hoch in die Luft zogen – ein klasse Schauspiel. Und da die Pfannen zwar super staubig waren, aber sehr glatt, konnte man hier richtig durchbrettern – hat einen riesen Spaß gemacht, hier mit bis zu 80 km/h drüberzufliegen – es fuhr sich wie auf Wolken. Wir haben hierzu mal ein kleines Video gemacht im dem man auch sieht, wie sehr es im Rückspiegel staubt. Der Wagen war nach den 2 Tagen Salzpfannen nachher von außen und innen mit einer weißen Puderschicht komplett überzogen.

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In den Pfannen selber liegt als eine Art “Insel” auf einer Anhöhe von ca. 50m Kubu Island. Diese Insel ist eine Art Naturdenkmal, da komplett mit Baobabs bewachsen. Das sind Bäume von denen die San sagen, dass sie der liebe Gott verkehrt herum in die Erde gepflanzt hat, also mit den Wurzeln nach oben. Hierzu gibt es eine schöne Geschichte. Die Bäume sind teilweise viele 1000 Jahre (ja, richtig gelesen, viele 1000 Jahre) alt und erreichen eine beträchtliche Größe.

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Über die Insel sind wir dann ein bisschen drüber spaziert weil man von hier aus auch einen super Ausblick in eine der Pfannen hinein hat.

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Aber nicht nur der Aufenthalt auf der Insel selber war super interessant, sondern auch die Umfahrung der Insel durch die Pfanne hat eine spektakuläre Ansicht geboten.

Wir hatten anfangs überlegt auf der Inselt vielleicht zu übernachten, da es hier auch ein paar Stellplätze gibt die durch eine lokale Community betrieben werden. Uns hatten aber vorher schon ein paar Schweißer, und auch Karl-Heinz gewarnt, dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht. Erst sollten die beiden Schweizer 200 Pula/Person zahlen (was unverschämt viel ist, ca. 100% mehr als üblich) und nachdem sie dann meinten dass sie das bestimmt nicht zahlen würden haben sie 100 Pula/Person angeboten. Aber natürlich alles ohne Rechnung. Die die eigentlich das Geld treuhänderisch verwalten sollen und sich um die Plätze (da gibt es wieder 0 Infrastruktur) kümmern sollen, stecken das offensichtlich alles in die eigene Tasche. Als wir dann fragten was ein Tagesbesuch kosten sollte sagte und ein doch ehr aggressiv wirkende Dame dass das 100 Pula/Person sei (also das, was die Schweizer vorher für die Übernachtung zahlen sollten). Wir sind dann einfach gefahren ohne irgend was zu bezahlen…

Auf dem Weg aus den Pfannen raus zu unsrem nächsten Ziel, einem Nashorn-Park, konnten wir noch ein paar schöne Fotos machen die ein bisschen zeigen, wie ursprünglich vieles in Botswana noch ist. Ein großer Teil der Menschen lebt noch in traditionellen Dörfern und teilweise gibt es mitten im Busch irgend welche Schilder die einem die Richtung anzeigen, wo denn so etwa in welcher Entfernung der nächste Ort liegt. Und nein, Straßen gibt es hier keine, nur jede Menge Fahrspuren von denen ca. 10 irgendwie immer wieder zwischen den Bäumen und Büschen parallel in teilweise unterschiedliche Richtungen laufen von denen man sich dann eine aussuchen kann und hofft, das es die Richtige war. Wir haben zwischendurch auch immer mal wieder querfeldein gemusst weil das GPS auf einmal nicht mehr die richtige Richtung anzeigte.

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Und manche Fahrspuren führten halt einfach mitten durch ein Dorf, dass dann um die “Hauptspur” drumherum gebaut war Smiley

Ab zu den Nashörnern und auf nach Südafrika

So, nun endlich raus aus den Pfannen haben wir uns wie gesagt aufgemacht in das Nashorn-Reservat welches etwa 300km vor der südafrikanischen Grenze lag. Eigentlich hatten wir geplant zwischen Pfannen und Reservat noch einen Zwischenstopp einzulegen. Nur leider war da, wo hätte ein Platz sein sollen, keiner, sondern nur eine Trafostation – dumm gelaufen. So sind wir dann noch mal 2 Stunden weiter gefahren und haben spät abends das Reservat erreicht.

Das Reservat selber ist wieder durch eine Community betrieben und wunderschön mit super Stellplätzen die riesengroß sind und komplett frei liegen, also ohne Einzäunung von den Tieren.

Hier sind wir dann in Summe 5 Tage geblieben und haben Lenja’s Geburtstag gefeiert mit einer riesengroßen Torte die wir im 30km entfernten Ort Serowe gekauft hatten.

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Hier schneidet die kleine Maus am frühen Morgen ihren Kuchen an, an dem wir 3 Tage gefuttert haben. Ach ja, Backwaren und gerade so ein Süßkram sind durchweg im südlichen Afrika sehr günstig. Diese Torte hat 37 Pula, was umgerechnet etwa 3,30€ sind, gekostet. Da wir ja hier genügend Zeit hatten selber durch den Park zu fahren waren wir dementsprechend erfolgreich, was unsere "Nashorn-Ausbeute” betraf. So hatten wir das große Glück, mehrfach Nashörner, auch mit ihren Jungen, aus nächster Nähe beobachten zu können.

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Teilweise war es echt rührend, wie sich die Eltern um den Nachwuchs gekümmert haben.

Und vielen Dank an die beiden hier für ihr tolles Posing Smiley

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Und ebenfalls Danke an die Sonne für den tollen Untergang…

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Die Wirbeln übrigens ganz schön viel Staub auf, wenn sie sich in Bewegung setzen, wie hier unschwer zu erkennen ist. Bei einem Gewicht von gut 2T und echt großen Füßen gut zu verstehen. Ach ja, langsam sind die nicht unbedingt…

Auf dem Campingplatz bin ich dann wieder mal meinen typischen Wartungs- und Kontrollarbeiten nachgegangen wie Steckachsen und Radlager kontrollieren (vorne links musste ich ein Lager tauschen und hinten rechts die Steckachse und den Radmitnehmer), Verschraubungen, Schweißnahtkontrolle, Flüssigkeiten,… Dabei musste ich leider feststelle, dass der Rahmen des Landy (diesmal nicht der Hilfsrahmen) leider an der linken Seite einen 2cm langen Riss bekommen hat durch die hohe Last und das sehr schwierige und anspruchsvolle Gelände teilweise in Botswana. Den haben wir dann in Serowe schweißen lassen. Aber diesmal nicht so wie wir es aus Maun kannten sondern an einem Wellblechschuppen an der Straße so wie man sich das halt in Afrika im Nirgendwo vorstellt. Uralter Schweißtransformator ohne jegliches Gehäuse der an den Strom angeschlossen wurde indem die blanken Kabelenden mit irgendeiner Zuleitung verzwirbelt wurden um dann ohne Brille am Rahmen “rumzubraten”. Ich hatte bei einem “Car-Wash” angehalten und gefragt wer denn hier schweißen kann und der Kollege meinte dann so, dass die neben an das könnten. Ok, Wellblechhütte und der Kollege der eben noch Car-Wash gemacht hatte kam dann höchstpersönlich rüber und war dann auf einmal der Schweißer Smiley Nachdem dann das Gerät zusammengebaut war und er die erste Naht gezogen hatte (noch nicht mal schlecht) kam dann irgendeiner vorbei spaziert und meinte so – lass mich mal, kann ich noch besser… Der hat dann weitergemacht und den Rahmen echt wieder super hinbekommen. Als dann alles nach 30 Minuten fertig war wollt der glatt nur 50 Pula dafür haben. Im Vergleich zu den letzten 600 Pula echt ein Schnäppchen. Und da sie einen super Job gemacht hatten haben wir ihnen 200 Pula überlassen über die sie sich total gefreut hatten. Sie Glücklich, wir Glücklich, alles super Zwinkerndes Smiley Naja, jetzt habe ich schon so den ein oder anderen Schwachpunk entdeckt und weiß, wo ich daheim am “Standard” verbessern muss, damit sowas nicht noch mal passiert, wenn wir die knapp 4T durch das Gelände schieben.

Nach Serowe und dem Reservat sind wir dann rüber nach Südafrika. Der Grenzübergang war wieder sehr schmerzfrei und ehr lustig, da die Zöllner spaß daran hatten, was wir denn so 6 Monate in Afrika machen und fragten, ob wir sie nicht mit nach Deutschland nehmen könnten, da sie hier immer schon mal hin wollten…

Und da wir morgens früh los waren sind wir dann auch ein ganzes Stück gefahren, gut 370km. Zwischendurch hatten wir noch eine kleine “Reifenpanne”. Die Schraube hatte ich mir schon in Botswana in den Reifen gefahren was mir dadurch klar wurde weil ich einmal Luft nachgefüllt hatte und der linke Hinterreifen dann einen Teil wieder verloren hatte (zum damaligen Zeitpunkt hatte ich das aber auf die starken Walkbewegungen der Reifen im Nashorn-Reservat zurückgeführt. Das kann tatsächlich passieren wenn man mit niedrigem Druck fährt und der Reifen sich am Felgenhorn schon mal was nach innen drück, gerade bei niedrigem Luftdruck vorne und dann lenken auf Teer ohne zu fahren nicht so selten – dann bleibt der Reifen praktisch am Boden “kleben” und drückt sich aus der Felge was zu Druckverlust führt).

Bei der Mittagspause von der Boswana-SA-Fahrt hatte ich dann hinten rechts etwas gaaanz leise am Reifen zischen gehört und dabei gesehen, dass eine total dicke Schraube im Reifen steckte, die sich schon bis unters Profil gedrückt hatte. Die habe ich dann entfernt und dank des Reifendichtmittels welches wir in den Reifen haben, konnten wir nach 2-maligem Luftnachpumpen trotz Loch weiterfahren. Ich hab dann später auf dem Campingplatz die Vorderreifen auf die Hinterachse gezogen und den intakten Hinterreifen auf die Vorderachse gelegt (da die Hinterreifen wegen des hohen Gewichts auf der Achse und den schlechten Schotterstraßen ziemlich zerhackt sind), den Reservereifen nach vorne links montiert und den defekten Reifen geflickt – und der ist jetzt unser neuer Reservereifen – alles zusammen hat keine 30 Minuten gedauert.

Angekommen sind wir auf einem riesen Campingplatz mit 370 Stellplätzen und gut 50 Chalets. Das Ding war dann auch Grund der südafrikanischen Schulferien, die auch noch weitere 2,5 Wochen dauern, rappelvoll und für uns ein krasser Kulturschock. Die letzten gut 3,5 Monate meistens die totale Einsamkeit und jetzt das… Moni meinte schon, dass hier so viele Leute sind wie wir in den letzten 3,5 Wochen in Summe in Namibia und Bostwana getroffen haben, was so ungefähr hinkommen könnte.

Hat aber auch etwas Gutes – das Ding liegt an einer warmen Quelle, ist überwiegend besiedelt von senioren Dauercampern die hier den südafrikanischen Winter verbringen, weil es hier immer noch sehr arm ist, mit 30 Grad tagsüber und bietet eine Menge für Kinder. Eine richtig tolle Poollandschaft mit einem Warmbad von ca. 40 Grad (in welchem wir heute Morgen übrigens schon im 7 Uhr schwimmen waren vor dem Frühstück), Minigolf, Tennis,… Gestern sind wir bei einem kleinen Contest gewesen wo es primär um afrikanische Musik ging, der von den Campern veranstaltet wurden und zu dem wir von unseren Nachbarn, die selber so um die 80 sein dürften, eingeladen wurden.

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Da haben dann verschiedene “Gruppen” oder Einzelkünstler, wozu auch Kinder zählten, um die Wette vorgeführt. Das sind übrigens unsere Nachbarn die hier gerade Burenmusik zum Besten geben. Silas und Lenja haben eine halbe Stunde am Nachmittag bei ihnen verbracht, als sie geübt haben nebenan. Da merkt man dann doch wieder sie südafrikanische Gastfreundschaft und Kontaktfreudigkeit. Von annähernd jedem der bei uns vorbei kommt werden wir begrüßt und drauf angesprochen was wir so machen, schon gemacht haben, und wie es uns denn so gefällt. Wir haben schon überlegt Zettelt zu drucken die wir dann aushändigen, weil wir aus dem Erzählen garnicht mehr herauskommen.

So, und von hier aus machen wir uns dann morgen nach dem morgendlichen Schwimmen in der warmen Quelle auf Richtung Krüger Nationalpark, wo wir gut 5 Tage verbringen wollen. Der soll zwar angeblich ausgebucht sein und wir haben keinerlei Reservierung, aber mal schauen. Da uns eine Guide aus dem Park erzählte dass man eigentlich immer noch irgendwo unterkommt und wir mittlerweile die afrikanische Gelassenheit angenommen haben fahren wir trotzdem hin und gucken mal, wie wir denn so unterkommen. Zur Not haben wir jeden Tag ein Problem mit dem Auto oder ein Kind wird krank und wir müssen halt “unbedingt” dort übernachten, weil wir nicht mehr rausfahren können. Hat schon ein paar mal geklappt und hoffentlich diesmal wieder. Das mussten wir auch erst lernen und unsere übergründliche und absolut vorplanende deutsch Art ablegen. Aber damit kommt man hier in Afrika nicht allzu weit. Dazu sind die Menschen hier zu geduldig und haben zu viel Zeit und Gelassenheit. Also schlagen wir sie mit ihren eigenen Waffen Smiley

Wenn wir den Krüger dann hoffentlich erfolgreich hinter uns haben geht’s weiter runter die Ostküsten durch Swasiland Richtung Port Elizabet, wo unser Dicker leider spätestens am 29.07. das Schiff betreten muss.

Also – dann mal bis zum nächsten Eintrag…

Von Maun aus über DAS Delta

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So, nachdem wir nun in Maun angekommen sind nach ein paar wunderschönen Wildnistagen haben wir gestern direkt unseren Rahmenbruch schweißen lassen. Zwar zu einem unverschämt hohen Preis von gut 50€ für knapp 20 Minuten Arbeit – aber naja, Touristen, Weiß, und dafür aber sofort erledigt ohne große Suche und ohne großes Murren in einer professionellen Werkstatt.

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Nachdem wir dann auch noch einen Ölwechsel haben machen lassen sind wir erst mal weiter zum Hillary’s um Mittagspause zu machen. Das war ein kleines Kaffee in der Nähe vom Flughafen, da wir uns hier direkt nach dem Essen nach einem Rundflug über das Kavango-Delta erkundigen wollten. Nach dem Essen hab ich dann einfach mal Hillary gefragt ob sie nicht einen guten und einigermaßen günstigen Anbieter wüsste, der auch mit Kindern fliegen würde, ohne dass man direkt arm wird. Sie hat uns dann den Timm gegeben mal bei Mackair nachzufragen, was ca. 200m um die Ecke wäre. Gesagt – getan. Wir direkt nach dem Essen zu Mackair und nach einem Rundflug erkundigt. Nach einem netten Gespräch mit der Dame am Empfang und der Aussage unsererseits uns das noch zu überlegen und dann eventuell morgen wiederzukommen kam ein netter Herr auf uns zu der uns dann das Angebot unterbreitet hat, in einer 5-sitzigen Cessna mit uns alleine den 1-Stunden Rundflug zum Preis des 45-Minuten Flugs zu machen. Na, das war dann wohl einer der Inhaber von Mackair, der uns da den Spezialpreis gemacht hat Smiley

Bedingung war dann allerdings noch am gleichen Tag den Flug um 16 Uhr zu nehmen, was dann noch knapp 1,5 Stunden in der Zukunft lag. Wir haben uns dann spontan dazu entschieden und saßen 1,5 Stunden später als kleine Familie zusammen mit einem netten Piloten in einer 5-Sitzigen Cessna und flogen über das Delta, und das für etwas mehr als 200€, umgerechnet.

Na, das war cool. Wir und die Kinder hatten einen riesen Spaß dabei, uns diese wunderschöne Wasser- und Sumpflandschaft von oben anzuschauen, aus gut 130m Höhe. Tiefer konnte der Pilot nicht runtergehen, da es sonst zu viel Stress für die Tiere bedeutet hätte die wir überflogen haben. Und ich muss sagen – es ist garnicht einfach brauchbare Fotos oder Videos aus einem Flugzeug zu machen, da so ein kleines Ding doch schon ganz schön wackelig ist.

Aber macht nix – war ein riesen Erlebnis, eines unserer schönsten überhaupt bisher und Sili hat die ganze Zeit über ein Lied gesungen vom Fliegen, den Elefanten und was weiß ich nicht noch was und dabei bei Moni auf dem Schoß gesessen Smiley

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Und auch aus dem Flugzeug ist es garnicht so einfach, Tiere zu finden, hätten wir nie gedacht. Aber die stehen da nicht so einfach rum und warten darauf, von ein paar Deppen über den Wolken gefunden zu werden…

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Im Delta selber leben auch immer mal wieder ein paar Menschen, die dort mit ihren Booten Fischfang betreiben oder ein paar Kühe halten.

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Und auch sonst waren wir nicht ganz alleine – am Himmel Smiley Parallel mit uns hat eine holländische Familie mit 2 Kindern auch einen Rundflug gemacht, die aktuell Mosambik wohnen seit 2 Jahren und dort auch noch weitere 2 Jahre bleiben werden. In ihrer Freizeit reisen sie so viel wie möglich ist.

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Hier noch mal ein kleines Video zu unserem Rundflug, was einen kleinen Ausschnitt aus dem Delta zeigt und wie wir in der Maschine sitzen.

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Und ach ja, heute haben wir wieder die Kinder geduscht, weil die irgendwie immer aussehen wie S… wenn sie den ganzen Tag draußen spielen. Smiley

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Von Maun aus werden wir nun morgen, Samstag weiter über Gweta an der A3, in die Salzpfannen Ntwetwe Pan und Sua Pan fahren. Dabei werden wir auch über Kubu Island dann weiter nach Letlhakane fahren. In den Pfannen werden wir dann wahrscheinlich 3 Tage verbringen. Da dieses kein Nationalpark ist, kann man hier frei Campen ohne auf einem Platz zu stehen, was wir natürlich auch machen werden. Wie wir erzählt bekommen haben ist es dort wunderschön und absolut ruhig, da es hier im Umkreis von 100km nichts gibt.

Von da aus fahren wir dann weiter runter die A14 in Rhino Sanctuary wo wir auch noch 2-3 Tage verbringen werden um uns dann Richtung Südafrika aufzumachen. Mal schauen, wann wir das nächste mal wieder bloggen können. Bisher hat es besser geklappt als gedacht, wenn man auch immer viel viel Zeit mitbringen muss, um die Einträge hochzuladen.

Dann mal bis zum nächsten Eintrag…

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