Während gestern der Himmel wolkenverhangen war, scheint heute die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Die Luft ist noch angenehm frisch, es riecht nach exotischen Blumen und in den großen Bäumen rings um uns sieht man immer mal ein paar Vögel landen. Ein schöner Tag zum weiterreisen, auch wenn wir hier noch gerne länger bleiben würden, weil wir uns hier sau wohl fühlen. Die Kinder haben hier einen großen Garten zum spielen, so daß unser mitgebrachtes Spielzeug bisher kaum nötig war. Nur die Malsachen sind andauernd in Gebrauch, ansonsten haben wir gestern noch ein Paar Puzzle und Brettspiele gemacht – Puppe, Barbie, Pferdchen und Autos wurden bisher nicht beachtet, wozu auch, wenn sich in der Umgebung so viel neues entdecken läßt. Lenja versucht immer auf die großen Bäume zu klettern und ist stolz, wenn sie es auf die 1,5m hohe Astgabel schafft, Stöcke werden zerkleinert und in eine, mit Regenwasser gefüllte, Steinschale geworfen. Silas hoppst eifrig über Steinplatten die hier im Garten liegen oder kehrt mit Ästen den Garten sauber. Blumen werden gesammelt und die Hunde gestreichelt. – Ein Paradies für Kinder.

Dennoch müssen wir weiter, da wir ja unser Auto morgen in einer Woche in Port Elizabeth abholen wollen. Am Dienstag müssen wir uns schon vor Ort bei dem Agenten melden, der sich hier um darum kümmert, unser Auto durch den Zoll zu bekommen, dafür müssen wir ihm noch einige Unterlagen übergeben. Bis Port Elizabeth sind es noch ca. 1200 km und wir wollen nicht hetzen und ewig lange Strecken im Auto fahren, daher geht es heute erst mal Richtung Kimberley, das sind ca. 500 km, die wir aber mit einer Zwischenübernachtung erreichen wollen, daher wissen wir noch nicht, wo heute unser Zwischenstopp sein wird. Morgen soll es dann weiter nach Kimberley gehen.

Die Kinder fragen immer nach den Tieren, wo sind denn die Tier, aber selbst an kleinem Getier ist hier recht wenig los. Nur Ameisen krabbeln hier an der Hauswand entlang, ansonsten hab ich eine Fliege und eine Biene gesehen, selbst gestern Abend, als wir draußen gesessen haben flog nichts um uns rum. Im Schein der Terassenbeleuchtung war auch nichts zu sehen. Ganz anders als bei uns im Sommer, wo man oft von Wespen umlagert wird und die Mücken und Schnaken im Laternenlicht ein Tänzchen wagen.